Nachhaltig leben
vor 8 Monate
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Gartenarbeit im September

Bei der Gartenarbeit im September wird schon langsam alles draussen für die kalte Jahreszeit vorbereitet

Gartenarbeit im September: So bereiten Sie Ihren Garten optimal auf den Herbst und Winter vor

Ab September wird’s ruhiger im Garten? Fehlanzeige! Gerade, wenn sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt, gibt es noch einmal so richtig viel zu tun. Denn bei der anstehenden Gartenarbeit im September wird es Zeit, die grüne Oase fit für den Herbst und Winter zu machen. In unseren Gartentipps geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Arbeiten im Zier- und Nutzgarten .

Rasen pflegen und reparieren

Bei kühleren Bodentemperaturen hört der Rasen auf zu wachsen. Daher sollten Sie ihn rechtzeitig noch einmal mähen, und zwar nicht tiefer als fünf Zentimeter, damit der Boden später geschützt ist. Am besten harken Sie jetzt altes Gras heraus und entfernen Rasenfilz durch Vertikutieren. Eine Düngung mit kalibetontem, organischem Dünger gibt dem Rasen Kraft für die kalte Jahreszeit. Haben Sie Lücken in der Rasenfläche, ist im September genau der richtige Zeitpunkt, um diese mit einer speziellen Nachsaatmischung zu füllen. Denn der Boden ist noch schön warm, aber nicht mehr zu heiß. Pro Quadratmeter 15 bis 30 Gramm Rasensamen auf der aufgelockerten Erde verteilen, gut andrücken und feucht halten.

Erntezeit! Wie wunderbar, wenn man die Früchte aus dem eigenen Garten als Kompott oder Saft genießen kann - da macht die Gartenarbeit im September doppelt Freude.

Spätsommerernte im Obst- und Gemüsegarten

Jetzt können im Nutzgarten Radieschen, Salat, Bohnen und Rote Bete geerntet werden, außerdem späte Kartoffeln und verschiedene Kohlarten. Die Apfelernte ist in vollem Gange, und Brombeeren, Holunder und Trauben sind ebenfalls reif. Ein bisschen exotischer ist die Physalis, auch Andenbeere genannt. Auch für sie ist im September Erntezeit, sobald die Früchte orangegelb und die lampionförmigen Schutzhüllen pergamentartig werden.

An Tomaten- und Paprikapflanzen zeigen sich jetzt häufig noch neue Blüten. Brechen Sie diese am besten regelmäßig aus, damit die vorhandenen Früchte besser ausreifen können und schön groß werden. Auch vergilbte und verwelkte Blätter sollten Sie regelmäßig entfernen.

Wenn Sie die dicken Samen reifer Stangenbohnen für die Lagerung trocknen möchten, warten Sie mit der Ernte, bis die Hülsen vertrocknet sind. Dann die Bohnenkerne etwa eine Woche an einem luftigen Ort nachtrocknen lassen und in einer Dose oder einem Glas luftdicht verschließen.

Gartenarbeit im September: Gemüsebeete fit machen

Abgeerntete Gemüsebeete können Sie jetzt wieder fit machen, indem Sie eine Gründüngung einsäen. Sie verhindert Bodenerosion und damit die Auswaschung von Nährstoffen. Außerdem reichert sie den Boden mit organischem Material an und gibt ihm Nährstoffe zurück. Als Gründüngung können Sie Pflanzen wie Phacelia, Gelbe Lupine und Gelbsenf verwenden. Diese wachsen sehr schnell und lockern mit ihren Wurzeln den Boden auf. Bereits nach wenigen Wochen können Sie die Pflanzen abschneiden und in die Erde einarbeiten. Dort zersetzen Kleinlebewesen und Mikroorganismen die Pflanzenteile und verwandeln sie in wertvollen Humus.

Welches Gemüse im September pflanzen?

Dieses Gemüse verträgt die Aussat im September und sie können es noch aussäen oder pflanzen:

  • Feldsalat
  • Spinat
  • Radieschen
  • Rucola
  • Asia-Salate, Kopfsalat, Pflücksalat
  • Knoblauch

Kräuter ernten und haltbar machen

Viele Kräuter, zum Beispiel Petersilie, Thymian und Pfefferminze, können Sie jetzt abernten. Am besten schneiden Sie die Kräuterzweige am Vormittag, nachdem der Morgentau abgetrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt enthalten die Pflanzen die höchste Menge an ätherischen Ölen. Dann die Zweige zu kleinen Bündeln zusammenfassen und an einem trockenen und luftigen Ort zum Trocknen aufhängen.

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Gartenarbeit im September: Rosen düngen und pflegen

Düngen Sie Ihre Rosen bis Mitte September noch einmal mit Patentkali oder einem anderen chloridarmen Kaliumdünger. Dadurch werden die Triebe resistenter gegen Frost.

Falls sich auf den Rosenblättern rostrote oder schwarze Flecken zeigen, kann das auf eine Pilzerkrankung hinweisen, dem Nährstoff- und Wassermangel zugrunde liegen. Eine Düngung mit Steinmehl und Hornspänen sowie reichliches Gießen schaffen Abhilfe.

Gießen Sie den Rosenstrauch am besten von unten, da bei feuchtem Laub Pilzkrankheiten wie Echter Mehltau begünstigt werden.

Video-Tipp: Winterschutz für Rosen im Garten

Winterschutz für Rosen? Auf jeden Fall! Damit sich Ihre Rosen im nächsten Jahr wieder von ihrer besten Seite zeigen, sollten Sie sie vor Frost schützen! Wie Sie mit einfachen Mitteln, ohne viel Aufwand oder Material, einen effektiven Winterschutz für Ihre Rosen schaffen, zeigen die Profis von Gärtner Pötschke im Video:

Stauden teilen und umsetzen

Stauden wie z. B. Blaukissen, Türkenmohn und Pfingstrose verkriechen sich im Winter in die Erde, um im darauffolgenden Frühjahr wieder auszutreiben. Für sie und andere Frühjahrsblüher wirkt es fast so wie eine Frischzellenkur, wenn sie jetzt geteilt werden: Der Austrieb wird angeregt und es bilden sich zahlreiche neue Blüten.

So geht’s:

  • Die Pflanze mit einer Grabegabel vorsichtig aus der Erde holen oder aus dem Kübel heben. Achten Sie dabei darauf, den Wurzelballen möglichst wenig zu verletzen.
  • Schütteln Sie die Erde vom Wurzelstock oder spritzen sie ihn mit Wasser ab. So lässt er sich besser teilen.
  • Zerteilen Sie die Staude in zwei oder mehr etwa faustgroße Teile, die mehrere Blätter oder Triebknospen besitzen. Manche Pflanzen können Sie einfach mit den Händen auseinanderziehen. Bei vielen anderen benötigen Sie ein scharfes Messer oder eine Gartenschere.
  • Pflanzen Sie die Staude möglichst zeitnah an der neuen Stelle ein. Anschließend die Erde gut andrücken und kräftig wässern.

Auch Rhabarber gehört zu den Stauden und sollte spätestens alle zehn Jahre geteilt und umgesetzt werden, am besten im September. Dieser Monat ist auch der beste, um junge Rhabarberstauden zu setzen. In das neue Pflanzloch sollten Sie reichlich Humus einbringen, da Rhabarber viele Nährstoffe benötigt, um gut zu wachsen.

Für immergrüne Gehölze ist es im September höchste Zeit, wenn Sie sie noch umpflanzen möchten. So können sie im noch relativ warmen Boden bis zum Winter neue Wurzeln bilden.

Farbtupfer durch Chrysanthemen, Astern & Co.

Welche Blumen blühen im September? Jede Menge, jetzt stehen die Spätsommerblüher wie Sonnenhut, Ehrenpreis, Mädchenauge oder Schmuckkörbchen in voller Pracht. Wenn Sie sich auch im Herbst noch über bunte Farbtupfer im Garten freuen möchten, können Sie noch eine Aussat im September vornehmen und jetzt Anemonen, Astern oder Chrysanthemen in voller Blüte pflanzen. Auch schön: Ziergräser wie Federborstengras oder Chinaschilf, die jetzt blühen. Oder das Japanische Blutgras, das eine leuchtend rote Farbe hat.

Unterschlupfe für Igel schaffen

Schon bald finden Igel deutlich weniger Nahrung. Dann beginnen die Alttiere, ihr Winternest zu bauen und die Jungigel futtern sich noch Gewicht an, bevor es ins Winterquartier geht. Das kann ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub sein. Daher ist ein igelfreundlicher Garten niemals zu aufgeräumt, sondern bietet Unterschlupfmöglichkeiten für die stacheligen Tiere. Wenn Sie besonders Igelfreundlich sind, können Sie den Tieren ein Häuschen bauen.

Nistkasten bauen und aufhängen

Nistkästen sind zwar primär dazu gedacht, Vögeln nach einem langen kalten Winter oder nach der Rückkehr aus dem Süden einen sicheren Nistplatz zu bieten. Wenn Sie einen oder mehrere Kästen jedoch schon im September aufhängen, freuen sich auch andere Zwischenmieter: heimische Vögel, kleine Säugetiere und Insekten nutzen die Nisthöhlen gerne zum Überwintern.

Wenn Sie Ihren Garten im September in Schuss gebracht haben, können auch Sie sich langsam auf ruhigere Monate einstellen. Schließlich braucht auch der engagierteste Gärtner irgendwann eine (Winter-)Pause.

Gartenarbeit im September - Lesetipps:

Früchte einkochen

Was Sie über Äpfel wissen müssen

Monat für Monat alle wichtigen Infos rund um Ihr Gartenjahr:

Januar: Schneeglöckchen: Zarte Frühlingsboten mit Superpower

Februar: So machen Sie Ihren Garten fit für den Frühling

März: Ein Hauch von Frühling liegt in der Luft

April: Jetzt geht die Garten-Saison so richtig los!

Mai: Die Hochsaison beginnt: Gemüse- und Ziergarten im Mai

Juni: Den Frühsommer im Garten genießen

Juli: Der Sommergarten: Zeit zum Ernten, Säen und Genießen

August: Hochsommer im Garten – Tipps, was im August zu tun ist

Oktober: So wird der Garten winterfest

November: Christrosen - Jetzt kommt die Zeit für die edlen Winterblüher im Garten

Dezember: Stars der Weihnachtsdeko: Amaryllis und Weihnachtsstern