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Nachhaltig leben
vor 8 Monate
Nachhaltig leben

Gut gelagert - so bleiben Obst und Gemüse länger frisch

Ab in den Kühlschrank? Was darf rein und was muss draußen bleiben?

Bunt und gesund - frisches Obst und Gemüse

Obst und Gemüse zaubern uns nicht nur allerhand Farbe auf den Teller, sondern sind auch ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Je frischer Salat und Co. bei der Verarbeitung sind, umso besser. Schade nur, dass gerade Obst und Gemüse schnell verderben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die einzelnen Sorten richtig lagern, damit sie länger frisch und alle wichtigen Vitamine erhalten bleiben.

Äpfel und Bananen, Karotten und Brokkoli: Gesunde Fitmacher haben zu jeder Jahreszeit Saison. Im Sommer erfrischen uns Beeren und Melonen, im Winter wärmen Gemüsesuppen und Eintöpfe von innen. Vom Regal in den Korb, vom Korb in den Topf und vom Topf auf den Teller: Damit alles frisch und lecker bleibt, gilt es einiges bei der Lagerung von Obst und Gemüse zu beachten.

Netz, Plastik oder lose - wie kommen Obst und Gemüse zu uns?

Obst und Gemüse wird in verschiedenen Verpackungen angeboten – mal lose, mal in Plastikfolie, im Netz oder in Papier. Insbesondere bei Pilzen, die in Plastikbehältnissen angeboten werden, gilt: Bevor diese in den Kühlschrank wandern, unbedingt die Folie abnehmen. So kann sich kein Kondenswasser bilden und die Pilze bleiben einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks frisch. Werden sie schmierig, weich oder entwickeln sie einen strengen Geruch: besser nicht mehr verzehren.

Radieschen-Tipp:

Radieschen kommen meistens ohne Verpackung aus. Auch bei ihnen gibt es einen „Haltbarkeitstrick“: Um die Frische zu garantieren, die Blätter vor der Lagerung im Gemüsefach abtrennen. Das bewahrt die knackigen Bitterlinge vor dem Verschrumpeln.

Kartoffeln richtig lagern:

Kartoffeln werden häufig in Papiertüten oder Plastiknetzen angeboten. Die tollen Knollen können Sie ruhig darin belassen. In einem trockenen, dunklen Raum – beispielsweise der Vorratskammer – lagern sie richtig. Wollen Sie die Knollen in der Küche aufbewahren, bietet sich eine Kartoffelbox mit Lüftungsschlitzen an. Darin sind die Kartoffeln ebenfalls dunkel gelagert und treiben nicht allzu schnell aus.

In einer Kartoffelbox bleiben die Knollen länger haltbar - im Dunkeln treiben sie nicht so schnell aus.

Video-Tipp: Gemüse in der Sandkiste lagern

Im Video verrät Cornelia Pötschke-Kirchhartz vom Traditionsunternehmen Gärtner Pötschke wie man frisch Geerntetes länger haltbar macht:

  • Wurzel- und Knollengemüse werden bis auf die Blattansätze vom Grün befreit, grob gesäubert und in Kisten mit feuchtem Sand gelegt.
  • Kohlgemüse wird in Packpapier eingepackt und stehend in eine Kiste gesetzt.
  • Kartoffel und Äpfel werden in Kisten oder in eine Kartoffelhorde gelegt.
  • Zwiebelgewächse kommen in einen Ton- bzw. Knoblauchtopf mit Löchern.

Ab in den Kühlschrank? Was darf rein und was muss draußen bleiben?

Wenn die Sommersonne lacht, bieten uns die Felder einiges an fruchtigen Leckereien. Besonders Beeren möchten jetzt bloß nicht braun werden! Am besten direkt nach dem Einkauf oder Ernten in den Kühlschrank stellen.

Was aus dem Süden kommt, mag keine Kälte

Generell gilt: Was aus dem Süden kommt, mag keine Kälte. Mangos, Bananen und andere tropische Früchte sollten deshalb niemals im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dasselbe gilt übrigens auch für Gemüse aus Südländern: Tomaten, Zucchini oder Paprika lieber bei Zimmertemperatur außerhalb des Kühlschranks lagern.

Heimisches Gemüse darf kühl lagern

Gemüse aus heimischen Gefilden wiederum ist im Kühlschrank bestens aufgehoben: Das sind zum Beispiel Brokkoli, Kohl und Rhabarber. Ja, Sie haben richtig gelesen. Bei Letzterem handelt es sich botanisch gesehen tatsächlich um ein Gemüse! Rhabarber verhält sich ähnlich wie Spargel und ist sehr empfindlich. Am besten direkt verzehren oder locker in ein Küchentuch eingewickelt in das Gemüsefach legen.

Kräuter

Auch frische Kräuter fühlen sich im Kühlschrank wohl. Eine Ausnahme bildet allerdings Basilikum. Das italienische Allroundtalent – im Topf gehalten – mag lieber ein sonniges Plätzchen auf der Fensterbank.

Lese-Tipp:

Lesen Sie hier, warum grünes Gemüse so gesund ist.

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Einmal abwaschen, bitte!

Auch Obst und Gemüse aus biologischem Anbau sollte vor dem Verzehr gewaschen werden, um eventuelle Verschmutzungen zu beseitigen. Gespritztes Grün muss sogar gewaschen werden, damit Rückstände von Pestiziden beim Essen nicht in unseren Körper gelangen.

Ausnahme Pilze

Auf keinen Fall unters Wasser sollten hingegen Pilze, da sich diese sonst mit Flüssigkeit vollsaugen und ihr Geschmack buchstäblich „verwässert“. Für Champignons und andere Pilze gibt es spezielle Bürsten, mit denen Sie die kleinen Köpfe von Erde befreien können.

Auch Sommerfrüchte wie Beeren gehören unters Wasser. Erdbeeren sowie die empfindlichen Johannisbeeren sollten allerdings erst kurz vor dem Verzehr vorsichtig abgewaschen werden, damit sie nicht zu schnell verderben.

TIPP: Gewaschenes und angeschnittenes Obst und Gemüse hält sich noch ein paar Tage im Kühlschrank, verliert dabei aber möglicherweise an Aroma.

Wir sind uns nicht grün:

Das darf nicht zusammen gelagert werden

Es gibt einige Obst- und Gemüsesorten, die Sie besser nicht zusammen lagern:

  • Äpfel bleiben lieber alleine, denn sie setzen Ethylen frei. Das lässt anderes Obst und Gemüse schneller reifen. Gleiches gilt für Tomaten.

  • Als besonders empfindlich bei Ethylen gelten die Gemüsesorten Brokkoli, Blumenkohl und Gurken. Diese sollten Sie nicht in die Nähe von ethylenfreisetzenden Sorten legen.

Frisches für später - Einkochen, Einlegen, Fermentieren und Einfrieren

Sie haben eine große Menge an frischem Obst oder Gemüse, das Sie nicht sofort verzehren können? Kein Problem, schließlich gibt es einige Möglichkeiten, dieses haltbar zu machen. Frisches Obst wie Beeren, Pflaumen oder Quitten eignet sich hervorragend zum Einkochen – und wird so zu köstlicher Marmelade.

Viele Gemüsesorten können Sie ganz einfach einlegen und damit haltbar machen. So kommen Sie auch im Winter in den Genuss zarter Frühlingsboten wie beispielsweise Spargel.

Voll im Trend liegt das Fermentieren von Lebensmitteln. Dabei handelt es sich um einen Gärprozess, der aus Weißkohl zum Beispiel köstliches Sauerkraut macht. Sie benötigen dafür meist nur Salz und ein luftdicht verschlossenes Glas.

Klassisch, aber bewährt: das Einfrieren von Obst und Gemüse. Unser Tipp: Statt einer großen Portion lieber kleine Häppchen einfrieren. Himbeeren in Eiswürfelbehältern sind zum Beispiel perfekt für die Zubereitung eines fruchtigen Cocktails – und liefern neben dem Geschmack direkt die nötige Kühlung dazu.

Obst und Gemüse sind lecker und gesund – und das zu jeder Jahreszeit. Dank dieser Tipps können Sie die einzelnen Sorten richtig lagern und damit jederzeit in den Genuss wertvoller Vitamine kommen.