Das Supermolekül

Wie wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern
 
 
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Kommentare zu "Das Supermolekül"

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 29.05.2019

    Klappentext:
    „Man kann Brennstoffzellen für Autos mit ihm antreiben oder Minikraftwerke, die Wohnhäuser gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgen. Bereits heute werden mit ihm Ariane-Raketen ins Weltall geschossen und in Zukunft könnte er in Düsenflugzeugen das Kerosin
    ersetzen. Seine günstigen Eigenschaften als Speichermedium prädestinieren den Wasserstoff zum klimaneutralen Energieträger der Zukunft. Doch statt diese Technologie mit Hochdruck voranzutreiben, werden weiterhin Pipelines für Öl und Gas gelegt und durch
    giftiges Fracking noch das letzte Quäntchen Öl und Gas aus dem Bauch der Erde gepresst. Timm Kochs Analyse der Wasserstofftechnologie erklärt anschaulich den neuesten Stand der Technik und liefert überzeugende Argumente, wie Wasserstoff zum Zukunftsretter werden kann.“

    Klingt doch einleuchtend, oder? Warum halten die Konzerne dann an fossilen Brennstoffen fest?

    Autor Timm Koch erklärt informativ, optimistisch, unterhaltsam und spannend, warum er Wasserstoff als Energieträger der Zukunft hält. Gut gefällt mir, dass er die chemischen Zusammenhänge für Leser, die in der Schule in Chemie nicht ganz aufgepasst haben, einfach erklärt.

    Er stellt die großen (Öl)Konzerne und Regierungen an den Pranger, weil sie sich den neuen Erkenntnissen verschließen und lieber an fossiler Energie festhalten, die der Umwelt beträchtlichen Schaden zufügt. Allerdings nur die Öl-Multis zu verteufeln ist zu wenig. Jede/Jeder hätte es in der Hand, seinen Beitrag, die Macht der Ölkonzerne zu brechen, und sei es nur ein winziger.

    Das ist für mich persönlich ein kleiner Wermutstropfen, weil manche Argumente ein wenig sektiererisch anmuten. Das bitte nicht falsch zu verstehen, die sachlichen Argumente gegen fossile Brennstoffe bzw. Atomkraft und für erneuerbare wie Wasserkraft, Windkraft und eben Brennstoffzellen unterschreibe ich sofort. Allein die Wortwahl und Umsetzungsvorschläge sind mir ein wenig zu (wie soll ich es jetzt richtig formulieren) - marxistisch. Aber, das Buch ist ja im Westend-Verlag erschienen, der sich solcher Themen gerne und dankenswert annimmt.

    Die eine oder andere, zur Illustration genannte Zahl, erscheint bei genauerem Hinsehen und/oder in anderem Kontext in einem anderen Licht.

    Fazit:

    Ein durchaus interessantes Buch, das Zusammenhänge erklärt und Möglichkeiten aufzeigt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    kvel, 05.09.2019

    „Wie wir mit Wasserstoff die Zukunft erobern“ (Buchuntertitel).

    Inhalt – gemäß Umschlaginnenseite:
    Allmählich dürfte den meisten Menschen klar sein:
    Den Klimawandel müssen nicht erst unsere Kinder und Kindeskinder ausbaden. Er findet hier und jetzt statt, und die dramatischen Folgen werden immer offensichtlicher. Hautursache für die globale Katastrophe, die das Zeug dazu hat, die Erde für uns Menschen unbewohnbar zu machen, ist der immense Ausstoß von Kohlendioxid: Der Mensch hat ein gewaltiges Feuer entzündet, das zu löschen immer schwieriger wird.
    Wäre es den Verantwortlichen wirklich an einer Reduzierung der Erderwärmung gelegen, würden sie einen ganz anderen Weg wählen: den Weg des Wasserstoffs.
    H2 hat das Zeug dazu, der Menschheit eine Zukunft auf einem bewohnbaren Planeten zu bescheren, ohne Abstriche bei Bequemlichkeit und technischen Fortschritt machen zu müssen.
    Die Vorteile, die ein solcher Energieträger für Mensch und Planet birgt, liegen auf der Hand. Wasserstoff verbrennt, sofern er mit erneuerbaren Energien hergestellt wurde, klimaneutral und im Gegensatz zu Diesel, Benzin oder Kohle zu nichts anderem als Wasser. Man kann Wasserstoff mit der heutigen Technik, problemlos dezentral herstellen, lagern und durch die Gegend transportieren.
    Genau in diesen Vorteilen jedoch liegt das Problem:
    Im Gegensatz zu der heutzutage allseits gepriesenen Batterietechnik, hat die Wasserstofftechnik wirklich das Zeug dazu, ein ernsthafter Konkurrent für Erdöl, Erdgas, Kohle und Atom zu sein.

    Meine Meinung:
    Leidenschaftlich tritt der Autor für die Wasserstofftechnik ein.
    Sein Mantra: Wenn die Energie, die zur Herstellung des Wasserstoffs notwendig ist, aus erneuerbaren Energien stammt, dann ist quasi alles in Butter; denn dies hätte zudem den Vorteil, dass die aus Sonne und Wind „überschüssig“ anfallende Energie, genau zu den Zeitpunkt ihrer Verfügbarkeit in die Wasserstoffgewinnung gesteckt werden kann; und somit wäre das Problem, dass die aus Wind und Sonne gewonnene Energie quasi nicht speicherbar ist, gleich mitgelöst.

    Jedoch fand ich als Laie dieses Sachbuch nicht ganz einfach zu lesen; denn es geht in die Tiefe der (verfahrens-)technischen und chemischen Hintergründe und Zusammenhänge der Wasserstoff-Herstellung.

    Fazit: Lesenswert.

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    janein

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