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Schöne Beine: Venen gesund halten

Schöne Beine bis ins Alter - der Traum jeder Frau. Doch oft plagen Schmerzen im Bein: etwa 90 Prozent der Erwachsenen leiden unter Venenveränderungen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um vorzubeugen, zu lindern und zu heilen – zum Beispiel mit Kompressionsstrümpfen.

Volkskrankheit Venenleiden

Kennen Sie das Gefühl der schweren, müden Beine nach langem Sitzen oder Stehen? Meist stecken Venenprobleme dahinter. Vielleicht leiden Sie zusätzlich unter Krampfadern oder Besenreisern – diese sind besonders störend, wenn der Frühling kommt und wir Kleider, Röcke und kurze Hosen wieder aus den Tiefen des Kleiderschrankes hervorkramen möchten. Manchmal sind Venenleiden allerdings nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können ernsthafte Konsequenzen haben.

Wir gehen den Fragen nach:

  • Welche Venenleiden gibt es und wie unterscheiden sie sich voneinander?
  • Wann können sie gefährlich werden?
  • Und was können Sie tun, um mit gesunden und schönen Beinen in die Frühlingssaison zu starten?

Schmerzen im Bein: Venenleiden sind eine Volkskrankeit

Experten schätzen, dass jede fünfte Frau und jeder sechste Mann Probleme mit den den Venen haben, seien es Krampfadern, Besenreiser oder ähnliches. Betroffen sein kann: Wer täglich viel sitzt oder lang stehen muss, wenig Sport treibt, abends schwere Beine hat oder wenn die Füße manchmal geschwollen sind...

Welche Aufgaben übernehmen unsere Venen?

Arterien transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen in den Körper. Durch die Venen fließt sauerstoffarmes Blut dann zum Herzen zurück. Beide sorgen also für einen reibungslosen Ablauf im Blutkreislauf des Körpers.

Worin unterscheiden sich Krampfadern, Besenreiser und Venenentzündungen?

Nicht immer schön, aber auch nicht immer gefährlich, unsere Venen können unterschiedlich beeinträchtigt sein:

  • Krampfadern bezeichnen erweiterte, hervortretende Venen. Dabei ist der Blutstrom gestört.

  • Besenreiser sind im Vergleich zu Krampfadern harmlose bläuliche Äderchen. Sind sie zwar aus medizinischer Sicht unbedenklich, können jedoch bei verstärktem Auftreten zum kosmetischen Problem werden.

  • Von Venenentzündungen sprechen wir, wenn eine krankhafte Veränderung einer Vene vorliegt. Im Vergleich zu den anderen Venen erscheint diese geschwollen. Die Haut an der betroffenen Stelle ist leicht gerötet. Entzündete Venen könne zu Blutgerinnseln führen und müssen daher mit einem Arzt abgeklärt werden.

Venenleiden müssen nicht sein. Mit effektiven Übungen können Sie Ihre Venen stärken. Rechts: Ein Luftmassagegerät sorgt für Wohlbefinden.

Gute Tipps und Übungen, um Ihre Venen zu kräftigen

Die gute Nachricht: Venenleiden müssen nicht einfach hingenommen werden. Es mag einige Zeit dauern, bis Sie die Ergebnisse auch sehen – aber die Mühen werden belohnt.

Gezielte Übungen, die zum Beispiel die Deutsche Venenliga herausgibt, können Ihre Venen stärken, auch nachdem bereits erste Beschwerden aufgetreten sind.

  1. Eine sehr beliebte Übung bei schweren Beinen ist die so genannte „Muskel-Venenpumpe“. So geht es: Beine wiederholt und zügig durchstrecken - so werden diese wieder besser durchblutet.
  2. Auf den Fersen laufen: Stellen Sie sich auf den Boden, versuchen Sie, auf den Fersen zu gehen. Nach einer Pause neu beginnen.
  3. Auch Wechselduschen, kalte Güsse und Massagen sind schmerzlindernd. Und gleichzeitig helfen Sie Ihnen dabei, zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen!
  4. Massage-Geräte und Massage-Pumpen können ebenfalls eine sinnvolle Anschaffung sein, um die Beine zu entlasten.

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Das Vibrations-/Massagegerät belebt Ihre Beine ganz komfortabel per Knopfdruck. Einfach entspannt hinsetzen und genießen. Wie Kompressionsstrümpfe wirken, zeigt die Grafik rechts.

Natürliche Helfer: Heilpflanzen gegen Venenprobleme

Die Wirksamkeit von Heilpflanzen wie der Rosskastanie, der Kuhschelle oder des Buchweizens bei der Behandlung von Venenbeschwerden wurde wissenschaftlich nachgewiesen. Insbesondere bei Personen, die eine Kompressionstherapie als unangenehm empfinden, können Naturheilmittel eine sinnvolle Alternative darstellen.

Finden Sie für sich heraus, was Ihnen guttut und hören Sie auf Ihren Körper. Kümmern Sie sich regelmäßig um Ihre Venen, nicht erst, wenn Schmerzen auftreten. Das allgemeine Wohlbefinden steigt merklich und Sie werden wieder das Gefühl haben, leichtfüßig durch das Leben zu gehen.

Woher kommen Venenprobleme?

Verschiedene Faktoren begünstigen das Auftreten von Krampfadern, dazu gehören zunehmendes Alter und eine familiäre Veranlagung. Aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel können dafür sorgen, dass das Venensystem nicht mehr optimal funktioniert.

Bei vielen Frauen treten Krampfadern erstmals in der Schwangerschaft auf. Durch die Gewichtszunahme kann das Blut nicht mehr korrekt aus den Venen abfließen. Aber kein Grund zur Sorge: Schwangerschaftsbedingte Krampfadern verschwinden meist von selbst wieder.

Übrigens können Krampfadern an unterschiedlichen Stellen am Körper auftreten. Am häufigsten sind jedoch die Beine betroffen, weil die Venen gegen die Schwerkraft das Blut zum Herzen pumpen müssen. Deswegen ist das Hochlagern der Beine abends eine sehr sinnvolle Maßnahme.

Wie können Sie der Entstehung von Krampfadern & Co. vorbeugen?

Sie sind selbst noch nicht betroffen, aber Venenprobleme liegen in der Familie? Lassen Sie den Kopf nicht hängen: Ein gesunder Lebenswandel kann verhindern, dass auch bei Ihnen Krampfadern und Besenreiser auftreten.

Achten Sie darauf, sich genug zu bewegen. Ausdauersportarten wie Schwimmen, Laufen oder Radfahren eignen sich besonders gut. Aber auch regelmäßige Gymnastikübungen und Spazierengehen beugen Venenleiden vor.

Eine ausgewogene Ernährung und eine angemessene Flüssigkeitszufuhr, vor allem bei höheren Temperaturen, wirken sich ebenfalls positiv auf Ihre Venengesundheit aus. Übrigens verschlimmern sich die Beschwerden in der Hitze, deshalb sollten Sie von Saunabesuchen Abstand nehmen, wenn bereits eine Venenkrankheit vorliegt.

Vor einer längeren Reise ist die Anschaffung von Kompressionsstrümpfen empfehlenswert. Diese helfen dabei, die Durchblutung der Beine sicherzustellen. Vermeiden Sie außerdem zu eng anliegende Kleidungsstücke, die das Blut abschnüren.

Sind Krampfadern gesundheitsschädlich?

Mehr als ein kosmetisches Problem: Krampfadern werden nicht nur als lästig empfunden, leider können sie zusätzlich ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen haben. Im Anfangsstadium verursachen Krampfadern noch keine großen Schmerzen, sie machen sich erst im weiteren Verlauf durch ein Gefühl der Schwere und Spannung bemerkbar. Langfristig kann es zu Hautveränderungen wie Ödemen kommen. Krampfadern können auch zu Thrombosen führen. Deswegen ist es wichtig, einen Experten aufzusuchen.

Warum sind Thrombosen so gefährlich?

Jeder hat schon einmal davon gehört: Vor allem langes beengtes Sitzen wie bei Flugreisen oder auf stundenlangen Fahrten soll zu Thrombosen führen. Aber was genau sind Thrombosen eigentlich? Thrombosen treten auf, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß bildet. Die Folgen sind nicht ohne: Der Rückfluss des Blutes funktioniert nicht mehr richtig. Durch das gestaute Blut werden die Beine nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, in schweren Fällen kann dies zu einer schlecht heilenden Wunde führen. Rund 80.000 Menschen sind in Deutschland jährlich von einer Thrombose betroffen.

Schwere Verläufe können sogar eine lebensgefährliche Embolie zur Folge haben: Ein Blutgefäß in einem Organ (oftmals in der Lunge) verstopft und das Organ wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Es herrscht dann akute Lebensgefahr! Das Tückische dabe ist, dann sich eine Thrombose ohne Beschwerden entwickeln kann.

Venenleiden lindern: Was passiert bei operativen Eingriffen?

Leider lässt sich manchmal trotz allem eine Operation nicht vermeiden. Hier gibt es verschiedene Verfahren.

  • Beim Venenstripping entfernt ein Facharzt für Gefäßerkrankungen ein Teilstück einer Krampfader. Die Krampfadern werden unten und oben durchtrennt und mit Hilfe einer Sonde durch die Haut hinausgeführt.
  • Eine andere Technik ist die Phlebektomie, bei der ein Chirurg mit einem Instrument, das optisch einer Häkelnadel ähnelt, den verdickten Seitenast entfernt.

Besenreiser sind zwar ungefährlich, aber nervig, weil sich die Äderchen auf der Haut abzeichnen. Zum Glück können auch sie operativ entfernt werden, und zwar durch Verödungs- und Laserbehandlungen.

Ganz wichtig:

Auch wenn Krampfadern operativ entfernt wurden, können später erneut Venenprobleme entstehen.

Versuchen Sie daher, die vorbeugenden Maßnahmen, wie unter anderem in diesem Beitrag vorgestellt, in Ihren Alltag zu integrieren. Bewegen Sie sich viel und häufig. Wenn es Ihren Venen gut geht, werden Sie mit mehr Leichtigkeit und Selbstbewusstsein den Frühling beginnen – und wieder gern Ihre schönen, gesunden Beine zeigen.

Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Fragen Sie Ihren Arzt, ob es Risikofaktoren gibt. Der Beitrag kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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