vor 4 Monate

Lagerfeuerromantik für zuhause

Die lauen Sommernächte sind vorbei. Nachts wird es fast schon mal frostig. Doch statt schlechte Laune aufkommen zu lassen, weil abends die Temperaturen in den Keller sinken, machen wir es uns lieber gemütlich im eigenen Zuhause. Sie sind davon noch nicht überzeugt? Wie klingt das: knisterndes Kaminfeuer, wohlige Wärme, angenehmes Licht und vielleicht ein gutes Buch? Da bekommt man doch gleich Lust sich einzukuscheln!

Gute Gründe, jetzt anzufeuern

Laut HKI (Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V.) lodern in deutschen Haushalten aktuell rund elf Millionen Kaminöfen, Kachelöfen und Heizkamine. Ein Trend, der zunimmt, und dafür gibt es gute Gründe:

1. Maximale Behaglichkeit

Hier wird wohl niemand widersprechen, der gerade auf das beruhigende Flammenspiel im Kamin blickt und spürt, wie sich die wohltuende Wärme langsam ausbreitet. Feuer macht Spaß und wärmt nicht nur die Hände, sondern auch die Seele.

Übrigens: Unser Buchtipp für Ihre Kaminstunden: Das Thriller-Paket von Simon Beckett von Weltbild

Hier haben Sie Lesestoff für gleich mehrere kühle Herbstabende zur Hand, denn das Set enthält insgesamt drei Psychothriller aus der Feder des britischen Bestseller-Autors Simon Beckett: "Die Chemie des Todes", "Kalte Asche" und "Leichenblässe". Ermittelt wird in englischen Dörfern, nebligen Moorlandschaften und verfallenen Cottages. Wie schön, wenn einen da ein Feuer wärmt, während einem kalte Schauer über den Rücken laufen.

2. Natürlicher Rohstoff

Wer mit Holz anfeuert, greift damit auf einen nachwachsenden Brennstoff zurück, eine gute Alternative zu Erdöl, Kohle oder Gas. Das bei der Verbrennung freigesetzte Kohlendioxid ist zudem genau die Menge, die in der Wachstumsphase des Baumes aufgenommen wurde, so dass Holz zusätzlich als CO2-neutral gilt.

3. Wirtschaftliche Gemütlichkeit

Fossile Brennstoffe müssen teuer importiert werden, während Holz (auf den Heizwert bezogen) meist günstiger ist als Heizöl oder Erdgas. Zeitweise kann eine Holz-Feuerstätte sogar ausreichender Ersatz sein für die Zentralheizung und weitere Kosten sparen. Hinzu kommt, dass in Deutschland jährlich mehr Holz nachwächst, als benötigt wird, der Rohstoff also in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

Was ist schöner, als vor dem Kamin in einem gutem Buch zu schmökern? Sie finden: Zum Lesen ist der Feuerschein zu schummerig? Dann probieren Sie es doch mal mit einem tolino eBook Reader - hier ist die Beleuchtung ins Gerät integriert.

Gibt es auch Alternativen?

Wer die Atmosphäre liebt, das Spiel mit dem Feuer aber scheut, für den gibt es zahlreiche Alternativen. Heizstrahler, die via Strom funktionieren und dennoch heimeliges Kaminflair verbreiten oder LED-Laternen, die mit einer innovativen Effekt-Beleuchtung die Kaminfeuer-Stimmung in jedem Raum entfachen. Hier müssen Sie keine Sorge haben, das Zimmer zu verlassen, das Feuer kann sich nicht ausbreiten oder ausgehen, es kann sich kein Rauch entwickeln und es muss auch nicht nachgelegt werden. Für behagliche Stimmung sorgt es trotzdem.

Ganz schön dekorativ

Ein Kamin - egal ob befeuert oder mit LEDs beleuchtet - ist immer ein zentraler Anziehungspunkt im Haus. Hier versammelt man sich automatisch, Wärme und Flammenspiel ziehen magisch an. Natürlich darf da auch gerne drumherum dekoriert werden - vor allem, wenn Sie dank LED-Flammen keinen Sicherheitsabstand einhalten müssen! Kuschelige Decken und Felle passen zur Kaminstimmung. Bei Ihnen liegt ein Schwung Feuerholz in der Nähe? Dann stellen Sie doch mal lustige Baumstammfiguren dazu. Oder, wenn Sie es edler mögen, wie wäre es mit Dekosäulen aus Pinienholz mit Tannen und Rentieren - schließlich rückt die Adventszeit näher! Wer eine Kaminumrandung sein eigen nennt, ist nicht nur zu Weihnachten im Dekohimmel. Bilderrahmen und Postkarten, Kerzen, Zweige und vieles mehr können den Kaminsims zieren.

So wird sicher angefeuert

  • Grundsätzlich gilt: In einem Abstand von mindestens 40 Zentimetern sollten sich keine leicht entzündlichen Materialien befinden.
  • Der Fußboden vor einem Kaminofen sollte durch eine Bodenplatte aus Glas, Stein oder Stahlblech vor herausspringender Glut geschützt sein.
  • Und ganz wichtig für alle energetisch sanierten Häuser, die oft sehr gut abgedichtete Räume durch moderne Fenster haben: Hier unbedingt für ausreichend Frischluft sorgen, denn ohne dauerhafte Lüftung kann ein Unterdruck entstehen, der die Abgase aus dem Ofen in den Raum hinein saugt.
  • Selbstverständlich sollten auch nur Kaminöfen eingebaut werden, die für den hiesigen Markt zugelassen und zertifiziert sind – bei Fragen dazu weiß übrigens der zuständige Bezirks-Schornsteinfeger Rat.

Das Feuer richtig entfachen

  • Einfach zwei Scheite Holz quer in den Ofen legen
  • und darauf den Kaminanzünder.
  • Die Späne des Anzündholzes idealerweise wie ein Zeltdach darüber aufbauen
  • und die feinen Späne entzünden. So schnell entsteht ein warmes Feuer, das von oben langsam und gleichmäßig abbrennt. Nachlegen sollte man dann dickere Holzscheite in kleinen Mengen, die langsam abbrennen und so für dauerhafte, wohlige Wärme sorgen. Dann steht einem langen, gemütlichen Kaminabend nichts mehr im Wege.

Tipps und Tricks für Ihr Kaminfeuer

  • Während des Anzündens benötigt das Feuer viel Sauerstoff, daher auf maximale Zufuhr achten.
  • Naturbelassenes, luftgetrocknetes Holz verbrennt ohne Schadstoffe und sollte daher ausschließlich verwendet werden.
  • Laubhölzer sind grundsätzlich geeigneter als Nadelhölzer, da sie weniger schnell verbrennen und weniger Verunreinigungen durch beispielsweise Harz verursachen.
  • Das frische Holz sollte ein bis drei Jahre an der Luft trocknen, um den Feuchtigkeitsgehalt gering zu halten und dadurch Rußbildung sowie schlechte Brennleistung zu vermeiden.
  • Altpapier sollte nicht verfeuert werden, tatsächlich ist das sogar laut der Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) verboten. Nicht ohne Grund, die Druckerschwärze und im Papier enthaltenen Bindemittel erzeugen beim Verbrennen nämlich gefährliche Schadstoffe.