Donuts - eine runde Sache für alle Genießer

Früher kannten wir ihn nur als das Hauptnahrungsmittel von Homer Simpson oder aus amerikanischen Polizeiserien: den Donut. Heute ist das süße runde Ding aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Alle lieben ihn und er ist immer mehr im Kommen. Denn ein Donut ist das optimale Gebäck für alle Leckermäulchen. Ob als süßer Snack für zwischendurch, als kleines Powerfrühstück zum großen Kaffee oder als eigenwilliges Dessert. Donuts sind ein universales Gebäck. Für Puristen gibt es ihn einfach nur mit Puderzucker. Für alle anderen kommt er mit Glasuren aus Zuckerguss und manchmal auch aus Schoko daher - bestreut mit bunten Streuseln oder kandierten Nusssplittern. Man kann ihn auch mit Füllung genießen, die ist dann aus Creme, Schokolade oder Marmelade. Ganz egal wie, ob im Miniformat oder in der Größe eines Brötchens – für jeden Genießer haben die beliebten Teigkringel etwas zu bieten.

Aber man kann Donuts nicht nur essen. Ihre eigenwillige Optik ist ein echter Hingucker. Die weiche, runde Form und die leckeren Pastelltöne lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Außerdem machen sie einfach gute Laune und erzeugen ein wohliges Gefühl, das einem vermittelt: Hier ist Genuss angesagt und ich kann die Seele baumeln lassen. Deshalb liegt Haushalts-Deko in Donut-Optik derzeit voll im Trend. Ob als Motiv auf farbenfrohen Schildern oder kuscheligen Handtüchern, ob als nicht nur originelles, sondern auch gemütliches Kissen oder gar als Schwimmreif, der Donut ist immer ein fröhlicher Farbtupfer.

Woher kommt eigentlich das Loch im Donut

Apropos eigentümliche Optik. Wo kommt die eigentlich her? Und was bedeutet der merkwürdige Name? Erfunden wurde der Donut in den USA, von holländischen Einwanderern. Die Ur-Donuts hatten noch kein Loch. Es waren schlicht Bällchen aus süßem Teig, die in heißem Öl knusprig frittiert wurden. Man nannte sie auch noch nicht Donuts, sondern „Olykoeks“. Auf Deutsch heißt das „Ölige Kuchen“. Zum Donut wurden sie erst im Laufe der Zeit. In den frühen Rezepten, die damals kursierten, hieß es, man solle den Teig zu kleinen Nüssen zusammenrollen. Im englischen heißt Teig „dough“ und Nuss „nut“ – daraus entstand „Doughnut“, zu Deutsch: Teignuss. Im Laufe der Zeit wurde das Wort dann zu dem heute bekannten„Donut" zusammengeschrumpft.

Seine heutige Form verdankt der Teigkringel einer Dame namens Elisabeth Gregory. Im 19. Jahrhundert hatte sie die Idee, Nüsse in die Mitte des Teigballes zu drücken. Das hatte nichts mit dem Namen der Backware zu tun, sondern mit einem Problem, das das Gebäck hatte. Aufgrund der kugelrunden Form, wurde der Teig nie ganz durchgebacken und blieb innen weich. Das mochte ihr Sohn Hanson gar nicht, dem sie stets einen großen Vorrat Donuts mitgab, wenn dieser zur See fuhr. Er war nämlich Kapitän auf einem Frachtschiff. Dummerweise mochte er die Nüsse auch nicht. Also drückte er sie heraus. Was übrigblieb war der Teigkringel mit Loch, den wir heute alle so sehr lieben.

Der Kult um den Donut

Seither ist ein wahrer Kult um den leckeren Teigkringel entstanden. In einer Konditorei im kalifornischen Santa Monica kann man sogar einen XXL Donut mit einem Gewicht von 5 kg bestellen. Besonders beliebt ist der bei Bodybuildern, die gleich um die Ecke in einem Fitnessstudio trainieren. Als ob das nicht genug wäre, ist es auch möglich, gleich einen ganzen Turm aus diesen Mega-Donuts zu ordern. Den gibt es sogar als Hochzeitstorte.

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Kalorienbombe oder nicht

Das führt uns zum einzigen Wermutstropfen, den das Thema Donut birgt: Kalorien. Ein durchschnittlicher Donut ohne Glasur bringt es auf rund 200 kcal. Kommen Glasur, Füllung und Streusel hinzu, kann sich diese unerfreuliche Zahl leicht verdoppeln. Wer also kein Bodybuilder aus Santa Monica ist, sollte Donuts eher nicht zu seinem Hauptnahrungsmittel machen. Andererseits sind sie auch nicht schlimmer als die meisten anderen Schleckereien. Im Vergleich: Ein Berliner Pfannkuchen bringt es auf denselben Wert, eine Tafel Milchschokolade hat mehr als das Doppelte.

Rezeptidee für Donuts mit Apfelglasur

Wie macht man eigentlich einen Donut? Zunächst braucht man dazu einen speziellen Hefeteig, den man zu Kringeln formt. Ein leckeres Donuts-Grundrezept finden Sie hier.
Klassischerweise werden die runden Teigkringel frittiert. Wer keine Fritteuse besitzt, kann auch eine spezielle Backform nutzen. Damit lässt sich die Köstlichkeit auch im Ofen zubereiten. Im Anschluss glasiert und verziert man die gebackenen Donuts dann nach Lust und Laune.

Der Klassiker aus Amerika ist eine Apfelglasur auf dem Donut.

Dafür braucht man:

235 ml Cidre

250 g Puderzucker

15 ml Zuckersirup

Der Cidre wird ca. 10 Minuten lang auf die Hälfte reduziert. Danach gibt man den Puderzucker und den Sirup hinzu und rührt alles gründlich durch. Zu guter Letzt trägt man die Glasur mit einem Backpinsel auf. Fertig! Lassen Sie sich den runden Genuss schmecken!