Nachhaltig leben
vor einer Woche
Nachhaltig leben

Gipfelstürmer

Herbstzeit ist Wanderzeit

Wandern macht glücklich! Besonders der Herbst ist bestens dafür geeignet. Nutzen Sie die kommenden goldenen Herbsttage, um draußen in der Natur Kraft zu tanken und den einen oder anderen Gipfel zu erklimmen!

Der Trend Wandern

Es sind nicht nur aktive Senioren, die sich dem Wandertrend verschrieben haben. Wandern zählt mittlerweile zum Lifestyle für Menschen jeden Alters. Nach dem Radfahren und Schwimmen ist Wandern die drittliebste Outdoor-Sportart der Deutschen. Unglaubliche 32,28 Millionen Deutsche ab 14 Jahre gaben bei einer aktuellen Umfrage an, der Wanderlust „ab und zu“ zu frönen (www.statista.com 2019). Mehr als 7 Millionen Deutsche wandern sogar häufig. Sage und schreibe 378 Millionen Wandertouren werden jährlich unternommen, hat der deutsche Wanderverband gezählt.

Die Qual der Wahl

Bevor Sie sich aufmachen, um auf Schusters Rappen die Welt zu entdecken, gilt es, die passende Wanderroute zu finden. Dabei ist die Auswahl schier unendlich: Gut 200.000 Kilometer befestigte Wanderwege bieten sich zwischen Flensburg und Füssen. Ob duch eine wilde Klamm, hoch die Berge hinauf oder entlang an Flüssen und Seen. Wichtig, damit Sie auch Spaß am Outdoor-Erlebnis haben: Am besten orientieren Sie sich an Ihrem Konditionszustand und Ihren körperlichen Voraussetzungen. Grundsätzlich gilt: je anspruchsvoller die Wandertour, desto besser muss Ihre Kondition sein. Wählen Sie daher lieber eine leichtere oder mittlere Tour, bevor Sie sich überanstrengen und gesundheitliche Risken eingehen! Lassen Sie sich bei Ihrer Wahl von unserer vielseitigen Wanderliteratur inspirieren. In den beliebten Wanderführern wie „Mystische Pfade in Deutschland“, „Reise nach Tirol“, „Südtirol“ oder „Wandertouren für Senioren“, finden Sie eine Vielzahl an Wanderwegen und Gipfeltouren für jeden Geschmack.

Vor Ort aktuell informiert

Hat die Hütte Ihrer Wahl geöffnet? Gibt es unerwartete Hindernisse? Wie wird das Wetter? Um vor Ihrer Wanderung auf dem aktuellsten Stand informiert zu sein, lohnt sich auch ein Blick auf relevante Wanderseiten im Internet. Einen sehr guten Überblick zu Wanderungen in Deutschland finden Sie hier. Wenn es Sie in die Ferne nach Tirol oder Südtirol zieht, sollten Sie sich diesen Tiroler Wander-Guide oder die Übersicht zu den schönsten Südtiroler Wandertouren nicht entgehen lassen.

Der Berg ruft: Nützliche Tipps vom Wanderrucksack über die Wanderausrüstung bis zum Schrittzähler

Ist Ihre Tour erst einmal gewählt, geht es an das richtige Einpacken Ihres Rucksacks, der im Idealfall leicht und aus wasserfestem Material sein sollte. Neben einer herzhaften und energiespendenden Marschverpflegung wie belegten Broten, frischem Obst und Gemüse darf auch eine Trinkflasche in keinem Rucksack fehlen. Verzichten Sie beim Wandern auf süße und leicht verderbliche Speisen sowie auf kohlensäurehaltige Getränke. Aktuelle Wanderkarten und Wanderführer sollten ebenso eingepackt werden wie ein Erste-Hilfe-Set. Denken Sie dabei auch an Blasenpflaster!

Vor allem neue Wanderschuhe machen empfindliche Füße anfällig für schmerzhafte Blasen. Gehen Sie diese deshalb am besten schon vor Ihrer ersten Wanderung zu Hause ein. Optimal am Fuß sitzende Wandersocken helfen zusätzlich, Blasen zu vermeiden und die Wanderfreude zu erhöhen. Zuguterletzt erweisen sich auch Trekkingstöcke für Wanderer jeglichen Alters als hilfreiche Begleiter. Damit erhöhen Sie auf rutschigem Untergrund Ihre Geh- und Trittsicherheit und schonen beim Bergabgehen Ihre Gelenke.

Inspirationen für schöne Bergziele: Wandkalender zeigen faszinierende Bergwelten.

Ideale Ausrüstung für Wanderer

Was Sie sonst noch brauchen, um wandertechnisch ideal gekleidet zu sein, hängt neben der Wetterlage vor allem davon ab, wo Sie unterwegs sind. Nie verkehrt ist es, wenn Sie folgende Punkte beherzigen:

  1. Atmungsaktive Wäsche, vom T-Shirt bis zur wetterfesten Wanderjacke
  2. Eine bequeme, ebenfalls atmungsaktive Wanderhose 3.Rutschfeste Wanderschuhe – im alpinen Gelände sind knöchelhohe Wanderschuhe mit sehr gutem Profil ein Muss
  3. Wasserfeste, leichte Handschuhe an kühleren Tagen oder in höheren Lagen
  4. Eine Kappe oder Mütze bei Sonne oder kühleren Temperaturen
  5. Je nach Jahreszeit und Wetter kann ein Mückenschutz sinnvoll sein
  6. Ein Regenschutz für den Notfall
  7. Auch im Herbst, vor allem im alpinen Gelände, an Sonnenschutz denken

Halten Sie die Augen offen

Neben markierten Wanderwegen, einer aktuellen Wanderkarte, dem guten, alten Kompass oder einer modernen Wander-App auf Ihrem Smartphone, gibt es noch viele weitere und einfache Möglichkeiten, um sich im Wald oder freien Gelände problemlos orientieren zu können. Die meisten Wanderer verirren sich einfach deshalb, weil sie nicht gut genug auf ihre Umgebung achten. Halten Sie deshalb beim Wandern Ihre Augen offen.

  • Merken Sie sich markante Bäume, Gebäude oder andere Besonderheiten.
  • Merken Sie sich, aus welcher Richtung Sie gekommen sind und drehen Sie sich beim Wandern ab und zu einmal um, damit Sie Ihre Umgebung aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen können.
  • Wenn es wenig oder keine auffällige Orientierungspunkte gibt, bringen Sie selbst in regelmäßigen Abständen Markierungen an. Verwenden Sie dazu Steine oder Äste und legen Sie diese an auffälligen Stellen oder in ungewöhnlichen Formationen ab.

Hüttengaudi und Hüttenregeln

Eine Wanderung in den Bergen ist untrennbar mit einer zünftigen Hütteneinkehr verbunden.

  • Beachten Sie dabei bitte, dass die zum Großteil einfach geführten nur nur saisonal geöffneten Hütten eher selten über WLAN oder Kartenlesegeräte verfügen, da oft genug der Strom aus dem Generator kommt und gut eingeteilt wird.
  • Nehmen Sie deshalb genügend Bargeld mit, wenn Sie auf Wanderschaft gehen.
  • Auch wenn Sie Ihr Smartphone oder andere elektronische Geräte aufladen wollen, fragen Sie vorher um Erlaubnis.
  • Sollten Sie auf einer Hütte Ihre selbst mitgebrachte Jause verspeisen, so nehmen Sie Verpackung und andere Überreste Ihrer Jause wieder mit ins Tal.
  • Für Wanderer, die mit ihrem Hund unterwegs sind, empfiehlt es sich, die Hüttenbetreiber vor dem geplanten Besuch zu fragen, ob auch der vierbeinige Liebling willkommen ist.
  • Bei Übernachtungen auf einer Hütte erwarten Sie in der Regel einfache Mehrbettzimmer.
  • Denken Sie beim Duschen auch an andere Hüttengäste, die Warmwasser vermutlich ebenso zu schätzen wissen wie Sie.

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Dos & don'ts für Berg-Tourer

Respektieren Sie die Natur und verhalten Sie sich verantwortungsvoll und nachhaltig.

  • Ist eine Anreise zu Ihrer Wanderroute nötig, wählen Sie nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel.
  • Vermeiden Sie Lärm in der Natur, um die Tierwelt nicht zu stören.
  • Achten Sie auf die Pflanzenwelt, indem Sie nicht gemähte Wiesen umgehen oder seltene Pflanzenarten nicht mit nach Hause nehmen.
  • Wenn Sie mit Ihrem Hund wandern, halten Sie bei Weidetieren Abstand, um diese nicht in Aufregung zu versetzen.
  • Hinterlassen Sie unterwegs keinen Müll, sondern nehmen Sie diesen in Ihrem Rucksack wieder mit nach Hause.

Notfallplan

Der Notfallplan für den Fall der Fälle! Bevor Sie zu einer Wanderung aufbrechen: informieren Sie jemanden aus Ihrer Familie oder Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis darüber, wo Sie wann unterwegs sind.