vor 7 Monate

Interview mit Lucinda Riley

Die Bestsellerautorin verrät, wie es ihr als vierfacher Mutter gelingt, einen Bestseller nach dem anderen zu schreiben

Was große Erzählstränge, die sich über viele Bücher spannen, betrifft, kann es die britische Bestsellerautorin Lucinda Riley locker mit Joanne K. Rowling aufnehmen. Mit Magie haben ihre Werke derweil nichts zu tun! Außer, dass sie die Fans in ihren Bann ziehen... und sich millionenfach verkaufen!

In ihrer aktuellen Buchreihe „Die sieben Schwestern“ erzählt Lucinda Riley von faszinierenden Frauenschicksalen. Im Mittelpunkt stehen dabei 6 Schwestern (die 7. umgibt ein Geheimnis!), die Buch für Buch ihre Herkunft erforschen und dabei auch ihre Ahninnen entdecken – starke Frauen des 19. und 20. Jahrhunderts. Die teils exotischen Schauplätze reichen von Brasilien über Norwegen und England bis nach Australien – alles Orte, die Riley auf ihren Recherche-Reisen selbst erkundet hat. Dabei ist das Reisen nur eine von Lucinda Rileys Leidenschaften – die Mutter von vier Kindern und ehemalige TV-Schauspielerin ist ein Multitalent mit Charme und ganz viel Humor.

„Der schwierige Part sind meine vier Kinder!“

Liebe Frau Riley, Sie haben Ballett gemacht und waren Schauspielerin, Sie kennen sich mit klassischer Musik, Geschichte, Theater, Kunst, den Sternen, Mythologie, Literaturgeschichte und Architektur aus, sind Mutter von 4 Kindern und schreiben einen Bestseller nach dem anderem – sind Sie ein Überflieger? Was ist Ihr Geheimnis?

L.R.: Ich stecke sehr viel Arbeit in aufwendige Recherchen für all meine Bücher. Nicht nur, um Inspirationen zu bekommen, sondern auch, weil es irgendwo in der Welt einen Leser gibt, der sich mit den Fakten auskennt, die ich verwende, und der mich korrigieren wird, wenn ich falsch liege… Zu manchen Themenfeldern fühle ich mich einfach hingezogen wie zum Beispiel Astronomie und Mythologie. Außerdem komme ich aus einer sehr künstlerischen Familie und das hat dazu beigetragen, dass ich mich für alle Formen von Kunst interessiere – Architektur eingeschlossen – ich liebe schöne Häuser. Der schwierige Part sind meine vier Kinder!

„Jede der „Sieben Schwestern“ ist eine einzigartige und starke Frauengestalt.“

Sie haben weltweit Millionen von Büchern verkauft. Aktuell arbeiten Sie an einer Buchreihe, deren 4. Band „Die Perlenschwester“ jetzt als Weltbild Ausgabe erschienen ist. Können Sie Ihren Leserinnen kurz beschreiben, wie die Reihe angelegt ist?

L.R.: Als ich zum ersten Mal die Idee hatte eine Buchreihe zu schreiben, die auf dem Sternbild der „Sieben Schwestern“, den Plejaden, beruht, hatte ich keine Ahnung wohin mich das führen würde. Mir hat die Tatsache gefallen, dass jede dieser „Sieben Schwestern“ eine einzigartige und starke Frauengestalt ist. Manche sagen, dieses Gestirn steht für die sieben Mütter, die unsere Erde zum Wachsen gebracht haben – zweifelsohne sind sie in ihren Geschichten sehr schöpferisch dargestellt. Ich wollte die Errungenschaften von Frauen feiern, vor allem von Frauen der Vergangenheit. Denn ihre Leistungen, die die Welt zu dem Ort gemacht haben, der er heute ist, werden oftmals in den Hintergrund gedrängt von den Errungenschaften der Männer, über die man viel mehr liest.

Wohin führt die Reise in Band 4 „Die Perlenschwester“?

L.R.: In „Die Perlenschwester“ fühlt sich CeCe komplett leer und verlassen, nachdem ihre Schwester Star aus ihrer engen Geschwister-Beziehung ausgebrochen ist. Es fällt ihr zunächst schwer, allein zurecht zu kommen, doch langsam erkennt CeCe, dass sie sich weiterentwickeln und ihr eigenes Leben leben muss. Um den Verlust endlich zu bewältigen, macht sie sich auf ans andere Ende der Welt – nach Australien. Ein Land, in das sie aus ganz irrationalen Ängsten nie reisen wollte, und in dem ihre eigene Geschichte ihren Ursprung nimmt.

Während eines Zwischenstopps in Thailand zieht es CeCe an einen Strand, an dem sie einst mit Star viel Zeit verbracht hatte. Dort trifft sie einen geheimnisvollen Mann, der genauso in sich gefangen wirkt wie CeCe selbst. Endlich in Australien angekommen versucht sie, ihre Angst vor dem Alleinsein zu überwinden und aus den bruchstückhaften Hinweisen, die ihr ihr Vater Pa Salt hinterlassen hat, endlich ein stimmiges Bild ihrer Herkunft zusammenzusetzen.

Der kommende 5. Band der Serie heißt “Die Mondschwester”. Können Sie uns ein paar Einblicke geben, was uns erwartet?

L.R.: Tiggy ist die spirituellste der Schwestern, sanft, nett und am glücklichsten, wenn sie in der Natur unterwegs ist. Ihr Weg führt sie von einem Wildschutzgebiet in den Schottischen Highlands zu den Zigeunerhöhlen von Sacromonte, in der Nähe der prächtigen Alhambra in Granada, Spanien. Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und dem Vermächtnis ihrer spanischen Vorfahren gerät sie in ernsthafte Gefahr.

„Da steckt etwas Thriller in allen Büchern der Sieben-Schwestern-Reihe!“

Sie spinnen über 7 Bücher hinweg einen verborgenen Plot mit einem großen Geheimnis, das erst im letzten Band gelüftet wird. Hinzu kommen Verweise auf die griechische Mythologie und Anagramme… Das erinnert manchmal an Dan Brown – haben Sie Lust, eines Tages einen Thriller zu schreiben?

L.R.: Ich denke, da steckt etwas Thriller in allen Büchern der Sieben-Schwestern-Reihe! Was noch stärker zu Tage treten wird, wenn die Serie ihren Höhepunkt erreicht und wir herausfinden, was mit der fehlenden siebten Schwester und Pa Salt passiert ist… Außerdem habe ich kürzlich einen Roman in Deutschland veröffentlicht, “Der verbotene Liebesbrief”, den ich ursprünglich 1999 geschrieben habe und der ein fiktives Geheimnis über die britische Königsfamilie beinhaltet. Viele meiner Leser empfanden dieses Buch als den Thriller unter meinen Büchern.

Sie haben für die Recherchearbeiten zu Ihren Büchern die ganze Welt bereist: von Brasilien über Norwegen bis nach Australien. In welchem Teil der Welt waren Sie noch nicht und wo zieht es Sie noch hin? Haben Sie – wie die sieben Schwestern – sich selbst besser kennengelernt auf diesen Reisen?

L.R.: Ich muss immer noch viel recherchieren für die Serie, was mich zu weiteren interessanten Schauplätzen in Russland und erstmals auch nach Afrika führen wird. Während meiner Reisen habe ich realisiert, wie viel Glück ich habe, im Westen zu leben, mit einem hohen Lebensstandard und einem guten Gesundheitswesen, und wo jeder, ganz unabhängig vom Hintergrund, respektvoll behandelt wird.

„Ich würde auf alle Fälle gerne Tiggy spielen.“

Die Serie soll ja verfilmt werden. Wenn Sie mitspielen könnten, wen würden Sie gerne spielen und warum?

L.R.: Meine Kinder haben ganz genaue Vorstellungen davon, wer jede der Schwestern spielen sollte. Aber wenn ich könnte, würde ich auf alle Fälle gerne Tiggy spielen, die Schwester, die im 5. Band, „Die Mondschwester“, im Mittelpunkt steht. Der Grund dafür ist einfach – sie ist die Schwester, der ich am ähnlichsten von allen bin.

Bei Weltbild entdecken

Das Gewinnspiel (10 handsignierte Exemplare von Lucinda Rileys „Perlenschwester“) ist abgelaufen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

383 Kommentare
  • Ewa-Maria P., 28.08.2018

    Sie reist nach Australien

  • Christiane T., 28.08.2018

    Um ihre Herkunft zu erforschen reist CeCe nach Australien.

  • Cornelia H., 28.08.2018

    Es ist Australien.

  • Michaela B., 29.08.2018

    Sie reist nach Australien

  • Janina S., 29.08.2018

    CeCe reist nach Australien

  • Beate F., 29.08.2018

    CeCe macht sich auf, über Thailand nach Australien zu reisen

  • Frances K., 29.08.2018

    Australien

  • Murmela, 29.08.2018

    Es ist Australien

  • Ruth S., 29.08.2018

    Nach Australien.

  • Alexandra S., 29.08.2018

    Australien

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