vor einer Woche

Die Sprache der Tiere verstehen

So verschmust - und vielleicht verliebt? Wie Sie die Körpersprache ihres vierbeinigen Lieblings besser deuten, lernen Sie mit dem Ratgeber "Die Sprache der Tiere verstehen".

So deuten Sie die Körpersprache Ihres Haustieres richtig

Vielleicht haben Sie das auch schon erlebt: Sie gehen im Wald spazieren und hören irgendwoher ein Fiepen, Bellen oder Krächzen. Klingt als wäre jemand in Not. Oder einfach nur aufgeregt. Vermutlich lagen Sie damit genau richtig. Denn wir verstehen zwar nicht die genaue Bedeutung von Tierlauten. Aber ihren emotionalen Gehalt können wir intuitiv entschlüsseln. Noch wichtiger ist das bei unseren tierischen Gefährten zu Hause. Das streift eine kleine graue Katze schnurrend um die Beine, da schaut ein Hund "traurig" mit großen Augen unter dem Stuhl hervor - uns irgendwie glauben wir zu wissen, was das Tierchen uns sagen will. Katzen können "schreien" statt nur "miauen", Hunde ganz spitz bellen oder furchtbar zittern... - und wir ahnen, da stimmt etwas nicht. Die Alarmglocken läuten...wenn wir nur wüssten, was unserem tierischen Gefährten fehlt.

Jeder Haushalt hat ein Haustier

Haustiere sind beliebte und geliebte Wegbegleiter. Allein in Deutschland leben rund 39 Millionen Haustiere:

  • 15 Millionen Katzen
  • 9 Millionen Hunde
  • 10 Millionen Kleintiere und Vögel
  • Statistisch gesehen hat jeder Haushalt in Deutschland ein Haustier.

Geliebte Vierbeiner: Hunde sind treue Begleiter, da wollen wir sie auch gut verstehen. Mit den passenden Accessoires zeigen Tierfreunde ihre Nähe

Spiegel unser selbst

Bei verständnisvollem Umgang und artgerechter Haltung sind Haustiere treue Kameraden und eine wichtige emotionale Stütze für unser Leben. Aber Haustiere sind auch Spiegel unser selbst. Wer sich beispielsweise ein Schwein als Haustier hält – was durchaus funktionieren kann, denn Schweine sind intelligente, treue und verschmuste Tiere – dem geht es vielleicht mehr ums Auffallen als ums Gefallen. Nicht ohne Grund sind viele Hollywoodstars in den letzten Jahren aufs Schwein gekommen. Und viele haben die Tiere leider auch ganz schnell wieder abgegeben. Tiere sind aber keine Modepuppen, sondern hochempfindsame soziale Wesen, die unserer Zuneigung und nachhaltigen Verantwortung bedürfen.

Schlechte Stimmung – Was nun?

Doch was, wenn tatsächlich etwas schiefläuft und unser Haustier sein typisches Verhalten ändert, womöglich selbst leidet, ohne dass wir es richtig begreifen? Was tun, wenn der treue Haushund plötzlich das Weite sucht und möglichst wenig mit uns zu tun haben möchte? Oder wenn der geliebte Nager sich bei jeder Fütterung sofort in Sohnemanns Finger verbeißt? Wie schön wäre es da, wenn sich unser tierischer Mitbewohner mitteilen könnte bzw. wir ihn verstehen würden. Es gibt Momente, in denwen wir uns sehnlichst wünschen, herauszufinden was mit unserem Tier nicht stimmt und am liebsten mit ihnen sprechen würden.

Aber genau das ist möglich. Man kann sein Tier verstehen lernen.

Mit Tieren kommunizieren

Die Tierkommunikatorinnen Sophia Eickelpoth-Rauer und Kirsten Jebsen haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Seelenleben unser geliebten Haustiere wahr- und ernst zu nehmen und ihre inneren Unruhen zu deuten. In ihrem gerade erschienen Ratgeberbuch „Die Sprache der Tiere verstehen“ zeigen sie uns, wie wir die Gefühle unser tierischen Freunde verstehen lernen.

Gut, werden Sie vielleicht sagen, auf diesem Gebiet ist doch schon einiges bekannt: Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, freut er sich, und wenn die Katze ihr Fell sträubt, ist Vorsicht geboten.

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Enge Verbindung zwischen Mensch und Tier

Tiere haben genau wie wir Gedanken, Hoffnungen, Träume und Wünsche oder eine Art von Empfindung, die sie uns zeigen, wenn wir offen für sie sind… Sie sprechen mit uns. Tierkommunikation aus dieser Sichtweise ist ein Einlassen auf das Tier, um zu verstehen, wie es ihm geht..., was es fühlt... So nähert sich die Katzenmutter oder der Hunde-Chef den Ursachen für Ängste und Verhaltensänderungen, für körperliche Beschwerden oder kann ein Haustier leichter auf den Besuch beim Tierarzt vorbereiten.

Eine Ebene herstellen

Unser Stubentiger oder der kuschlige Vierbeiner drücken viel mehr aus und es ist möglich, sich mit ihnen "zu unterhalten". Es geht bei der hohen Schule der Tierkommunikation nicht um klassische Verhaltensdeutung, sondern um das Herstellen einer metaphysischen Ebene zwischen Mensch und Tier. In der Tierkommunikation wird ein telepathischer Kontakt zum Tier aufgebaut. Auf diese Weise können Wünsche, Bedürfnisse und Ängste besprochen werden.

Entscheidend dabei, wie im zwischenmenschlichen Umgang: Die menschlichen Intuition. Ihr fällt eine große Bedeutung zu, „aus dem Bauch heraus“ die richtige Entscheidung oder die richtige Annahme zu treffen. So wird während einer Tierkommunikation auch überwiegend unsere rechte Gehirnhälfte genutzt, also diejenige, die für Gefühl, Spüren und Kreativität zuständig ist. Damit die Kommunikation gelingen und letztlich zu einer Verbesserung der Situation führen kann, ist es wichtig

  • frei von vorgefasster Meinung zu sein
  • eigene Empfindungen vorab kritisch zu überprüfen
  • jedes Tier in seiner Einzigartigkeit anzunehmen.

In ihrem Buch geben die Tierfreundlinnen und Kommunikationstrainer Eickelpoth-Rauer und Jebsen verblüffende Beispiele gelungener Kontaktaufnahmen und erläutern, wie jeder von uns zum Tierkommunikator werden kann. Vorausgesetzt wir sind offen und bereit dafür. Und wer nach der Lektüre auf den Geschmack gekommen ist, der kann sein Wissen inSeminaren und Schulungen vertiefen und ausprobieren. In jedem Fall ist neben Offenheit vor allem Geduld und Ausdauer gefragt. Wir dürfen keine Wunder erwarten, aber wir können uns Schritt für Schritt einem besseren Verständnis unseres Haustieres nähern.

Es muss passen: Auf den Hund gekommen

Wenn man sich und die Bedürfnisse des Haustieres richtig einzuschätzen weiß, findet jeder Mensch einen passenden Begleiter.

So sind Hunde treue, lernbegierige Freunde mit denen man Spielen kann und die einen trösten, wenn man Kummer hat oder sich alleine fühlt. Doch man muss sich auch Zeit fürs Spielen, Trainieren und Gassi gehen nehmen. Je nach Größe des vierbeinigen Freundes können das mehrere Stunden pro Tag sein, egal wie das Wetter draußen ist.

Katzen dagegen kommen sehr gut allein zurecht, haben aber bekanntlich ihren eigenen Kopf. Wer eine Katze führen oder erziehen will, wird schnell an seine Grenzen kommen. Trotzdem sind Katzen wunderbare Freunde und haben ein unglaubliches Gespür für menschliche Stimmungen. Und niemand schmust so gerne und ausdauernd wie eine Katze.

Klein aber oho! Meerschweinchen, Vögel und mehr...

Wem Hund und Katze eine Nummer zu groß sind, der entscheidet sich gerne für einen Nager. Meerschweinchen beispielsweise haben ein quirliges Wesen, und allein sie zu beobachten, hebt schon unsere Stimmung. Aber Meerschweinchen lassen sich nicht gerne streicheln und brauchen unbedingt einen oder mehrere Artgenossen zur Unterhaltung.

In puncto Fröhlichkeit sind Vögel kaum zu übertreffen. Schon ihr morgendliches Zwitschern lässt uns beschwingt in den Tag starten. Vögel sind aber keine Kuscheltiere, benötigen Zeit für den täglichen Freiflug in der Wohnung und halten tagsüber selten den Schnabel. Das kann auf die Dauer ganz schön nerven.

Tipp: Ehe wir uns wirklich ein Haustier anschaffen, sollten wir uns ausreichend Zeit nehmen, uns über Wesen und Bedürfnisse des Haustieres gründlich zu informieren. Erkundigen Sie sich bei Freunden, die selber ein Haustier haben oder nehmen sie am besten Ihr Wunschtier für ein paar Tage in Pension.