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vor 2 Jahre

Dr. House: Das gehört in die Hausapotheke

„Dr. House“ aus der gleichnamigen Krankenhausserie war für die schweren Fälle zuständig: Keine Krankheit war exotisch genug, um dem grantelnden, aber genialen Doktor ein Schnippchen zu schlagen. Wenn wir zu Hause Pflaster oder Medikamente brauchen, dann meist aus alltäglichen Gründen: mit dem Messer beim Gemüseschnippeln abgerutscht, die Finger am heißen Topf verbrannt oder die Kopfschmerzen, die einfach nicht weggehen wollen. Viele (Trost-)Pflaster braucht, wer Kinder oder Enkel zu Hause hat. Aber was muss man eigentlich im Hause haben, um für alle Zipperlein und kleinen Krankheiten vorbereitet zu sein? Immerhin hat eine Umfrage vor einigen Jahren gezeigt, dass zwar zwei Drittel aller Deutschen eine Hausapotheke wichtig finden, aber noch nicht einmal jeder Fünfte sich für die Bestückung fachkundig beraten ließ. Wir meinen: Zeit für einen ausführlichen Check!

Was in eine gute Hausapotheke gehört:

1. Schmerzmittel: Mit einem Schmerzmittel sind Sie für die meisten Zipperlein gewappnet. Ob Sie Ibuprofen, Paracetamol, Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder einen anderen Wirkstoff vorrätig haben sollten, hängt von der individuellen Verträglichkeit innerhalb Ihrer Familie und den jeweiligen Schmerzen ab. Im Allgemeinen helfen sie gegen leichte Kopf-, Zahn- oder Gelenkschmerzen sowie Fieber.

2. Erkältungsmittel: Halstabletten, Hustenlöser und Schnupfenspray bzw. -tropfen gehören in jede gut sortierte Hausapotheke, wenn die kalte Jahreszeit wieder vor der Tür steht.

3. Mittel gegen Verdauungsbeschwerden: Sorgen Sie vor – mit Medikamenten gegen Verstopfung, Durchfall und Sodbrennen.

4. Kühlende Salbe: Sie hilft bei Insektenstichen und leichten Verbrennungen.

5. Wunddesinfektionsmittel: So können Sie kleinere Wunden schnell und einfach desinfizieren.

6. Wund- und Heilsalbe: Sie unterstützt die Heilung von Schürfwunden.

7. Pflaster: Kleinere Schnitt- und Schürfwunden sowie Blasen an den Füßen können damit schnell verarztet werden.

8. Verbandsmaterial: Ist die Wunde etwas größer, können Sie die betroffene Stelle mit Kompressen, Mullbinden und Verbandspflaster versorgen. Denken Sie auch an eine Verbandsschere in der Hausapotheke, damit Sie nicht erst lange danach suchen müssen.

9. Erste-Hilfe-Anleitung: So können Sie im Ernstfall die wichtigsten Schritte nachschlagen.

10. Mit einem Fieberthermometer und Einmalhandschuhen können Sie Ihre Hausapotheke komplettieren.

Wichtig:

Es ist gut möglich, dass für Ihre Familie weitere Medikamente und Utensilien in die Hausapotheke gehören, beispielsweise Allergiemittel oder spezielle Arzneimittel für Säuglinge und Kinder. Ihre Apotheke kann Sie entsprechend beraten.

Und bitte beachten Sie: Eine Hausapotheke ersetzt keinen Arztbesuch! Wenn die Beschwerden, wie Schmerzen oder Verdauungsprobleme, stärker werden oder mehrere Tage anhalten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen dafür abzuklären und eine geeignete Behandlung zu erhalten.

Nicht im Bad! Medikamente richtig lagern

Üblicherweise lagern die meisten Menschen ihre Medikamente in Küche oder Bad. Falsch! Dort ist es zu warm und feucht für Medikamente und Verbandszeug. Deshalb empfehlen Experten, die Hausapotheke im Schlafzimmer, im Flur oder in einer Abstellkammer einzurichten. Je dunkler, kühler und trockener, desto besser. Wenn Sie kleine Kinder zu Hause haben, sollten Sie die Medikamente vorsichtshalber in einem abschließbaren Schrank aufbewahren. Schnell greifbar sollte die Hausapotheke aber sein – ganz gleich, ob Sie dafür ein eigenes Schränkchen, eine Tasche oder Box nutzen.

Zwei Profitipps:

  • Belassen Sie die Arzneimittel darüber hinaus immer in der Originalpackung inklusive Beipackzettel. So haben Sie im Notfall alle Informationen parat.

  • Da die Hausapotheke im Allgemeinen von mehreren Familienmitgliedern genutzt wird, gehören verschreibungspflichtige Medikamente nicht hinein. Die Gefahr von Verwechslungen und möglichen Vergiftungen ist hier zu hoch.

Nicht vergessen: Notfall-Nummern notieren

Erstellen Sie eine Liste mit für Sie wichtigen Notfall-Rufnummern. Ganz oben: die 112. Ganz schnell steigt die Aufregung, wenn das Kind Atemnot hat oder jemand sich mit heißem Wasser verbrüht. Da kann es im Notfall schnell passieren, dass man die einfachste Nummer nicht parat hat. Denken Sie daran: Wer ist der Hausarzt, hat die Familie Fachärzte, die Sie kennen? Die Nummern des ärztlichen und zahnärztlichen Bereitschaftsdienstes sowie des Apothekennotdienstes sollten mit auf auf die Liste. Legen Sie das Blatt zusammen mit einer Erste-Hilfe-Anleitung griffbereit in die Hausapotheke.

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Wichtig: Was tun mit abgelaufenen Arzneimitteln?

Auch wenn es lästig ist: Prüfen Sie Ihre Hausapotheke ein- bis zweimal jährlich auf abgelaufene Medikamente. Bei einzeln verpackten Tabletten beispielsweise können Sie sich nach dem aufgedruckten Verfallsdatum richten. Salben, Cremes und Tropfen sind dagegen nur begrenzt haltbar, wenn sie einmal angebrochen sind. Notieren Sie daher das Anbruchdatum auf der Packung oder Tube und übernehmen Sie aus dem Beipackzettel die Information, wie lange Sie das Medikament verwenden dürfen.

Wie Sie abgelaufene Arzneimittel korrekt entsorgen, erfragen Sie am besten in Ihrer Stammapotheke, da sich die Regelungen von Kommune zu Kommune unterscheiden. Zu fast 80 Prozent sind übrigens Frauen als „Dr. Haus“ Hüterinnen der Hausapotheke – zumindest laut einer Umfrage aus dem Jahr 2012. Aber das ist eine andere Geschichte.

Selbst-Check: Wie sieht es in Ihrer Hausapotheke aus?

A: Unsere Hausapotheke ist immer aufgeräumt. B: Wir haben eine, aber diese ist nicht auf dem neuesten Stand. C: Wir haben keine.

Wir sind neugierig: Schreiben Sie uns doch in den Kommentaren, wie es um Ihre Hausapotheke bestellt ist?.