Nur noch ein einziges Mal, Colleen Hoover

Nur noch ein einziges Mal (eBook / ePub)

Roman

Colleen Hoover

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  • 5 Sterne

    6 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Beatrice E., 11.12.2017

    Als Buch bewertet

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)


    Ich habe bisher zwei Bücher von Colleen Hoover gelesen und fand die nicht übel, waren mir aber einfach eine Spur zu dramatisch.....


    Zwei Bloggerinnen meinten allerdings, dass jede Frau dieses Buch gelesen haben sollte und man sich am Besten vorher gar nicht informieren soll um was es geht. ( und nein es geht eben um keine eigentliche Dreiecksbeziehung, wie man vom Klappentext her meinen könnte!!
    Ich bin dieses Risiko eingegangen und kann sagen ich habe es nicht bereut! 


    Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm, locker, leicht, flüssig, genau das richtige Mass an Beschreibungen, sprachgewandt und emotional.
    Erzählt wird aus der Sicht von Lilly in der ICH- Perspektive, was eine sehr gute Wahl war, denn ich fand es unheimlich gelungen.


    Ich mochte Lilly auf Anhieb und konnte ihre ganzen Gedanken und Gefühle wahnsinnig gut nachempfinden. Selten habe ich mit einer Protagonistin in dem Genre so mitgefiebert, es war als wäre ich Lilly.
    Auch Atlas war mir sympathisch, trotzdem wir ihn ja eigentlich grösstenteils nicht " persönlich" erleben sondern mehrheitlich durch die Tagebucheinträge.
    Ebenso mochte ich Allysa, welche für Lilly zu einer wirklich wunderbaren Freundin wird.
    Bei Ryle war ich von Anfang an etwas zweigespalten, irgendwie war er mir nicht ganz geheuer. Seine direkte, schonungslose Art wirkte auf mich doch recht dominant auch wenn er auf alle Fälle auch eine liebenswerte, humorvolle und charmante Seite hat.


    Bis S.200 fand ich das Buch nicht schlecht, ahnte irgendwie aber schon, welche Thematik wohl in den Vordergrund rücken würde.
    Kurz danach kam es dann auch zu einem gewissen Ereignis und ich war sehr skeptisch und hatte starke Bedenken, wie die Autorin nun damit umgehen würde.
    Colleen Hoover hat es aber geschafft mich positiv zu überraschen! Denn die zweite Hälfte des Buches war unglaublich emotional, aber nicht auf eine " überdramatisierende" Weise, sondern sehr glaubwürdig und empathisch. Dies liegt sicher auch daran, dass die Autorin hier Autobiographisches hat mit einfliessen lassen, was sie im Nachwort bestätigt.
    Noch selten hat mich eine Geschichte so tief berührt und ich musste einfach total viele eindrückliche Sätze markieren.
    Gott sei Dank bin ich persönlich noch nie mit dieser Thematik konfrontiert worden, wurde aber dieses Jahr selber beziehungsmässig verletzt, weshalb ich einige Dinge unglaublich gut nachvollziehen konnte!


     Die Grund- Message des Buche finde ich total wichtig, urteile NICHT, denn du weisst eben NIE mit absoluter Bestimmtheit, wie du in derselben Situation handeln würdest!!


    In dem Sinne kann ich nur sagen LEST DIESES BUCH!!

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    janein
  • 5 Sterne

    Jennifer, 27.03.2018

    Als Buch bewertet

    Mit 15 lernt Lily Atlas kennen. Atlas, der kein Zuhause hat und in dem verlassenen Haus wohnt, dass an ihr Haus angrenzt. Er ist ihre erste Liebe. Die Beiden haben dass, was sich wohl jeder in seinem Leben wünscht. Doch so sehr sie sich auch lieben, als Lily’s Vater Atlas entdeckt geht für die Beiden alles schnell zu Ende. Er geht zur Marine und Lily bleibt mit ihrem gewalttätigen Vater und ihrer Mutter zurück. Immer wieder erlebt sie mit, wie ihr Vater ihre Mutter verprügelt. Sie entscheidet für sich, dass sie nie so werden will, wie ihre Mutter. Sie möchte sich von keinem Mann verprügeln lassen, niemand soll diese Gewalt über sie haben.
    Atlas und Lily haben immer von Boston geträumt, also ist für Lily auch schnell klar, wo sie hinzieht.
    Ihr Vater ist zu diesem Zeitpunkt gestorben und Lily fühlt nur Erleichterung, denn nun kann auch ihre Mutter ein neues Leben anfangen. In Boston eröffnet Lily ihren eigenen Blumenladen und lernt Ryle kennen. Er ist unfassbar attraktiv und Chirurg. Außerdem ist er total vernarrt in Lily. Vom ersten Moment an ist da diese Chemie zwischen ihnen. Sie erzählen sich von Anfang an nackte Wahrheiten voneinander und treffen immer wieder aufeinander. Irgendwann führt Eins zum Anderen und sie wohnen zusammen, verlieben sich immer mehr ineinander, sie heiraten sogar. Auch das Lily Atlas in Boston wiedergetroffen hat lässt sie nur kurz unsicher werden, aber nicht an ihrer Liebe zu Ryle zweifeln. Alles scheint perfekt zu sein, würde Lily sich nicht zu dem entwickeln, was sie niemals sein wollte. Sie wird anfänglich wie ihre Mutter. Denn Ryle so süß und lieb wie er auch sein mag wird ihr gegenüber immer wieder handgreiflich. Lily war von Anfang an eine starke Protagonistin. Sie bestreitet ihr Leben alleine und verfolgt ihre Träume. Doch sobald diese häusliche Gewalt losgeht wird Lily ängstlich. Ihr Charakter verändert sich, sie gibt sogar sich selbst die Schuld daran und verfällt so vom Opfer zum Täter. Denn laut Lily’s Meinung hat sie ihn dazu getrieben. Als Ryle Lily die Treppe runterschubst zieht sie endlich die Reißleine und lässt sich von Atlas retten. Damals war sie sein Schutzengel, jetzt ist er ihrer. Im Krankenhaus erfährt sie das sie schwanger ist. Von dem Mann, der ihr so viel Leid zugefügt hat. Coolen Hoover hat einen sehr metaphorischen Schreibstil, was ich sehr liebe. Sie, beziehungsweise Lily, beschreibt die Menschen als eine Blume. Durch Liebe wachsen sie, werden grün und erstrahlen in voller Blüte, doch werden sie vernachlässigt, dann schrumpfen sie in sich zusammen und sterben. Lily und auch Atlas sind Bäume. Sie sind beide von ganz allein gewachsen und ich glaube, dass sich ihre Wurzeln miteinander verbunden haben. Sie geben sich im Sturm halt und helfen sich gegenseitig nach der Sonne zu greifen. Keiner steht im Schatten des Anderen und sie wachsen förmlich über sich hinaus. Lily, in dem sie sich von Atlas trennt. Ganz egal, wie viel Reue er zeigt, er wird es immer wieder tun. Er braucht fachmännische Hilfe und ich bin stolz auf Lily, dass sie sich getrennt hat. Aber auch, dass sie ihm zeigt, dass sie sich nicht von ihm abwendet. Als Freundin ist sie immer noch für ihn da. Atlas gesteht sich und Lily endlich ein, dass er sie noch liebt und nur darauf wartet, dass sie bereit ist.
    Colleen Hoover hat wieder ein sehr heikles Thema in diese Geschichte eingearbeitet. Häusliche Gewalt passiert viel zu oft. Durch dieses Buch habe ich erst gesehen, wie schnell ein Mensch sich schuldig fühlen kann und die Situation total falsch interpretieren kann. Früher dachte ich immer, mir könnte sowas nie passieren. Die Menschen sollten sich einfach von ihrem Partner trennen. Aber, wie so vieles, ist auch dies leichter gesagt als getan. Lily rutscht ebenfalls sofort in diese Gefühlslage.. und ich glaube, dass es vielen so gehen kann. Colleen Hoover hat es in dem Buch so beschrieben, dass jeder immer sagt, dass man sich trennen soll. Aber man sollte auch ein Auge auf den Partner werfen, der sich helfen lassen sollte. Dieser Ansatz hat mich natürlich nachdenklich gestimmt. Daher fand ich es schön, wie sie die Geschichte bei Ryle und Lily beendet hat. Die Beiden waren einfach Freunde. Sie hat ihn unterstützt, hat ihm vor Augen geführt, was hier gerade passiert. Ryle hatte eine schlimme Vergangenheit und was ihm und seinem Bruder widerfahren ist, das will ich mir nicht vorstellen. Ich glaube, dass er tiefe Wut und Trauer in sich trägt und seit dem Vorfall keine Ahnung hatte, wie er damit umgehen soll. Ryle ist kaputt und hat dadurch auch das kaputt gemacht, was er am Meisten geliebt hat. Leider wird ihm dies viel zu spät bewusst.

    „Die meisten Leute tun so, als hätten sie nie irgendwelche dunklen Gedanken, obwohl wir tief in uns doch alle gleich kaputt sind. Manche von uns können das nur besser verbergen als andere.“ Seite 22

    Es ist eben ein Buch von Colleen Hoover. Ich wurde nicht enttäuscht und liebe nach wie vor ihren Schreibstil und ihre Art uns mit solchen Geschichten zum Nachdenken anzuregen. Ganz klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen.

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    janein
  • 5 Sterne

    Susi Aly - Magische Momente: Alys Bücherblog, 09.02.2018

    Als Buch bewertet

    Als ich die neue Geschichte von Colleen Hoover begann, hab ich sie genossen.
    Ich hab sie geliebt und gelacht.
    Ich hab mich in die Charaktere verliebt , die absolut großartig ausgearbeitet sind.
    Allen voran Lily, die mein Herz sofort im Sturm erobert hat.
    Sie hat eine Leichtigkeit aber zugleich etwas sehr schweres an sich, was mich sofort völlig eingenommen hat.
    Und dann lernte ich Ryle kennen. Der Himmel könnte nicht farbenfroher und lebendiger sein. Sein Charme hat Wirkung bei mir gezeigt und so fühlte ich, was Lily fühlte.
    Ein Taumel des Glücks der kein Ende nehmen möchte. Man möchte die Welt umarmen, sein Glück los herausschreien und doch ist da eine unsichtbare Barriere die einfach alles hemmt.
    Ich habe diese tiefe und unaussprechlich große Liebe genossen und doch hatte ich das Gefühl, es wäre nichts besonderes.
    Ich habe oft mit mir gehadert, warum es mich nicht zu Boden reißt , mich nicht mit all seiner Kraft und Intensität verschlingt.
    Bis der Knackpunkt kam und alles anders wurde. Wie mein Herz Stück für Stück zerbrach und unaussprechlichen Dingen Platz machte.
    Die Dunkelheit war näher als der Himmel.
    Man wird zerrissen und gleitet immer tiefer in das Bodenlose.
    Man hofft so sehr, man zittert, weiß nicht mehr weiter.
    Ist erschöpft, am Boden.
    Ich kann nicht sagen , welche Emotionen mich dabei überrollt haben, es ist schlichtweg nicht aussprechbar. Man spürt es ganz tief drinnen.
    Man kann sich nicht hineinversetzen. Man möchte es ganz einfach nicht. Aber man begreift, wie man sich in so einer Situation fühlen könnte. Man kann es verstehen, nachvollziehen.
    Ich hab nicht geweint. Dazu war ich schlichtweg nicht in der Lage. Aber ich war nahe dran. Es hat meine Dämme eingerissen und gerade Szenen zwischen Allysa und Lily haben mich auf so unausprechliche Art und Weise berührt.
    Es ist ein Anker, es ist ein Halt. Es ist etwas, das zum weiterschwimmen bringt.
    Es zwingt den Kopf nach oben,wenn man einfach nur noch sinken möchte.

    Es ist nicht nur Lilys Geschichte. Es ist so viel mehr. Doch dadurch, daß man Lilys Perspektive erfährt, kommt man ihr unglaublich nahe. Erlebt sie, erfährt mehr über ihre Vergangenheit, ihr Leben und begreift und verinnerlicht welch großartige Person sie ist. Ihre Entwicklung ist deutlich spürbar. Man spürt ihre Verzweiflung, ihre innere Zerrissenheit und vor allem ihre unsagbar große Liebe, die sie im Herzen trägt.

    Es ist keine einfache Geschichte. Es ist eine dramatische und sehr zu Herzen gehende Story.
    Die Autorin bringt hier auf eine sehr einfühlsame und eindringliche Art und Weise eine Thematik zur Sprache, die unheimlich wichtig ist. Sie zeigt die Dinge , die man nicht sieht. Welche Qualen und welches Leid es bedeutet. Nicht jeder hat solch tolle Menschen wie Allysa, Marshall oder Atlas. Sie machen es leichter, erträglicher.
    Die Blickwinkel verschieben sich und man weiß gar nicht mit wem man zuerst mitfühlen soll. Denn man bekommt ein sehr gutes Gefühl für beide Seiten, was nicht unbedingt einfach ist.
    Sie hat es mit sehr viel Hingabe und Feinfühligkeit zur Sprache gebracht. Es ist authentisch, auch wenn oftmals noch mehr Stolpersteine damit verbunden sind.
    Aber sie hat etwas damit bewegt, zum nachdenken gebracht. Und vor allem hat sie damit gezeigt, daß es immer zwei Seiten gibt. Das nichts einfach ist.
    Das man Stärke und Mut benötigt, um es zu bestehen. Um daran nicht zu zerbrechen.
    Es ist eine besondere Geschichte.
    Voller Kraft, Liebe und Facettenreichtum.
    Voller Leid, Tränen und Verzweiflung.

    Für mich eins ihrer besten Werke. Sie schreibt dabei so fesselnd und lebendig, dass man das Buch nicht zur Seite legen kann. Ja, es ist vorhersehbar. Aber das ist nicht schlimm. Denn die Grundthematik und die damit verbundenen Charaktere sind herausragend gut ausgearbeitet.
    Ein sehr emotionales und erschütterndes Werk, das mir enorm unter die Haut gegangen ist.

    Fazit:
    Wie soll man eine Geschichte in Worte fassen, die so sehr berührt?
    Die wunderschön und traurig zugleich ist.
    Wie soll man die Tragik und Traurigkeit dahinter in Worte fassen?
    Es hat mich nicht sofort berührt.
    Ich hab gelacht, geliebt und es gefühlt.
    Es kam erst später, mit der Entwicklung, mit den Emotionen.
    Mit der Ohnmacht und der Verzweiflung.
    Es hat mich zu Boden fallen, zerbrechen lassen.
    Eine Thematik, die unheimlich schwer, emotional und kaum zu ertragen ist. Herausragend gut ausgearbeitet mit all seiner Facetten.
    Ein Werk das zum nachdenken anregt und zu ihren besten gehört.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Romantische Seiten - Der Buchblog mit Herz, 08.01.2018

    Als Buch bewertet

    Lily Bloom (23) trifft zum ersten Mal auf Ryle Kincaid (30) am Abend der Beerdigung ihres Vaters. Die Chemie stimmt sofort zwischen den beiden und sie tauschen „nackte Wahrheiten“ aus ihrem bisherigen Leben aus. Lily erzählt Ryle an diesem Abend auch von einem jungen Obdachlosen Namens Atlas Corrigan. Atlas, den sie als 15 jährige geliebt hat und was sehr dramatisch geendet hat. Seitdem hat sie von ihm nichts mehr gehört. Lilys und Ryles Wege trennen sich nach diesem Abend wieder, aber durch einen Zufall begegnen sie sich immer wieder und werden ein Paar. Plötzlich ist auch Atlas wieder in ihrem Leben. Lily weiß nicht wie sie mit ihren Gefühlen für ihn umgehen soll und Ryle quält die Eifersucht, die ihn zu etwas schlimmen hinreißen lässt. Lily ist geschockt. Denn ihr Vater hat ihre Mutter jahrelang geschlagen, besteht ihr das nun auch vor oder war das nur ein einmaliger Ausrutscher von Ryle?

    Mir haben die drei Hauptprotagonisten sehr gut gefallen. Jeder von ihnen hat eine schwere Last zu tragen und doch geht jeder damit anders um. Lily musste als Kind oft dabei zusehen wie ihr Vater ihre Mutter misshandelt hat und war machtlos. Das hat sie geprägt. Der Autorin ist es großartig gelungen Lilys Zwiespalt ein zufangen. Ihren Zwiespalt einem Mann gegenüber den sie liebt, aber gleichzeitig hasst, für das was er ihr antut. Auch Ryle ist ein Mensch, obwohl er zu solch grausamen Sachen fähig ist. Auch hier ist es der Autorin gelungen einen interessanten Menschen zu erschaffen und ihn nicht einfach nur als Monster darzustellen. Auch Atlas ist kein leichter Charakter. Als junger Mann Obdachlos geworden, hat er das Gefühl nicht gut genug für Lily zu sein und hält sich von ihr fern. Colleen Hoover ist es wieder einmal gelungen spannende Charakter zu erschaffen und mit ihnen eine schöne, aber auch traurige Geschichte zu erzählen. Mir haben die Nebenprotagonisten auch sehr gut gefallen. Sie runden die Geschichte an den richtigen Stellen ab und sind sehr sympathisch.

    Was für eine Geschichte in der nichts wirklich schwarz oder weiß ist. Insgesamt ist Colleen Hoover wieder einmal eine sehr gefühlvolle Geschichte gelungen. Die Figurenentwicklung hat mir sehe gut gefallen und war glaubhaft. Ihr Schreibstiel ist wie immer grandios. Man fliegt nur so über die Seiten und es gibt keine Längen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Lily erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, denn so hat man einen guten Einblick in ihre Gefühlswelt bekommen. Die Geschichte von ihr und Atlas erfährt man aus Tagebucheinträgen, was ich eine sehr schöne Idee fand. Für Menschen die häusliche Gewalt erlebt haben, ist das Buch vielleicht nicht zu empfehlen oder gerade deshalb. Das muss jeder für sich entscheiden. Mir hat das Nachwort der Autorin sehr gut gefallen und ich bedanke mich herzlich bei Colleen Hoover, das sie uns mit auf diese schwere Reise genommen hat.

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    janein
  • 5 Sterne

    Büchersüchtiges Herz, 09.02.2018

    Als Buch bewertet

    INHALT:
    Als Lilys Vater stirbt, kochen so einige Gefühle in ihr hoch. Sie lernt dann jedoch Ryle kennen, der scheinbar für einen traumhaften Neuanfang steht. Bald hat Lily ein neues Leben, neue Freunde und endlich einen eigenen Laden. Doch dann holt sie die Vergangenheit von allen Seiten wieder ein. Plötzlich tritt auch Atlas wieder in ihr Leben, jemand, der ihr in der Vergangenheit viel bedeutet hat...

    MEINUNG:
    Ich muss gestehen, dass ich einer der Spätzünder bin, was Colleen Hoover angeht. "Weil ich Layken liebe" konnte mich damals nicht so richtig überzeugen, also hielt ich zuerst Abstand. Ich bin aber froh, dass ich es später nochmal mit einem anderen Buch probierte, denn ich bin der Autorin mittlerweile total verfallen.
    Auch "Nur noch ein einziges Mal" konnte mich von der ersten Seite an gefangen nehmen. Ich sehe immer davon ab, den Klappentext zu lesen, da ein Buch am besten auf mich wirkt, wenn ich ohne Vorahnungen rangehe.
    So war es auch in diesem Fall. Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt und habe die Seiten regelrecht inhaliert. Colleen Hoover schreibt so flüssig, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Ihre Figuren sind liebenswert und wirken so echt, als wäre man mitten in der Geschichte und hätte neue Freunde gefunden.
    Ich mag Bücher, die ernste Themen behandeln und den Menschen da draußen näher bringen. Das ist wichtig und sorgt für mehr Verständnis in der Welt. Die Autorin schafft es, ein sehr ernstes Thema zu verpacken und ein Stück verständlicher zu machen.
    Besonders gefesselt haben mich auch die Rückblicke. Ich empfand es als sehr gelungen, dass die Geschichte mehrere spannenden Schienen fuhr, die alle irgendwie zusammenhingen. Wir begleiten Lily dabei, wie sie damals Atlas kennen gelernt hat, wie etwas dramatisches passiert ist und gleichzeitig entdecken wir mit ihr im Jetzt ein neues Leben, eine neue Liebe, aber auch traurige und aufwühlende Wendungen. Das macht das Buch sehr vielfältig und abwechslungsreich, sodass mir keine Sekunde langweilig wurde.
    Colleen Hoover hat etwas an ihrem Schreibstil, dass einen an das Buch kettet, bis man es durchgelesen hat. Also vorsicht: Nehmt euch Zeit zum lesen, denn ihr werdet es nicht mehr aus der Hand legen können.

    FAZIT:
    Ein ernstes Buch, das unglaublich spannend und mitreißend geschrieben ist. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen!

    Rockt mein Herz mit 5 von 5 Punkten!

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    janein
  • 4 Sterne

    Nicis Buchecke, 27.01.2018

    Als eBook bewertet

    Ich habe von Colleen Hoover zuvor nur ein Buch gelesen und war durch den Klappentext durchaus neugierig geworden. "Nächstes Jahr am selben Tag" hatte mich total überwältigt und gefesselt und ich hoffte natürlich, dass dieser Roman das auch wieder schaffen würde. Was soll ich nun sagen ? Es fällt mir gerade nicht sehr leicht, denn das Nachwort hat verraten, dass dieser Roman autobiographische Elemente enthält. Das hat mich im Nachhinein alles nochmal mit anderen Augen sehen lassen. Aber trotz allem konnte mich der Roman nicht so erreichen, wie der erste den ich von Colleen Hoover gelesen habe. Woran das gelegen hat ? Ich kann es gar nicht genau benennen, vielleicht ist es der strukturelle Aufbau. Dem Leser wird die Geschichte aus der Perspektive von Lily geschildert, aber nicht nur auf diese Art, sondern auch als Tagebuchform der 16 jährigen Lily. Alles in allem ist es viel Lily und die Textauszüge aus ihrem früheren Tagebuch waren so gar nichts für mich. Irgendwie hatte ich gegen die junge Lily eine Abneigung, welche sich auch bei der älteren Lily immer wieder leicht zeigte. Es gab Szenen, welche mich wirklich fesselten und wo ich mit ihr fühlte. Andere Szenen ließen mich schnell vorwärtshetzen, damit ich erfuhr wie es weitergeht und endlich bestimmte Dinge hinter mir hatte. Man hüpft in den verschieden Zeitebenen hin- und her und so wird uns das nötige Hintergrundwissen der Vergangenheit vermittelt. Die beiden Männer im Leben der Hauptprotagonistin fand ich großartig. Ich weiß gar nicht, wen ich lieber mag. Ryle ist sympathisch und hat viele gute Seiten, aber auch Atlas hatte sich sofort in mein Herz geschlichen. In ihn hatte ich mich sogar ein bisschen verliebt und er ist einfach ein großartiger Charakter. Natürlich gab es auch bei beiden Männern Dinge, die ich zu idealisiert und perfekt fand. Aber diese Elemente konnte der Roman vertragen und störten nicht wirklich.
    Insgesamt fand ich den Plot großartig und Colleen Hoover vermittelt eine sehr wichtige moralische Botschaft. Es ist ein wichtiges Buch und auch auf seine Art wunderbar zu lesen. Ich kann es nur jedem wärmstens empfehlen und werde sicher weitere Bücher der Autorin lesen.

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    janein
  • 5 Sterne

    3 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Weinlachgummi, 11.12.2017

    Als Buch bewertet

    Die nackte Wahrheit, dieses Buch hat mich emotional total mitgenommen und wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Es hat auch meine Ansichten beeinflusst und mich gezwungen, mich mit meinen eigenen Einstellungen auseinanderzusetzen.

    So was wie schlechte Menschen gibt es nicht.
    Wir sind alle bloß Menschen, die manchmal schlimme Dinge tun.
    Seite 24

    Wie oft beginnt man ein Buch ohne genau zu wissen, was der Titel oder das Cover darüber aussagt. Umso mehr mag ich es, wenn man im Verlauf der Handlung bemerkt, wie sehr doch das Cover zum Buch passt und auch den Bezug zum Titel erkennen. Ich finde das Cover wirklich sehr passend, die zerbrochenen Blume passt einfach perfekt. Viele schätzen den Originaltitel it ends with us mehr als den deutschen, dies verstehe ich, weil er wirklich sehr gut passt. Aber ich finde, auch der deutsche passt zur Geschichte, auch wenn er einen bitteren Nachgeschmack für mich hat, der originale ist positiver und mutiger.

    Häusliche Gewalt ist kein einfaches Thema. Lily ist damit aufgewachsen und ist davon überzeugt, dass sie nie so in die Opferrolle fallen würde wie ihre Mutter. Doch als es zwischen ihr und Ryle zu einer prekären Situation kommt, werden ihre Überzeugungen auf eine harte Probe gestellt. Was macht man, wenn man den Mann, der einen verletzte, trotzdem noch liebt? Ist eine Frau gleich schwach und dumm, wenn sie nicht sofort das Weite sucht. Dies sind nur ein paar Fragen, die sich der Leser unweigerlich stellt, wenn er die Geschichte von Lily und Ryle liest. Aber es ist auch die Geschichte von Lily und Atlas, dem obdachlosen Jungen, dem sie als Teenager geholfen hat. Atlas, der so wenig hatte, aber Lily so viel gegen hat, bis er aus ihrem Leben verschwinden musste. Man merkt schon, die Geschichte ist alles andere als einfach.

    Ich habe davor noch kein Buch mit dieser Thematik gelesen. Umso interessanter fand ich es zu schauen, wie die Autorin dieses heikle und emotionale Thema umsetzt. Und ich finde, dies ist ihr sehr gut gelungen. Viel war für mich vorhersehbar, doch einige Szenen haben mich wirklich sehr überrascht und geschockt. Wie für Colleen Hoover Bücher üblich gab es wieder viele emotionale Momente. Gerade ab der zweiten Hälfte habe ich öfters feuchte Augen bekommen. Und bei dem ein oder anderen Satz bin ich auch ganz in Tränen ausgebrochen. Die Emotionen der Protagonisten kommen einfach so unglaublich gut beim Leser an. Sodass man so in die Geschichte abtauchen kann, dass sie einen kaum kalt lassen kann.

    Nur fünfzehn Minuten.
    Sie reichen, um einen Menschen zu zerstören.
    Und um einen Menschen zu retten.
    Seite 393

    Lily ist eine selbstbewusste junge Frau, wir lernen Sie kurz nach der Beerdigung ihres Vaters kennen. Gleich zu Beginn trifft sie auf Ryle, der angehende Neurochirurg ist sofort begeistert von ihr. Doch er ist sehr ehrgeizig und möchte keine Beziehung. Doch durch Lily ändern sich seine Prioritäten und er möchte sich auf eine Beziehung mit ihr einlassen. Als eine Art Tagebuch hat Lily früher Briefe an eine Show Moderatorin geschrieben, durch diese erfahren wir von ihr und Atlas. Atlas ist ein Obdachloser Junge, um den sich Lily kümmerte. Zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft und noch mehr, doch muss er wieder aus ihrem Leben verschwinden. Durch die Einträge erfährt man aber auch, was Lily miterleben musste. Wie schlimm ihr Vater, ihre Mutter behandelt hat.

    Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit nicht wusste, welches Ende der Geschichte ich mir wünsche. Die Autorin schafft es, so überzeugen, die Gefühle der Protagonisten zu zeichnen, sodass ich es nicht geschafft habe Ryle zu hassen, und immer wieder auch Mitleid mit ihm hatte. Genauso wie natürlich mit Lily. Es gibt Dinge, die kann man einfach nicht verzeihen. Und doch tat er mir stellenweise so unglaublich leid. Mich hat die Geschichte wirklich sehr bewegt und wird mir auch noch länger im Gedächtnis bleiben. Auch, weil sie mir mal wieder vor Augen führt, es gibt nicht immer nur schwarz und weiß, sondern auch ganz viel grau.

    Vielleicht tut nicht das, was der andere einem angetan hat,
    am meisten weg, sondern die Liebe zu ihm.
    Ohne diese Liebe wäre der Schmerz sicher leichter zu ertragen.
    Seite 351

    Lily und Atlas sagen sich oft einfach schwimmen schwimmen schwimmen (Findet Nemo) als Mantra zum Durchhalten. Ich habe das selbst auch schon gemacht und die Worte im gleichen Sinn genutzt. Aber nicht nur dadurch entstand eine Verbundenheit mit der Protagonistin. Auch so konnte ich mich in einigen Dingen, gut mit ihr identifizieren. Ihre Gedanken und Gefühle waren für mich sehr gut nachvollziehbar. Vermutlich auch, weil ich einiges durch eigene Erfahrungen nachvollziehen konnte. Lily ist für mich eine richtig starke und mutige Protagonistin.

    Es gibt auch ein Nachwort der Autorin, auch dieses hat mich bewegt. Schon die Widmung des Buches hat mich irritiert und das Nachwort hat dann meinen Verdacht bestätigt. Dadurch gewinnt das Buch noch mal an mehr tiefe für mich


    Fazit:
    Als hätte die Autorin mein Herz in der Hand und mit jeder weiteren Seite, schließen sich die Hand immer mehr. Bis sie es am Ende zerdrückt.
    Schon Love and Confess von Collen Hoover hat mich emotional aufgewühlt zurückgelassen, doch ist es kein Vergleich zu Nur noch ein einziges Mal.
    Häusliche Gewalt ist kein einfaches Thema und doch schafft es die Autorin diese Thematik auf so eine überzeugende und vielschichtige Art in die Geschichte einfließen zu lassen.
    Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, Atlas bliebt für mich zwar etwas blass, dafür konnte ich mir Ryle und Lily sehr gut vorstellen, als wären sie reale Menschen.
    Sehr berührend.
    Und gehört zu meinen Top 3 Büchern 2017

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nina´s heart is, where books are, 29.12.2017

    Als eBook bewertet

    Nur noch ein einziges Mal hätte seinen englischen Titel It end´s with us behalten sollen, denn der Titel passt viel besser zum Buch... ebenso ist der Klappentext dem Buch überhaupt nicht würdig ...

    Der Schreibstil ist locker , modern, flüssig , die Geschichte, für die ich keine Worte finde, hat mich so gefesselt, das ich in wenigen Stunden das Buch zu Ende hatte :(

    Ich kann nicht in Worte fassen, was ich beim lesen gefühlt habe, was ich gedacht habe..

    .. ich habe geweint, weil es Dinge gab, die ich nicht akzeptieren wollte, wo ich dachte, nein! das darf einfach nicht so sein ..

    .. ich habe geweint für, wegen und mit Lily, Atlas und Ryle ...

    ... ich habe die Geschichte verstanden, obwohl ich dachte, ich könnte es nicht ...

    ... Es tut mir Leid, ich kann euch nicht mehr sagen , ihr müsst es selbt lesen und ihr müsst dieses Buch am besten lesen ohne den Klappentext vorher zu lesen und erst dann, wenn ihr alleine seit und euch nur auf das Buch konzentrieren könnt .

    Colleen Hoover hat mich wieder fix und fertig gemacht und mit viel zu vielen Gedanken zurückgelassen ...


    Macht´s gut <3

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    janein
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