Am Ende aller Zeiten, Adrian J Walker

Am Ende aller Zeiten (eBook / ePub)

Roman

Adrian J Walker

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  • 3 Sterne

    25 von 41 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Angellika S., 14.09.2016

    Als Buch bewertet

    Inhalt:
    Ed ist kein Vorzeigevater und Ehemann, und als er abends betrunken im Fernsehen eine Asteroidenwarnung sieht schläft er einfach ein, ohne seine Familie zu warnen.
    Am nächsten Morgen kann er sich daran natürlich nicht erinnern und geht mit seinem nur ein paar Monate altem Sohn spazieren.
    Nur mit Not kann es sich, seine Frau, seinen Sohn und seine Tochter im Keller des Hauses vor den Asteroiden in Sicherheit bringen, doch die Vorräte sind knapp und die Luke des Kellers ist blockiert.
    Als er schon nicht mehr dran glaubt werden sie gerettet. Doch nun müssen sie sich in einer neuen Welt voller Gefahren beweisen.
    Als in der Kaserne, in der sie und einige andere Überlebende untergebracht sind, die Nahrung knapp wird, meldet er sich immer wieder für gefährliche Einsätze, um von seiner Familie wegzukommen.
    Nach einem dieser Einsätze kommt er jedoch in eine fast leere Kaserne zurück. Sie sind nur noch zu siebt, die anderen wurden evakuiert, darunter auch seine Familie.
    Nun fängt für ihn und seine Gefährten ein Wettlauf gegen die Zeit an, wenn sie auf die Schiffe, die 500 Meilen weit weg sind, kommen wollen, um zu ihren Familien zu kommen.

    Meine Meinung:
    Anfangs hat mich das Buch für sich eingenommen gehabt. Es wurde durch viele kleine Geschichten aufgelockert und die Spannung wurde gut nach oben getrieben. Doch schon nach der Hälfte des Buches wurde es zäh. Immer wieder wurde die Schwierigkeit des Laufens hervorgehoben, die kleinen Geschichten wurden weniger und auch die Gegend unrealistischer. Trotz der Einschläge gibt es dort keine Strahlung und die meisten Menschen, die jedoch am Anfang sehr selten vorhanden sind, sind ungefährlich. So alles in allem ein doch eher unrundes Buch, bei dem sich nicht viel über die wirklichen Folgen solcher Einschläge weltweit Gedanken gemacht worden sind.
    Dann gibt es zu allem Überfluss eine Begegnung mit Jesus, die mir sehr als Lückenfüller vorkam, als wolle der Autor ein paar leere Seiten füllen.
    Im Laufe des Buches gab es jedoch auch ein paar schöne Geschichten zum Beispiel das Kapitel über Gloria oder Jenny Rae. Dazu möchte ich jedoch nichts verraten.
    Das Ende war sehr enttäuschend und passte leider nicht zu dem Buch. Ja es hat sogar den Sinn des Buches nicht erfasst.
    Für meinen Geschmack zu wenig Dystopie , zu wenig Eingang auf die Apokalypse und ein unpassendes Ende mit mehreren offenen Fragen:

    Spoiler: Warum wurde Richard aufs Schiff gelassen und Ed nicht? und weiteren Fragen: Warum ist kein weiterer Hubschrauber gekommen, wenn sie doch alle evakuieren wollten? Wer sind die geheimnisvollen Leute in Gelb und warum helfen sie nur den Gesunden. Doch eher zwielichtig.
    Und viele mehr, die ich nicht alle auflisten möchte.

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    janein
  • 5 Sterne

    24 von 38 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    chipie2909, 15.09.2016

    Als Buch bewertet

    Ich hatte schon eine ganze Weile nichts mehr im Bereich Science Fiction gelesen und war deshalb sehr gespannt auf "Am Ende aller Zeiten". Der Autor Adrian J. Walker wurde Mitte der 70er Jahre in Australien geboren, wuchs aber größtenteils in England auf und arbeitete als Informatiker. Im Moment lebt er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in London. Erschienen ist das Werk im Verlag FISCHER Tor am 25.08.2016.

    Das Cover:
    Dahinter hätte ich erstmal keinen postapokalyptischen Roman vermutet. Es ist wie ein Ringbuch gehalten, in der Ecke links oben sieht man die Umrisse einer Frau mit zwei Kindern, rechts unten einen Mann und erstmal dachte ich, das Cover würde besser zu einem Liebesroman passen. Dennoch finde ich das Cover gut gemacht, es spricht auf jeden Fall an.

    Zum Inhalt:
    Wir lernen die Gedankenwelt von Ed kennen... er ist Mitte 30 und kreuzunglücklich. Dabei hätte er doch alles... er lebt in Edinburgh, ist verheiratet mit Beth, einer verständnisvollen Frau und hat zwei gesunde Kinder, Alice und Arthur. Dennoch kann er nicht aus seiner Haut, am Liebsten wäre er niemals Familienvater geworden. Und plötzlich passiert es: Unzählige Asteroiden schlagen ein und verwüsten Großbritannien. Es flüchtet mit seiner Familie in den Keller und Rettern gelingt es zwei Wochen später, sie zu bergen. Ed schließt sich einer Truppe an, die Versorungseinsätze unternimmt um Nahrung zu finden und genau während einer solchen Aktion wird seine Familie evakuiert und mit einem Hubschrauber nach Cornwall gebracht. Zurück blieben nur eine Handvoll Menschen und der Versuch, ein Auto aufzutreiben und damit nach Cornwall nachzureisen, scheitert. Entweder war nicht mehr genug Benzin vorhanden, oder die Straßen waren durch die Katastrophe zu sehr zerstört und verwüstet. Da schmieden die Hinterbliebenen einen Plan: Sie wollen nach Cornwall joggen. Doch können sie das wirklich schaffen?

    Mein Eindruck:
    Als ich zu lesen begann, hatte ich eigentlich knallharte Action und abgedrehte Gestalten erwartet. Weit gefehlt, dennoch war ich von dem Buch von Anfang an begeistert, trotz oder gerade auch wegen meiner nicht bestätigten Erwartungen. Das Buch ist sehr kurzweilig geschrieben, ich mag den Schreibstil des Autors und auch wenn ich mir unter dem Klappentext ganz etwas anderes vorgestellt hatte, wurde ich super unterhalten. Der Protagonist Ed ist wohl nicht gerade der Sympathieträger hoch zehn, dennoch fand ich ihn von Adrian J Walker klasse gezeichnet. Ed ist eben ein Mensch mit Stärken und Schwächen und das hat sich in der Geschichte sehr gut herauskristallisiert. Wir erleben die Story aus der Sicht von Ed. Anfangs war er extrem lethargisch, sehr dem Alkohol zugetan und seine Familie interessierte ihn nicht so wirklich. Aber er hat während des Buches eine gute Entwicklung durchgemacht und ich hatte Spaß dabei, daranteilzuhaben. Im Grunde war Ed Teil eines bunt zusammengewürfelten "Laufvereins" und ich fand auch die Charaktere seiner "Reisepartner" interessant. Da gab es Bryce, einen bärigen Typen, immer einen dummen Spruch auf den Lippen, aber im Grunde doch ein weicher Kerl, Richard, der mich sehr an einen Aristokraten erinnerte, Harvey mit seinen Lebensweisheiten und nicht zu vergessen Grimes, eine Soldatin, die sich berufen sah, die Truppe zu beschützen. Und so joggten sie los... von Edinburgh Richtung Cornwall und trafen unterwegs Menschen, die es manchmal gut, manchmal aber auch nicht so gut mit ihnen meinten. Ein paar Szenen gingen mir richtig unter der Haut, Adrian J Walker beschrieb manche Situation grausam, aber dennoch fesselnd und er regte mich zum Nachdenken an. Ebenso wurden immer wieder Anekdoten, Erfahrungen und Weisheiten eingeflochten, die mich manchmal zum Schmunzeln brachten, mich aber auch sehr berührten. Die Kapitel sind kurz gehalten und endeten jedes Mal so, dass ich gleich weiterlesen wollte und auch der Schluß hat mich nicht enttäuscht. Ich bin froh, dass ich dieses Buch entdeckt habe, könnte es aber nicht wirklich einen Genre zuordnen, da sich verschiedene Sparten in diesem Werk vermischen.

    Fazit:
    Für einen richtigen Science Fiction Fan ist dieser Roman wahrscheinlich eine Enttäuschung. Für mich als Allesleserin war es aber dennoch eine tolles Leseerlebnis, wenn auch auf eine ganz andere Art Und deshalb gibt's von mir 5 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    24 von 42 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MeSa, 19.09.2016

    Als Buch bewertet

    Edgar "Ed" Hill ist Mitte dreißig und hat alles was man sich wünscht: Frau, Kinder, Haus, ein fester Job. Doch Ed fehlt etwas und dann passierte es! Es war ein Morgen wie jeder andere und doch war irgendetwas anders. Asteroideneinschläge verwüsten die Britischen Inseln. Ed und seine Familie werden nach zwei Wochen im Keller gerettet und auf eine Basis für Überlebende gebracht. Doch dort werden sie plötzlich getrennt, seine Familie und die Anderen werden nach Cornwall gebracht, Dort liegen Schiffe die sie nach Südafrika bringen sollen. Ed und sechs weitere Überlebende stehen plötzlich allein da und realisieren, dass sie 500 Meilen laufen müssen und nicht viel Zeit haben. Ed muss über sich hinauswachsen, wenn er seine Familie je wiedersehen will...

    Die Geschichte von Ed wird in der Ich-Perspektive von ihm selbst erzählt. Das Cover des Buches ist als eine Art Akte dargestellt und zeigt seine Familie am oberen und ihn selbst am unteren Rand des Buches. Schon im ersten Kapitel wird klar, dass diese Akte Ed's Tagebuch zeigt, denn Ed schreibt seine Geschichte auf. Die einzelnen Kapitel haben alle Überschriften und die Schrift ist sehr groß, sodass man das Buch schnell lesen kann. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich geschrieben. Ed's Charakter macht einen erstaunlichen Wandel durch. Von einem unzufriedenen leicht übergewichtigen Weichei, zu einem selbstbewussten durchtrainierten Mann. Auch seine Freunde wandeln sich im laufe der Zeit und öffnen sich mehr und mehr. Ich finde gut, wie der Zusammenhalt der Gruppe immer stärker wird. Auch die Beschreibungen des zerstörten Großbritannien wurden gut umgesetzt. Das Ende war überraschend und doch nachvollziehbar. Leider gab es in der Geschichte viele offene Fragen, die nicht beantwortet wurden und manche Abschnitte waren verwirrend und unwichtig. Im großen und ganzen lag der Fokus auch sehr auf dem Laufen was manchmal zu viel des Guten war. Trotz allem wollte man unbedingt wissen, wie es weiter geht.

    Am Ende aller Zeiten ist ein düsterer Roman über einen Vater der über seinen Schatten springen muss, um die Familie zu retten. Vor allem geht es auch darum was man selbst in so einer Situation tun würde und am Ende bleibt der Leser mit vielen Gedanken zurück!

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    janein
  • 4 Sterne

    22 von 38 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    JamieRose, 22.09.2016

    Als Buch bewertet

    Edgar – Flasche oder Held der Apokalypse?

    Edgar ist unzufrieden. Er nörgelt. Seine Kinder sind anstrengend. Er beschwert sich, dass er langsam aber sicher aus der Form gerät und in seiner Beziehung ist er auch nicht hundert Prozent zufrieden.

    Doch dann kommen die Asteroiden und mir nichts dir nichts wird Edgars – bis dahin sehr langweiliges – Leben umgekrempelt. Als die ersten Anzeichen der Apokalypse nahen, läuft Edgar los und besorgt Hals über Kopf noch einige lebenswichtige Utensilien, Lebensmittel und Wasser. Anschließend scheucht er seine Familie in den Keller um die Katastrophe zu überstehen. Edgar, seine Frau und die beiden Kinder müssen ein paar Wochen im stickigen Keller ausharren bis sie es endlich wagen raus zu gehen.

    In diesen Wochen, eingesperrt auf engstem Raum muss Edgar eine harte Geduldsprobe überstehen. Er zweifelt und manchmal wünscht er sich sogar ein Ende herbei. Doch dies ist erst der Anfang. Im verlauf der Geschehnisse wird Edgar von seiner Familie getrennt und er steht vor der Wahl: Soll er 500 Meilen zu Fuß zurück legen um seine Familie möglicherweise wieder zu finden oder soll er direkt aufgeben? Natürlich entschließt er sich dazu los zu laufen, sonst wäre die Geschichte recht schnell zu ende.

    Ab hier beginnt eine Veränderung für Edgar und man fragt sich worauf läuft dies hinaus? Entwickelt sich Edgar vom lustlosen Vater, vom lieblosen Ehemann, von dem Mann der keinen Sport macht und stattdessen zu viel Bier trinkt zum Superdad, zum Ehemann des Jahres und ganz nebenbei entwickelt sich seine körperliche Konstitution exponentiell, vergleichbar mit Käpt’n America im Tank? Zum Glück nicht.

    Edgars Veränderung geschieht langsam. Erst als er seine Familie verliert, erkennt er, dass es im Grunde nichts wichtigeres gibt für ihn und er läuft los. Doch seine mangelnde Fitness und allerhand skurrile Gestalten, stellen sich ihm in den Weg.

    Edgar ist kein Charakter, mit dem man mitfiebert weil er so sympathisch oder nett ist, er ist eher interessant weil er zugibt nicht perfekt zu sein und im Gegenteil wirklich unsympathisch ist teilweise.
    Die Apokalypse

    Ich persönlich bin immer ein Fan von apokalyptischen, postapokalyptischen oder dystopischen Szenarien egal ob Zombies, Viren, Asteroiden, Monster, oder Aliens ihre Finger im Spiel haben. Asteroiden sind sicher keine neue, außergewöhnliche Idee für eine apokalyptische Geschichte, doch “Am Ende aller Zeiten” hat mir sehr gut gefallen, weil man als Leser völlig ahnungslos in die Geschichte stolpert. Man erfährt nur das was Edgar weiß. Es gibt keinen allwissenden Erzähler oder Sprünge zu anderen Perspektiven. Alles was Edgar weiß ist wie seine eigene Lage aussieht. Gibt es noch eine Regierung? Wer sind diese ominösen Hilfskräfte, die eine Evakuierung planen? Man weiß es einfach nicht, doch die Ungewissheit macht es auch spannend.

    Mir hat das Szenario sehr gut gefallen. Der Asteroideneinschlag ist absolut plötzlich gekommen, scheinbar niemand konnte sich vorbereiten. Die Kluft zwischen Mensch und Tier wird immer schmaler, das Leben wird von der einen auf die andere Sekunde umgekrempelt. Sitten, Regeln, Gesetze sind nicht mehr von Bedeutung wenn es ums Überleben geht. Der Trieb zu überleben ist wahnsinnig stark und diese Atmosphäre von Angst und Unsicherheit auf der einen Seite und starker tierischer Triebe zu überleben auf der anderen Seite wird sehr ausdrucksvoll rüber gebracht.
    Joggen

    Wer den Klappentext gelesen hat, und das Cover genau betrachtet hat, dem ist aufgefallen, dass Joggen / Laufen / Rennen eine wichtige Rolle spielt: Denn es wollen 500 Meilen überwunden werden. Einige dürfte es aber dann doch überrascht haben wie intensiv sich das Buch mit dem Thema Laufen, insbesondere lange Strecken laufen (wie z.B. einen Marathon) auseinander setzt. Es war sehr sehr spannend die Perspektive eines Läufers zu erleben. Welche körperlichen Hindernisse auftreten, aber auch welche Rolle die Psyche spielt. Der Wille durchzuhalten scheint sehr wichtig zu sein und auch Edgar kämpft ein ums andere Mal damit einen Fuß vor den anderen zu setzen.
    Fazit

    »Am Ende aller Zeiten« hat mich überzeugt. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, wenngleich sich Edgars Reise durch die gesamte Geschichte zieht. Mich hat insbesondere die Perspektive des Läufers sehr interessiert, aber auch die vielen spannenden, kunterbunten Charaktere die Edgar helfen oder sich ihm in den Weg stellen machen das Buch sehr spannend. Ich würde das Buch nicht als absolut fesselnd beschreiben, aber es hat dennoch einen konstanten Spannungsbogen. Mich persönlich hat die Geschichte, das Cover, die Charaktere sehr fasziniert.

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    janein
  • 5 Sterne

    24 von 44 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ines L., 01.09.2016

    Als Buch bewertet

    Ed ist Mitte dreißig, hat ein Haus, eine Frau und zwei Kinder. Und all das ödet ihn unsagbar an, deswegen verbringt er seine Freizt lieber im Pub als mit seinen Kindern. So kommt es auch das er verkatert, vom Geschrei seines Sohnes und mit einem vagen "da war doch was"-Gefühl aufwacht. Und kurz darauf stellt er fest: das Ende der Welt scheint gekommen.

    Ed und seine Familie haben Glück und Überleben, doch damit beginnt die Geschichte erst. Als seine Frau mit Kindern in den Cornwall evakuiert wird, macht er sich auf den hunderte Meilen langen Weg und wird dabei zu einem Anderen.

    Adrian J. Walker schafft es in diesem Buch einen sympathischen Protagonisten zu erschaffen, der frei von pathetischen Heldenallüren herausfindet was wirklich zählt im Leben und einfach nur zu seiner Familie gelangen will und dabei über sich selbst hinauswächst indem er von einer wohlstandsgeschädigten Couch Potatoe zum Dauerläufer und Kämpfer wird.

    Das Buch besticht durch einen angenehmen Mix aus Actionszenen und Nachdenklichkeit. Das Ende lässt Platz für eine Fortsetzung, jedoch werden alle wesentlichen Fragen geklärt.


    Die Schilderungen im Buch muten realistisch an und laden zu Kopfkino ein. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und erzeugen Sympathie, sowohl Durchschnittsmann Ed als auch der rauhbeinige Rocker Bryce und der alte australische Postbote Harvey Payne formen sich beim Lesen zu liebenswert- schrulligen Gesamtcharakteren.

    Einzig der Buchtitel ist m.M. zu vage und allgemein gewählt, der englische Originaltitel "The End of the World Running Club" gefällt mir da deutlich besser.

    Für mich der Buchtipp dieses Spätsommers für Action- und Endzeitfreunde.

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  • 4 Sterne

    18 von 33 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Mops, 12.09.2016

    Als Buch bewertet

    Adrian Walker hat mit "Am Ende aller Zeiten" eine Dystopie mit philosophischen Einschlag geschrieben. Er erzählt die Geschichte von Edgar Hill (verheiratet, Vater zweier kleiner Kinder, Angestellter), welcher mit sich und der Welt unzufrieden ist - nicht ahnend, dass die Welt bald in Trümmern liegt. Nach einem großflächigen Asteroideneinschlag ist ein Großteil der Menschheit tot und die wenigen Überlebenden kämpfen um die letzten Ressourcen. Edgar kann seine Familie retten, wird aber von ihr dann getrennt. Von dem Weg zurück zu seiner Frau und seinen Kindern, der ihn 500 Meilen quer durch Großbritannien führt, und den damit einhergehenden Erlebnissen erzählt dieses Buch.

    Wer Dystopien und postapokalyptische Geschichten mag, dem kann ich dieses Buch auf alle Fälle empfehlen. (Wer aber Zombies erwartet, wird hier enttäuscht.) Es lässt sich gut lesen. Der Autor hat einen flüssigen und vor allem sehr bildhaften Schreibstil. Auch wenn letzteres einen manchmal inne halten lässt, da man das Gelesene erst einmal sacken lassen muss. Bis auf ein paar einzelne Abschnitte kam bei mir nie Langeweile beim Lesen auf. Die Charaktere sind gut beschrieben und auch wenn Edgar eher der Anti-Held ist, so fand ich ihn doch symphatisch.Seine Charakterwandlung war für mich glaubwürdig. Auch die kleinen Zwischengeschichten sind gut geschrieben und lassen den Spannungsbogen immer wieder aufflammen. Einzelne Storys sind aber auch sehr beklemmend. Zartbesaitete Menschen sollten das Buch also eher mit Vorsicht genießen. Gut finde ich auch, dass philosophische Gedanken ihr Zuhause in diesem Buch finden. Es passt gut zu dem Genre und dieser Geschichte im speziellen. Man darf natürlich keine großen theoretischen Abhandlungen erwarten, aber die aufgeworfenen Sinnfragen lassen einen selbst innehalten und nachdenken.

    Die volle Punktzahl gibt es aber nicht von mir und zwar aus folgenden Gründen:
    - In der Geschichte werden Fragen aufgeworfen die nicht oder nur unbefriedigend beantwortet werden (bspw. Harveys Jaulen oder wer die "Sauver" sind.
    - Die Postapokalypse kommt zu wenig vor. Ein Großteil des Buches beschäftigt sich eher mit dem Laufen: als sportliche Betätigung und als Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich.
    - Das Ende. Es war für mich vollkommen unbefriedigend. Da kommt Edgar am Ziel an und ist doch weiter davon entfernt als zu Beginn der Geschichte.

    Fazit: Ein gutes Buch für alle die auf Weltuntergänge und das Leben danach stehen, aber ein wenig Tiefgang nicht abgeneigt sind.

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    janein
  • 3 Sterne

    13 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Samuel P., 13.09.2016

    Als Buch bewertet

    Die Welt geht unter - Der Vater läuft - Der Leser ist verwirrt

    Ed ist 35. Er wohnt irgendwo bei Edinburgh, arbeitet als irgendwas bei irgendeiner Firma und hat irgendwie auch noch eine Familie. Er isst und trinkt zu viel, bewegt sich zu wenig, setzt daher Speck an und ist - irgendwie - nicht das „Gelbe vom Ei“.

    Dann geht die Welt unter. Diesmal per Asteroideneinschlag. Ganze Nordhalbkugel betroffen. Alles ziemlich kaputt, fast alle tot. Nach einigem Hin und Her wird er von seiner Familie getrennt – und muss 600 Meilen quer durchs Vereinigte Königreich laufen, um sie wieder zu sehen. Und trifft dabei Gott und die Welt, wobei insbesondere letztere nicht immer von der ganz feinen Art ist.

    Hört sich erst mal gut an – und ist eigentlich auch ein ganz guter Plot. Warum hat mir das Buch dennoch nicht gefallen?

    1.: Das ist kein postapokalyptischer Thriller.

    Sondern eher ein Selbstfindungsroman. Da ist nichts gegen einzuwenden. Aber Verpackung und Produkt sollten zueinander passen. Vielleicht eher ein Vorwurf an den Verlag. Wenn ich etwas, flaches, rechteckiges in Stanniolpapier mit Aufschrift „Schokolade“ kaufe, dann möchte ich nicht, dass Käse in der Verpackung ist (selbst wenn es guter Käse wäre).

    Zum Vergleich: Der Originaltitel ist „The end of the world running club”. Na – das weckt doch schon einmal ganz andere Assoziationen als das reißerische „Das Ende aller Zeiten“.

    2. Der Autor hat eine Botschaft.

    "Wenn du eine Botschaft vermitteln willst, schick ein Telegramm." Sagt Woody Allen. Wer in einem als postapokalyptisch angekündigten Roman eine Botschaft vermitteln will, muss zumindest ein Meister seiner Kunst sein, es subtil, unaufdringlich und handwerklich gut machen. Das kann der Autor nicht.

    Seine Botschaft hat irgendwie mit dem Vatersein, dem zu sich selbst finden und – vor allem – mit dem Laufen zu tun. Das scheinen auch irgendwie die Themen des Autors selbst zu sein. Aber Autobiographisches einbauen, dürfen erst recht nur Meister.

    3. Das Buch ist zu kurz

    Ich habe etwas anderes erwartet – geschenkt! Die Botschaft ist nervig – geschenkt! Es hätte immer noch ein gutes Buch werden können.

    Wenn der Autor sich Zeit lassen würde. Wenn er Ed’s Saulus-Paulus-Wandlung behutsamer (und konsistenter) entwickelt hätte. Wenn er den Charakteren Zeit und Raum gegeben hätte sich zu entfalten. Wenn er seine Ideen nicht nur als klischeehafte Versatzstücke platziert hätte. Hat er aber nicht.

    Warum dann trotzdem noch drei Punkte?

    Weil die Ideen gut sind. Weil die Charaktere im „running club“ eigentlich interessant sind. Weil ich den Schluss gut fand. Weil ich vielleicht sogar seine Botschaft gemocht hätte, wenn ich mich nicht so geärgert hätte. Und weil ich es in einem Rutsch gut und gerne durchgelesen habe.

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    janein
  • 4 Sterne

    19 von 36 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Silvia S., 18.09.2016

    Als Buch bewertet

    Endzeit lässt grüßen

    September 18, 2016

    Ich möchte euch heute meine Eindrücke von dem apokalyptischen Buch „Am Ende aller Zeiten“ von Adrian J. Walker. Erschienen September 2016 im Fischer Tor Verlag.

    Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer weiß er nur eins. Sie kann es nicht weitergehen.

    Als das Ende kommt, kommt es von oben: Asteroideneinschläge verwüsten die Britischen Inseln, Städte, Straßen, Internet – all das gehört plötzlich der Vergangenheit an. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe totale. Edgar wird von seiner Familie getrennt und vor die größte Herausforderung gestellt; Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er von Schottland, nach Cornwall laufen, 500 Meilen durch ein sterbendes Land. Und er muss zu dem Mann werden der er schon immer sein wollte. Das Buch fand ich hatte gutes Potenzial. Von Anfang an konnte ich mich in das Geschehen einlassen. Die Angst und Furcht vor dem großen Knall. Das Ende der Ressourcen und die Rettung in letzter Sekunde waren spannend geschildert. Die Toten überall, der große Umfang der Zerstörung hatte ich lebhaft vor dem Auge. Auch die Treffen mit den anderen Gruppen und das dortige Erleben fand ich zum größten Teil realistisch.

    Am Ende aller Zeiten hat für mich ein gutes Potenzial. Von Anfang an konnte ich mich in das Geschehen einlassen. Die Angst und Furcht vor dem großen Knall. Das Ende der Ressourcen und die Rettung in letzter Sekunde waren spannend geschildert. Die Toten überall, der große Umfang der Zerstörung hatte ich lebhaft vor dem Auge. Auch die Treffen mit den anderen Gruppen und das dortige Erleben fand ich zum größten Teil realistisch. Ich fand das Buch inhaltlich sehr gut. Der Schreibstil leicht verständlich und gut gegliedert. Leider muss ich einen Punkt abziehen, da die Geschichte, zwischendurch langatmig war und manche Szenen für mich zu kurz abgehandelt wurde.

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    janein
  • 4 Sterne

    9 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Janna_KeJas-BlogBuch.de, 07.09.2016

    Als Buch bewertet

    Zunächst gab es von mir 3 Sterne, nachdem ich nun das Buch habe wirken lassen sind es 4 geworden, trotz einiger Kritikpunkte. Und ja, dies lag sehr intensiv am letzten Kapitel! Denn ab der Hälfte des Buches sank leider meine anfängliche Begeisterung ...

    Der Leser sollte kein apokalyptisches Ende der Welt in Form von Brutalität und nervenzerreißender Spannung erwarten. Der Autor setzt zwar seinen Fokus ebenso auf die menschlichen Abgründe, jedoch steht die Entwicklung von Ed im Mittelpunkt.
    Dies empfinde ich immer als positiv, bin jedoch mit einer anderen Erwartung an das Buch herangegangen.

    Ich hatte nicht mal richtig zu lesen begonnen, schon war ich Hin & Weg! Auf der Innenseite des Covers ist der Beginn des Prolog "Glaube" abgedruckt als schriftliche Notiz und der Schreibstil nahm mich sofort gefangen!
    "Ich glaube, was ich glaube, damit das Leben weniger beängstigend ist. Unser Glaube ist nur eine Sammlung von Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um uns die Angst zu nehmen. Glaube hat sehr wenig mit der Wahrheit zu tun." (S. 8)

    Ed berichtet vom Anfang des Endes. Von seiner Erleichterung bezüglich des Weltuntergangs. Von seiner Trinkerei & den nicht vorhandenen Vaterqualitäten. Wie er den Kioskbesitzer nieder schlägt.
    Ein Anti-Charakter welcher die Leserwelt spaltet, gespickt mit viel Sarkasmus ~ ich war Ed-Fan! Genau über solche Charaktere lese ich gerne.
    Es werden Freiwillige für Versorgungseinsätze gesucht, fernab der Familie: "Ich war kein völlig unbrauchbarer Ehemann & Vater. Aber eben auch kein guter. Ich wischte mir den Brei ab und hob die Hand." (S. 111)

    Die beklemmende Stimmung transportiert Adrian J Walker hervorragend. Ich konnte mich in die beschriebenen Situationen hineinfühlen.
    "Von weit weg hörten wir ein leises, nasales Heulen. Es war ein Geräusch aus einem anderen Jahrhundert. Ein Geräusch, das bei uns nichts mehr verloren hatte." (S. 29)
    Der Leser wird hineingesogen durch die Schriftsprache, fühlt & erlebt mit.

    Ebenso wird relativ früh mit Moral und Gesellschaftskritik gespielt. Unwillkürlich setzt der Leser sich damit auseinander, stellt sich Fragen. Würde ich anderen helfen oder einzig auf meine Familie konzentriert sein? Wie weit würde ich gehen um noch Vorräte zu beschaffen? Kaum Platz für meine Familie & mich, würde ich dennoch die Tür öffnen?

    Doch dann kommt der Tag an dem Ed sich nur noch die eine Frage stellt: Kann ich über mich selbst hinauswachsen, um zu meiner Familie zu gelangen?!?
    Dies ist auch die Wende der Geschichte!
    Es geht um denn inneren Kampf, den Konflikt aufzugeben oder durchzuhalten. Ed hinterfragt sich selbst, sucht sich in seiner eigenen Kindheit. Vordergründig geht es um die Auseinandersetzung mit sich selbst.
    "Ich fühlte mich wie ein Kind. Ich war ein Kind; ich bin ein Kind. Denn wir werden gar nicht erwachsen - wir werden überwachsen wie frisches Grün von Gestrüpp." (S. 416)

    Eher der kleinere Anteil dieser Geschichte, werden auch die menschlichen Abgründe aufgeführt, das surreale Verhalten welches sich bedingt durch die neue Lebenssituation entwickelt. Genau hier hatte ich mir mehr erwartet, mehr Intensität.

    Für mich war das Buch nicht die Geschichte, welche ich erwartet hatte. Und doch beschloss ich von 3 auf 4 Sterne hochzugehen. Der Schreibstil hat mich gefesselt, bestimmte Szenen waren sehr gut skizziert & besonders die Kapitel "Weisse Propheten" und "Sennen Cove" haben mich eingenommen! Der Leser wird zurückgelassen und genau das ist es was mich nochmals überzeugte!

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    janein
  • 4 Sterne

    15 von 29 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ann-Katrin W., 09.09.2016

    Als Buch bewertet

    Edgar Hill, Mitte dreißig, Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer ist komplett unzufrieden mit sich und seinem Leben.

    Eines Morgens bricht die Katastrophe über die Britischen Inseln herein. Asteroideneinschläge zerstören alles: Häuser, Straßen, sogar komplette Städte. Viele Menschen sterben. Das Chaos ist riesig. Edgar und seine Familie überleben, werden aber nach ihrer Rettung getrennt. Um seine Frau und seine beiden Kinder wiederzusehen, muss Edgar über sich hinaus wachsen und die größte Herausforderung seines Lebens meistern. Er muss in einem komplett verwüsteten Land 500 Meilen zurück legen, um von Schottland nach Cornwall zu gelangen.

    Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Edgar erzählt. Dieser ist zunächst alles andere als ein Sympathieträger. Dennoch schaffte es der Autor, dass ich nahezu von Beginn an mit ihm fühlte und fieberte. Sein Charakter macht im Verlauf der Handlung eine interessante Entwicklung durch, die Adrian J. Walker wirklich toll dargestellt hat. Auch die Skizzierung der anderen Charaktere ist sehr gelungen.

    Die Beschreibungen der Umgebung und der Zerstörung sind sehr bildhaft, so dass ich mich als Leser gut in die jeweilige Szenerie einfinden konnte.

    Die Darstellungen der Abgründe, die sich im Verhalten der überlebenden Menschen in dieser Katastrophensituation auftaten, regten mich zum Nachdenken an. Jeder ist nur auf sein eigenes Überleben bedacht. Die Menschlichkeit geht völlig verloren.

    Bei „Am Ende aller Zeiten“ handelte es sich um meinen ersten „Endzeitroman“. Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Adrian J. Walker ist ein wirklich toller, aber auch recht düsterer postapokalyptischer Roman mit einer spannenden Handlung voller interessanter Charaktere und Tiefgang gelungen. Nach leichten Startschwierigkeiten zog mich die Geschichte schnell in ihren Bann, fesselte mich und ließ mich am Ende ein wenig nachdenklich zurück. Dieses Buch ist echt empfehlenswert.

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    janein
  • 3 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Mienchen77, 18.09.2016

    Als Buch bewertet

    In „Am Ende aller Zeiten“ geht es um einen Mann, der durch eine Katastrophe von seiner Familie getrennt wird und zu Fuß 500 Meilen durch ein verwüstetes, unwirtliches Land laufen muss, um sie wiederzusehen.

    Edgar ist 35, verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist unzufrieden mit seinem Leben und hat dies gründlich satt. Als Asteroideneinschläge ganz England verwüsten, gelingt es ihm, sich mit seiner Familie im Keller zu verstecken und zu überleben. Dort werden sie von Soldaten gerettet und in einer nahegelegenen Kaserne untergebracht. Es herrschen chaotische Verhältnisse, jeder ist sich selbst der Nächste. Als Ed von einem Versorgungseinsatz zurückkommt, muss er erfahren, dass seine Familie zusammen mit den anderen Überlebenden mit einem Hubschrauber nach Cornwall gebracht worden ist. Von dort sollen Schiffe die Evakuierten nach Süden bringen.

    Ed bleibt nur eine Wahl: Er muss sich zu Fuß auf den Weg machen, um seine Familie wiederzufinden. Zu viert machen sie sich auf den Weg durch das zerstörte England. Die Straßen sind unpassierbar, es gibt kaum zu Essen. In den Städten haben sich Banden ausgebreitet, denen man besser aus dem Weg geht. Irgendwann fängt Ed mit dem Laufen an, um den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen.

    Der Roman ist leider nur streckenweise spannend. Teilweise ist die Geschichte zu langatmig und wiederholt sich. Aus dem Stoff hätte man mehr machen können. Dem Autor scheint es vorwiegend um das Laufen zu gehen, er erzählt zu wenig über die Charaktere oder macht Andeutungen, die dann unbeantwortet bleiben. Das Ende war für mich verwirrend und unerwartet.

    Leider kann ich für das Buch keine Leseempfehlung geben.

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia R., 07.09.2016

    Als eBook bewertet

    Run boy run!
    Am Ende aller Zeiten von Adrian J Walker. Erschienen im Fischer Tor Verlag am 25.08.2016.

    Ed lebt mit seiner Frau Beth in Schottland. Er drückt sich vor der Hausarbeit und auch auf der Arbeit ist er eher der kreative Drückeberger als der fleißige Arbeitnehmer. An einem Sonntag weckt ihn sein Sohn durch lautes Gebrüll0 Er gibt ihm die Flasche und stellt fest, dass weder Fernsehen noch Telefon funktionieren. Um Empfang zu haben schnappt er sich seinen Sohn und geht mit ihm los, immer auf der Suche nach dem Balken der ihn ins Internet schauen lässt. Etwas ist seltsam und dann fällt es ihm wieder ein. Als er gestern Abend sturzbetrunken im Fernsehen gesehen hat, dass Kometen auf dem Weg zur Erde sind hat ihm seine Frau Beth nicht geglaubt und er ist ins Bett gekippt. Jetzt gehen plötzlich die Sirenen an. Es ist keine betrunkene Fantasy gewesen. Es ist ernst. Sehr ernst. Kann er sich und seine Familie retten?
    Der Autor hat eine wunderbar apokalyptische Stimmung geschaffen. Das Böse, das Tier in den Menschen ist wach geworden. Jeder kämpft ums überleben in einer Welt ohne Gesetz und Ordnung. Ed hasst es zu rennen, aber er muss. Er und einige Andere versuchen durch halb England zu den Schiffen zu kommen. Seine Motivation ist seine Familie. Eine Familie die auf der Flucht getrennt wurde.
    Wir treffen in diesem Roman mal nicht die Typen die eigentlich super fit sind und die einen Lauf quer durch England mal eben zwischen Tagesschau und dem Wort zum Sonntag machen würden. Ed und seine Kumpels sind eigentlich alles Typen die leicht schräg, völlig normal und unser Nachbar sein könnten. Kurz nachdem ich dieses Buch angefangen habe zu lesen ist der Asteroid "2016 QA2" knapp an der Erde vorbeigeflogen. So ein Ereignis kann uns also wirklich jederzeit treffen. Hast Du genug Wasser im Keller? Hast Du überhaupt einen Keller?
    Dieses Buch ist für alle die nicht die weichgespülten Endzeitbüchlein der letzten Jahre lesen wollen. Der Leser bekommt mehr als Dreckränder und verlaufene Wimperntusche zu lesen auf einer Reise durch den eigenen Schweinehund.

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    janein
  • 4 Sterne

    Simon D., 18.02.2019

    Als Buch bewertet

    Ein apokalyptisches Meisterwerk

    EDgar, ein Trinker, (Familien-)vater, verpennt doch fast den Weltuntergang.
    So begann es.
    Anfänglich ein wie ich finde etwas "stranger" Einstieg, doch dann ging es schlag auf schlag.
    Die Charaktere wurden mehr und mehr erklärt, ihre Geschichten und Vergangenheiten. Man entwickelt Sympathie zu jedem Einzelnen.
    Das gesamte Szenario, die Umwelt, die Menschen. Nicht zuviel, aber auch nicht zu wenig an Erklärungen. Eine gesunde Wage...das Macht ein Buch spannend und man verschlingt jede Seite.

    Tolles Buch!!!

    Kritik?
    ***!!! Spoiler!!! ***
    Mich störten gegen Ende etwas die Halluzinationen in Form von Jesus.
    Ebenso das banale Ableben vonHarvey der über nacht verblutete.
    Die "Sekte" die am Strand menschen unter Wasser ertränkten...dann doch lieber diese 3 Sätze weglassen, Sie irritieren und lenken vom Inhalt ab....Es sei denn es gibt einen Nachfolger?

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    janein
  • 1 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    wsnhelios, 18.09.2016

    Als Buch bewertet

    Ich bin grundsätzlich kein Fan von postapokalyptischen Geschichten, hier habe ich aber eine Ausnahme gemacht, weil es nicht in ferner Zukunft spielt und das Szenario eher realistisch ist. Dennoch wurde ich voll enttäuscht.
    Inhalt: Eine Menge Asteroiden knallen in die Erde und verwüsten die Nordhalbkugel. Ed war mir seiner Familie in Edinburgh als es passierte und verschanzte sich in einem Keller. Anschließend werden sie gerettet und seine Familie in Sicherheit in den Süden gebracht. Er muss sich nun mit einer kleinen Gruppe zu Fuß aufmachen, Großbritannien zu durchqueren, um seine Familie zu erreichen.
    Aus vielen Gründen finde ich das Buch schlecht. Um dabei nicht die Übersicht zu verlieren, ist es gut, diese einfach aufzulisten:
    1) Ich finde Ed absolut unsympathisch und habe eigentlich kein großes Interesse zu schauen, was der so macht. Er ist erst sehr spät halbwegs sympathisch geworden, wenn aber schon viele das Buch zur Seite gelegt haben werden.
    2) Ich hätte mir eine bessere Beschreibung der Welt nach einem Asteroideneinschlag erwartet, eine tiefere wissenschaftliche Recherche. Das hier wirkt einfach extrem oberflächlich. Außerdem ist es unrealistisch, dass niemand so etwas hat kommen sehen und sich nicht vorbereitet.
    3) „Wie weit würdest du gehen, für die, die du liebst?“, ist eine falsche Frage, steht aber so auf dem Cover. Ed hat ja jede Möglichkeit gesucht, Abstand zu seiner Familie zu haben und als die weg sind, versucht er nicht wirklich, zu denen zu gelangen, sondern schließt sich halt den anderen an, die zufällig nach Süden gehen und lässt sich leiten. Aber Eigenmotivation legt der keine an den Tag. Die kommt erst später, nachdem das Gewissen ordentlich an ihm nagt.
    4) Im Postapokalypse-Genre bietet dieses Buch keinerlei Innovation. Alles was hier passiert ist schon öfter dagewesen, wurde schon öfter – und besser – erzählt. Die Gruppe läuft von einer Szene in die nächste, die alle recht kurz und unbefriedigend abgehandelt werden.
    5) Die einzelnen Charaktere sind wenig individuell, ihre Aussagen austauschbar. Ich habe mir überlegt, ob das Buch auf Englisch vielleicht interessanter ist. Wir haben hier nämlich Charaktere aus verschiedensten Gebieten (Australien, England, Schottische Oberschicht, Schottische Unterschicht), die ja allesamt anders sprechen sollten. Und Walker schreibt auch immer wieder von Akzenten, nur auf Deutsch sprechen die alle identisch. Keine Ahnung, ob auf Englisch da intensiv mit Sprache und Dialekten gespielt wird, denn das wäre ein intensiver Qualitätsschub.
    6) Wenn das Buch schon in Schottland spielt, mit Schotten, dann hätte ich mir einen stärkeren entsprechenden Flair erwartet.
    7) Es gibt eine billige, fast schon freche Kopie von Forrest Gump. Und dann laufen die fast 100 Seiten lang, ohne dass irgendwas passiert. Allgemein steht irgendwann das Laufen und dessen Philosophie im Mittelpunkt, nicht die neue Welt.
    8) Das Ende ist sehr unbefriedigend.
    9) Was mich auch stört ist die Idee, dass ein Mensch sich nur in einer Extremsituation ändern kann. Viele Männer mittleren Alters haben solche Sinnkrisen, fühlen sich verloren und ziellos. Es gibt also für all diese Personen keine Hoffnung, außer die Welt geht unter?

    Aber der Stil ist sehr gut, das Ganze liest sich flüssig und rasch, auch ausreichend Spannung ist vorhanden, weshalb man bald ziemlich weit mit dem Buch ist.
    Fazit: Dieses Buch kann ich leider nicht empfehlen.

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    janein
  • 5 Sterne

    13 von 35 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Niklas B., 28.08.2016

    Als Buch bewertet

    Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt.
    Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang?

    Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.



    Eine Dystopie mit Tiefgang: Ein postapokalyptischer Roman, in dem das Überleben nicht zu hundert Prozent im Vordergrund steht, sondern viele anderen Dinge mindestens genauso wichtig sind.

    Inhaltlich möchte ich nicht mehr viel sagen, was zwei Gründe hat: Einerseits, um nicht zu spoilern, andererseits, um die vielen Dinge, die passieren, nicht schon vorab ausrollen zu wollen, denn das darf jeder selbst lesen. Nur so viel möchte ich noch erwähnen. Oft habe ich mir gedacht: Diese Szene kennst du doch so in dieser Form irgendwie schon. Und dann ist mir auch eingefallen woher: Nämlich aus den bekannten TV-Serie "The Walking Dead". Einiges kam mir mämlich im Buch bekannt vor und ich dachte: Auja - ein postapokalyptischer Roman wie TWD - nur ohne Zombies^^. War dann aber nicht ganz so ;-).

    Ein paar weitere Punkte, die ich noch erwähnen möchte: Die Charaktere sind unglaublich. Sie haben eine ungeheure Tiefe, man bekommt die Vorgeschichte und Hintergründe zu ihnen mit, sie sind vielleicht am Anfang nicht sonderlich sympathisch - aber was sie dann für eine Entwicklung durchmachen. Wahnsinn! Eine wirklich herausragend gute Charakterskizzierung.

    Ein weiterer wichtiger Punkt: Dieser Roman ist kein Thriller. Es geht nicht nur ums blanke Überleben, vielmehr auch um die Entwicklung der Charaktere, aber auch um philisophische Fragen und Gedanken, die man sich in verschiedensten Situationen stellt/stellen muss. Wenn es ums Überleben geht - wieviel zählt dann noch Menschlichkeit? Wie wichtig ist Glaube? Man braucht immer etwas, an dem man festhalten kann - oder nicht? Solche Fragen und vieles Weitere wird diskutiert mit dem Leser.

    Ein weiterer Punkt stellt das Laufen dar: Ed muss eine gewaltige Strecke hinter sich bringen, um zu seinem Ziel, seiner Familie, zu gelangen. Dabei ist das Laufen ein tolles stilistisches und symbolisches Mittel - es stellt Ed gleichzeitig vor eine Herausforderung und vor etwas, an dem er sich festhalten kann.

    Und schließlich noch ein Punkt, der mir besonders aufgefallen ist: Ich glaube, die Apokalypse war nur der Auslöser, um dann eine Geschichte schreiben zu können, die in einer kranken Welt spielt. Menschen bekriegen sich untereinander. Menschen müssen weiterziehen, wegziehen, fliehen, um ihre Lieben wieder zu finden. Menschen machen sich Gedanken über das Leben, die aktuelle Situation und vieles mehr. Um all das geht es nämlich in diesem Buch. Und wenn man dann nochmal genau überlegt: So krank ist diese Welt gar nicht, die der Autor m.H. seines "Weltuntergang" erschaffen hat. Diese Welt gibt es eigentlich schon. Nämlich im Hier und Jetzt...



    Fazit: Ein sehr gelungener postapokalyptischer Roman, der vieles enthält: Tolle und sich entwickelnde Charaktere, eine spannende Geschichte, packende Wendungen, philosophischeFragen, ... - aber vor allem eines: Tiefgang!

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    janein
  • 5 Sterne

    13 von 32 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    LadyIceTea, 08.09.2016

    Als Buch bewertet

    Spannender Endzeit- Thriller. Kopfkino garantiert!

    Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt. Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang? Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.

    Dieser Roman ist mein erster Endzeit-Thriller, abgesehen von Schätzings „Der Schwarm“. Ich wusste nicht ganz, was ich zu erwarten habe und war so schon auf den ersten Seiten begeistert. Die Beschreibungen wie die Katastrophe beginnt, wie die Leute versuchen sich zu retten und was alles dabei passiert, sind mir wirklich unter die Haut gegangen. Ich hatte einen richtigen Film im Kopf und oft sind mir Schauer den Rücken runtergelaufen.
    Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich super schnell verschlingen. Ed, der Hauptprotagonist aus dessen Sicht alles erzählt wird, ist zu Beginn nicht sehr sympathisch. Für mich hat sich das im Laufe der Geschichte geändert. Ich weiß nicht, ob es jedem so ging. Aber ich mag seine Art zu erzählen. Dadurch fehlt zwar der wissenschaftliche Touch in der Geschichte aber das hätte auch nicht gepasst. Schließlich schreibt Ed alles auf und ich bezweifle, dass er viel Ahnung von Katastrophen und Meteoriten hat.
    Das Buch ist an einigen Stellen recht philosophisch. Das hat mich positiv überrascht. Es geht oft um das „Warum“ unseres Seins und Handelns. Um die Frage „Warum machen wir weiter, obwohl es so verdammt hart ist?“. Diese Gedanken ziehen sich durch das Buch aber tauchen nur an ein paar Stellen verstärkt auf. Dazu kam bei mir immer wieder die Frage auf, wie weit ich gehen würde und zu was ich fähig wäre, wenn ich mich in einer solchen Situation befinden würde.
    Bei mir hat dieses Buch ein leicht beklemmendes Gefühl hinterlassen. Auch wegen des Endes (ich verrate aber nicht warum). Es war aber auch super spannend und interessant geschrieben. Klar gibt es einige offene Fragen am Ende aber für mich passt das zum Charakter des Buchs.
    Ich habe dieses Buch wirklich verschlungen und kann es absolut empfehlen. Ein tolles Buch dieses Genres!

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    janein
  • 4 Sterne

    11 von 27 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Michele N., 22.09.2016

    Als Buch bewertet

    Zum Inhalt: Wie weit würdest du gehen … für die, die du liebst?Adrian J Walker hat mit ›Am Ende aller Zeiten‹ einen postapokalyptischen Roman geschrieben, in dem ein ganz normaler Familienvater vor die größte Herausforderung seines Lebens gestellt wird. Edgar Hill ist Mitte dreißig, und er hat sein Leben gründlich satt. Unzufrieden mit sich und seinem Alltag in Schottland als Angestellter, Familienvater und Eigenheimbesitzer, fragt er sich vor allem eins: Hat das alles irgendwann einmal ein Ende? Er ahnt nicht, dass sich die Katastrophe bereits anbahnt.Als das Ende kommt, kommt es von oben: Ein dramatischer Asteroidenschauer verwüstet die Britischen Inseln. Das Chaos ist gigantisch, die Katastrophe total. Ganze Städte werden ausgelöscht. Straßen, das Internet, die Zivilisation selbst gehören plötzlich der Vergangenheit an. England liegt in Schutt und Asche. Ist dies der Weltuntergang? Edgar und seine Familie werden während der Evakuierung voneinander getrennt, und ihm bleibt nur eine Wahl: Will er Frau und Kinder jemals wiedersehen, muss er 500 Meilen weit laufen, durch ein zerstörtes Land und über die verbrannte Erde, von Edinburgh nach Cornwall. Zusammen mit einigen wenigen Gefährten begibt sich Edgar Hill auf einen Ultra-Marathon durch ein sterbendes Land. Doch sein Weg ist gefährlich: Im postapokalyptischen England kämpft jeder gegen jeden ums blanke Überleben.

    Am Anfang habe ich etwas gebraucht um in das Buch hinein zu kommen. An dem Schreibstil musste ich mich etwas gewöhnen, danach konnte ich mich aber gut darauf einlassen. Und das Buch flüssig und leicht lesen.
    Mit dem Hauptprotagonisten Ed habe ich etwas gebracht um warm zu werden. Am Anfang war er mir nicht ganz sympathisch aber im Laufe der Zeit habe ich mich besser mit ihm identifizieren können, so dass er für mich zu einem recht angenehmen Protagonisten wurde.

    Die Idee der Geschichte fand ich super und mal etwas ganz anderes. Im Mittelteil des Buches wurde es mir persönlich etwas schleppend und ich musste mich etwas durch die Geschichte kämpfen. Danach ging es aber wieder flüssig durch und ich konnte das Buch mit einem guten Gefühl abschließen.

    Alles in allem hat mir dieses Buch gefallen. Das Ende hat mich etwas überrascht somit hat das Buch noch einen Stern mehr verdient.

    Dieses Buch ist ein sehr schönes Beispiel dafür das Menschen in extrem Situationen über sich hinaus wachsen können.

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    janein
  • 3 Sterne

    0 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Madeline G., 24.09.2016

    Als Buch bewertet

    Ich war sehr gespannt auf das Buch, doch leider kam ich zu Beginn einfach nicht in die Story rein :( Der Protagonist war mir so unsympathisch, dass ich eigentlich gar nicht weiter über ihn lesen wollte. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum er so ist wie er ist.
    Im Laufe des Buches hat sich das wiederum ein wenig gebessert, er wurde wesentlich menschlicher für mich. Er hat ein Ziel vor Augen und hat sich seine Fehler eingestanden - sehr gut :) Aber wirklich hineinversetzen konnte ich mich nicht in ihn.

    Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, aber leider eben teilweise auch sehr langatmig.

    *ACHTUNG SPOILER*
    Ebenso gibt es für mich ein paar Details, die nicht sehr durchdacht sind. Einer der Charaktere ist ein starker Raucher und man bekommt immer wieder mit, dass er sich eine Kippe dreht und ansteckt, jedoch erfährt man nie, dass sie Tabak gefunden haben. Es heißt immer, sie würden nichts finden oder eben nur Schnaps, Wasser oder Nudelsuppe. Später bekommen sie ihr Hab und Gut abgenommen und auf einmal bekommt man nicht mehr mit, dass er raucht? sehr merkwürdig. Besonders geht das Buch dann noch ein paar Tage weiter..
    Ein anderes Detail ist die Krankheit, die ausbricht. Sie wird 1x kurz erwähnt und das war es.
    Oder auch der Gottesdienst, bei dem die Menschen im Meer ertränkt werden - was hat es damit auf sich? Leider erfährt man nichts weiter darüber - Dies war relativ überflüssig.
    Ein wenig absurd finde ich den "Jesus", der Ed erscheint. Warum? Klar, man kann anfangen zu halluzinieren, aber warum ein "Jesus" und dann auch noch mit der Beschreibung?


    Die Idee von dem Buch finde ich sehr gut, doch leider teilweise sehr holprig beschrieben.

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    janein
  • 3 Sterne

    9 von 21 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Rebecca D., 15.09.2016

    Als Buch bewertet

    Edgar Hill lebt gemeinsam mit seiner Frau Beth und den beiden Kleinkindern Arthur und Alice in einem Vorort von Edinburgh als Asteroideneinschläge die Britischen Inseln verwüsten. Ed kann sich und seine Familie rechtzeitig in Sicherheit bringen und überlebt die Katastrophe knapp. Nach einer Rettungsaktion wird Ed von seiner Familie getrennt. Eine kleine Gruppe bleibt zurück. Ed, Bryce, Harvey, Richard und Grimes müssen 500 Meilen hinter sich bringen um an die Küste Cornwalls zu gelangen. Da funktionstüchtige Fahrzeuge und intakte Straßen rar sind bleibt ihnen nur eines. Laufen, laufen, laufen.

    Die Hauptperson dieses Buches ist Ed. Er ist das, was man nicht unbedingt den perfekten Familienvater nennt. Familienausflüge sind eher eine Last, um keinen Sport zu treiben, gibt es immer eine Ausrede, lieber sitzt er mit seinem Feierabendbier vor dem Fernseher. Im Laufe der Geschichte wird Ed jedoch bewusst, dass er nicht so sein muss und wie er wirklich sein möchte.

    Damit wären wir auch schon bei der Handlung. Es geht darum, dass Ed auf seinem Weg zu seiner Familie durch das Laufen lernt, wer er wirklich ist. Er bekommt den Kopf frei und ihm wird klar, dass er nicht immer alles richtig gemacht hat.

    Meine Meinung:

    Klappentext, Trailer und Cover haben mich neugierig gemacht und ich habe mich an das unbekannte Genre eines Postapokalyptischen Thrillers gewagt. Was mich nun, nachdem ich das Buch gelesen habe etwas stört, ist die für mich nicht gelungene Übersetzung des Buchtitels. Im Englischen Original heißt es „The End of the World Running Club“. Und das trifft es auch ganz genau.

    Ich habe sehr gut in das Buch rein gefunden und fand den Schreibstil angenehm und die zum Teil unverblümte Sprache hat mir super gefallen. Leider ließ das im weiteren Verlauf etwas nach. Viele Rückblicke und Gedanken der Protagonisten geben einen Einblick in deren bisheriges Leben, rissen mich aber immer wieder aus der Geschichte. Zum Teil wurde es schon ziemlich philosophisch, was für mich persönlich etwas zu tiefgründig war. Zumindest für meine Vorstellung eines Postapokalyptischen Romans.

    Neben Ed als Hauptperson gab es noch weitere Protagonisten. Die Mischung fand ich sehr gelungen, jedoch ist mir leider niemand so richtig ans Herz gewachsen. Die Begegnungen der Gruppe mit anderen Überlebenden fand ich aber durchweg gelungen, auch dort waren sehr interessante Persönlichkeiten dabei.

    Der Inhalt des Buches war ansprechend, wenn man vom englischen Titel ausgeht. Das war bei mir nicht der Fall. Daher fehlte mir leider zu viel apokalyptisches und es ging mir persönlich zu sehr um das Laufen und die Selbstfindung des Protagonisten.

    Zu Beginn des Buches war ich absolut begeistert und überzeugt. Auch der Schluss hat mir wieder gut gefallen, da ich es ziemlich authentisch fand. Leider war es mir in der Mitte bis auf einige Begegnungen mit anderen Überlebenden zu sehr auf das Laufen und die Selbstfindung fokussiert und hat sich daher unnötig in die Länge gezogen.

    Wer mit anderen Erwartungen als ich an das Lesen dieses Buches ran geht, wer sich vielleicht auch für das Laufen und dessen Wirkung auf den Menschen interessiert, für Denjenigen könnte dies ein fünf Sterne Buch sein. Für mich leider auch wegen falscher Erwartungen, fehlender Identifikation mit den Protagonisten und Längen im Mittelteil nur drei Sterne.

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    janein
  • 5 Sterne

    9 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Rabbitfan U., 04.09.2016

    Als Buch bewertet

    Der postapokalyptische Roman „Am Ende aller Zeiten“ von Adrian J. Walker erschien mit 432 Seiten am 25. August 2016 im Fischer Tor Verlag.

    Der fünfunddreißigjährige Familienvater Edgar Hill lebt mit seiner Frau Beth und seinen beiden Kindern Arthur, ein Jahr alt, und Alice, 3 Jahre alt, in Edinburgh, Schottland, und ist sein einfaches, überschaubares Leben satt. Desillusioniert macht er sich klar, wie unglücklich er ist und dass er doch eigentlich nur noch seinen Pflichten nachkommt. Weder sein Job, noch seine Familie geben ihm Erfüllung.

    Ed ist an einem derartigen Tiefpunkt in seinem Leben angekommen, dass für ihn die Katastrophe der Asteroideneinschläge auf den Britischen Inseln sogar eine Erleichterung darstellt. Endlich ist Schluss mit seinem sinnlosen Dasein.

    Es ergibt sich, dass Ed sich auf neuen Pfaden nützlich machen kann, was seine Frau zunächst enttäuscht, da dies nichts direkt mit ihr und den Kindern zu tun hat - er macht sich gemeinsam mit anderen auf, für Nahrung zu sorgen. Schließlich verlieren sie sich dadurch sogar in dieser postapokalyptischen Welt und Ed muss versuchen, wenn er es so will, wieder zu seiner Familie zu gelangen.

    Mit viel philosophischem Gedankengut macht Ed sich also mit einer Truppe weniger Leute auf den Weg in den Süden Englands auf, wo angeblich Schiffe die überlebenden Bürger auf die Südhalbkugel bringen sollen, welche nicht so verwüstet wurde. Auf dieser Reise ergeben sich viele verschiedene Begegnungen mit diversen seltsamen Gestalten. Dies und die Auswirkungen der Katastrophe auf die Umwelt lässt die Gruppe oftmals an ihre Grenzen stoßen.

    Wer scheitert oder etwa über sich hinaus zu wachsen lernt, sei offen gelassen, denn dies sollte jeder selber durch eigenes Lesen herausfinden.

    Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn einige suspekte Begegnungen ihre Längen hatten und ich diese auch nicht unbedingt nachvollziehen konnte. Dies könnte aber auch daran liegen, dass ich gewisse Sachen noch nie gemacht habe und ich daher nicht beurteilen kann, was mit jemandem in bestimmten Situationen geschieht.

    Wegen der gelungenen Schreibweise, welche ich sowohl als unterhaltend wie auch bildlich gut dargestellt empfand, vergebe ich dem Buch aber trotzdem fünf Sterne.

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    janein
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