Nachhaltig leben
vor 3 Wochen
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Unser Garten im Juli

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Jetzt ist die schönste Zeit im Garten: Genießen Sie blühende Ziersträucher wie Hortensien und hübsche Deko im Grünen.

Der Sommergarten: Zeit zum Ernten, Säen und Genießen

Jetzt ist Hochsommer im Garten und die meisten Pflanzen stehen in voller Pracht. Vieles, was Sie im Frühjahr gesät und gepflanzt haben, können Sie jetzt ernten. Nicht nur Kräuter, Salat und Radieschen – im Juli ist zum Beispiel auch Erntezeit für Frühkartoffeln. Und bestimmte Gemüsesorten wie Bohnen oder Möhren können Sie auch Anfang Juli noch aussäen. Was im Nutz- und Ziergarten sonst noch alles zu tun ist, haben wir in unseren Gartentipps für den Juli für Sie zusammengestellt. Vergessen Sie dabei aber auf keinen Fall, Ihre grüne Oase nach getaner Arbeit so richtig zu genießen!

Blühstauden pflegen

Schneiden Sie Verblühtes an Ihren Stauden ab und binden Sie zum Beispiel Gladiolen und Dahlien an Stäben hoch. Auch bei Blühstauden verhindert Mulchen das schnelle Austrocknen und Sie sparen Gießwasser.

Die Hortensie wird auch als „Wasserstrauch“ bezeichnet, was auf ihren hohen Wasserbedarf hinweist. Allerdings reagiert sie auch empfindlich auf Staunässe, weshalb eine Drainageschicht zu empfehlen ist. Aber nicht nur die Wassermenge ist entscheidend, sondern auch die Wasserqualität: Verwenden Sie kalkarmes, sogenanntes „weiches“ Wasser wie Regenwasser zum Gießen. Leitungswasser können Sie mit ein wenig Essig aufbereiten, damit der PH-Wert des Bodens sinkt.

Übrigens: Die Farbe der Hortensienblüten hängt vom Säuregrad des Bodens ab. Bestimmte rosafarbene Sorten könne Sie durch einen sehr sauren (pH zwischen 4,5 und 6), aluminiumhaltigen Boden blau färben.

Video-Tipp: So vermehren Sie Hortensien durch Stecklinge

Ziersträucher wie Hortensien zu vermehren, ist einfacher als man denkt. Die beste Zeit Stecklinge zu schneiden, ist der Juli. Die Garten-Profis von Gärtner Pötschke erklären im Video wie's geht:

Das wird gebraucht:

  • Hortensien-Stecklinge (mehrere grüne Triebe ohne Blütenknospen, 5 cm lang)
  • scharfes Messer
  • Schale oder Töpfe mit Anzuchterde
  • Bewurzelungspulver (regt die schnellere Bildung von Wurzeln an)
  • Folie oder transparente Haube
  • Gießkanne mit Wasser

Und so wird's gemacht:

  • einige 5 - 8 cm lange Triebe abschneiden
  • die unteren Blätter entfernen
  • Stecklinge in Bewurzelungspulver tauchen
  • Danach mehrere Zentimeter tief in Anzuchterde stecken
  • Erde anfeuchten
  • Gefäß mit Folie oder Haube abdecken

Pflanzwannen in Fass-Optik bieten viel Platz für Sommerblumen. Rechts: Wasser im Garten oder auf dem Balkon sorgt für Entspannung.

Die Beeren sind los

Sommerzeit ist Beerenzeit – und so gibt es jetzt allerlei zu ernten: Von Himbeeren und Johannisbeeren über Stachel- und Heidelbeeren bis zu späten Erdbeeren. Oder kennen Sie zum Beispiel die Jostabeere, eine Kreuzung aus Stachelbeere und Schwarzer Johannisbeere?

Tipp: Beerensträucher mulchen

Die Wurzeln der Beerensträucher wachsen nicht tief in den Boden, sondern bleiben relativ flach unter der Erdoberfläche. Daher sind die Pflanzen gerade im Hochsommer durch Trockenheit gefährdet. Mit einer Mulchschicht schützen Sie die Wurzeln der Sträucher und das Wasser verdunstet langsamer aus dem Boden. Außerdem sorgt das sich zersetzende Material für eine gute Bodenqualität.

Beeren pflegen und vermehren

Nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, ihre eigenen Beerensträucher oder die von Nachbarn oder Freunden zu vermehren, indem Sie - wie bei den Hortensien (siehe Video) - neue aus Stecklingen ziehen.

Wenn Sie Erdbeeren im Garten haben, sind die Pflanzen im Juli wahrscheinlich schon abgeerntet. Mit ein wenig Pflege können Sie sie fit für die nächste Saison machen:

  • Schneiden Sie alle Ausläufer ab und entfernen Sie die alten, fleckigen Blätter.
  • Achten Sie darauf, dass das sogenannte Herz der Staude erhalten bleibt.
  • Lockern Sie den Boden vorsichtig auf, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
  • Kompost oder ein organischer Beerendünger liefern Nährstoffe, die den Austrieb frischer Blätter und die Anlage von Blütenknospen im kommenden Frühjahr fördern.

Obst ernten und pflegen

Auch für Kern- und Steinobst ist jetzt Erntezeit, zum Beispiel für Kirschen, Aprikosen, Mirabellen und Pfirsiche. Damit Ihre Obstbäume reichlich Früchte tragen, sollten Sie Wasserschosse entfernen. Das sind steil in die Krone wachsende Triebe.

Gartenfreuden bei Weltbild entdecken

Genießen Sie Ihr Gartenparadies: Wenn alle Arbeiten erledigt sind, ist endlich die Zeit gekommen, das grüne Idyll in vollen Zügen zu genießen, im Gartenstuhl und mit niedlicher Deko.

Erntezeit für Gemüse und Kartoffeln

Im Frühjahr gesäte Möhren sind nun als Bundmöhren erntereif. Dann sind sie besonders knackig, süß und mild. Am besten knabbern Sie sie direkt oder verarbeiten sie zu Rohkost und Salaten. Denn im Kühlschrank sind sie nur wenige Tage haltbar, wo sie optimalerweise ohne Laub gelagert werden.

Tipp: Das Möhrengrün können Sie als Würze für den Salat oder für ein Möhrengrün-Pesto verwenden.

Die ersten Frühkartoffeln können Sie nun auch ernten. Am besten nach und nach und entsprechend Ihrem Bedarf. Aber nur, solange das Laub noch grün ist. Sonst verlieren die Knollen ihren frischen Geschmack.

Dieses Gemüse können Sie ebenfalls im Juli ernten:

  • Zucchini
  • Salat
  • Kohlrabi
  • Spinat
  • Mangold
  • Bohnen
  • Gurken
  • Knollensellerie
  • Rettich
  • Radieschen
  • Erbsen
  • Zucchini
  • Zwiebeln
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Rotkohl
  • Weißkohl

Salat und Petersilie aussäen

Verschiedene Salatsorten wie Endivien, Batavia- oder Eissalat können Sie noch bis Mitte Juli aussäen. Weil die Samen über 18 Grad Celsius schlecht keimen, sollten Sie dies in den Abendstunden tun und die Saat nach dem Wässern mit einem Vlies abdecken.

Auch Feldsalat können Sie jetzt säen. Im Gegensatz zu den vorgenannten Salaten ist er ein Dunkelkeimer, d. h. die Samen kommen am besten etwa einen Zentimeter tief in den Boden, mit einem Abstand von etwa 15 Zentimetern. Drücken Sie die Erde gut fest, damit das Saatgut Bodenschluss hat. Anschließend gut wässern und die Erde bis zum Keimen immer feucht halten. Genauso verfahren Sie mit Petersilie, für die im Juli die beste Zeit zur Aussaat gekommen ist.

Wohin mit dem Gartenwerkzeug?

In der Hochsaison der Gartenarbeit sind Schaufeln, Hacken, Gartenschere und Rasenmäher im Dauereinsatz. Nach dem Feierabend sollen sie aber möglichst aus dem Blickfeld verschwinden. Wie wäre es denn, wenn Sie sich einen Geräteschuppen oder ein kleines Gartenhäuschen bauen würden? Ob Eigenkonstruktion oder Bausatz aus dem Handel – dort sind die Gartengeräte über Nacht sowie im Herbst und Winter gut geschützt.

Genießen Sie Ihr Gartenparadies!

Wenn alle Arbeiten erledigt sind und das Gartenwerkzeug verstaut ist, ist endlich die Zeit gekommen, das grüne Idyll in vollen Zügen zu genießen. Im Liegestuhl oder in der Hängematte mit einem guten Buch, bei einem Schlummertrunk oder mit Freunden beim Grillen – der Garten im Juli ist eine der schönsten Seiten des Sommers!