7 Morde - 50 Jahre Haft - 1 Leben danach, Felix Hutt

7 Morde - 50 Jahre Haft - 1 Leben danach

Der "Mittagsmörder" Klaus G. Die wahre Geschichte eines Serientäters

Felix Hutt

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Kein Häftling saß länger ein in Deutschland und kam wieder frei: der "Mittagsmörder" Klaus G. Zwischen 1960 und 1965 erschoss er bei zwei Banküberfällen und drei Raubverbrechen fünf Menschen - zwei weitere Morde, die ihm zur Last gelegt wurden,...

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    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Zsadista, 28.10.2017

    „7 Morde, 50 Jahre Haft, 1 Leben danach“ ist die wahre Geschichte des „Mittagsmörders“ aus der Feder des Autors Felix Hutt.

    Auf rund 223 Seiten geht der Autor dem Leben des gewissenlosen Mörder und Räuber aus den 60iger Jahren nach.

    Für seine Verbrechen wird Klaus G. nach 50 Jahren aus der Haft entlassen und stimmt zu, dass Felix Hutt sein Leben in ein Buch fasst. Ob man so etwas eine Biografie nennen kann, weiß ich nicht. Für mich ist es eher ein Sachbericht aus der Sicht des Autors und des Täters.

    Anfangs war ich etwas unentschlossen mit dem Buch. Viel zu oft wurde mir auf die Mitleidsschiene gedrückt. Der arme Täter durfte 50 Jahre keine Sterne sehen, es wurde ihm 50 Jahre seines Lebens genommen. Tut mir leid, wenn ich da jetzt kein Mitleid zeigen kann, denn den ermordeten Menschen wurde weit mehr, als nur 50 Jahre ihres Lebens genommen.

    Vielmehr zeigt mir der Bericht auf, dass manche Täter nicht wieder in die Öffentlichkeit entlassen werden sollten. Auch bei Klaus G. wird immer wieder darauf hingewiesen, dass er an sich halten muss, damit er nicht wieder ausrastet. Für mich ist dieser Mensch einfach eine tickende Zeitbombe. Da glaube ich auch, es ist egal, ob die Öffentlichkeit den Gefängnisaufenthalt bezahlt oder das HartzIV das er bekommt.

    Mit den Berichten des „Mittagsmörders“ zwischen den Ausführungen des Autors wird auch klar gezeigt, dass er allen anderen, nur sich selbst nicht die Schuld gibt.

    Vor dem Buch wusste ich von dem Fall nichts. Also ist mir aus dem Buch wirklich alles neu und ich habe nach dem Lesen des Buches auch erst gegoogelt, worum es damals ging. Daher frage ich mich jetzt am Ende, warum der Autor den Nachnamen des Täters geheim gehalten hat. Man braucht nur „Mittagsmörder“ in google einzugeben und schon hat man den Nachnamen im Netz gefunden. Finde ich daher etwas unnötig, solche Geheimnisse um den kompletten Namen zu machen.

    Das Buch selbst hat seine Höhen und Tiefen. Fängt es mit der Mitleidsschiene an, ist der Großteil in der Mitte die emotionslose Schilderung des Täters über die Morde, wobei dies eben spannend ist und keineswegs langweilig. Kommen weiter hinten dann einige Längen. Vor allem bei der Verhandlung wird alles wiederholt.

    Die Story an sich ist soweit interessant, vor allem, weil es eben eine wahre Begebenheit ist. Es ist auch packend, den Vorgang aus der Tätersicht zu erleben. Trotzdem finde ich den Preis von fast 17 Euro zu rund 223 Seiten schon etwas sehr heftig.

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    janein

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