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Wer Liebe will, muss mutig sein

Laura Kneidl über 2. Chancen, starke Figuren & ihre Liebe zu New Adult

Nach Laura Kneidls Erfolgsdebüt "Berühre mich. Nicht" folgten eine Fortsetzung ("Verliere mich. Nicht"), eine Adaption als Graphic Novel, weitere Bestseller-Reihen ("Someone New", "Die Krone der Dunkelheit")... und jetzt – endlich – der neue dritte Band, der die "Berühre mich nicht"-Serie weitererzählt. Foto: © Nicole Böhm

Die "Berühre mich nicht"-Reihe geht weiter – mit einem starken neuen Liebespaar

Mit 25 Jahren schrieb Laura Kneidl ihren ersten Bestseller. Und ließ darin alles einfließen, was sie selbst an den Büchern der US-AutorInnen, die sie las, liebte: ein cooles College-Setting, Themen, die sie berührten und angingen wie erste Liebe und psychische Gesundheit. Ihre Geschichte rund um das Liebespaar Sage und Luca, einem Mädchen, das Angst vor Nähe hat und einem Jungen mit vielen Tattoos und noch mehr Büchern ("Berühre mich. Nicht"), eroberte prompt die Herzen der Liebesroman-Fans hierzulande im Sturm.

Nach fünf Jahren Wartezeit erscheint jetzt der langersehnte dritte Band der "Berühre mich nicht"-Reihe ("Vergiss uns. Nicht") mit zwei neuen, starken Hauptfiguren. Wir haben mit Laura Kneidl über ihre Liebe zum Genre New Adult gesprochen, darüber, wie Mut und Glück zusammenhängen und wie es für ihr neues Liebespaar weitergeht. Direkt zum Interview.

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Worum geht's im neuen Buch von Laura Kneidl "Vergiss uns. Nicht"?

Vorne weg: Man muss die ersten beiden Bände NICHT gelesen haben, um den neuen dritten Band "Vergiss uns. Nicht" zu verstehen. Auch wenn Fans sich sicher freuen, wenn sie Sage und Luca aus Band 1 und 2 zumindest am Rande der Geschichte wiederbegegnen. Denn die beiden neuen Protagonisten sind April, Sages beste Freundin und Lucas kleine Schwester. Und ihre erste große Liebe, Gavin, Lucas bester Kumpel. Schon als Kinder waren Luca, Gavin und April unzertrennlich und Gavin Aprils großer Schwarm. Doch mit 14 brach er ihr Herz und seither versucht April einfach weiterzumachen und Gavin zu vergessen. Doch das geht nicht. Schließlich studieren die beiden inzwischen an der gleichen Uni und April kann auch nicht übersehen, dass mit Gavin irgendetwas nicht stimmt. Unüberlegt setzt er sogar sein Leben aufs Spiel. Soll sie ihm eine 2. Chance geben? Mutig entscheidet sich April, Gavins Problemen auf den Grund zu gehen.

Foto: © Nicole Böhm

"New Adult ist für mich daher inzwischen mehr ein Gefühl als einfach nur ein Genre"

Bestsellerautorin Laura Kneidl über die Faszination New Adult, Mut & Liebe und ihren neuen Roman "Vergiss uns. Nicht"

Sie gehören ja zu den deutschen Pionierinnen unter den New Adult-Autorinnen. Was lieben Sie selbst am Genre? Was macht seine Faszination aus?

Laura Kneidl: Ich liebe das Genre, weil es sich immer wieder neu definiert, um sich seiner wachsenden Leserschaft anzupassen. Noch vor einigen Jahren waren New Adult Romane einfach nur Liebesgeschichten für junge Erwachsene, aber inzwischen haben diese Bücher so viel mehr zu bieten.

Sie befassen sich mit wichtigen Themen wie Mental Health, Rassismus, Umweltschutz und der queeren Community, verpackt in einem Liebesroman.

Es geht aber auch um die Hürden des Erwachsenwerdens, darum, sich selbst zu finden und einen Platz für sich in dieser hektischen Welt zu beanspruchen. Das sind spannende Themen, die viele von uns betreffen und die für mich nicht nur eine Sache des Alters sind. New Adult ist für mich daher inzwischen mehr ein Gefühl als einfach nur ein Genre.

Ihr neuer Roman „Vergiss uns. Nicht.“ knüpft an 2 Vorgängerbände an und spielt wieder an einer Universität am Lake Tahoe in Nevada. Warum eigentlich nicht an der Uni Leipzig?

Laura Kneidl: Ich habe den ersten Band "Berühre mich. Nicht." 2015 geschrieben, als ich selbst noch an der Hochschule der Medien in Stuttgart studiert habe. Damals habe ich mich nicht bewusst gegen ein deutsches Setting entschieden, aber das Genre New Adult steckte noch in seinen Kinderschuhen und die Bücher, die es gab, stammten ausschließlich von amerikanischen AutorInnen mit amerikanischem Setting.

Und der Begriff "College" hatte für mich ein anders Gefühl als das Wort "Universität".

Universität war für mich Alltag, während sich ein College wie eine etwas romantischere, verträumtere Version dieser Realität angefühlt hat. Das Setting in Nevada war für mich daher ein beinahe selbstverständliches Wegträumen, und vielleicht sogar eine Flucht, aus meinem damaligen Alltag.

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Nach Sage und Luca stehen im neuen 3. Band Freundin/Schwester April und Kumpel Gavin im Mittelpunkt. April lässt sich darauf ein, Gavin eine zweite Chance zu geben, obwohl er sie als junges Mädchen sehr verletzt hat. Muss man etwas wagen, um Liebe und Glück zu finden?

Laura Kneidl: Ich glaube schon. Wir wagen mit jeder Beziehung etwas, sei es eine romantische Beziehung, eine Freundschaft oder sogar die Beziehung zu uns selbst.

Denn diese Beziehungen können nur wachsen und uns langfristig glücklich machen und erfüllen, wenn wir uns öffnen und darauf einlassen und ehrlich sind, mit anderen, aber auch mit uns selbst.

Das macht uns unweigerlich verletzlich, weshalb wir meiner Meinung nach tatsächlich mit jeder Beziehung ein Wagnis eingehen, weil wir immer verletzt werden können, aber es lohnt sich – sehr sogar.

April zeigt für ihre 19 Jahre und die Traumata, die sie erlebt hat, schon viel Reife. Sie setzt sich zum Beispiel für bedürftige Studenten ein. Was war Ihnen wichtig bei Aprils Charakter und Entwicklung?

Laura Kneidl: Mir war es vor allem wichtig, dass sich die "Vergiss uns. Nicht."-April wie eine etwas reifere, etwas erwachsenere Version der "Berühre mich. Nicht."-April anfühlt.

Zudem spiegeln alle Protagonisten dieser Reihe einen Teil von mir wider.

Mir war das damals, als ich angefangen habe zu schreiben, nicht bewusst, aber inzwischen sehe ich das sehr deutlich. Und in April – aber auch in Gavin – habe ich viele der Erkenntnisse und Erfahrungen der letzten Jahre verarbeitet.

April liest gern erotische Fan-Fiction mit The Flash oder Jon Snow – bis Gavin sich in ihre Fantasien einschleicht… Haben Sie selbst schon mal Fan-Fiction geschrieben? Oder schreiben Laura Kneidl Fans Ihre Geschichten weiter!?

Laura Kneidl: Tatsächlich habe ich damals durch Fan-Fiction meinen Weg zum Schreiben gefunden. Ich war nicht glücklich über den Ausgang eines Buches, also habe ich mein eigenes Ende geschrieben. Es war allerdings keine erotische Fan-Fiction. Und ob es Fan-Fiction zu meinen Büchern gibt, weiß ich tatsächlich nicht, aber wenn, würde es mich freuen. Das wäre ein großes Kompliment!