Sommertrend: Outdoorkochen

So bauen Sie sich Ihre perfekte Koch-Oase für draußen

Brutzeln, braten und das unter freiem Himmel? Mit einer praktischen kleinen Küche fürs Outdoorkochen sind Sie bestens für den Sommer gerüstet

Gartenparadies und Schlemmerecke

Laue Sommernächte laden zum geselligen Beisammensein mit Familie und Freunden ein – ob anregende Gespräche oder lustige Brettspiele, die Zeit vergeht oft wie im Fluge und wir würden gern noch eine Weile draußen bleiben. Wie wäre es denn, auch das Anrichten von Speisen komplett ins Freie zu verlagern? Wir geben Ihnen Tipps und Anregungen für das Outdoorkochen, damit die gemütlichen Stunden mit Ihren Lieblingsmenschen noch länger anhalten.

Was ist Outdoorkochen?

Wenn es um das Thema Outdoorkochen geht, denken viele an das beliebte Grillen. Dabei sind jedoch die kulinarischen Möglichkeiten etwas eingeschränkt und viele Speisen wie Salate oder Saucen werden meist schon vorher in der Küche zubereitet. Beim Outdoorkochen geht es darum, möglichst viele der Speisen direkt draußen zuzubereiten, so dass alle am Kochspaß teilhaben können. Im Grunde haben Sie damit eine zweite Küche im Freien.

Der Garten als Wohnraum

Eine Person steht in der Küche und Teller und Schüsseln werden aufwändig zwischen Haus und Garten hin und her getragen – dies widerspricht dem Wunsch nach einer entspannten und losgelösten Runde. Aus den Vereinigten Staaten kennen wir bereits den Trend der Outdoorküche, die sich auch in unseren Gefilden immer größerer Beliebtheit erfreut. Ob Außenarbeitsplatz oder erweitertes Wohnzimmer – immer mehr Personen möchten Garten und Terrasse als Teil des Wohnraumes nutzen. Können Sie sich eine schönere Atmosphäre zum Abschalten und Loslassen vorstellen, als zwischen blühenden Tulpen und mit Blick auf Kirsch- und Apfelbäume? Wenn Sie das Outdoor-Fieber gepackt hat, kann es auch schon losgehen mit den Vorbereitungen.

Ein Dutch Oven ist beliebt bei den Fans vom Outdoorkochen. Ob süß oder deftig: damit lassen sich ganz einfach köstliche One-Pot-Gerichte zubereiten

Dutch Oven – der ideale Begleiter beim Outdoorkochen

Der Dutch Oven, auch Feuertopf genannt, ist ein dreibeiniger Topf aus Gusseisen mit Deckel. Er wurde von den Niederlanden in die USA, Australien, Südafrika in die restliche Welt importiert, da er geradezu prädestiniert für das Kochen unter freiem Himmel ist. Dank der drei Füße kann der Dutch Oven direkt ins Feuer gestellt werden. Gusseisen ist ein robustes Material, das sich auch für andere Töpfe und Pfannen beim Outdoorkochen anbietet.

Leckere Gerichte aus dem Dutch Oven:

Topfbrot:

Daher kommt übrigens auch der Name Dutch Oven, denn der Feuertopf kann wunderbar zum Backen genutzt werden. Zunächst wird der Topf dabei geschlossen gehalten; erst in der zweiten Phase wird der Deckel abgenommen, damit sich eine knusprige Kruste bilden kann. Das schmackhafte Brot kann zum Salat gereicht werden oder mit frischem Kräuterquark oder Bärlauch-Pesto bestrichen werden.

Eintöpfe, Stews und Suppen:

Es darf gern herzhaft sein wie beim ungarischen Gulasch oder fruchtig-exotisch wie beim Thai-Curry. Auch Pilzrisotto oder Ratatouille gelingen besonders gut im Feuertopf.

Zimtschnecken:

Vor allem die Kleinen wird’s freuen, wenn diese süße schwedische Spezialität aufgetischt wird. Diese passen hervorragend zu der typischen schwedischen Kaffeepause am Nachmittag, der Fika.

Outdoorkochen: Fünf Tipps für den perfekten Standort Ihrer Ourdoorküche

  1. Beachten Sie unbedingt Licht- und Windverhältnisse. Der Rauch sollte gut abziehen können und ein Sichtschutz sorgt dabei für eine wohlige, intime Stimmung.
  2. Aus Sicherheitsgründen muss unbedingt genug Abstand zu Pflanzen und Gebäuden eingehalten werden - lesen Sie sich in die örtliche Brandschutzverordnung ein, wenn nötig.
  3. Denken Sie an eine Überdachung – diese sollte auf keinen Fall zu niedrig angesetzt werden.
  4. Berücksichtigen Sie das Gewicht der Außenküche bei der Standortwahl. Es kann der Terrassenbelag ausreichend sein oder es muss ein Fundament gebaut werden. Auf dem normalen Gartenboden würde die Küche absinken.
  5. Strom - und Wasseranschlüsse sind ein Muss – daher bietet sich eine nicht zu weit entfernte Stelle vom Haupthaus an, vorzugsweise auf der Terrasse.

Unser Tipp: Wenn Sie noch unsicher bezüglich des Standortes sind, wählen Sie am besten eine mobile Outdoorküche

Praktisches für das Outdoorkochen bei Weltbild entdecken

So schick kann Outdoorkochen stattfinden. Aber auch einfachere Ausstattungen sorgen für viel Spaß beim Kochvergnügen unter freiem Himmel

Welche Ausstattung für die Außenküche?

Haben Sie nun den idealen Standort gefunden, kann die eigentliche Planung beginnen. Für die meisten Outdoorküchen benötigen Sie übrigens keine Baugenehmigung. Sie können entweder eine fertige Außenküche kaufen, eine DIY-Küche bauen oder auch auf eine Modulbauweise zurückgreifen, die nach und nach erweitert werden kann.

Folgende Punkte sind zu beachten:

  1. Ihre Ausstattung hängt von der Nutzung ab. Dazu gehören: eine elektrische Kochstelle oder ein Gasgrill, ein Spülbecken und Stauraum für Geschirr und Töpfe. Optional kommen ein Kühlschrank und ein Backofen, zum Beispiel ein mobiler Hobokocher, dazu.
  2. Wählen Sie langlebige Materialien wie Fichtenholz für die Möbelelemente, es übersteht nach einer Oberflächenbehandlung auch widrigen Wetterbedingungen. Für die Arbeitsplatten bieten sich Granit und Marmor an, für das Spülbecken Edelstahl.
  3. Wenn Sie über das notwendige handwerkliche Geschick verfügen, müssen Sie unbedingt eine Bauskizze machen; im Internet finden Sie schon komplette Baupläne oder inspirierende Videos. Hier können Sie auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
  4. Drei Formen bieten sich besonders an:
    • Die gerade Küchenzeile ist vor allem platzsparend und kann an der Hauswand angebracht werden, was auch praktisch für die Verlegung der Anschlüsse ist.
    • Die sogenannte Insel ist von jeder Seite zugänglich; dadurch kann gemeinsam gekocht und geplaudert werden.
    • Die U-Form besticht durch viel Stauraum und effiziente Wege.

Do’s and Dont’s für die Outdoorküche

  • Planen Sie nicht zu knapp: Sowohl genug Arbeitsflächen als auch Stauraum sind das A und O für die Außenküche.
  • Unterschätzen Sie die finanziellen Kosten nicht: Eine komplett ausgestattete Outdoorküche kann dabei ebenso teuer sein wie eine Einbauküche.
  • Wenn Sie noch über keine Lichtquelle auf der Terrasse oder im Garten verfügen, rechnen Sie diese in Ihre Planung mit ein.
  • Sparen Sie nicht an den falschen Stellen, zum Beispiel bei der Materialwahl.
  • Holen Sie insbesondere bei Elektrik-Fragen Expertenrat mit ein.
  • Vermeiden Sie Nachbarstreitigkeiten, indem Sie auch Rauch- und Lärmschutz einplanen.

Draußen leben, outdoor kochen

In den warmen Sommermonaten verlagert sich das Leben und Treiben vom Haus in den Garten. Das Sonnenlicht ist dabei Balsam für die Seele und durch den neu gewonnenen Wohnraum auf der Terrasse haben wir auch mehr Platz für Gäste – laden Sie doch einmal die alte Schulfreundin oder die neuen Nachbarn zu einem netten Outdoor-Dinner ein. Genießen Sie dabei das Urlaubsgefühl und lassen Sie es sich schmecken!