Der Hexenschöffe, Petra Schier

Der Hexenschöffe

Historischer Roman

Petra Schier

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  • 5 Sterne

    18 von 30 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    amp, 06.12.2014

    Mit „Der Hexenschöffe“ durfte endlich wieder einen historischen Roman lesen, der mir richtig gut gefallen hat!

    Das Buch handelt von der wahren Geschichte der Hexenverfolgungen in Rheinbach. Im Mittelpunkt steht die Familie um den Schöffen Hermann Löher, der den Verurteilungen und Praktiken des Hexenkommissars sehr kritisch gegenübersteht. Damit bringt er jedoch sich und seine Familie in Gefahr...

    Die Verwendung der leicht altertümlichen Sprache gibt dem Buch eine sehr passende Atmosphäre, trotzdem leidet die Verständlichkeit keineswegs darunter. Das Buch liest sich sehr flüssig, ohne Längen und die Kapitel haben einen sehr angenehmen Umfang, nicht zu lang und nicht zu kurz. Schön fand ich, dass aus der Sichtweise verschiedener Personen geschrieben wird, so kann man sich viel besser in die Charaktere hineinversetzen und gleichzeitig sorgt es für eine gewisse Abwechslung.

    Zum Denken angeregt haben mich die Diskussionen zwischen den Schöffen und Dr. Mölden, dem Hexenkommissar. Wie er in der Lage ist jedes Wort umzudrehen und für seine Zwecke auszulegen und so jeglichen Gegenargumenten entkommt, das ist schon beängstigend. Da grübelt man dann selbst, wie man gegen so einen Menschen argumentieren könnte – und kann sich die Hilflosigkeit der Schöffen sehr gut vorstellen. Auch wie der Hexenkommissar es schafft die Menschen dazu zu bringen ihre Nächsten ganz nebenbei der Hexerei zu bezichtigen ist wirklich gerissen.

    __FAZIT__
    Eine spannende Geschichte, lebendige Charaktere und ein guter Erzählstil: ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

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    janein
  • 5 Sterne

    15 von 26 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Thomas Klaus J., 29.09.2014

    Und wieder einmal ist es Petra Schier gelungen ein wahres Meisterwerk zu schreiben. Mit der wahren Geschichte um die Hexenverfolgungen in Rheinbach schreibt sie wieder eine Geschichte mit wahrem Hintergrund und teilweise fiktiven Charakteren.
    Das Buch beginnt recht sachte um jedoch mit jeder Seite an Spannung zu gewinnen. Aber schon recht früh im Buch holt sie ihre Leser ab und kaum jemand schafft es das Buch dann beiseite zu legen vor dem Ende.
    Besonders interessant und in meinen Augen gut gelöst finde ich wie sie die Foltermethoden der damaligen Zeit. Jedesmal soweit angerissen hat, dass man ahnt welche Schmerzen es bedeutete, aber immer wenig genug, dass ausreichend Platz für das eigene Kopfkino blieb.
    Petra Schier schafft es immer wieder ihre Leser in ihr eigene Welt abzuholen und nicht nur das, durch ihren tollen Schreibstil gelingt es ihr auch, dass ihre Leser gerne in ihrer Welt verweilen möchten.
    Auch ich bin sehr gerne in Petra Schiers Welt geblieben, finde es nur schade, dass das Buch nur etwas mehr als 500 Seiten hat, und dass es vermutlich nur ein Einzeltitel bleibt. Ich hätte gerne noch mehr über die Kaufmannsfamilie Loher erfahren.
    Hochverdient wieder einmal 5 von 5 Sternen.

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    janein
  • 5 Sterne

    9 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anne D., 30.10.2016

    Ein Historischer Roman der Extraklasse, selten ein so gut recherchierten Roman gelesen, geht unter die Haut, streckenweise harter Lesestoff !!! Absolut empfehlenswert !!!

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    janein
  • 5 Sterne

    6 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Annette V, 28.12.2014

    Sehr gut geschrieben,spannend geht es um die Familie Hermann Löher,habe es in zwei Tagen gelesen.Kaufe noch mehr Bücher der Autorin.

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    janein
  • 5 Sterne

    6 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Rebecca K., 21.12.2014

    Der Hexenwahn wütet in Deutschland, ja schon in ganz Europa. So ist es auch in Rheinbach im Jahr 1636.
    Hermann Löher ist ein angesehener Bürger der Stadt und ist auch schon einige Jahre Schöffe.
    Inzwischen hat er aber Angst um seine Familie, denn durch die Familie seiner Frau gehörten sie zur versengten Art.
    Als nun eine neue Welle des Hexenbrennens beginnt, weiß er nicht wie es dies alles verarbeiten soll oder wie es mit der ganzen Situation umgehen soll.
    Auch gegen Freunde und sich selbst richtet sich dann der Hass und Hermann muss erkennen, dass er handeln muss.

    Dieser Roman der Autorin Petra Schier ist so ganz anders als die Bücher die sie sonst veröffentlicht hat.
    Mit fiel der Einstieg in die Handlung sehr leicht und da ich mich auch sehr auf das Buch bzw. Hörbuch gefreut hatte, war ich auch sehr gespannt wie sich dann alles weiterentwickeln würde. Doch je weiter ich im Buch kam, desto mehr Probleme hatte ich mit der Handlung. Dies liegt aber nicht am Schreibstil der Autorin, sondern eher daran, dass es um die Hexenverfolgung geht und ich bei den Folterszenen immer große Probleme habe weiterzulesen.
    Der Erzählstil war sehr ansprechend und da es hier um eine Person geht die wirklich einmal gelebt hat, macht das Buch in meinen Augen noch reizvoller als historische Romane die sich um vollkommen fiktive Personen drehen.
    Die Handlung war so aufgebaut, dass man allem gut folgen und auch nachvollziehen konnte. Etwas Probleme haben mir nur die wechselnden Erzählstränge gemacht, aber je weiter ich im Buch kam, umso besser wurde es.
    Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, was dass der Spannungsbogen wirklich bis zum Schluss erhalten war.
    Was mich auch sehr gut gefallen ist, ist das es einige Dinge gab, die ich persönlich nicht so kannte, aber da es im Anhand erklärt war, konnte man dies alles gut verstehen.
    Auch die Anmerkungen der Autorin haben mir gefallen auch das sie einem als Leser erklärt hat, was ihre Beweggründe waren für dieses Buch und wie beschwerlich und vielleicht auch langatmig die Recherche war. Mir persönlich gefällt dies immer, denn so merkt man einfach mit wieviel Herzblut die Autorin sich an die Arbeit gemacht hat.
    Da ich den Großteil des Buches als Hörbuch gehört habe, sollte hier auch die Sprecher erwähnt werden, denen es sehr gut gelungen ist den Figuren Leben einzuhauchen.
    Alle Figuren die im Laufe des Romans aufgetaucht sind, waren so detailliert beschrieben, dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte.
    Mit der Familie Löher habe ich gelitten. Doch auch Margarete tat mir Leid, denn mit ihrer Mutter hatte sie es nicht einfach und irgendwie kann ich ihre Entscheidung nachvollziehen.
    Auch der Handlungsort Rheinbach mit seinen Schauplätzen könnt man sich gut vor dem inneren Auge entstehen lassen, hier hat man sehr gut gemerkt, dass sie Autorin sehr gut kennt was sie beschrieben hat.
    Alles in allem hat mir da Buch wirklich sehr gut gefallen und ich habe einige schöne Tage mit dem Buch und Hörbuch verbracht.
    Für das Buch vergebe ich fünf von fünf Sternen.

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    janein
  • 5 Sterne

    11 von 22 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Fornika, 08.12.2014

    Dieses Buch macht nachdenklich. Dieses Buch macht wütend. Dieses Buch macht betroffen. Dieses Buch macht aber auch große Lesefreude. Ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, dass sie es geschafft hat, dieses Thema so gekonnt umzusetzen. Hermann Löher war eine reale Person, ein Großteil des Geschehens im Buch ist tatsächlich so passiert. Im hohen Alter hat er seine Erlebnisse in der Anklageschrift „Hochnötige Unterthanige Wemütige Klage Der Frommen Unschültigen“ verarbeitet, ein Werk, das auch heute noch nichts von seiner Eindringlichkeit verloren hat. Schier stellt jedem Kapitel einen kurzen Abschnitt aus dieser Schrift voran, sodass sich der Leser ein Bild von Löhers Werk machen kann. Auch sonst merkt man dem Buch jede Stunde der ausführlichen Recherche an, egal ob es sich um die Hexenprozesse selbst oder das Brauchtum aus der Rheinbacher Gegend handelt. Das macht das Buch so authentisch und lebensnah. Manchem Leser werden die Folterszenen und Verhöre zu grausam sein, denn die Autorin beschönigt nichts, aber auch gar nichts. So manches Detail des üblichen Prozederes war mir unbekannt und hat mich fassungslos und angewidert zurückgelassen. Aber genauso ist es hundertfach passiert, auch wenn man da heute nur noch den Kopf schütteln kann über so viel menschenverachtendes Tun.
    Aber auch die fiktive Seite der Geschichte hat zum Mitfiebern eingeladen, denn das Leben der Familie Löher wird sehr bunt und realistisch geschildert. Die Charaktere, die dieses Buch bevölkern sind sehr gut gelungen. Ob es der reale Hexenkommissar Dr. Möden ist, der gerade durch seine absolut kalte und berechnende Art, die er hinter einem fiesen Lächeln versteckt, noch beängstigender wird. Oder die fiktive Figur der Margarete, die dem Leser langsam, aber sicher ans Herz wächst. Alle sind sehr plastisch gezeichnet und sorgen zusammen mit dem sehr flüssigen Erzählstil dafür, dass man das Buch erst zur Seite legen kann, wenn man die letzte Zeile gelesen hat.
    Fazit: ein ausgezeichneter historischer Roman über die Hexenverbrennungen. Keine leichte Kost, aber absolut zu empfehlen.

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    janein
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