vor 3 Wochen

Brownies - Soulfood für trübe Herbsttage

Saftig, nussig, schokoladig: Walnuss Brownies sind ein Stückchen vom Paradies

Soulfood für die Herbsttage: Brownies

Sie sind die perfekten Seelenwärmer für dunkle und kalte Herbsttage: Brownies. Herrlich weich, saftig und voll mit süßer, glücklich machender Schokolade, die schon beim Hineinbeißen im Mund schmilzt. Die kleinen, viereckigen Schokoladenkuchen sind heute ein echter Klassiker. Aber bis vor rund zwanzig Jahren kannte sie außerhalb der USA so gut wie niemand. Das hat sich gründlich geändert. Wir gehen dem Geheimnis des Erfolgs dieses von der Form her eher unscheinbaren, aber köstlichen Naschwerks auf den Grund und verraten Ihnen auch gleich ein paar Tipps, mit denen Ihnen der perfekte Brownie immer gelingt.

Walnuss-Brownie

Vorbereitung: Ca. 30 MinutenKochzeit: Ca. 25 Minuten
Zutaten
Für 1 Kuchen (ca. 16 Stücke)
275 g Zucker
150 g Walnusskerne
350 g Zartbitterschokolade
(72 % Kakaoanteil)
125 ml Sonnenblumenöl
150 g Weizenmehl Type 405
½ Pckg. Backpulver
3 Eier (Größe M)
2 Prisen Salz
1 EL Backkakao

Utensilien: eine eckige Backform 20 x 20 cm
Zubereitung
  1. Backofen auf 180 Grad (Umluft 160) vorheizen. Den Boden der Form mit Backpapier auslegen. 100 g Zucker in einer Pfanne goldgelb karamellisieren lassen. Walnüsse hinzufügen und mit dem Karamell vermischen. Die Nüsse auf Backpapier geben und erkalten lassen. Schokolade grob hacken. 300 g davon im Wasserbad schmelzen und das Öl unterrühren.

  2. Mehl und Backpulver mischen. Übrigen Zucker, Eier und 2 Prisen Salz mit den Quirlen des Handmixers 1 Minute aufschlagen. Die Schokomasse dazugeben und einrühren. Mehlmischung unterrühren. Zwei Drittel der Walnüsse grob hacken und mit der restlichen gehackten Schokolade unterheben.

  3. Den Teig in die Form füllen und auf der zweiten Schiene von unten ca. 25 Minuten backen. Brownie auf einem Kuchengitter in der Form abkühlen lassen. Dann in Stücke schneiden und mit Kakao und übrigen Karamellnüssen dekorieren.

Quelle: Backen - Das Buch; EDEKA Verlagsgesellschaft 2018, Foto: Silke Zander

Inhaltsstoffe
Energie
Ca. 373 kcal
Fett
22 g
Kohlenhydrate
38 g
Protein
6 g

Ein Soulfood erobert die Welt

Es gibt viele Legenden darüber, wie es zur Erfindung des Brownies gekommen ist. Manche schreiben sie der Hotelliersfrau Bertha Palmer aus Boston zu. Das Hotel ihres Mannes bot nämlich anlässlich der Weltausstellung im Jahr 1893 einen besonderen Service für die Messebesucher an: kleine Lunchboxen zum Mitnehmen. Als Dessert war ein rechteckiges, gut darin zu verstauendes Gebäck gedacht. Andere glauben daran, der Brownie sei das glückliche Resultat eines Backunfalls: irgendjemand hat demnach, um das Jahr 1890 herum, vergessen, seinem Schokoladenkuchen das Backpulver hinzuzufügen.

Einigkeit besteht nur über den Ort seiner Herkunft: Boston. Hier erschien 1896 auch das erste Rezept unserer Köstlichkeit – und zwar im Schulkochbuch von Fannie Farmer. Schon wenige Jahre später war der Brownie ein Standard der amerikanischen Küche. Ende des 20. Jahrhunderts eroberte er dann im Zuge der Globalisierung die ganze Welt an. Denn, wer immer ihn kostet, kann fortan nicht mehr von ihm lassen. Schon der Gedanke an einen Brownie, lässt die Glückhormone tanzen und wärmt, gerade in verregneten Herbst- und eisigen Wintermonaten, schokowarm die Seele.

Der Grund dafür ist natürlich die viele Schokolade, die in ihm drinsteckt. Sie enthält eine Substanz mit dem Namen Tryptophan. Unser Körper braucht sie als Rohstoff für die Herstellung von Glückshormonen. Brownies sind wahre Tryptophanbomben. Dann noch Nüsse, vorzugsweise Walnüsse dazu - mmhmm...

Der perfekte Brownie

Es ist aber eine weitere Eigenschaft, die den Brownie zum perfekten Wohlfühlgenuss macht. Im amerikanischen Englisch gibt es dafür das Wort „fudgy“. Dieses Wort lässt sich nur schwer ins Deutsche übersetzen. Am ehesten mit „saftig-weich“. Es umschreibt die Eigenschaften der „Fudges“, der typischen englischen Karamellbonbons – übrigens auch eine Top-Wohlfühl-Leckerei. Ein wirklich gelungener Brownie muss „fudgy“ sein. Und diese weiche, buttrige, beinahe cremige Konsistenz ist das eigentliche Geheimnis des Brownies. Ein Brownie darf nicht zu heiß und nicht zu lange gebacken werden. Der Teig muss innen noch weich sein. Deswegen funktioniert der berühmte Gabeltrick bei Brownies nicht. Wenn man mit einer Gabel hineinsticht und es bleibt kein Teig daran kleben, dann heißt das nicht, dass der Brownie fertig ist, sondern dass man ihn zu lange gebacken hat. Um schöne „fudgy“ Brownies zu bekommen, muss man ein paar einfache Tricks anwenden.

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Tipps für „fudgy“ Brownies

So sollten Sie niemals mit der Butter sparen, wenn Sie Brownies zubereiten. Ein bisschen zu viel davon, ist im Zweifel besser als zu wenig. Bedenken Sie: Auch die Fudges bekommen ihre Saftigkeit und weiche Konsistenz durch die im Karamell enthaltene Butter. Eine weitere Zutat, die unbedingt in die Backmischung hineingehört, ist natürlich die Schokolade. Wichtig ist aber nicht allein die Menge, sondern auch welche Sorte Sie verwenden. Brownies sollten immer dunkle Schokolade enthalten. Ein anderes Muss: rühren Sie Kakaopulver unters Mehl. Brownies sind ein Fest der Schokoladigkeit.

Oft wird auch die Wahl des Zuckers unterschätzt. Muscovado-Zucker sollte es sein. Dieser braune Zucker enthält nämlich Feuchtigkeit. Er fühlt sich fast ein wenig wie nasser Sand an. Mit ihm werden ihre Brownies garantiert gelingen. Wollen Sie Ihre liebevoll gemachten Brownies nicht sofort verschlingen, stellt sich das Problem der Lagerung. Brownies enthalten viel Feuchtigkeit und werden deshalb schneller schlecht, als andere Backwaren. In einem luftdichten Behälter, am besten aus Plastik, bleiben Sie bis zu einer Woche schön weich und saftig. Sie sollten aber in jedem Fall in den Kühlschrank. Für eine längere Aufbewahrung kann man sie getrost auch einfrieren.

Herbst-Brownies

Es gibt die quadratische, weiche Schoko-Köstlichkeit natürlich in mehr als einer Variante. In der Welt der Brownies findet sich für jede Naschkatze die passende, butterweiche Schoko-Verlockung. Am beliebtesten sind sie belegt mit Marshmallows, mit Erdnussbutter gebacken, überzogen mit einer Glasur aus gesalzenem Karamell oder gespickt mit feinen Nüssen. Perfekt zur dunklen und kalten Jahreszeit passen Walnuss-Brownies. Der Clou: auch Walnüsse enthalten ganz viel Tryptophan. Walnuss-Brownies fluten das Gehirn geradezu mit Glücksgefühlen. Abgerundet zum Beispiel mit kleinen Birnenstücken werden sie zu einem süß-fruchtigen Herbstgedicht, das die Seele nachhaltig wärmt.

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