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  • 5 Sterne

    9 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 24.04.2018

    Als Buch bewertet

    Wunderbar leichter und trotzdem tiefsinniger Sommerroman

    Lena ist auf Amrum geboren und aufgewachsen. Sie arbeitet als Krankenschwester im Hospiz. Ihr Vater ist Fischer und seit dem Tod seiner Frau Mariella vor vielen Jahren fast verstummt: „In gewisser Weise hatten sie nicht nur ihre Mamma, sondern auch ihren Vater ans Meer verloren.“ (S. 70). Mariella war Italienerin und ist im Meer ertrunken, als Lenas kleine Schwester Zoe erst 3 Jahre alt war.
    Eines Tages lernt Lena den Italiener Matteo am Strand kennen. Beide haben das Gefühl, sich von irgendwoher zu kennen, aber Matteo war noch nie auf Amrum und Lena noch nie in Italien. Schon am nächsten Morgen reist Matteo überstürzt ab, zurück lässt er eine Mappe mit Fotos von Mariella, die in ihrer Jugend in Italien entstanden sind. Lenas Vater will nicht über seine Frau oder die Fotos reden, aber Zoe erkennt die Gegend auf den Bildern wieder – die Amalfiküste. Lena und Zoe reisen nach Italien, um nach ihrer Mutter zu forschen und evtl. auch Matteo zu finden, der Lena nicht mehr aus dem Kopf geht.

    Obwohl Katharina Herzogs neuer Sommerroman auf den ersten Blick wie eine Liebesgeschichte klingt, steht diese für mich nicht im Vordergrund. Es geht vorranging um die Suche der Schwestern nach der Vergangenheit und Herkunft ihrer Mutter und damit auch nach sich selbst. Die jungen Frauen sind sehr verschieden und gehen auch unterschiedlich mit dem Verlust um.
    Lena klammert sich an Amrum und das Meer, ist aber nie wieder schwimmen gegangen. Ihren Traum Ärztin zu werden hatte sie wegen ihrer Jugendliebe Ole aufgegeben und wurde stattdessen Krankenschwester. Sie kann ihr Leben nicht genießen, solange sie nicht mit dem Tod ihrer Mutter abschließt, findet Zoe „Schmerz geht nur weg, wenn man sich ihm stellt.“ (S. 106). Diese hingegen reist um die ganze Welt und finanziert sich durch Gelegenheitsjobs. Jeder neue Ort oder Job ist ein Abenteuer, für das sie sich neu erfindet: „Man kann alles sein, was man will.“ (S. 161). Auf der Reise müssen sich die Schwestern trotzt ihrer unterschiedliche Lebensentwürfe endlich aussöhnen und zusammenraufen.

    In einem zweiten Handlungsstrang geht es um Mariellas Jugend und ihr einfaches Leben in Italien. Auch sie wächst ohne Mutter auf. Ihr Vater (Babbo) arbeitet hart auf einer Zitronenplantage und stellt nebenbei den besten Limoncello der Gegend her. Ihre Freundin ist die Tochter des Plantagenbesitzers und so lernt Mariella schon früh die extremen Unterschiede zwischen arm und reich kennen.

    „Zwischen dir und mir das Meer“ ist ein Buch zum Festschmökern und hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte an keiner Stelle vorausahnen, wie die Geschichte weitergeht, so dass es bis zum Ende spannend blieb. Ich habe es genossen, mit Lena und Zoe die Amalfiküste zu erkunden, die Sonne und das Meer auf der Haut förmlich zu spüren und natürliche Babbos berühmten Limoncello zu verkosten.

    Mein Lieblingszitat ist übrigens folgendes: „Das Leben ist zum Glück keine Einbahnstraße. Anders als die Bewohner in deinem Hospiz kannst Du einfach umdrehen und eine andere Abzweigung wählen.“ (S. 274)

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    janein
  • 5 Sterne

    6 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    katikatharinenhof, 26.04.2018

    Als Buch bewertet

    (0)




    Lena lebt ein beschauliches Leben auf Amrum - das Meer gibt ihr so viel, was sie zum Leben braucht. Auch das wunderschöne Meerglas, aus dem sie individuelle Schmuckstücke fertig.Doch das Meer hat ihr auch viel genommen - ihre Mutter verschwand vor 20 Jahren beim Schwimmen im Meer. Eine zufällige Begegnung mit dem jungen Italiener Matteo lässt die Luft am Strand knistern und Lena möchte ihn gern wiedersehen. Doch er ist abgereist und hat nur eine Mappe mit Fotos von Lenas Mutter als junges Mädchen zurückgelassen. Lena begibt sich mit ihrer Schwester Zoe auf eine Reise in die Vergangenheit und sucht an der Amalfiküste nach dem Schlüssel des Geheimnisses um ihre Mutter....




    Katharina Herzog versteht es vortrefflich, aus wenigen Komponenten eine hervorragende Geschichte zu zaubern. Es ist wie bei der Zubereitung eines perfekten Limoncello - viel Herzenswärme, Sommer und Zitronen sind hier die Grundzutat für eine Geschichte zwischen zwei Buchdeckeln, die das Herz berührt. Die Schauplätze Amrum und die Amalfiküste werden mit sehr authentischen und liebenswerten Charakteren belebt und machen es mir so unendlich leicht, der Geschichte und ihrer berührenden Handlung zu folgen. Wie im Vorgängerroman lässt die Autorin viel Authentizität, Ehrlichkeit und echte Gefühle in den Roman einfließen und so bekommt man das Gefühl, dass auch etwas vom Charakter der Autorin in ihren Figuren zu finden ist. Bis ins kleinste Detail werden lebhaft die Szenen geschildert, mit Nebencharakteren gefüllt, die den Schauplatz beleben und so entsteht nach und nach ein Buch, das in mir die Sehnsucht nach Italien weckt. Die beiden Zeitränge sind sehr geschickt miteinander verknüpft, ermöglichen Einblicke in die Vergangenheit und geben so den Ereignissen im Hier und Jetzt einen perfekten Hintergrund, um gänzlich in die Geschichte einzutauchen . Die Seiten fliegen nur o dahin, man vergisst alles um sich herum und erlebt zum Schluss hin noch mal eine überraschende Wendung.

    Fazit: Perfekte Lektüre zur Einstimmung auf den Sommer, mit einem gekühlten Limoncello genießen - perfekt !

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    janein
  • 5 Sterne

    friederickes Bücherblog, 07.06.2018

    Als eBook bewertet

    Ein wunderbarer Sommerroman mit Tiefgang

    Das Cover
    Eine Zitrone (Amalfiküste) im Mittelpunkt, Meerglas und Oliven drum herum, das sind die Hinweise für eine sommerliche Geschichte. Der Klappentext und der Titel unterstreichen den Eindruck und den Wunsch mehr über die Geschichte zu, erfah-ren. Ein sehr gelungenes Cover.

    Die Geschichte (Achtung Spoiler!)
    Lena lebt auf Amrum und arbeitet in einem Hospiz. Als sie eines Tages auf dem Heimweg auf den Italiener Matteo trifft kribbelt die Luft zwischen ihnen. Am nächs-ten Tag hat er allerdings ohne ein Wort die Insel verlassen. Neugierig geworden schaut sie in seinem Hotelzimmer nach und findet eine Mappe, in der Fotos von ihrer Mutter Mariella als junge Frau liegen. So strahlend, wie auf dem Foto kannte sie ihre Mutter nicht.
    Diese war gebürtige Italienerin und vor zwanzig Jahren vom morgendlichen Schwimmen nicht zurückgekehrt. Seitdem lebt Lena mit ihrer Oma und ihrem Vater zusammen. Ihre jüngere Schwester Zoe, inzwischen eine Weltenbummlerin kommt zum gleichen Zeitpunkt nach Amrum, um Omas achtzigsten Geburtstag zu feiern.
    Zoe erkennt auf dem Foto den Hintergrund und weiß, wo es gemacht wurde. Kurz-entschlossen reisen die beiden jungen Frauen deshalb an die Amalfiküste um mehr über die Fotos, ihre Mutter und ihre Familie zu erfahren.
    Meine Meinung
    Der Prolog beginnt 1972 in Ravello, wo sich zwei Mädchen begegnen, die ver-schiedener nicht sein könnten. Die bescheidene Mariella, deren Vater ein kleines Stück Land mit Zitronenbäumen bewirtschaftet und zusätzlich für Francesca Vater arbeitet, welcher im größeren Stil mit Zitronen seine Geschäfte macht. Francesca wiederum lebt in einer Villa. Eine Freundschaft war in dieser Zeit zwischen so un-terschiedlichen Gesellschaftsschichten nicht ganz einfach.
    Die Geschichte wird über zwei Zeitebenen erzählt. Einmal geht es um Lena in der Gegenwart, die auf Amrum lebt. Sie arbeitet in einem Hospiz als Krankenschwester. Ihre Beziehung war in die Brüche gegangen. Sie lebt sehr zurückgezogen und ge-staltet in ihrer Freizeit Schmuck aus Meerglas. Ihre jüngere Schwester Zoe ist das völlige Gegenteil. Sie bleibt nie lange auf der Insel, reist durch die Welt und arbeitet dann, wenn sie das für nötig befindet. Die zweite Ebene erzählt in Rückblicken die Jugendzeit und das Leben ihrer Mutter Mariella in Italien, über das die Mädels so gut wie nichts wissen.
    Die Autorin schreibt in einer leichten, gut verständlichen und flüssigen Sprache. Die Protagonisten sind gut erarbeitet und glaubwürdig. Auch die Nebenfiguren sind überzeugend. Lena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Mit ihrer Schwester Zoe dauerte es ein bisschen, bis sie sich eingeschlichen hat.
    Die Schauplätze lassen das Herz höherschlagen, entführen sie mich doch in Regi-onen, in die ich mich gerne wegträume. Sowohl Amrum, als auch die Amalfiküste sind von Katharina Herzog so intensiv beschrieben, dass ich jedes Detail vor Augen hatte und am liebsten gleich die Koffer gepackt hätte. Die Liebesgeschichte ist eher zweitrangig. An erster Stelle steht eine Familiengeschichte mit sehr viel Tiefgang und Wendungen, sodass die Spannung auch deshalb stets hochgehalten wird. Natürlich sind auch einige Dinge vorhersehbar, was aber überhaupt nicht stört.
    Mein Fazit: Ein wunderbarer Sommerroman, leicht zu lesen und doch berührend ernst. Präsentiert an wunderschönen Regionen, die mir gestatteten das Meer zu riechen und vom baldigen Urlaub zu träumen. Ein gelungenes Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.
    Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.
    friedericke von "friederickes bücherblog"

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    janein
  • 5 Sterne

    Bambisusuu, 06.05.2018

    Als Buch bewertet

    Nach ihrem Debüt und Bestseller "Immer wieder im Sommer" hat die Autorin "Katharina Herzog" (auch bekannt als Katrin Koppold) den spritzigen Sommerroman "Zwischen dir und mir das Meer" geschrieben. Erschienen ist das Buch im "Rowohlt Verlag".


    Lena und ihre kleine Schwester Zoe leben auf der Insel Amrum. Sie ist glücklich, auch wenn sie zurückgezogen und alleine lebt. Ihre Mutter hat sie bereits vor 20 Jahren verloren. Den Grund weiß sie jedoch bis heute nicht.
    Als Lena dann den charmanten Matteo eines Tages trifft, ist sie auf Anhieb verliebt. Doch ohne Abschied ist Matteo am nächsten Tag verschwunden. Das Einzige, was er zurückgelassen hat, ist eine Mappe, in der sich Fotos ihrer Mutter Mariella als junge Frau befinden. Lena möchte den Zusammenhang verstehen und reist kurzerhand mit ihrer Schwester Zoe an die Amalfiküste, denn da kommt Mariella ursprünglich her. Lena erhofft sich, das Geheimnis ihrer Mutter herauszufinden. Aber auch Matteo wiederzusehen, würde Lenas Herz höher schlagen.

    In diesem spannenden und sommerlichen Roman erfahren wir mehr über die kleine Rolle Lena aus dem Vorgänger. Ihren Alltag und ihre Gefühle bekommt man als Leser Stück für Stück näher und auch ich konnte mich gut mit ihrem Charakter anfreunden. Zeitgleich kommt es innerhalb der Geschichte zu Rückblicken in die Vergangenheit von Mariella, der Mutter von Lena und Zoe. Die Zeit beschränkt sich hier auf die 70er Jahre.

    Lenas Leben wirkt überschaubar, ruhig und enthält keinen Nervenkitzel. Nach Matteos Auftauchen merkt auch Lena, das sie schleunigst ihr Leben umkrempeln muss. Die Aufregung merkt man ihr an und auch als Leser bin ich gerne bei ihrer Entscheidung gefolgt. Die Reise verschlägt sie schnell an die Amalfiküste, wo sie mehr über ihre Familie und Vergangenheit herausfinden möchte.

    Die Liebesromanze bleibt bei dieser Reise natürlich nicht verschont. Auch interessante Wendungen lassen der Geschichte die Spannung und machen neugierig auf mehr. Die Leichtigkeit merkt man dem Schreibstil an. Obwohl sich Lena eigentlich mit einem dramatischen Ereignis auseinandersetzt, ist das Buch nicht negativ beladen. Die Autorin stellt die Gefühle mehr in den Vordergrund. Lena und Zoe verarbeiten den Tod ihrer Mutter ganz unterschiedlich, was der Geschichte noch mehr ein realistisches Empfinden gibt.

    Die Abwechslung der Erzählstränge fand ich toll und aufregend. Das Leben von Mariella wirkte alles andere als leicht. Ihre Beziehungen zu ihrer Freundin und der Liebe, wurde von ihrem Vater nicht toleriert. Die Auf und Abs gehen an die Emotionen und wirken authentisch. Trotz der vielen Dramen wirkt die Geschichte nicht überladen, sondern fesselt weiterhin.

    Auch wenn die Handlung zeitlich und per Kapitel getrennt wurden, habe ich den Zusammenhang toll gefunden. So habe ich mich immer auf ein Neues auf den anderen Abschnitt gefreut. Der Übergang ist dabei fließend und wirkt keineswegs abgehackt. Besonders die Amalfiküste hat mir während der Erzählungen gefallen. Obwohl ich bisher noch nicht da war, habe ich mir die Kulisse bildlich vorstellen können.

    Nach dem wunderschönen Cover bin ich auch restlos von der Liebesgeschichte angetan. Die Mischung aus Familiendrama, Sommerromanze und Urlaubsstimmung ist gelungen!

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    janein
  • 5 Sterne

    Yolanda D., 19.06.2018

    Als Buch bewertet

    Zwischen dir und mir das Meer

    Covergestaltung:
    Die ganze Farbe- und Schriftgestaltung ist schön kombiniert und den Wasserfarben-Stil finde ich wunderbar, denn er strahlt Leichtigkeit aus und wirkt harmonisch. Das Naturpapier was für den Umschlag verwendet worden ist unterstützt diesen Stil noch mal.
    Zitronen, Blüten, Olivenzweig... Auch wenn in dem Buchtitel das Wort "Meer" steckt, bedarf es nicht immer nur Blautöne - hier fühlt man auch so den mediterranen Flair und es erinnert mich an Sonne, Wärme und absolute Lebensfreude.
    Der Buchtitel hat einen handschriftlichen Charakter, was ich immer sehr ansprechend finde. Als Kontrast zum Naturpapier ist dieser noch durch einen Lack hervorgehoben >> Die Covergestaltung finde ich insgesamt sehr gelungen.

    Inhalt und eigene Meinung:
    Zwischen dir und mir das Meer erzählt die Geschichte von Lena und Zoe, die ihre Mutter Mariella schon früh verloren haben. Sie ist im Meer schwimmen gegangen aber nie wieder zurückgekommen - auch ihre Leiche hat man nicht gefunden.
    Eines Tages steht plötzlich ein Mann vor Lena, der sich anfangs sehr seltsam benimmt. Es heißt Matteo und hat Bilder von Mariella, ihrer Mutter dabei. Die Fotos sind schon älter und ihre Mutter darauf noch sehr jung. Sie sieht wunderschön aus und mit diesem strahlenden Gesicht hat sie ihre Mutter noch nie gesehen.
    Aber warum hat ausgerechnet er diese Bilder?

    Lena macht sich also auf die Reise nach Italien um das Geheimnis ihrer Mutter zu lösen und um endlich Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Natürlich hofft sie auch Matteo wiederzusehen... Diese Reise behält so einiges bereit und ist abenteuerlich, emotional und auch wunderschön.



    Schon nach den ersten Worten war ich mitten drin. Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Der Schreib- und Erzählstil ist ebenso leicht und flüssig zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin und es macht einfach Spaß dem Geheimnis und den Hintergründen auf die Spur zu kommen. Auch die italiensichen Wörter die zwischendurch auftauen haben mir sehr gut gefallen und oft musste ich an meine zweite Heimat denken und schmunzeln.
    Es wird mal aus der Gegenwart und mal aus der Vergangenheit berichtet - aus der Sicht von Lena und ihrer Mutter. Man erhält verschiedene Einblicke in die Geschehen.

    Die Charaktere aus diesem Buch sind alle recht unterschiedlich aber passen gut zusammen. Es ist einfach stimmig. Lena ist anfangs süchtern und zurückhaltend und ihre Schwester dagegen laut und wild. Knut ist der Vater der beiden und noch ruhiger und zurückhaltender als Lena. Oma Hilde ist seine Mutter und einfach freundlich und liebenswert. Dann gibt es da noch Matteo, der auch sehr freundlich und zuvorkommen ist und einige andere Familienmitglieder aus Italien.

    Die Vergangenheit von Mariella und die ganze Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Eine wirklich traurige aber auch schöne Familiengeschichte mit Amore und wunderschönen Kulissen.

    Un bel libro!

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    janein
  • 5 Sterne

    Kerstin, 19.06.2018

    Als Buch bewertet

    Schöner, sommerlicher Roman

    Auf Amrum lebt Lena ein beschauliches Leben. Eines Tages trifft sie vor dem Haus auf einen fremden Mann – Matteo. Er behauptet er möchte Eier kaufen, doch irgendwas beunruhigt Lena an ihm. Daraufhin sucht sie ihn in seinem Hotel. Doch dort trifft sie ihn nicht mehr an. Er ist überraschend abgereist. Dafür findet sie in seinem Zimmer Bilder ihrer verstorbenen Mutter. Lena will Gewissheit und macht sich auf den Weg nach Italien, um Matteo zur Rede zu stellen.

    Erzählt wird die Handlung auf zwei Zeitebenen. Zum einem kommt Lenas verstorbene Mutter, Mariella, zu Wort. Der Leser erlebt dadurch Italien, die Amalfiküste, der 70er Jahre. Zum anderen erfährt der Leser die Gegenwart aus Lenas Sicht. Mariella wuchs allein mit ihrem Vater auf, der in der Zitronenwirtschaft tätig ist. Mariella lernen wir als aufgeschlossene und muntere Person kennen. Von Lena lernen wir, dass Mariella auf Amrum ganz anders war. Sie war eher verschlossen und sprach immer von „der Kälte“. Was passierte in Italien, dass Mariella sich auf nach Deutschland machte und mit ihrer Vergangenheit abschloss? Lena hingegen ist eine junge Frau, die das Vertrauen in die Menschen verloren hat und mittlerweile eher zurückgezogen lebt. Man hofft mit ihr mit, dass sie in Italien Antworten bekommt.
    Der Schreibstil von Katharina Herzog ist super. Ich habe letzten Sommer schon ihren anderen Roman „Immer wieder im Sommer“ verschlungen. Außerdem habe ich schon ein paar ihrer Romane gelesen, die sie als Katrin Koppold schreibt. Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen. Es ist die perfekte Mischung aus Ernsthaftigkeit, Trauer/Sehnsucht und Humor. Auf der einen Seite wird man zum Nachdenken gebracht, auf der anderen muss man einfach mal laut loslachen. Diese Kombination gefällt mir sehr gut! Das Buch liest sich sehr schnell weg. Man möchte es auch nicht aus der Hand legen, da man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Die Abwechslung zwischen den Zeitebenen ist Katharina Herzog wunderbar gelungen. Immer genau an der spannendsten Stelle wurde gewechselt. Oder der Zeitwechsel diente dazu, eine Handlung aus der Gegenwart oder Vergangenheit zu verdeutlichen. Außerdem schafft Katharina Herzog es das sogenannte „Kino im Kopf“ entstehen zu lassen. Während dem Lesen befindet man sich selbst im sonnigen Italien, umgeben von Zitronen!
    Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und wirken zum einen sympathisch und zum anderen authentisch. Jeder hat seine Eigenarten und sein Päckchen zu traten. Zusammen ergänzen sie sich wunderbar. Schön finde ich auch, dass sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln. Vor allem Lena kommt aus ihrem Schneckenhaus oder ihrem schützenden Kokon raus!

    Mir hat dieser zitronige Sommerroman sehr gut gefallen. Ich wurde für ein paar schöne Lesestunden mit nach Italien genommen und habe es genossen. Ich vergebe volle fünf von fünf Sternen. Und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

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    janein
  • 5 Sterne

    Tine_1980, 23.05.2018

    Als Buch bewertet

    Lena lebt zurückgezogen auf Amrum. Ihre Mutter, die gebürtige Italienerin ist, ist vor 20 Jahren zum Schwimmen gegangen und nicht wieder gekommen.
    Als sie eines Tages auf den Italiener Matteo trifft, knistert es völlig unerwartet. Doch am nächsten Tag ist Matteo ohne ein Wort des Abschieds verschwunden. In seinem Hotel hat er eine Mappe zurückgelassen, in der Lena Bilder ihrer Mutter Mariella als junge Frau findet. Zusammen mit ihrer Schwester Zoe reist sie an die Amalfiküste, um endlich etwas über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren und um Matteo vielleicht wiederzufinden.

    Das Buch hat mich zwar nicht an die Amalfiküste begleitet, aber es kam mit mir doch bis nach Italien in den Urlaub und hat mir für eine gewisse Zeit, die Stunden versüßt.
    Lena ist durch den Tod ihrer Mutter vorsichtig geworden, in Amrum lebt sie in ihrer sicheren Umgebung ihr Leben. Ihr Vater ist öfters auf dem Meer als daheim anzutreffen, ihre Oma kommt auch gut zurecht und ihre Schwester Zoe ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Lena, weltoffen, wenn möglich nicht lange an einem Ort und setzt sich gerne Gefahren aus.
    So ist die Reise für Lena eine große Herausforderung, hat sie Amrum doch noch nie verlassen.
    Und doch findet sie sich gerade auf dieser Reise erst selbst, kommt mit ihrer Vergangenheit in Berührung und muss mit vielen Hochs und Tiefs zurechtkommen. Auch mit ihrer besonderen Verbindung zu Matteo muss sie sich auseinandersetzen und lernt sich auch hier von einer ganz anderen Seite kennen.
    Man lernt in diesem Roman auch die Gegend rund um Neapel mit dem Vesuv, den Zitronenhainen und den typischen Italienern kennen und kann sich durch die bildhafte Beschreibung alles sehr gut vorstellen und flaniert mit Lena und Matteo an der Amalfiküste entlang, besucht die Städte und kann die Hitze dort und zwischen Lena und Matteo gut nachempfinden.
    Der Schreibstil von Katharina Herzog ist gewohnt flüssig und die Geschichte wird spätestens ab der Ankunft in Italien immer interessanter. Mit dem Verlauf der Geschichte möchte man doch immer dringender wissen, was damals vorgefallen ist. Was hat zu der Zerrüttung zwischen den Familien und zwischen Mariella und ihrer eigenen Familie geführt. Viele Fragen, die aber bis zum Ende der Geschichte geklärt werden.
    Ich mochte alle Charaktere, da jeder auf seine eigene Art sympathisch und eigen war. Vom brummigen Antonio, über das ungleiche Geschwisterpaar, bis hin zum schönen Matteo. Auch die Nebencharaktere waren toll gezeichnet, alle auf eine ganz besondere Art mit ihren Macken und Kanten und ihrer ganz eigenen Liebenswertigkeit.

    Wer einen schönen Sommerroman sucht, der einen ins schöne Italien transportiert, ein bisschen Liebe, aber auch eine tolle Familiengeschichte bereithält, kann hier auf jeden Fall zugreifen. Toll zu Lesen und man glaubt fast den Limoncello auf der Zunge zu schmecken.

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    janein
  • 5 Sterne

    Sonja W., 02.05.2018

    Als Buch bewertet

    In ihrem neuen Roman "Zwischen dir und mir das Meer" nimmt uns die Autorin Katharina Herzog, die uns auch bestens als Katrin Koppold bekannt ist, auf eine wunderbare Reise mit. Und diese Reise führt uns vom Norden nach Italien an die Amalfiküste. Und ich weiß nicht, wo es mir besser gefallen hat. Ich habe besondere Menschen und ihre Geschichte kennengelernt.

    Lena, die von Beruf Krankenschwester ist, und in einem Hospiz arbeitet, ist eigentlich auf Amrum ganz glücklich. Sie genießt ihr zurückgezogenes Leben. Seit ihrer Kindheit sammelt sie am Strand Meerglas und verarbeitet es zu wunderschönen Schmuckstücken. Vom Meer fühlt sich Lena magisch angezogen, denn es ist die letzte Verbindung zu ihrer Mutter. Diese ist nach einem morgendlichen Bad im Meer nie mehr nach Hause zurück gekehrt. Eines Tages trifft Lena auf dem Heimweg den Italiener Matteo. Zwischen den beiden knistert es heftig. Doch am nächsten Morgen ist Matteo verschwunden. Er hat im Hotel jedoch eine Mappe vergessen, in der Fotos von Lenas Mutter Mariella sind. Nun ist Lena neugierig. Sie reist mit ihrer Schwester Zoe an die Amalfiküsten, um etwas über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren ......

    Einfach spitzenmäßig! Wenn ich die Augen schließe, habe ich noch diesen Duft der Zitronen in der Nase. Ich befinde mich in dem kleinen Dorf Scala und besuche Antonio. Ich genieße die Ruhe, die hier herrscht und bin völlig überwältigt von den vielen Eindrücken, die auf mich einstürmen. Die Autorin begeistert mich auch dieses Mal mit ihrerm herausragenden Schreibstil. Man hat das Gefühl selbst mitten in der Geschichte zu sein. Zuerst befinde ich mich auf Amrun, sehe Lena bei ihrer Arbeit über die Schulter, bewundere ihre Ausdauer und ihre Herzenswärme. Hut ab vor dieser schweren Aufgabe, die Lena jeden Tag leistet. Doch als Matteo auftaucht, erwacht Lena und wird plötzlich neugierig und mutig. Ich begleite Lena und Zoe auf ihrer aufregenden Reise nach Italien. Wir dürfen in der Geschichte jedoch auch in die Vergangenheit eintauchen und erfahren interessantes und berührendes über Lenas Mutter Mariella. Ihre Kindheit in dem kleinen italienischen Dorf muss ein Traum gewesen sein, der dann jedoch jäh zu Ende gegangen ist. Für Lena und Zoe jedoch ist es wichtig, einiges über ihre Mutter zu erfahren. Nun wissen die beiden endlich, wo ihre Wurzeln sind. In der ganzen Geschichte liegt so viel Gefühl, ich bin total begeistert.

    Für mich ein absolutes Gute-Laune-Sommer-Sonne-Buch, das mich von der ersten bis zur letzten Seite total begeistert hat. Gerne hätte ich diesen einzigartigen Limoncello probiert, muss ein unglaublicher Geschmack sein. Das Cover ist ja einfach perfekt zu dieser Geschichte. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und freue mich schon rieisig auf das nächste Buch der Autorin.

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    janein
  • 5 Sterne

    Judith K., 24.05.2018

    Als Buch bewertet

    Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limoncello daraus!
    Was für ein schönes Zitat, aus dem Buch „Zwischen dir und das Meer“. Erst Recht, wenn man diese Geschichte kennt.
    Die ruhige und introvertierte Lena lebt zusammen mit ihrer Großmutter und ihrem Vater auf Amrum. Nachts arbeitet sie in einem Hospiz und geht darin auf, den Patienten, die letzten Tage so angenehm wie möglich zu machen. Wenn sie von der Nachtschicht heimkommt, geht sie meistens zum Strand und sammelt dort Meerglas, um daraus Schmuck herzustellen. Ihre Art, das Geschehene zu vergessen und ihrer Mutter, mit italienischen Wurzeln, besonders nah zu sein. Die ist nämlich, als Lena noch ein Kind war, zum Schwimmen ins Meer gegangen und nie zurückgekehrt. Lenas kleinere, extrovertierte Schwester Zoe war noch sehr klein, als die Mutter verschwand und hat deswegen auch nicht so den Bezug zur vermissten Mutter. Im Gegenteil, sie zieht es raus in die weite Welt und lässt sich nur an bestimmten Tagen auf Amrum blicken.
    An einem Morgen, nach der Nachtschicht begegnet Lena einem jungen Mann – dem Italiener Matteo und irgendwie fühlt Lena sich direkt zu ihm hingezogen. Als der aber später bei Lena und ihrer Großmutter zu Hause ist und das Gespräch auf die Mutter kommt, verändert Matteos Verhalten sich schlagartig und plötzlich muss er weg. Am nächsten Tag möchte Lena Matteo dann aufsuchen, doch der hat die Insel bereits verlassen, ohne ein einziges Wort der Erklärung. Jedoch hat er seine Mappe vergessen, mit Fotos von Lenas Mutter, als junges, glückliches Mädchen darin. Was hat Matteo mit ihrer Mutter zu tun?
    Zoe, mal wieder zu Besuch, überredet Lena nach Italien zu reisen um Matteo zu finden und dem Geheimnis ihrer vermissten Mutter auf die Spur zu kommen. So machen sich schließlich beide auf den Weg. – Den Weg nach Italien, zu Matteo und in die Vergangenheit.
    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, was vor allem an der wunderschönen Kulisse lag, - der Amalfiküste. Aber nicht nur das Setting, sondern auch die Charaktere waren mir sehr sympathisch, allen voran die weltoffene Schwester. Und zu guter Letzt natürlich die Story, die Suche nach der Wahrheit.
    Dadurch, dass die Geschichte in zwei Zeitebenen spielte, kam man mit jedem Kapitel, aus der Vergangenheit, der Wahrheit ein Stückchen näher, was das Ganze sehr spannend machte.
    Ich hatte zu Beginn der Geschichte zwar eine Vermutung, wie sie enden wird und ich dachte, sie ist dadurch etwas vorhersehbar, aber ich hatte nicht Recht und somit für mich auch eine tolle Überraschung.
    Wenn ich demnächst Zitronen in den Händen halte, weiß ich was ich damit machen muss. –Limonchello!
    Zumindest weiß ich, woran ich denke…
    …nämlich an Lena und ihrer Mutter und das Meer zwischen den Beiden.

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    janein
  • 5 Sterne

    https://www.buecherwesen.de, 18.06.2018

    Als Buch bewertet

    Inhalt:

    Lena führt auf Amrum ein Leben, von dem sie glaubt, dass es sie glücklich macht. Sie arbeitet im Hospiz und begleitet todkranke Menschen in ihren letzten Tagen. Morgens sucht sie den Strand nach Meerglas ab, den sie zu Schmuck verarbeitet und hat so das Gefühl, etwas vom Meer zurück zu bekommen, denn vor fast 20 Jahren ist ihre Mutter vom Schwimmen nicht zurückgekehrt.

    Als eines Tages ein hübscher Italiener mit einer seltsamen Begründung vor der Tür steht, will Lena ihn wiedersehen und fährt zu seinem Hotel. Doch Matteo ist schon abgereist und zurück ist nur eine Mappe mit Fotos von ihrer Mutter in jungen Jahren geblieben. Lena, die nichts über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß, wird von ihrer Schwester Zoe dazu überredet sich auf längst vergangene Spuren zu begeben.

    Meine Meinung:

    Katharina Herzog hat es wieder einmal geschafft, eine umfassende Geschichte zu schreiben, die nie Langeweile aufkommen ließ.

    Auf nicht einmal 350 Seiten ist so viel passiert, dass manchmal die Zeit zum Durchatmen fehlte, was die Spannung auf den nächsten Abschnitt noch mehr steigerte. Die Geschichte hat zwei Zeitstränge, die parallel durchs Buch laufen. Einmal ist da Lenas Geschichte, die Neugierde und auch ein wenig die Hoffnung Matteo wiederzusehen. Auf der anderen Seite ist da Mariella, die Mutter von Lena und Zoe, deren Geschichte 1972 in Ravello beginnt. Damals war sie zwölf und traf zum ersten Mal auf Francesca, die in ihrem Leben immer eine wichtige Rolle spielen sollte.

    Komischerweise taten mir in der Geschichte zwei Männer am meisten leid: Einmal Mariellas Vater Antonio, der seine Tochter in einem wütenden Moment verloren hat, lange bevor sie starb und einmal ihr Mann, der anscheinend nie der wichtigste Mensch in Mariellas Leben war, obwohl sie es für ihn war.

    Die Orte waren so beschrieben, dass ich einen gedanklichen Kurzurlaub an die Amalfiküste gemacht habe, obwohl auch Amrum mir gefallen hat.

    In den meisten Büchern der Autorin geht es um Liebe und Kummer, aber auf eine witzige Art. Dieses und das letzte Buch waren nicht so unbeschwert. Man spürt die Traurigkeit, die in jedem Protagonisten steckt und man wurde immer wieder mit dem Tod konfrontiert. Trotzdem war es kein Buch, dass mich herunter gezogen hat, denn es gab immer einen Funken Hoffnung und jeder Tag brachte neues Licht und neue Erkenntnisse in die Geschichte.

    Fazit:

    Ein Buch, dass eine traurige Vergangenheit aufzeigt und gleichzeitig immer wieder Hoffnung schenkt. Ein Buch voller Tränen, aber auch neue Familienbande die geknüpft werden und den Hauch und die Frische einer neuen Liebe.

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    janein
  • 5 Sterne

    https://www.buecherwesen.de, 18.06.2018

    Als Buch bewertet

    Inhalt:

    Lena führt auf Amrum ein Leben, von dem sie glaubt, dass es sie glücklich macht. Sie arbeitet im Hospiz und begleitet todkranke Menschen in ihren letzten Tagen. Morgens sucht sie den Strand nach Meerglas ab, den sie zu Schmuck verarbeitet und hat so das Gefühl, etwas vom Meer zurück zu bekommen, denn vor fast 20 Jahren ist ihre Mutter vom Schwimmen nicht zurückgekehrt.

    Als eines Tages ein hübscher Italiener mit einer seltsamen Begründung vor der Tür steht, will Lena ihn wiedersehen und fährt zu seinem Hotel. Doch Matteo ist schon abgereist und zurück ist nur eine Mappe mit Fotos von ihrer Mutter in jungen Jahren geblieben. Lena, die nichts über die Vergangenheit ihrer Mutter weiß, wird von ihrer Schwester Zoe dazu überredet sich auf längst vergangene Spuren zu begeben.

    Meine Meinung:

    Katharina Herzog hat es wieder einmal geschafft, eine umfassende Geschichte zu schreiben, die nie Langeweile aufkommen ließ.

    Auf nicht einmal 350 Seiten ist so viel passiert, dass manchmal die Zeit zum Durchatmen fehlte, was die Spannung auf den nächsten Abschnitt noch mehr steigerte. Die Geschichte hat zwei Zeitstränge, die parallel durchs Buch laufen. Einmal ist da Lenas Geschichte, die Neugierde und auch ein wenig die Hoffnung Matteo wiederzusehen. Auf der anderen Seite ist da Mariella, die Mutter von Lena und Zoe, deren Geschichte 1972 in Ravello beginnt. Damals war sie zwölf und traf zum ersten Mal auf Francesca, die in ihrem Leben immer eine wichtige Rolle spielen sollte.

    Komischerweise taten mir in der Geschichte zwei Männer am meisten leid: Einmal Mariellas Vater Antonio, der seine Tochter in einem wütenden Moment verloren hat, lange bevor sie starb und einmal ihr Mann, der anscheinend nie der wichtigste Mensch in Mariellas Leben war, obwohl sie es für ihn war.

    Die Orte waren so beschrieben, dass ich einen gedanklichen Kurzurlaub an die Amalfiküste gemacht habe, obwohl auch Amrum mir gefallen hat.

    In den meisten Büchern der Autorin geht es um Liebe und Kummer, aber auf eine witzige Art. Dieses und das letzte Buch waren nicht so unbeschwert. Man spürt die Traurigkeit, die in jedem Protagonisten steckt und man wurde immer wieder mit dem Tod konfrontiert. Trotzdem war es kein Buch, dass mich herunter gezogen hat, denn es gab immer einen Funken Hoffnung und jeder Tag brachte neues Licht und neue Erkenntnisse in die Geschichte.

    Fazit:

    Ein Buch, dass eine traurige Vergangenheit aufzeigt und gleichzeitig immer wieder Hoffnung schenkt. Ein Buch voller Tränen, aber auch neue Familienbande die geknüpft werden und den Hauch und die Frische einer neuen Liebe.

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    janein
  • 5 Sterne

    Peggy S., 18.05.2018

    Als Buch bewertet

    Manche Tragödien wirken bis in die nächste Generation nach.

    Diese Geschichte beginnt auf einer deutschen Insel naja eigentlich beginnt sie schon viele Jahre vorher an der italienischen Küste. Dort finden sich zwei kleine Mädels. Zwischen ihnen bildet sich eine Freundschaft die über sehr lange Zeit hält. Selbst eine Tragödie die eines dieser mittlerweile jungen Frau dazu zwingt Italien für immer den Rücken zu kehren.

    Sie kehrt Italien und seiner Wärme und gewohnten Gerüche und Umgebung so drastisch den Rücken, wie man es sich nur vorstellen kann. Es verschlägt sie nach Norddeutschland auf eine Insel, wo sie eine Familie gründet. Ihr Glück dort wärt aber nicht lange. Eines Tages kehrt sie vom Strand nicht zurück. Und hier beginnt die Tragödie für Lena, die Ihre Mutter an diesen Tag für immer verliert und in gewisser Weise auch ihren Vater…

    Als eines Tages ein Italiener dort auftaucht und sich nach ihrer Mutter erkundigt und kurz darauf auch schon wieder verschwindet, weil er herausfindet das Lenas Mutter tot ist, ist das der Beginn für die Reise zurück zu ihren Wurzeln. Lena hat ihr Herz an diesen Matteo verloren.

    Ich bin richtig begeistert vom Schreibstil und der Handlung. Man hat keine langen Strecken, die man am liebsten überblättern möchte. Die Handlung ist absolut fesselnd. Man möchte zu gerne wissen, warum Lenas und Zoes Mutter Italien verlassen hat. Und dies erfährt man auch erst gegen Ende des Buches. Die Autorin schafft es den Spannungsbogen bis ans Ende der Geschichte zu halten und immer wieder neue interessante Aspekte hinzuzuflechten. Die Liebesgeschichte zwischen Lena und Matteo ist richtig süß geschrieben, jedoch hätte die Geschichte auch einen kleinen Schwerpunkt auf die Beziehung der beiden Schwestern legen können. Der Dialog zwischen den beiden war mir zu wenig bzw. ist mir zu kurz gekommen.

    Mein Fazit: Ein absolut tolles Buch passend für den Sommer auch wenn das Thema nicht so einfach ist, da der Tot doch irgendwie im Mittelpunkt steht. Schafft es die Autorin doch das der Leser lachen, weinen und auch kopfschüttelnd vor dem Buch sitzt und teilweise auch gerne mal fluchen möchte. Also einfach lesen und sich an dieser schönen Geschichte freuen.

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    janein
  • 5 Sterne

    Monika S., 05.05.2018

    Als Buch bewertet

    Während Lena nach dem viel zu frühen Tod ihrer Mutter ein sehr bescheidenes und zurückgezogenes Leben voller Sicherheit bei ihrer Oma auf Amrum führt, ist ihre jüngere Schwester Zoe in der Welt unterwegs. Heute hier, morgen da, doch zum Geburtstag der Oma treffen die beiden so gänzlich unterschiedlichen Schwester wieder aufeinander.

    Lena begegnet dem Italiener Matteo und irgendwas an ihm scheint ihr bekannt und vertraut vorzukommen. Auf einmal verspürt die junge Frau Schmetterlinge im Bauch. Am nächsten Tag ist der junge Mann jedoch verschwunden. In seinem Hotelzimmer findet Lena eine Mappe mit Fotos ihrer Mutter Mariella. Es ist eine strahlende Mariella, eine Frau voller Lebensfreude, so, wie Lena ihre Mutter nie wahrgenommen hat, doch was hat Matteo damit zu tun und wieso ist er im Besitz von Fotos ihrer Mutter?

    Schnell reift in Lena der Plan, aus ihrem Alltag auszubrechen. Sie wird nach Italien fahren und das Geheimnis um ihre Mutter lüften. Kurzerhand schmeißt auch Zoe ihre Pläne über Bord und begleitet ihre Schwester an die Amalfi-Küste. Vielleicht wird Lena dort auch den smarten Matteo wiedersehen?

    "Zwischen dir und mir das Meer" - in ihrem neuen Roman entführt uns Katharina Herzog nach Italien an die wunderschöne Amalfi-Küste. Sie schreibt so wunderbar bildlich, dass man sich als Leser automatisch vor Ort wähnt. Die Orte, die Küste, obwohl man noch nie da war, scheint einem alles sehr vertraut zu sein. Und dieser Duft der Zitronen!

    Auch die zeitweise Reise in die Vergangenheit zu Mariella und ihrem Leben in Italien, ist wunderschön erzählt. Mariella, die mit der reichen Francesca befreundet war, der Tochter des verhassten Chefs ihres Vaters, für den dieser als Träger gearbeitet hat. Ob Vergangenheit oder Gegenwart, man spürt die Liebe der Autorin zu ihren Figuren.

    "Zwischen dir und mir das Meer" - ein Roman, der viel mehr ist als ein wunderschöner Sommerroman! Unbedingt lesen!

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    janein
  • 5 Sterne

    Nicole P., 05.05.2018

    Als Buch bewertet

    Meine Meinung:

    Lena ist eine sehr sympathische Hauptprotagonistin. Ich mochte sie von Anfang an und ich konnte ihre Beweggründe verstehen, nach Italien reisen zu wollen, um dort die Wurzeln ihrer Mutter zu finden. Wenn jemand wie Matteo plötzlich auftaucht und dann noch Bilder der verstorbenen Mutter hinterlässt, würde ich auch hellhörig werden und vermutlich herausfinden wollen was da los ist.
    Lena macht sich mit ihrer Schwester Zoe auf eine interessante Reise an die Amalfiküste.
    Ich fand die Reise nach Italien richtig schön. Die Autorin hat einen wunderbaren fesselnden und flüssigen Schreibstil. Ich bin von der ersten Seite an sofort in den Roman eingetaucht und konnte ihn nicht mehr loslassen.
    Mir haben die Beschreibungen der Amalfiküste sehr gut gefallen und es war schön zu sehen, wie die Schwestern nach ihren Wurzeln suchen. Am liebsten wäre ich selber sofort dorthin gereist, denn es scheint eine ganz bezaubernde und wunderschöne Gegend zu sein. Die Zitronenbäume mit ihren riesigen saftigen Früchten stehen mir jetzt noch vor Augen.
    Dieser Roman ist nicht nur eine schöne Geschichte, die einen vom Alltag ablenkt. Es ist zugleich eine romantische und eine wunderbare Familiengeschichte. Natürlich kommen auch hier einige unschöne Dinge ans Licht, aber in welcher Familie gibt es keine Geheimnisse? Und irgendeinen Grund musste es ja auch geben, dass Lenas Mutter Italien vor vielen Jahren verlassen hat.
    Ich fand diesen wunderbaren Sommerroman rundum gelungen. Es ist eine in sich runde Geschichte und ich habe sehr genossen dieses Buch zu lesen. Ich möchte es auf keinen Fall missen.
    Man wird richtiggehend in eine andere Welt katapultiert und kann den Alltag komplett ausblenden.

    Von mir bekommt der Roman von Katharina Herzog 5 Sterne und eine Sommerleseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    Michaela F., 02.05.2018

    Als Buch bewertet

    Ein herrlicher Sommerroman der Lust auf Italien, das Meer, den Duft von Zitronen, Limoncello und eine prickelnde Geschichte macht!
    Lena, Krankenschwester in einem Hospiz auf Amrum, eher zurückhaltend, erlebt den Sommer ihres Lebens an der Amalfiküste!
    Zusammen mit ihrer aufgedrehten Schwester Zoe, die gerne in der Weltgeschichte herumreist will sie in der Vergangenheit nach den Geheimnissen ihrer verstorbenen Mutter suchen.
    Und findet dabei nicht nur ihren Großvater , die Geschichte um ihre Mutter, sondern auch die Liebe!
    Wunderbarer Stil, abwechselnd aus der Sicht von der jungen Mariella (Lenas Mutter) und Lena erzählt!
    Ein Limoncello dazu, der perfekte Lesetag!
    Ich habe dieses wunderschöne Buch an einem Tag durchgelesen, ich konnte nicht aufhören!

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    janein
  • 5 Sterne

    Brigitte M., 25.05.2018

    Als eBook bewertet

    Ein leichter schöner Sommerroman für die Ferien

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    janein
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