vor 6 Monate

„Schreibaholic“ aus Leidenschaft: Julia Kröhn

Sie haben schon einmal einen Roman verschlungen von Catherine Aurel, Kiera Brennan, Carla Federico, Sophia Cronberg oder Leah Cohn? Dann sind Sie Fan der Autorin Julia Kröhn und wussten es vielleicht gar nicht. Für die studierte Historikerin ist das Geschichtenerzählen ihre große Leidenschaft, „Berufung und nicht nur Beruf“ wie sie im Weltbild-Interview erzählt. Und sie ist ein echter „Schreibaholic“ mit enormem Output, hat unter verschiedenen Namen bislang über dreißig großteils historische Romane verfasst. Jetzt ist ihr neustes Werk „Das Modehaus“ erschienen, mit dem sie auf modische Zeitreise ins 20. Jahrhundert geht.

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In ihrem neuen Roman „Das Modehaus“ erzählt Julia Kröhn die Geschichte dreier Frauen und dreier Generationen: Von Fanny, die in den wilden 20er-Jahren als Modeschöpferin à la Coco Chanel durchstarten und das Modeimperium der Familie revolutionieren will. Von ihrer Tochter Lisbeth, die in den Nachkriegsjahren im zerbombten Frankfurt ums nackte Überleben und das des Modehauses ihrer Vorfahren kämpft. Und von Rieke, die 1971 vor dem Unternehmensbankrott und einer folgenschweren Entscheidung steht.

Vom verruchten Flapper-Girl zur perfekten Hausfrau

Die Mode ist immer Spiegel der Gesellschaft, in der Fanny, Lisbeth und Rieke leben: "Mit jeder großen gesellschaftlichen Entwicklung ging auch eine modische Entwicklung einher", erklärt Julia Kröhn im Interview. "In den zwanziger Jahren haben Frauen angefangen Kleider sehr kurz und sehr weit zu tragen. Es ging nicht mehr darum, die weiblichen Reize zu betonen, sondern auch darzustellen: Eine Frau ist ebenso fähig wie ein Mann. Sie kann auch im Beruf tätig sein, sie kann auch Sport ausüben", so Kröhn. Eine Kehrtwende bedeuteten dann die 50er-Jahre mit den klassischen Blütenkelchkleidern: "Das geht einher mit einer Entwicklung, in der die Frau wieder zurück an den Herd gedrängt wird… Man knüpfte wieder an an eine bürgerlich-spießige Lebenswelt und dementsprechend fiel dann auch die Mode plötzlich wieder spießiger aus."

In welcher Zeit Julia Kröhn - aus modischer Sicht - selbst gern gelebt hätte, wie wichtig ihr Mode privat ist und was ihre größte Modesünde war, verrät sie im Video-Interview:

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