Gratis lesen: Prickelnde Office Nights, Folge 24

Verführerisches von TV Beziehungscoach Paula Lambert: Folge 24 von Office Nights kostenlos entdecken

Beziehungsexpertin Paula Lambert, bekannt aus Sixx, hat erotische Kurzgeschichten unter dem Titel "Office Nights" verfasst. Sie erscheinen als eBooks im Label CLUB bei Harper Collins | © Foto Paula Lambert: sixx/Jens Koch

Achtung! Erotischer Lesestoff - vorab exklusiv im Weltbild Magazin

Paula Lambert, Beziehungscoach und Sexpertin, bekannt durch die Sendung "Paula kommt" auf dem Kanal sixx, hat erotische Kurzgeschichten verfasst. Exklusiv vorab können Sie die 28-teilige Reihe Office Nights online hier im Weltbild Magazin lesen. Die Geschichten sind jeweils 4 Wochen exklusiv und gratis verfügbar. Danach werden jeweils vier Kurzgeschichten in E-Bundles unter dem CLUB-Label von HarperCollins für 1,99 Euro angeboten. ACHTUNG, es erwartet Sie prickelnde Lektüre.

Verführerisch: Gewagtes Spiel

OFFICE NIGHTS ist eine 28-teilige Reihe erotischer Kurzgeschichten, die bei HarperCollins erscheinen werden. Diese können unabhängig voneinander oder am Stück gelesen werden. In jeder Folge wird sich die Protagonistin Stella einer anderen erotischen Herausforderung widmen – eine verführerischer als die andere.

Office Nights von Paula Lambert

Darum geht es: Stella Durigatti ist eine toughe Geschäftsfrau, die nicht nur ihre Angestellten, sondern auch sich selbst fest im Griff hat. Versagen ist für sie keine Option, Freizeit auch nicht. Lediglich für die Freitagsdinner mit ihrer Familie reißt sie sich vom Laptop los. Und obwohl sie behauptet, dieses Leben zu lieben, macht der Stress sich bei ihr langsam bemerkbar.

Eines Tages bekommt sie eine E-Mail von einem Fremden, der behauptet, sich um sie zu sorgen. Atlas, so nennt sich der Fremde, fordert sie zu einem gewagten Spiel heraus...

28 Folgen mit sinnlichem Lesestoff von Paula Lambert. Erotische Geschichten jede Woche in der Reihe Office Nights exklusiv und kostenlos vorab lesen nur im Weltbild Magazin.

Paula Lambert, Office Nights 24

Ein Reh auf der Landstraße erstarrt im Lichtkegel eines herannahenden Autos, weil es Gefahr wittert und gleichzeitig geblendet ist. Für einen meist zu langen Moment versteht es nicht, dass es mit einem einzigen Sprung zurück in den Wald sein Leben retten kann. Genau so geht es mir. Ich starre auf John Mackenzie und bin versucht, auf seine flehenden Blicke und seine Worte hereinzufallen. „Ich bin verliebt in dich“ zu sagen ist das Leichteste der Welt. Ich habe es selbst schon zu Menschen gesagt und gar nicht so gemeint. John Mackenzie hat mich monatelang belogen. Das kann ich ihm nicht verzeihen. Auch wenn mein Körper, dieser blöde, hungrige Körper, am liebsten das Handtuch wegreißen und ihn anspringen würde, um in seinen Armen zu zerfließen. Ab jetzt regiert wieder der Kopf.

„Es tut mir leid“, sage ich. „Ich kann nicht.“

Mackenzies ganze Körperspannung lässt plötzlich nach, und er sieht aus wie ein trauriger kleiner Junge. Pech gehabt. Als ich die Tür schließe, fühle ich mich das erste Mal seit langer Zeit wieder selbstbestimmt. Zumindest halbwegs. Ein Teil von mir hofft, dass Mackenzie sich nicht davon abhalten lässt und auf Knien um Vergebung bittet. Der andere Teil findet, dass er sich zum Teufel scheren kann. Als ich drei Minuten später die Tür noch einmal öffne, sehe ich, dass er genau das getan hat.

Am nächsten Morgen ist Alice vor mir da, obwohl es erst halb acht ist. Die ganze Zeit wirft sie mir sorgenvolle Blicke zu, bis ich endlich nachgebe und anfange zu heulen – nicht ein paar Tränchen, die mir elegant die Wange hinunterkullern, sondern das volle Paket inklusive Rotz, der aus der Nase fließt und roten, geschwollenen Augenlidern. Als ich fertig bin, hält sie mich im Arm, auf ihrer Bluse eine große Lache aus Salzwasser und verschmierter Wimperntusche. „Na, na“, sagt sie mit erschütterter Stimme. „Das wird schon wieder.“

„Nichts wird wieder“, schniefe ich. „Niemand will mit mir zusammen sein! Alle wollen mich nur benutzen. Weil ich gar keine Frau bin, sondern nur ein blöder Arbeitsroboter!“ Das letzte Wort jammere ich in höchster Lautstärke, weil ich es sonst nicht aus meiner geschwollenen Kehle herausbekommen hätte.

„Na, na“, sagt Alice wieder. „Was ist denn eigentlich passiert? Ich habe mir zwar so ein paar Sachen zusammengereimt, aber dann habe ich irgendwann den Überblick verloren.“ Wenigstens damit bin ich nicht allein.

Und so erzähle ich ihr alles. Von der ersten Mail über die anfänglichen Aufgaben und wie ich mich erst mit Giulio und dann mit Mackenzie eingelassen habe und wie aufregend mein Leben plötzlich war. Und wie viel mehr Spaß ich hatte. Ich erzähle ihr sogar von meinen Sexabenteuern, und als sie fragt, welches davon am schönsten war, ordne ich sie der Reihe nach. Meine Top drei sind:

Der Sex mit Giulio in der Mittagspause in dem Hotel um die Ecke.

Der Sex mit Mackenzie in New York.

Und auf Platz eins ganz klar die Nacht im Torturia. Wenn wir jetzt allein vom sexuellen Akt sprechen. Ich weiß nicht genau, was es war, aber die Mischung aus Spannung, Abenteuer und meiner Unkenntnis darüber, mit wem ich gerade Sex hatte, hat mich bis in die Haarspitzen mit einem unvorstellbar intensiven Gefühl der Lust erfüllt. Selbst wenn Atlas-Giulio-Mackenzie behauptet, er hätte es nicht geschafft, an jenem Abend in den Club zu kommen – es kann natürlich sein, dass er lügt.

„Willst du das denn gar nicht herausfinden?“, fragt Alice. „Ich meine, wer es war.“

„Doch“, sage ich, „eigentlich schon. Aber wie soll ich das hinkriegen? Die Nacht noch mal nachspielen kann ich ja wohl schlecht.“

„Wieso nicht? Die E-Mail-Adresse von Atlas hast du doch bestimmt noch. Im Grunde musst du nur um ein weiteres Treffen in diesem Laden bitten. Und dann schaust du ihm einfach ins Gesicht.“

Ich muss zugeben, dass die Idee durchaus ihren Reiz hat. Wer sagt eigentlich, dass ich mich nicht revanchieren darf? Mühsam ziehe ich die Nase hoch. „Meinst du?“

„Na klar!“ Alice klatscht in die Hände. „Los, mach es gleich! In diesem Zustand bist du nämlich nicht zu ertragen.“ Während sie das sagt, streichelt sie mir liebevoll über das Haar. Gutes Personal ist so wertvoll.

Lieber Atlas,

tippe ich,

ich weiß, dass ich dich gebeten habe, mich zukünftig in Ruhe zu lassen. Aber es gibt eine Sache, die mir immer noch im Kopf herumspukt. Das ist die Nacht im Torturia. Damals habe ich mich so lebendig gefühlt wie nie zuvor, und ehrlich gesagt glaube ich, dass eine Wiederholung der perfekte Abschluss für unser kleines Abenteuer ist. Ich wünsche mir das gleiche Programm wie damals, mit dem Unterschied, dass ich dir diesmal am Ende des Abends in die Augen sehen möchte. Das klingt nach einem fairen Deal, finde ich. Und irgendwie schuldest du mir noch was. Ich schicke dir Tag und Uhrzeit. Bitte sei pünktlich, ich bin es auch.

Wenn es damals weder Giulio noch Mackenzie waren, mit denen ich Sex hatte, werde ich es merken, weil das Erlebnis völlig anders sein wird. Aber wenn es doch einer der beiden war, werde ich das spüren. Ich könnte natürlich auch einfach fragen. Aber warum die Geschichte nicht mit einem Abenteuer zu Ende bringen? Danach kann ich wen auch immer endgültig in den Wind schießen.

Ein paar Tage später bringe ich meinen Wagen vor dem Torturia zum Stehen. Ich habe das gleiche Kleid an wie damals, weil mir der verrückte Gedanke gekommen ist, dass Atlas mich sonst vielleicht nicht erkennt. Bescheuert, ich weiß. Aber inzwischen bin ich lieber auf alles vorbereitet. Meine Schritte knirschen auf dem Kies, und als ich an der Eingangstür ankomme, bin ich kurz davor, wieder umzudrehen. So eine idiotische Idee. Was ist, wenn er nicht auftaucht? Was, wenn er meine Mails gar nicht gelesen hat? Eine Antwort habe ich nämlich nicht bekommen.

Am Empfang sitzt die gleiche Dame wie damals und sieht mich hocherfreut an. Offenbar habe ich Eindruck hinterlassen.

„Herzlich willkommen zurück“, sagt sie. „Britta, richtig?“

Für einen Moment bin ich verwirrt, aber dann fällt mir wieder ein, dass ich damals einen falschen Namen angegeben habe.

„Genau“, sage ich.

Mit einem Zwinkern winkt sie mich vorbei. „Viel Spaß.“ Ich bedanke mich höflich und trete ein.

Der Laden ist ein bisschen leerer als beim letzten Mal, aber das ist mir nur recht. Genau wie damals stelle ich mich erst mal an die Bar und bestelle einen Gin Tonic. Rechts an der Bar hockt eine Frau auf dem Schoß eines Mannes. Ich sehe nur ihren Rücken und manchmal, wenn sie den Kopf nach hinten wirft, ihre Nase und die Stirn. Den Bewegungen des Paares nach zu urteilen, steckt er in ihr drin. Ein wenig beneide ich sie. So eine einfache, sorglose Nummer wäre mir jetzt auch ganz recht.

Plötzlich schwingt ein Vorhang zur Seite. Genau wie beim letzten Mal tritt dieser gut gebaute, graumelierte Typ, von dem ich einmal gehofft hatte, dass er Atlas wäre, heraus und durchschreitet mit großen Schritten den Raum. Als er seinen Fuß auf den untersten Absatz der Treppe setzt, sehe ich, dass an seiner Lederhose eine Schlüsselkarte baumelt. Er ist also kein freilaufender Liebhaber, sondern nur ein Angestellter des Clubs. Dennoch folge ich ihm nach oben. Wenn ich dasselbe will wie beim letzten Mal, dann muss ich mich auch genau so verhalten.

Oben ist alles beim Alten. Der Mittelalterkram steht noch da, und tatsächlich lässt sich eine Kammerzofe mitten auf dem Flur gerade von zwei Burgherren lieben – die Szene fügt sich so perfekt in das Setting, dass ich lächeln muss, als ich mich vorbeischleiche. Ich erreiche die gleiche Tür wie beim letzten Mal, die halb angelehnt ist. Nur dass diesmal die Kerzen bereits brennen.

An meinem Rücken spüre ich einen kleinen Windhauch. Irgendjemand ist hinter mir. Aber ich drehe mich nicht um. Stattdessen atme ich noch einmal tief ein und aus und betrete den warm erleuchteten Raum.

Fortsetzung folgt

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Paula Lambert, Office Nights, erscheint bei HarperCollins. Weitere Titel aus der Reihe CLUB von Harper Collins finden Sie hier.