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Frohe Ostern
vor 2 Monate
Frohe Ostern

Liebgewonnene Osterbräuche

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Ei, wer bewacht denn da das bunte Nest? Der Osterhase ist an Ostern nicht wegzudenken.

Ostern feiern mit vielen schönen Traditionen

"Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick, im Tale grünet Hoffnungsglück." So beginnt das wohl bekannteste Ostergedicht – der „Osterspaziergang“ (1804) von Johann Wolfgang von Goethe. Während der weltberühmte Dichter vor allem das Erwachen der Natur zum Frühlingsbeginn beschreibt, geht der eigentliche Osterspaziergang auf ein christliches Ereignis zurück: auf den Gang von Jesus’ Jüngern nach Emmaus, dem sich Jesus nach seiner Auferstehung unerkannt angeschlossen hatte.

Der sogenannte Emmausgang ist vor allem in Süddeutschland und Österreich ein traditioneller Osterbrauch, aber auch andernorts ist ein besinnlicher Spaziergang am Ostersonntag eine beliebte Beschäftigung, wenn auch eher, um die zusätzlichen Pfunde durch Osterlamm und Schokohasen wieder loszuwerden. Familien mit kleinen Kindern können den Spaziergang etwas aufpeppen, indem sie noch ein paar verspätete Ostereier verstecken. Gerade im Wald finden sich dafür die tollsten Gelegenheiten und bei den Kleinen wird die Motivation gesteigert, noch ein Stückchen weiterzugehen.

Ostern und seine Tiere

Kaum ein anderes christliches Fest steckt so voller Bräuche und Traditionen wie Ostern. Aber durchaus nicht alle haben einen religiösen Hintergrund. Warum, zum Beispiel, bringt ausgerechnet ein Hase die Eier, wo er doch erwiesenermaßen keine legen kann? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Ursprünglich war das Lamm das Symboltier des Osterfestes. Ein misslungenes Ostergebäck – so sagen manche – sah aber einem Hasen ähnlicher und so sei dieser zu seiner neuen Aufgabe als Osterhase gekommen.

Osterlamm backen

Das Osterlamm hat übrigens auch eine Wandlung erfahren. Im frühen Christentum handelte es sich dabei um ein Opferlamm, das unter den Altar gelegt und geweiht wurde. Es diente als erste Mahlzeit am Ostersonntag, dem Tag der Auferstehung. Heute verstehen die meisten unter einem Osterlamm einen leckeren Kuchen aus Rührteig, der in einer Lamm-Form gebacken und am Schluss mit Puderzucker bestäubt wird:

Osterlamm-Rezept: Das „durstige“ Osterlamm (saftig mit Organgensaft)

Zutaten
Für eine Lammform mit ca. 1 Liter Fassungsvermögen:

2 Eier
150 g weiche Butter (oder Margarine)
130 g Zucker (gesiebt) + Puderzucker zum Bestäuben
180 g Mehl
30 ml Orangensaft + 3 Esslöffel für später
70 g gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln oder Haselnüsse)
1 gestr. TL Backpulver
1 Packung Vanillezucker
1 Prise Salz
Zubereitung

Die zwei Hälften der Lammform fetten und mehlen und den Backofen auf 180 Grad (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Butter mit Zucker, Salz und Orangensaft schaumig schlagen. Die zwei Eier einzeln zugeben und weiterschlagen. Mehl mit Backpulver mischen und gemeinsam mit den gemahlenen Haselnüssen unterrühren. Die Form nicht ganz bis unter den Rand füllen und auf ein Backblech im unteren Bereich stellen und ca. 45 Min backen.

Nach der Backzeit den Kuchen in der Form abkühlen lassen. Danach vorsichtig die Verschlüsse lösen und das Lamm aus der Form lösen. Dann mit einer Gabel, Stäbchen oder Zahnstocher 3 x Einstiche auf dem Lammkörper verteilen und mit jeweils einen Esslöffel Orangensaft übergießen. Zum Schluss das ausgekühlte Lamm mit Puderzucker bestäuben und nach eigenen Vorstellungen verzieren z.B. mit einer Schleife.

Tipp: Eine große Auswahl an Lammformen und andere österliche Backformen finden Sie hier.

Österlich Schönes bei Weltbild entdecken

Mit frischen Blüten und Blättern dekoriert, sorgt ein Kerzenkranz für stimmungsvolle Lichtblicke an Ostern.

Dekorative Frühlingsboten

Ein ganz und gar weltlicher Osterbrauch ist der Osterstrauch. Mit den ersten knospenden Zweigen holt man sich schlicht den Frühling ins Haus und hilft mit bunter Dekoration soweit nach, dass man sogar die Farben des Sommers bereits erahnen kann. Insbesondere farbig gestaltete Ostereier und kleine Figuren machen den Osterstrauß zu einem Eyecatcher. Auch Fensterbänke und Sideboards bekommen mit Häschen, Küken und Co. ihr österliches Finish. Hierfür gibt es zauberhafte Dekoartikel zum Kaufen und auch Selbstgebasteltes wie niedliche Osterhasen aus Toilettenpierrollen sorgen für Festtagsstimmung.

DIY-Tipp: Basteln mit den Kleinsten – Häschen aus Toilettenpierrollen

Die Toilettenpierrollen sollten zunächst von Erwachsenen mit weißer Wandfarbe grundiert werden. Dann können die Kinder übernehmen: Die Rollen werden einfarbig mit Tusche bemalt. Leuchtende Farben machen besonders viel Spaß! Für die Augen werden weiße Kreise ausgeschnitten, eine schwarze Pupille aufgemalt und aufgeklebt. Als Ohren kommen bunte Geschenkbänder zum Einsatz, die als Schlaufe aufgeklebt werden. Je fester das Band, umso besser stehen die Ohren, aber auch ein Schlappohrhase ist niedlich! Ein kleiner Seidenpapierknüddel dient als Nase und ein paar Seidenpapierstreifen als Schnurrhaare. Fertig!

Hier geht's heiß her

Die Tradition des Osterfeuers hat sowohl einen christlichen als auch einen heidnischen Ursprung. Im christlichen Glauben steht das Osterfeuer für die Auferstehung Jesu. Nach heidnischem Brauch wird damit der Winter vertrieben. Der Termin für das Osterfeuer variiert deutschlandweit: Viele entzünden es am Karsamstag, es gibt aber auch Regionen, in denen es erst am Ostersonntag oder Ostermontag brennt.

Wenn Sie selbst ein Osterfeuer für die Familie oder Nachbarschaft organisieren, sollten Sie ein paar Grundsätze beachten:

  • Den Holzhaufen erst aufbauen, kurz bevor das Feuer entzündet wird, damit sich keine Tiere wie Igel, Mäuse und Vögel darin verstecken können.
  • Halten Sie ausreichend Abstand (mindestens 50 m) zu Gebäuden, Bäumen, Hecken und Straßen.
  • Größere Osterfeuer unbedingt rechtzeitig (einige Wochen vorher) bei der zuständigen Behörde anmelden. Sonst kommt eventuell die Feuerwehr.
  • Nach dem Ausbrennen des Feuers muss eine Feuerwache bei der Glut bleiben. Alternativ wird die Glut idealerweise mit Sand erstickt.