Der Hexenjäger, Astrid Fritz

Der Hexenjäger

Historischer Roman

Astrid Fritz

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  • 5 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Dante, 30.11.2018

    „Ob es das gibt oder nicht, überlasse ich dem Höchsten“

    Heinrich Kramer ist ein echter Sonderling. Seit frühester Kindheit erlebt er ständige Demütigungen durch die Frauen in seinem Umfeld, auch seine große Liebe Margarete weist ihn zurück. So stellt sich für ihn schnell heraus, dass die „Frau“ Ursprung allen Übels in der Welt ist. Er widmet sein Leben der Kirche und nimmt neben dem das Amt des Priors auch die Stellung als Inquisitor sehr ernst. Als er von Margaretes Tod erfährt, gerät sein Leben aus den Fugen. Margarete litt an Schwermut und somit sind die Umstände ihres Ablebens mehr als fragwürdig. Er beschließt sich neben der Verfolgung der Hexen auch dem Seelenheil von Susanna, Margaretes Tochter zu kümmern. Als Susanna seine fast väterlichen Bemühungen unheimlich erscheinen und sie sich zunehmend bedrängt fühlt entzieht sie sich ihm und so nimmt das Übel seinen Lauf...

    Die Geschichte ist in angenehmer ruhiger und bildhafter Weise erzählt. In dem Roman begleitet man sowohl Heinrich Kramers als auch Susannas Lebensweg. Erstaunt verfolgt man die Entwicklung der Geschehen und erlebt Heinrich Kramer als geschickten, redegewandten Strategen der selbst den Papst dazu bringt ihn und Jakob Sprenger zum „Generalinquisitor“ zu benennen. So glaubt er auch seinem ärgsten Kritiker den „Wind aus den Segeln“ zu nehmen. Doch Heinrich Kramer trifft auf vielerlei Hindernisse und macht sich mehr Feinde als Freunde. So beschließt er die ultimative Anleitung zur Enttarnung von Hexen zu verfassen, den berüchtigten „Hexenhammer“ der nach seinem Tod zum regelrechten „Regelwerk“ der Hexenverfolgung wird.

    Insgesamt ein prima erzählter, spannender und gut recherchierter Roman, der den Leser fesselt und im tiefe Einblicke in die Gedankenwelt des Heinrich Kramers und der damaligen Zeit ermöglicht. Einfach toll!

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte61, 16.12.2018

    Der Hexenhammer und seine Entstehung

    Inhalt:

    Schlettstadt im Elsass im Jahre 1484: Ein trauriger Moment in dem Leben der Kramersfamilie Mittnacht, als die Mutter tot in der Stube aufgebahrt ist. Da sie unter Schwermut litt, wird auch sofort der Verdacht laut, dass sie freiwillig aus dem Leben schied. Eine Todsünde laut der Kirche. Glücklicherweise gibt es noch Bruder Heinrich, den Prior des Predigerordens, der dafür sorgt, dass Mutter Margaretha doch mit kirchlichem Segen bestattet wird. Er kümmert sich in der Folge väterlich um die Tochter der Toten. Susanna nimmt diese Fürsorge gerne an, da sie vor vielen Problemen einer jungen Frau der damaligen Zeit steht.

    Doch hat der Prior ihr Vertrauen wirklich verdient, oder wird es zum Verhängnis für Susanna?

    Die anfängliche Fürsorge des Priors schlägt bald in Wahn um und er lässt Susanna nicht mehr aus den Augen. Bruder Heinrich ist inzwischen Inquisitor, der die brandgefährliche Sekte der Hexen vernichten will. Susanna erkennt leider viel zu spät die schlimmen Absichten des Inquisitors.

    Kann sie seinen üblen Machenschaften entkommen?

    Fazit:

    Diesen Roman um die Figur des Dominikanerbruders Heinrich Kramer wollte ich unbedingt lesen, da mich dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte interessiert. Gerade das Leben des „Henricus Institoris“ = Heinrich Kramer möchte ich verstehen, da er der Verfasser eines Werkes ist, das erst nach seinem Tod zu seiner Blüte aufsteigen konnte und viele Menschen ins Verderben riss. Um seinem Werk die nötige Autorität zu verleihen, gibt Kramer seinen Mitbruder Jakob Sprenger als weiteren Verfasser an. Erst die im Jahre 1631 erschienene „Cautio Criminalis“ von dem Jesuiten Friedrich von Spee führte langsam zu einem Umdenken. Langsam nahm die Aufklärung Schwung auf.

    Doch langsam. Was hat dieses wirre Werk (Hexenhammer) mit dem vorliegenden Buch zu tun?

    Die Geschichte um Susanna, eine fiktive Figur, wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Der eine Strang handelt von Susanna und ihrem sehr schweren Stand als teilweise sehr naiver junger Frau, die in den richtigen Momenten allerdings auch zu kämpfen versteht. Ich habe mit Susanna gebangt und gelitten, sie war eine sehr sympathische Protagonistin.

    Der zweite Strang baut Stück für Stück das Leben des Heinrich Kramer auf, so dass es für die Leser verständlich wird, wie solch ein wirrer, frauenfeindlicher Charakter entstehen kann.

    Heinrich war seit frühester Kindheit mit Susannas Mutter befreundet, die sein Werben jedoch nie annahm. Heinrich bleibt verletzt zurück und konzentriert sich mehr denn je auf seinen Aufstieg im Dominikanerorden. Nach dem Tod von Margaretha kümmert er sich anfangs um Susanna, von der er sich nach kurzer Zeit allerdings verfolgt fühlt, da er ihren Reizen nicht wiederstehen kann. Er nähert sich ihr in unlauterer Art an und wird wieder abgewiesen. Als sie den Weg ins Kloster nicht geht, bleibt für Heinrich nur die Schlussfolgerung, dass sie genau wie ihre Mutter eine Hexe sein muss. Der Leichnam der Mutter wird auf das Betreiben des Priors aus ihrem Grab entfernt und auf dem Acker verbrannt. Diese Schande lastet nun auf dem Leben der gesamten Familie Mittnacht. Für Susanna wirkt sich das Verhalten des Priors besonders schlimm aus, da eine Verfolgungsjagd beginnt. Susanna soll brennen.

    Ob sie entkommen kann? Lest selbst.

    Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen. Durch den schönen Schreibstil der Autorin konnte ich sehr schnell in die Handlung eintauchen und wurde von ihr gefesselt. Die Figuren werden langsam aufgebaut und liebevoll beschrieben, dies betrifft auch die Protagonisten in den Nebenhandlungen.

    Wieder einmal blieb ich angesichts der Macht der damaligen Kirche sprachlos zurück. Das Leben der Frauen in dieser Zeit war wertlos und sie waren nur dazu da, den Männern jederzeit zu Willen zu sein und viele Kinder zu gebären. Auch die Grausamkeit des Hexenwahns hat mich wieder einmal schockiert. Wie wenig war nötig um in die ungerechten Mühlen der Kirche und der Justiz zu geraten.

    Ich empfehle dieses Buch gerne weiter an Liebhaber von historischen Romanen, da die Geschichte einer erfundenen Figur mit toller Recherche unterlegt wurde.

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    janein
  • 5 Sterne

    kunde, 27.11.2018

    Der Mönch Heinrich Kramer kümmert sich nach dem Tod der Mutter um Susanna. Doch ihm gefällt Susanna auf eine Art, die nicht sein dürfte und sein ohnehin nicht zölibates Leben, daß er in Bordellen auslebt, empfindet er als von Dämonen verursacht, die auch für andere Unglücke verantwortlich sind. Er verfolgt nur noch ein Ziel: Die Vernichtung dieser Hexen. Heinrich erringt die Genehmigung, als Inquisitor zu reisen und die Hexen zu vernichten. Er schreibt den "Hexenhammer"....


    Astrid Fritz verwebt hier gekonnt Fiktion und Realität. Die Figur Heinrich Kramer sowie den Hexenhammer gab es tatsächlich - mit allen schrecklichen Konsequenzen. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiert und bringt dem Leser diesen Teil der Geschichte gekonnt näher. Hier steckt eine Menge Elan hinter der Recherche! Man erlebt den Schrecken durch den sehr bildhaften Schreibstil hautnah und lernt noch viel dazu. Letztendlich ist man froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben! Astrid Fritz schafft es hier,den Leser durch einen leichten, interessanten und vor allem spannenden Schreibstil die Handlung so verfolgen zu lassen, daß man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann. Ihre Art beschreibt das Leben und die damalige Zeit zum Greifen nah. Man fühlt die Not und die Angst der betroffenen Personen und bekommt Gänsehaut, wenn man ihr Schicksal denkt.


    Ein absoluter Lesegenuß!

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    janein
  • 5 Sterne

    Rosmarie D., 27.11.2018

    Malleus Maleficarum - Der Hexenhammer

    Für die 20jährige Krämerstochter Susanna, bricht die Welt zusammen. Ihre schwermütige Mutter stirbt unter fraglichen Umständen und sie soll bald darauf die schon lang angebahnte Ehe mit Auberlin, einem unansehlichen und unappetitlichen Witwer, eingehen.

    In ihrer Not vertraut sie sich dem Prior Heinrich an. Irgendwie schafft es Heinrich, den alten Krämer umzustimmen und Susanna diese Ehe zu ersparen.

    Im Verlauf der Geschichte steigert sich dieser Prior Heinrich immer mehr in eine Gier und Besessenheit für die schöne Susanna, die sich schon bald von ihm belästigt und verfolgt fühlt.

    Auch ihr Ehemann, der wohlhabende Kaufmann Seidensticker, kann sie nicht vor dem übergriffigen Prior schützen. Sie kommt in die Mühlen der Inquisition, die in ihrer Heimatstadt von Henricus Institoris, dem Prior geleitet wird. Ihr kann nur noch ein Wunder helfen.....

    Susanna ist eine fiktive Person, die in der Ich-Perspektive ihre Geschichte erzählt. Prior Heinrich ( Heinrich Kramer ) und sein Buch „Hexenhammer“ gingen in die dunkle Geschichte der katholischen Hexenverfolgung ein.

    Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen. Der Autorin ist es gelungen in einer angenehmen Sprache die Spannung von Anfang bis Ende zu halten. Gerne mehr davon

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    janein
  • 4 Sterne

    Johann B., 01.12.2018

    Bevor die Autorin Astrid Fritz sich dem Schreiben historischer Romane widmete, war sie als Studierende in unterschiedlichen Fächern aktiv. Dazu gehörten unter anderem die Tiermedizin und die Theaterwissenschaft. Beim Verfassen des „Stadtführers von Freiburg“ stieß sie bei der umfangreichen Recherche auf den Namen Catharina Stadellmenin. Diese Frau wurde im Jahr 1599 als „Hexe“ verbrannt und wurde die Hauptperson im ersten Roman von Astrid Fritz.

    Auch im hier vorgestellten Buch geht es um vermeintliche Hexen. Der Hexenjäger schildert das Leben einer jungen Frau mit Namen Susanna. Die hatte das Pech, dass sie dem Prior des Dominikanerklosters sehr gut gefiel. Sein Name: Heinrich Kramer und laut eigener Beschreibung ein glühender Verfechter der Verfolgung von Hexen. Laut der von ihm verbreiteten Ansichten gehören diese einer satanischen Sekte an und müssen ausgerottet werden. Hätte Susanna seinem Werben stattgegeben, wäre nichts geschehen. Das konnte sie aber nicht und das Schicksal nahm seinen Lauf.

    Noch nie las ich einen Roman von Astrid Fritz und war gespannt auf das Buch. Das gefiel mir ausgesprochen gut und es wird nicht das letzte sein, welches ich von Astrid lese. Die Gründe sind dabei, dass mir die Sprache sehr gut gefällt. Frau Fritz versteht es ausgezeichnet, den Leser zu unterhalten und fast unbemerkt ihr Wissen um historische Fakten zu vermitteln. Der Anhang im hier vorgestellten Buch ist ausführlich geschrieben und lässt sich fundiert nachvollziehen. Wer denkt, dass er schon alles über die Hexenverfolgung damaliger Zeit weiß, der sollte trotzdem ein Buch von Frau Fritz lesen. Er wird erstaunt sein, wie viele Überraschungen er erlebt.

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    janein
  • 5 Sterne

    Andrea B., 14.03.2019

    Ein sehr spannendes und fesselndes Buch 📖, von der ersten Seite an👍

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    janein
  • 2 Sterne

    Chattys Bücherblog, 18.03.2019

    Liebe Blogleser und Freunde historischer Romane,

    der letzte historische Roman von ASTRID FRITZ ist am 20.11.2018 als Taschenbuch im ROWOHLT VERLAG erschienen und trägt den Titel DER HEXENJÄGER.

    📚 Mein Leseeindruck 📚

    Da ich schon einige Romane der Autorin gelesen habe, war ich sehr gespannt, was mich hier mit dem HEXENJÄGER erwarten würde. Als großer Historienfan des Mittelalters hatte ich auch schon einige sehr interessante Berichte und Bücher über HEINRICH KRAMER gelesen bzw. gesehen. Mit diesem Hintergrundwissen wollte ich mich also in die Geschichte stürzen.

    Nun ja, was soll ich sagen. Dass die Zeit in der der Roman handelt, nicht gerade als die Glanzzeit gilt, dürfte ja hinlänglich bekannt sein. Insofern waren die Personen und Handlungen auch für die Zeit angemessen geschildert. Aber leider ... auch nicht mehr. Bereits nach den ersten Seiten habe ich mich dabei ertappt, wie ich das Buch zur Seite legen wollte, da mich weder die Protagonisten noch die Story in irgendeiner Weise berührt oder gedanklich beschäftigt hatten.

    HEINRICH KRAMER war ein besessener, grauenvoller Mensch, der (leider) auch große Macht ausüben konnte. Die Autorin hat genau dieses auch entsprechend weitergegeben.

    Durch die Manifestierung auf den Dominkaner, ist jedoch die Story irgendwie völlig zum Erliegen gekommen. Irgendwie spielte alles gar keine Rolle mehr, man wollte nur noch die Person rausstellen. Okay, das ist gelungen - aber eben zum Leidwesen der Story. Und die Story macht eben den Roman aus.

    📚 Fazit 📚

    Leider bleibe ich enttäuscht zurück. Der Roman war für mich einfach zu einseitig. Keine Spannung, kein Story!

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    janein
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