vor einer Woche

Bettgeschichten aus dem Schlafzimmer

Die Bettwäsche Paradiso aus Baumwolle nimmt besonders gut Feuchtigkeit auf. Foto rechts: ergonomisch geformte Kissen sorgen für entspannte Nachtruhe

Gut schlafen, erholt aufwachen - so klappt es!

Hat Ihr Tag auch immer zu wenige Stunden? Es gibt so vieles, was noch erledigt werden muss. Das ist wohl der Grund dafür, dass es nur wenigen Menschen gelingt, sich regelmäßig ausreichend Schlaf zu gönnen. Schade, denn Schlafmützen sind leistungsfähiger, gesünder und glücklicher, sagt Schlafforscher Dr. Peter Spork. Laut ihm benötigen wir grundsätzlich zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf pro Nacht. Einige Menschen kommen auch mit 5 Stunden aus, ganz wenige benötigen sogar 10 Stunden. Das bedeutet, dass wir etwa drei bis vier Monate im Jahr im Schlafzimmer verbringen, um zu regenerieren. Vom richtigen Licht bis zum Bett mit einer geeigneten Matratze hat dabei jede Kleinigkeit Einfluss darauf, wie gut wir entspannen und schlafen können und wie wohl wir uns in unserem Schlafzimmer fühlen. Haben Sie an alles gedacht?

Die Zutaten für erholsamen Schlaf

Vermutlich die wichtigste Voraussetzung für erholsamen Schlaf ist eine rundum entspannende Atmosphäre in Ihrem Schlafzimmer. Verbannen Sie also den Schreibtisch mit der unfertigen Steuererklärung aus dem Raum oder zumindest aus Ihrem Sichtfeld im Bett - er erinnert Sie an Unerledigtes und kann unterbewusst massiv stressen.

Kuriose Bettgeschichten

Evolutionsbiologisch sind wir Menschen Höhlenschläfer. Wir lieben es gemütlich und schlafen seit jeher gern in Gesellschaft. Im 19. Jahrhundert war es selbstverständlich, seine Schlafstatt mit anderen Menschen zu teilen, aus dem England des 16. Jahrhunderts weiß man, dass sich im "Großen Bett von Ware " sogar vier Paare das Bett teilten. Was nicht immer ein Vergnügen war. Ein eigenes Bett hatten damals nur wenige Menschen. In der Steinzeit mussten sich die Menschen mit noch weitaus weniger Komfort zufrieden geben, sie nächtigten vorzugsweise in den Astgabeln von hohen Bäumen, wahrscheinlich zum Schutz vor wilden Tieren. Achäologiefunde belegen, dass man in der Bronzezeit zum Schlafen bloße Bodenvertiefungen mit Matten und Tierfellen auslegte. Das gotische Wort "badi", was soviel wie weiche Unterlage und Vertiefung heißt, stand wohl Pate für unser Wort "Bett". Im Mittelalter kam bereits das Himmelbett mit Bergen von Matratzen und Decken auf - die "berühmte Prinzessin auf der Erbse" ist also mehr als Legende.Vorhänge rund ums Bett schützen vor Kälte und allerei Ungeziefer. Das Bett teilte man mit Bekannten und Unbekannten. Besonders schlecht sah es um die Schlafstatt zu Zeit den Industrialisierung aus, da teilte man sich eine Schlafstatt aufgrund der großen Wohnungsnot oft stundenweise, während der eine schuftete, schlief der andere, der stundenweise das Bett gemietet hatte. Von Betthygiene keine Spur. Glücklicherweise sind die Zeiten hierzulande vorbei. Heute schlafen wir meistens zu zweit, aber auch allein zu schlafen bevorzugen immer mehr Menschen.

Ideale Schlafbedinungen

Ob allein oder zu zweit, das Bett und die Matratze sind bedeutende Teamplayer für eine gute Nacht. Sie sollten perfekt aufeinander abgestimmt sein und den eigenen Schlafgewohnheiten entsprechen. Auch die Wahl von Kopfkissen, Zudecke und Nachtwäsche beeinflusst das Wohlbefinden im Bett. Die Decke sollte unbedingt der Jahreszeit angepasst sein, genau wie Nachthemd oder Schlafanzug Ihrem individuellen Wärmeempfinden. Die meisten Menschen wählen eine Zimmertemperatur zwischen 16 und 20 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte weder zu hoch noch zu niedrig sein, und es darf nicht zu hell oder zu laut sein. Wir alle schlafen übrigens in gewohnter Umgebung am besten, egal wie sie aussieht. Darum sind die ersten Nächte in einem fremden Bett oder Hotel meist unruhig.

Wichtig bei Seitenschläfern: die Wirbelsäule sollte waagrecht gelagert sein. Foto rechts: Kissen mit einer Füllung aus Zirbenholz verbreiten natürlich duftendes Raumklima

Das Dreamteam für perfekten Liegekomfort

Matratze und Lattenrost sind maßgeblich für den Liegekomfort verantwortlich und der sieht für jeden Menschen anders aus. Wer gern auf dem Bauch schläft, benötigt z. B. eine härtere Matratze am besten aus Kaltschaum. Seitenschläfer bevorzugen hingegen weichere Federkernmatratzen, da hier Hüfte und Schulterbereich tiefer einsinken können, so dass die Wirbelsäule waagerecht gelagert wird. Ganz nach dem Motto „Wie man sich bettet, so liegt man“ bietet ein gut abgestimmtes Bettkonzept dem gesamten Körper die Entspannung, die er für die perfekte Regeneration benötigt. Wer seine Matratze als zu hart empfindet, muss sich deshalb nicht unbedingt gleich eine neue kaufen. Mit praktischen Auflagen kann die Liegeposition optimiert werden, was Verspannungen, Kopf- und Nackenschmerzen vorbeugen kann.

Anschmiegsames Bettzeug ist wie eine Umarmung

Bei Zudecken und Kopfkissen gibt es eine große Auswahl an Materialien, Größen und Formen. Spezielle, ergonomisch geformte Kissen unterstützen die Entlastung der Wirbelsäule in jeder Schlafposition und es gibt sie sogar mit angenehmem Kühleffekt. Bei den Federbetten gilt: Je hochwertiger die Daune, umso leichter und wärmender die damit gefüllte Decke. Auch hochwertige Synthetikdecken wärmen sehr gut und erfreuen sich vor allem bei Allergikern großer Beliebtheit, da man sie problemlos waschen kann. Neben der Nachtwäsche kommt uns nachts nichts so nah wie Bettlaken und Bezüge. Daher achten wir hier ganz besonders auf gute Qualität. Baumwolle hat eindeutig die Nase vorn, denn sie nimmt Feuchtigkeit besonders gut auf. Diesen Vorteil bieten auch Leinen und Seide. Dabei fühlt sich Leinen tendenziell kühl an – schön im Sommer. Die besonders atmungsaktive Seide wirkt im Winter wärmend und im Sommer kühlend. Baumwoll-Satin schmiegt sich mit seiner soften Oberfläche besonders gut an. Wen holen Sie sich ins Bett?

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Das Spiel mit Licht und Dunkelheit

Es ist noch gar nicht so sehr lange her, da gingen wir Menschen bei Sonnenuntergang schlafen und standen mit der Sonne wieder auf. Dafür gab es neben dem praktischen auch einen biologischen Grund: Licht regt den Körper dazu an, Aktivhormone zu produzieren. Bei Dunkelheit dagegen, werden beruhigende Nachthormone ausgeschüttet und Müdigkeit setzt ein. Nur ein absolut dunkler Schlafplatz bietet übrigens optimale Bedingungen zum Ein- und Durchschlafen, denn sogar kleinste Lichtreize werden im Schlaf registriert und können uns wecken. Wer es sich abends vor dem Einschlafen im Bett noch gemütlich machen will, setzt auf warmes, rötliches Licht. Anders als helles, bläuliches Licht (ausgehend meist von TV-Geräten, Notebooks und Co.), regt es nämlich nicht die Ausschüttung von Aktivhormonen an. Das berücksichtigen jetzt sogar die neuen eReader-Geräte wie beispielsweise der tolino vision 4. Sogenanntes „smartLight" sorgt beim abendlichen Lesen für eine warme „Farbtemperatur" im Einklang mit unserem natürlichen Biorhythmus, damit liest man bei optimalem Wohlfühl-Licht und kann störungsfrei einschlafen.

Für eine gute Nacht

Wer schlecht ein- oder durchschlafen kann, steht sich oft selbst im Weg, so Schlafforscher Dr. Peter Spork. Allein schon die Sorge vor schlechtem Schlaf verursacht Stress. Der Schlüssel zur Einschlaftür heißt aber Entspannung. Mit kleinen Einschlafritualen können Sie sich selbst überlisten: Bereiten Sie sich z. B. immer eine Stunde vor dem Zubettgehen einen Tee oder eine heiße Milch mit Honig zu. Sie werden sehen: Nach einer Weile werden Sie schon beim Kochen des Getränks schläfrig. Auch autogenes Training, ein (nicht spannendes) Buch, Hörbuch oder ruhige Musik sind für viele Menschen geeignete Einschlafhilfen.