Die fremde Schwester

Roman

Lauren Willig

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Zwei Schwestern, zwei Leben. Durch ein Schicksal verbunden.
England, 1927: Als Rachel das Cottage ihrer verstorbenen Mutter ausräumt, stößt sie auf einen mysteriösen Zeitungsausschnitt: Graf Ardmore heißt der Mann, der mit Frau und Tochter auf...

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    friederickes Bücherblog, 06.07.2017

    Als eBook bewertet

    Schöne Familiengeschichte im zwanzigsten Jahrhundert.

    Das Cover

    Das Cover zeigt einen geöffneten Vogelkäfig mit Rosen. Die Farbe und der Stil sind mit einen hohen Wiedererkennungswert an ein weiteres Buch der Autorin angepasst und in sich stimmig.

    Die Geschichte (Spoiler!)

    Rachel arbeitet 1927 in Frankreich als Gouvernante für Reiche und erhält die Nachricht, dass ihre Mutter in England schwer erkrankt sei. Sie bekommt keine Freistellung, kündigt daraufhin und reist sofort zurück. Ihre Mutter ist aber bei ihrer Ankunft bereits verstorben und beigesetzt. Im Haus findet sie einen Zeitungsausschnitt, der in großer Ähnlichkeit ihren angeblich verstorbenen Vater mit seiner Tochter zeigt. Sie versteht das alles nicht und kennt weder den dort angegebenen Namen, noch die Tochter.
    Rachel fährt zu ihrem Onkel und erfährt, dass sie die Tochter von Graf Ardmore ist und ihre Mutter mit ihm ein Verhältnis hatte. Sie erfährt natürlich auch, dass ihr Vater nicht der arme Mann war, den sie als kleines Mädchen kannte.
    Dann lernt sie bei ihrem Onkel den Klatschkolumnisten Simon kennen und schmiedet mit ihm zusammen einen Plan, wie sie als arbeitende Frau bei den Reichen eingeführt werden, und ihre Familie kennen lernen kann.

    Meine Meinung

    Die Geschichte ist in einem leicht verständliche Schreibstil in der „Ich-Form“ geschrieben und gestattet damit dem Leser tief in die Hauptfigur hineinzuschlüpfen.
    Die Protagonisten sind sehr schön ausgearbeitet und dargestellt. Die Schauplätze ausführlich beschrieben, sodass ich in meiner Vorstellungskraft eintauchen und die Orte kennenlernen konnte.
    Sehr gelungen fand ich auch die Einbettung der Geschichte in die aufregende Zeit der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts.
    Was mir nicht so gut gefiel, war die gefühlt lange Einführung in die High Society, da die Geschichte ja aus nur einer Perspektive erzählt wurde. Dadurch plätscherte die Erzählung in dieser Phase ohne Höhen und Tiefen, mit oft ähnlichen Aktionen solange dahin, bis die Handlungen durch das Treffen mit dem Vater wieder Schwung aufnahmen. Dafür haben die vielen und lebhaften Dialoge einen schönen Ausgleich geschaffen. Die Rätsel der Familie lösen sich im letzten Drittel nach und nach langsam auf und fördern einige Überraschungen zutage, was sich sehr positiv auswirkt. Das Ende allerdings war ein wenig flach.
    Es ist keine romantische Liebesgeschichte, sondern eine historische Familiengeschichte, die uns in eine Zeit blicken lässt, in der Familienstand und Herkunft eine große Rolle spielten, und um eine junge Frau, die ihren Weg gehen muss.

    Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.

    Friedericke von „Friederickes Bücherblog“

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    janein

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