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  • 5 Sterne

    6 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    KJ R., 23.06.2020

    Diese Anthologie enthält 30 verschiedene Autoren, die dich in die Welt der Meerjungfrauen entführen. Sie sind alle sehr unterschiedlich, unterhaltsam und voller Geheimnisse, wie dieses mythologische Wesen.
    Die Geschichten sind jeweils ca. 10 Seiten lang. Jeder von ihnen hat seine eigene Interpretation des Märchens und die Schreibstile sind einfallsreich und leicht zu folgen.
    Insgesamt ist eine schnelle Lektüre, die Sie unterhalten wird, und ich mochte die Wendungen in der Handlung, die mich dazu gebracht haben, Seiten umzublättern. Auf jeden Fall eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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  • 5 Sterne

    6 von 11 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jörg L., 13.06.2020

    Meerschaum
    Katharina Gerlach ist es gelungen, dreißig Geschichten zu inspirieren und die teils aquatischen, teils amphibischen, teils terranen Ergebnisse in einer umfangreichen Sammlung zusammenzutragen. Eingangs erinnert sie daran, dass Meerjungfrauen einerseits hilflos scheinen, andererseits scharfe Zähne haben.

    Zwei Kleinigkeiten, reine Geschmackssachen, lenkten mich ab: Zum einen die auf 400 Buchseiten gedruckten Ornamente; bei so viel Phantasie in den Texten braucht es solches Rankenwerk nicht. Und die Kurzbiografien hätte ich ehrenvoll in den Anhang verlagert; so nah im Anschluss an jeden Text stehen sie manchem Ausklang im Weg.

    Wunderbar ist die Vielfalt der Geschichten. Etwas Großes geschieht vor allem dann, wenn die erwartete Fantasy gewitzt umgangen wird, oder wenn hinter der Fantasy eine weitere Deutungsebene aufscheint. Man kann dieses Buch nicht nur als Fan von Meermännern und Meerfrauen zur Hand nehmen, sondern auch, um sich mit dem Wesenwandel schlechthin zu befassen. Vieles wandelt sich, Geschlechterverständnisse besonders. Katharina Gerlachs Angebot zielt zwar vordergründig auf Unterhaltung, das Buch enthält aber mehr – und es sind nicht nur einzelne emanzipatorische Gedanken-Spritzer.

    Gerlachs eigene, episch angelegte Story trägt modern-heroisch-hoffnungsvolle Züge. Wolfgang Malischewski verzaubert nicht nur uns, sondern auch Ovids Metamorphose über Iphis. Sein aus den klassischen Versen bekannt wirkendes Personal benimmt sich, ohnehin gemorpht, nicht gerade gebührlich. Eine Göttin versagt gar ihren wendenden Einfluss – was sich zur Pointe wendet. Autopädagogisch greift man da gern noch mal – zum Original.

    Genossen habe ich David Pawns ins Wasser gefallenen Krimi „Herzmuschel“ und Andrea Malugas zeitversetzte Wechsel-Story „Eisvogel und Meerjungfrau“. Für mich wird es immer dann besonders spannend, wenn die Sprache selbst trägt und surfen lässt – dann ist der Inhalt sogar zweitrangig. Sprachlich bemerkenswert fand ich neben den genannten vor allem Elena L. Knödlers „Durch dünnes Eis“, Lazlo Hartmanns „Meermädchenliebe“ (beide mit einfallsreicher Sprache) sowie Janina Rehaks „(Keine) Nixen im Bodensee“ (klarer Stil).

    Und da mir Sprache meist das Wichtigste an einem guten Buch ist, möchte ich die Autor*innen zitieren. Hier jeweils einen meiner Lieblingssätze aus jeder Story. Rein subjektiv, und: Lieblingssätze sind nicht zwingend Schlüsselsätze:

    Bonn: „Da draußen, vielleicht drei oder vier Schritte vom Strand entfernt, verschwamm die Meerjungfrau mit den Wellen.“ Schilonka: „Einzig der türkisglänzende Fischschwanz ließ ihre frühere Schönheit erahnen …“ McColgan: „Die Nacht verwandelte das Meer in dunkle Jade …“ Dinkel: „Aurels Lebensgeheimnis war einfach. Er versagte nie.“ Knödler: „Flossensprache war unsittlich, aber effizient, wenn man nicht gehört werden wollte, und wer nicht gehört werden wollte, war kriminell.“ Daran: „Grau in grau lagen sie unter der flackernden Notbeleuchtung da, grüne Lichtspritzer auf trockenem, rissigem Grund.“ Finnegan: „Letztendlich verehrt doch jedes Volk dieselben Götter und gibt ihnen bloß eigene Namen.“ Hartmann: „Die Lichtliebe schickte die älteste und schönste in ein Land namens Deutschenland, die jüngste und frechste ins Griechenland, und die, die Meermädchen besonders nahestand, sendete sie ins Russenland.“ Rehak: „Leise sage ich die Sternenbilder auf, der Wind im Schilf flüstert leise mit.“ Veron: „Waren das OP-Narben? Von der OP?“ Gmeiner: „Sie erzählten nicht, dass Thelxinoes Stimme fehlte, als sich Odysseus gegen seine Fesseln wehrte.“ Malischewski: „Wie kannst du so festgehalten sein, so unmenschlich sittsam!“ Maurer: „Flossenschlag und Mädchenkram“ Maluga: „Ist doch nicht normal, grüne Haare.“ Wicke: „Morgen wäre es noch früh genug an meinem neuen Ich zu stricken.“ Flink: „Er kam aus dem Meer. Er war eindeutig tot.“ Yawa: „Gegen einen Unter-Wasser-Fernseher hätte ich dennoch nichts einzuwenden …“ Matthias: „Kinderfinger fanden zurück in Karls Faust.“ Fürbach: „Die Beute wurde Jägerin.“ Aufderheide: „Ein Rettungsring wird aufs Wasser geworfen, mehr geweht als geworfen, er ist außerhalb meiner Reichweite, und ich spüre Schuppen an meinem Bein.“ Baumgart: „Erkältungen waren so eine prosaische Form der Krankheit, sie standen einem Prinzen nicht.“ Voß: „Je nu, wenne Nixe ’n Kerl mitnimmt, dann nich‘, ummen zu ersäufen.“ Schmid: „Es schmeckt wie Blut!“ Pawn: „Die Tür war aufgebrochen, ich vermute mit einem Schwertfisch.“ Pernot: „Erdbeereis schmolz auf dem warmen Asphalt.“ Rössling: „Schlagartig hörte die Kleine auf zu weinen, öffnete bernsteinfarbene Augen und schaute sie an – sah ihr direkt ins Herz.“
    Prieschev: „Sie nahmen ihr die Stimme, Kind, sie nahmen ihr ihre Flosse.“ Gerlach: „Selbst im Ei wusste ich, dass ich irgendwie anders war.“ Lendi: „BHs sind Teufelszeug!“ Nissen: „Es ist Zeit.“

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  • 4 Sterne

    A K., 28.06.2020

    Für jede*n was dabei
    Beim Wort "Meerjungfrauen" denkt man gerne sofort an "Arielle - Die Meerjungfrau" aus dem bekannten Disney-Film. Wesen, die aus halb Mensch und halb Fisch bestehen, schwimmen durch die Ozeane und singen ihre Lieder.

    In diesem Buch findet man aber eine große Auswahl verschiedenster Geschichten zum Thema "Meerjungfrau". Jede Geschichte ist einzigartig und in jeder Geschichte wird die "Meerjungfrau" anders erzählt und dargestellt. So gibt es schöne märchenhafte Erzählungen von Wesen mit anmutiger Gestalt, aber auch düstere Geschichten mit Wesen, die scharfe Zähne haben oder auf den zweiten Blick nicht dem typischen schönen Bild entsprechen oder aber Geschichten, die einen unerwarteten Twist haben. Also, eine schöne abwechslungreiche Sammlung, in der jede*r etwas für sich finden kann.
    Außerdem war es schön zu sehen, dass sich ein paar der Geschichten mit LGBTQ+ befassen und diese Thematik teilweise auch zentral aufgreifen. (Wobei bei den meisten die Idee dahinter nicht schlecht ist, aber die generelle Umsetzung meiner Meinung nach nur bei einer Geschichte bis zum Ende sehr gelungen und auch süß ist.)
    Auch aktuelle (politische) Themen werden in den Geschichten geschickt verbaut und angesprochen. Ich finde die Ansätze dazu sowie die verschiedenen Perspektiven und Möglichkeiten über "Meerjungfrauen" zu schreiben gelungen. Ich habe mich von der großen Kreativität in diesem Buch gerne überraschen lassen.

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