Dr. Heinrich Klaus
vor einem Monat
Dr. Heinrich Klaus

Die innere Mitte finden mit Meditation

Achtsamer werden ist der gemeinsame Nenner zwischen Psychotherapie und Meditation, so der Arzt und Psychotherapeut Dr. Heinrich Klaus | Foto: Dr. H. Klaus privat

Mehr Freude am Leben durch Achtsamkeit

Wir alle wissen, dass es guttut, ganz bei sich zu sein. Zur Ruhe zu finden und achtsam mit sich umzugehen. Bei der Meditation geht es darum, unseren Geist durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen zu beruhigen, störende Gedanken -".... nach der Yogastunde muss ich schnell noch einkaufen, morgen mache ich zuerst dies... und Tante Jenny hat Geburtstag am Wochenende...." - , ja Gedanken überhaupt, abzuschalten, sie kommen und ziehen zu lassen. So wecken wir das Bewusstsein für die wichtigen Dinge im Leben, helfen uns bei der Regeneration des Körpers. Wir werden gelassener und fühlen uns entspannter. Innere Stärke und Balance wachsen. Doch wie setzen wir das Konzept Ruhe und Gelassenheit in unserem stressigen und vollgestopften Alltag um? Es ist gar nicht so schwer. Schon das bewusste Ein- und Ausatmen hat einen meditativen Effekt. Es beruhigt und das tiefe Atmen bringt zusätzlichen Sauerstoff in unseren Körper. So entsteht auf Dauer eine höhere Belastbarkeit und mehr Freude am Leben. Lernen Sie, wie Meditation Ihren Alltag verbessert.

Meditation:

von Weltbild Experte Dr. med. Heinrich Klaus

"Hunderte von Achtsamkeits- und Meditationsschulen wetteifern miteinander, Tausende von Lehrern, Priestern und Gurus bieten ihre Dienste an und viele Millionen Suchende sind unterwegs.

Es gibt aber nur zwei prinzipiell unterschiedliche Herangehensweisen: Diejenigen, die wir im heutigen Neusprech als „Fundis“ bezeichnen würden, streben nach Erleuchtung. Der erste „Realo“, ein unbekannter tibetischer Mönch im 9. Jahrhundert, meinte stattdessen: „Meditation soll zu einer Verbesserung des alltäglichen Lebens führen!“

Wo Meditieren hilft

Tatsächlich profitieren fast alle Lebensbereiche wie Arbeit, Geldverdienen, Liebesleben oder Gesundheit vom Meditieren. Dabei ist das Wort Meditation sowieso ein Missverständnis. Der Wortstamm kommt aus dem Griechischen/Lateinischen und bedeutet so viel wie „nachsinnen über“.

Genau das Gegenteil bezeichnet in Sanskrit „Dhyan“: „nicht nachdenken; frei von Denken“!

„Waaas!?!“ rufen die Skeptiker im Chor zurück, „wir denken doch andauernd. Sogar im Schlaf, wo denken träumen heißt.“ Der Begriff Dhyan möchte uns vielmehr auf eine im Osten wohlbekannte Ebene führen, die Welt des unmittelbaren Erfahrens und Erlebens, dem JETZT, wo dir (noch) die Worte fehlen. Der Osten wusste schon immer um die Welt des direkten Erlebens, von der äußeren Welt bis hin zum Kosmos im eigenen Inneren."

Zur Mitte finden und achtsam alles im Leben tun. Hilfreiche Meditationsbegleiter wie die Lotusblüte Chakra tragen zur Sammlung bei

Dr. Heinrich Klaus: "Alles, was wir mit voller Aufmerksamkeit erledigen – Tennis spielen, Fitnessübungen, Zähneputzen, Tischdecken, Schuhe zubinden, Gutenachtkuss, etc. – darf zur Meditation werden"

"Alles, was Sie tun, kann Meditation sein! Alles, was wir mit voller Aufmerksamkeit erledigen – Tennis spielen, Fitnessübungen, Zähneputzen, Tischdecken, Schuhe zubinden, Gutenachtkuss, etc. – darf zur Meditation werden. Denn Meditieren ist eine Sache der Einstellung!

Bewusst atmen hilft

Und das einfachste Mittel, den plappernden Verstand zu umgehen und zum Jetzt, zum meditativen Zustand, zu gelangen ist: Achte auf Deine Atmung!

„Lege Deine Aufmerksamkeit auf die Pause nach der Ausatmung.“ (Buddha)

Atme ein, atme aus und achte dann auf die Länge der Pause, bis der Körper wieder den nächsten Atemzug wünscht. Probiere das 10 Mal. Steigere die Anzahl, wenn Du tiefer gehen magst."

Oder lese Dich ein in den kurzen, mit vielen Bildern gestalteten und prägnanten Text: „Meditieren für Einsteiger“, Dr. Heinrich Klaus, Bassermann Verlag

Kurze Biografie: Dr. med. Heinrich Klaus schreibt auf seiner Webseite über sich

„Meine Sippe war groß, kompliziert und erstreckte sich über zwei Weltkriege. Wahrscheinlich habe ich deshalb Medizin studiert und mich in allen Formen der Psychotherapie fortgebildet: Von Psychoanalyse und Verhaltenstherapie bis zu fast allen Methoden der humanistischen Psychologie, Körperarbeit und Naturheilverfahren (Ayurveda). Seit dieser Jahrundertwende gehört dazu auch das Familienstellen, das ich als die Quintessenz aus allen Therapieformen erachte. Seit etwa 35 Jahren praktiziere ich darüberhinaus Methoden der Achtsamkeit. ´Achtsamer werden´, davon bin ich überzeugt, ist der gemeinsame Nenner zwischen Psychotherapie und Meditation. Ein guter Arzt sollte auch ein ´Heiler´sein und den Menschen Wissen vermitteln, wie sie an der eigenen Genesung und Gesunderhaltung teilnehmen können. Deshalb gebe ich Vorträge, Seminare, schreibe Bücher, produziere CDs und trete in den Medien auf.“ Seit 1990 aus dem Ausland (USA) zurück, praktiziert er in München in eigener Praxis als ärztlicher Psychotherapeut/VT, u.a. mit dem Schwerpunkt auf Stressprävention und Burnout.

Meditation und Meditationsbegleiter bei Weltbild entdecken

Achtsam durch den Alltag gehen

Tricks und Hinweise aus unserem Weltbild-Interview mit Sarah Jasmin Cartsburg, die sich selbst als "spirituelle Sternenwanderin, Lehrerin für Bewusstseinswandel und Seelenerweckung, und Medium " bezeichnet, um ganz einfach im Alltag zu entspannen:

  1. Finde eine Motivation warum DU dir Zeit nehmen solltest, zu entspannen. Es gibt unzählige Gründe warum es sich lohnt, sich die Zeit zum Meditieren und Entspannen zu nehmen. Finde einen Grund, der wirklich für dich passt – denn nur wenn wir einen wirklichen Grund haben etwas zu tun, halten wir auch durch.
  2. Plane kurze Entspannungsmomente und Zeitfenster, die nur dir selbst gehören, in deinem Kalender ein. Dies können wie bei mir 10 Minuten am Morgen sein oder 5 Minuten in der Mittagspause, die du dir für eine kurze Meditation reservierst. Oder abends direkt beim Einschlafen, wenn man schon im Bett liegt, noch eine kurze Entspannungsmeditation anzuhören. Diese Zeit hat wirklich jeder - auch du!

  3. Wähle bewusste Tageszeiten, in denen du dein Handy auf Flugmodus schaltest. Du wirst schnell merken, dass schon eine einzige Stunde am Tag mal nicht erreichbar zu sein unglaublich entspannend wirkt - die meisten von uns merken gar nicht mehr, wie sehr sie diese ständige Erreichbarkeit und Informationsflut überlastet – obwohl es dazu schon aussagekräftige Studien gibt.
  4. Sorge für ausreichenden und tiefen Schlaf. Schlaf ist die wichtigste Regenerationszeit für deinen Körper. Wenn du aus irgendeinem Grund nicht tief genug oder nicht lange genug schläfst, empfehle ich dir, die “Tief schlafen - leicht gemacht”-CD zur Hilfe zu nehmen.
  5. Schalte alle digitalen Geräte spätestens zwei Stunden vor dem Einschlafen aus. Das sogenannte Blaulicht in diesen Geräten zerstört das Melatonin und verkürzt dadurch die Tiefschlafphase, die so wichtig für unsere Regeneration ist. Solltest du das nicht schaffen, dann aktiviere auf all deinen Geräten einen so genannten “Blaulichtfilter” oder einen “Night Shift” - auf vielen Computern und Handys ist diese Funktion mittlerweile bereits vorinstalliert oder kann einfach als App heruntergeladen werden.

Das Wichtigste, so Sarah Jasmin Cartsburg: "Du darfst kein schlechtes Gewissen haben, wenn du dir Zeit für dich nimmst. Du nimmst diese Zeit nicht deinen Kindern oder deinem Beruf weg – im Gegenteil! Wer entspannter ist, kommt mit dem Allstagstress besser zurecht und schafft am Ende sogar mehr. Das liegt unter anderem daran, dass Multitasking unglaublich viel Energie verbraucht."

Sarah Jasmin Cartsburg hat nach ihrem Studium der alternativen Medizin in Indien in langjähriger Forschungsarbeit die "MyMind Meditations-Methode" entwickelt. Diese Technik soll es ermöglichen, innerhalb weniger Minuten in einen Zustand tiefer Entspannung zu gelangen und damit Zugang zum eigenen Unterbewusstsein zu bekommen – wo sich oft die besten Antworten auf wichtige Lebensfragen finden. Meditation wird mit Cartsburgs Methode kinderleicht und unkompliziert – auch für absolute Anfänger.