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Frische Herbstluft tanken!

Egal ob spazieren, walken oder waldbaden: Jetzt heißt es raus in die Natur und das Immunsystem auf Trab bringen

Schlechtes Wetter gibt es nicht: Genießen Sie den Herbst draußen und tanken Sie Vitamin D

Bereit für ein Fremdwort? Gut! „Promenadologie“ ist die Wissenschaft vom Spazierengehen. Zwei Spaziergangsforscher gibt es in Deutschland. Das hört sich ein klein wenig lustig an, aber eine Runde drehen wir immer gern: Das war schon zu Omas Zeiten so, Stichwort: Sonntagsspaziergang. Und auch die Instagram-Generation (#spazierengehen) ist gerne draußen unterwegs, denn „Sitzen ist das neue Rauchen“. In Los Angeles gibt es sogar professionelle Walker, die für 30 Dollar die Stunde mit Leuten spazieren gehen! Und wer an die Umwelt denkt, sammelt beim Laufen oder Joggen gleich noch Müll mit ein (dieser Trend nennt sich dann #plogging). Aber wer in diesen Tagen über Wiesen oder durch den Wald spaziert, der weiß auch so – ganz ohne Trend – wie gut das tut!

Schuhe schnüren und los!

Fit in 3.000 Schritten

Warum Spazierengehen so beliebt ist? Ganz einfach, man braucht nicht viel: passende Kleidung und Motivation sind das allerwichtigste. Gesund für Körper und Seele ist es außerdem! An sonnigen Herbsttagen füllt man zum Beispiel ganz nebenbei die wichtigen Vitamin D-Reserven auf. Die sind essentiell für gesunde Knochen und Muskelkraft und der Körper kann das Vitamin mit Hilfe von Sonnenlicht selbst produzieren. Dafür genügt es schon Hände, Gesicht und Teile von Armen und Beinen 15 bis 25 Minuten am Tag von der Sonne bestrahlen zu lassen. Wissenschaftliche Studien beweisen zudem, dass schon 2 bis 3 Kilometer zu Fuß täglich Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Also etwa 3.000 Schritte.

Ideal freilich sind 10.000 Schritte am Tag. Das ist für Berufstätige natürlich eine Herausforderung, aber öfter mal die Treppe nehmen oder ein Spaziergang in der Mittagspause sind schon ein guter Anfang. Fitnessprofis haben Laufbänder unter ihrem Schreibtisch und laufen beim Arbeiten (dank höhenverstellbarem Schreibtisch). Aber, wenn man mal ehrlich ist: Ein Spaziergang in der Natur macht doch mehr Freude als das Laufband. Prinzipiell geht ein Spaziergang bei jeder Temperatur - es gibt, wie ein Sprichwort so schön sagt, kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung dafür. Und Thermowäsche und wasserabweisende Jacken, Hosen und Handschuhe helfen auf alle Fälle gegen nassfeuchten Lauffrust. Selbstgestrickte Pullover, Mützen oder Armstulpen wärmen und sehen dazu noch herrlich herbstlich aus.

Frischluft ist gut, Waldluft ist besser

Insbesondere die Waldluft hat es in sich - im positiven Sinne. Wie Forscher herausgefunden haben, ist die Waldluft nicht nur besonders sauerstoffreich, sondern durch die dort wachsenden Bäume und Pflanzen auch besonders gesund:

  • Die Luft enthält bioaktive Wirkstoffe (Terpene), die besonders gut fürs Immunsystem sind.
  • Die von Waldbächen feuchtere Luft ist besonders sauerstoffreich und hilft auch unseren Flimmerhärchen in der Nase.
  • Im Waldboden befinden sich pilzartige Bakterien, die unsere Abwehrkräfte trainieren und wie ein natürliches Antidepressivum wirken. Sie können den Körper zur Produktion von sog. „Killerzellen” anregen und die wirken sogar gegen Krebs!

Nicht umsonst ist der Waldspaziergang besonders beliebt. In China ist „Senlinyo“, der Marsch durch den Wald, eine jahrtausendealte Tradition. Die Japaner nennen das Ritual „Shinrin Yoku“ – Baden in Waldluft. Gerade jetzt im Herbst mit seiner bunten Laubpracht ist „das Waldbaden” besonders schön. Im Wald mit rauschenden Bäumen, zwitschernden Vögeln und rauschenden Bächen entschleunigen wir und kommen zu Kräften. Übrigens: Ein Spaziergang durch den Wald ist dann besonders gesund, wenn man länger aus- als einatmet. Und dabei die Gedanken einfach schweifen lässt, statt zu grübeln.

Wussten Sie schon? Auf der Ostseeinsel Usedom gibt es den ersten Heilwald. Die gesunde Waldluft des Kiefern- und Buchenwaldes und das gesunde Meerklima helfen besonders Patienten mit Lungenkrankheiten. In den USA, aber auch der Universität Rostock werden nun sogar die ersten Waldtherapeuten ausgebildet! Erstaunliche neue Erkenntnisse über Bäume hat übrigens der Förster Peter Wohlleben in seinem Sachbuch-Bestseller „Das geheime Leben der Bäume“ aufgedeckt. „Wenn man im richtigen Moment genau hinguckt, kann man viele faszinierende Dinge und Geheimnisse entdecken, zum Beispiel, dass sich Bäume wie wir Menschen um ihren Nachwuchs kümmern“, so Wohlleben. Er zeigt auf: Sie kommunizieren miteinander, versorgen alte und kranke Nachbarn, haben ein Gedächtnis und sogar Empfindungen.

Besonders schön und auch wichtig sind Spaziergänge mit unseren Kindern. Die lieben Kleinen meckern ja gern, wenn sie das Wort „spazierengehen“ hören. Aber einmal eingepackt und rausgescheucht, kann ein Spaziergang mit ihnen zur echten Entdeckungsreise werden: Stöcke, Zapfen und Blätter sammeln, Tierspuren folgen, Pflanzen bestimmen und Verstecken spielen – gerade der Wald kann ein großes Abenteuer sein.

Pilzjahr mit Hindernissen

Der trockene Sommer wird die Pilzsuche dieses Jahr schwierig machen, meinen Experten. Aber prinzipiell finden sich im Wald über 200.000 Pilzarten. Steinpilze, Milchlinge und Reizker gehören zu den bevorzugten Pilzarten der Sammler. An Waldrändern und Waldwegen wachsen Pilze besonders gerne. Aber Pilzfreunde sollten aufpassen: Oft werden essbare Pilze mit hochgiftigen Pilzen wie den tödlichen Knollenblätterpilzen verwechselt, die den Champignons zum Verwechseln ähnlich aussehen. Also nicht ohne Expertenhilfe Pilze essen, wie es die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) rät! Pilz-Apps helfen auch unterwegs, die Pilze zu unterscheiden.

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Power Walk

Wer das Schöne mit dem Nützlichen verbinden will, setzt gern auf Walking. Der große Hype ist zwar schon einige Jahre vorbei, aber gerade für Leute, die nicht (mehr) joggen, ist Walking der perfekte Ersatz: Es schont die Gelenke und bringt den Kreislauf schnell auf Trab. Walker und Spaziergänger unterscheiden sich nicht nur durch Outfit und Walking-Stöcke voneinander. Es ist vor allem die Geschwindigkeit: Zügig gehen, heißt das Stichwort. Bei professionellen Walkern sieht das Nicht-Rennen-Dürfen zwar etwas putzig aus, aber der Freizeit-Walker muss sich nicht ganz so beeilen. Normale Spaziergänger legen 3 bis 5 Kilometer die Stunde zurück, der Walker etwas mehr. Für Walker wie Spaziergänger mit sportlichem Ehrgeiz gilt: Sobald es hügelig wird oder der Untergrund weicher wird, verbrennt man mehr Kalorien - ein Strandspaziergang kann einen ganz schön aus der Puste bringen. Und vom Wandern oder gar kraxeln müssen wir hier gar nicht sprechen.

Gut sitzendes Schuhwerk ist ein Muss!

Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte immer auf bequeme, nicht rutschende Schuhe achten, die wetterfest sind und nirgendwo drücken. Ideal sind Schuhe, die sich dem Untergrund anpassen. Besonders dann, wenn wir im Wald spazieren gehen wollen, kann es lohnenswert sein, einen Schuh speziell für weichen Untergrund zu erwerben, sogenannte Waldläufer. Was für eine tragende Rolle unsere Füße spielen, wie Sie sie pflegen und die passenden Schuhe finden lesen sie übrigens hier: Laufen wie auf Wolken.