Feinde

Thriller

Susanne Saygin

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Für den türkischstämmigen Polizisten Can und das Ermittlungs-Team um seine Vorgesetzte Simone fängt alles mit einem Doppelmord im Roma-Milieu in einer deutschen Großstadt an. Doch dieses Verbrechen zieht schnell weite Kreise: Korruption,...

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Kommentare zu "Feinde"

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  • 5 Sterne

    Buecherseele79, 29.01.2019

    Can und seine Chefin Simone werden zu einem Doppelmord gerufen- 2 Roma Männer in sehr eindeutiger Pose werden aufgefunden.
    Wer die Opfer sind, woher sie kommen, warum ihnen das widerfahren ist- das ist nun die Aufgabe von Can und Simone und sie tappen im Dunkeln.
    Zeugen gibt es, aber die haben zu grosse Angst und wollen nichts verraten...
    Im Laufe ihrer Ermittlungen bemerken Can und Simone sehr schnell dass es hier um mehr als Mord geht..um Menschenhandel, billige Arbeitskräfte, Subventionen der EU abschöpfen, Leben zu zerstören... und diese Machenschaften ziehen ihre Kreise bis ganz nach oben...

    Ich möchte mich bei dem Heyne Verlag sowie dem Bloggerportal und Random House für das Rezensionsexemplar bedanken.
    (Dies hat keine Auswirkungen auf meine Rezension!)
    Zu Beginn ist es etwas holprig, man weiss nicht so genau wohin die Geschichte führen wird, auch muss man sich an Can und Simone etwas gewöhnen da sie als Team sehr eigen miteinander umgehen- aber genau hier liegt auch der Charme der Ermittler- sie reden wie ihnen der Mund gewachsen ist , haben Ecken und Kanten und ihre privaten Probleme die sie eben auch belasten.

    Der Schreibstil an sich ist flüssig, sehr gut verständlich, und von Seite zu Seite packt er einen auch immer mehr bis man das Buch nur sehr ungern aus der Hand legt.

    Ein besonderes Augenmerkt legt die Autorin gekonnt auf die offenen Grenzen, auf den Rechtsdruck der nicht nur in Deutschland wieder zunimmt, auf die Möglichkeiten die EU zu "bescheissen" und welche dunklen Geschäfte möglich sind.
    Und gerade hier, wie auch in der Realität- man kommt sehr schwer an die "ganz dort oben" heran.

    Die jahrelangen Recherchen der Autorin haben sich auf jeden Fall ausgezahlt was man diesem Thriller auch deutlich anmerkt.
    Man sollte sich vielleicht auch für den "Blick über den Tellerrand" interessieren, sich mit Politik und Gesellschaft etwas auskennen damit man diesen Thriller auch gerne liest.

    Ein Thriller der einem den eigenen Spiegel vorhält, der zeigt dass Rechts ebenso Mist ist wie zuviel Links, dass man einen gehobenen Lebensstandard meist auf Kosten von anderen Menschen lebt die für Dumpinglöhne und kaum überleben jede Arbeit annehmen und dabei ausgebeutet werden.

    Mich konnte dieser Thriller auf ganzer Linie überzeugen, packen und auch schockieren und ich kann ihn daher nur empfehlen!

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    janein
  • 4 Sterne

    Patrick D., 30.12.2018

    Klappentext:
    Für den türkischstämmigen Polizisten Can und das Ermittlungs-Team um seine Vorgesetzte Simone fängt alles mit einem Doppelmord im Roma-Milieu in einer deutschen Großstadt an. Doch dieses Verbrechen zieht schnell weite Kreise: Korruption, Menschenhandel und das Schicksal derjenigen, die von der Gesellschaft nichts mehr zu erwarten haben, sind der Schmelztiegel, in dem sich dieser fesselnde, emotionale und realistische Roman um das Leben und Überleben in unserer heutigen Zeit entfaltet. Der Polizist Can tut alles, um die Wahrheit zu finden und gleichzeitig seine Menschlichkeit nicht zu vergessen. Sein Kampf gegen die eigene Fehlbarkeit ist zugleich eine kraftvolle Suche nach Erlösung und Liebe.

    Der Autor:
    Susanne Saygon, geboren 1967 im Rheinland, studierte Geschichte in Köln und Cambridge. Sie hat deutsch-türkische Wurzel und lebte knapp zwanzig Jahre in Köln. Es handelt sich um ihren Debütroman, für den sie fünf Jahre recherchiert und ihre eigenen Wurzeln hat einfließen lassen, was deutlich merkbar ist.

    Buchcover:
    Das Cover erscheint ein wenig düster und bedrückend, hat mit dem Inhalt des Buches nur bedingt was zu tun und noch Luft nach oben.

    Handlung:
    Die Handlung hat einen roten Faden, eingeteilt in Kapitel mit der genau richtigen Länge. Sie entwickelt sich langsam und kommt immer mehr in Fahrt. Bereits am Anfang wird eine Spannung erzeugt, die bis zum Ende des Romans stetig gesteigert wird. Für einen Debütroman schon recht gelungen.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil ist manchmal ein wenig einfach gehalten, lässt sich aber angenehm flüssig lesen. Bereits nach wenigen Seiten hat mich der Roman nicht mehr los gelassen und es fiel mir schwer ihn aus der Hand zu legen, was mehr an der tollen Handlung liegt. Es kommt zu einigen ungewöhnlichen Redewendungen, die sich dann mehrfach wiederholen und dadurch nicht besser werden.

    Protagonisten:
    Der Protagonist steht natürlich im Mittelpunkt, jedoch wird er sehr ausführlich dargestellt, wodurch auffällt, dass gerade die weiteren Protagonisten ein wenig zu kurz kommen und vieles offen lässt. So wirkt das Ganze am Ende nicht allzu ausgewogen.

    Fazit:
    Die Autorin versucht bei ihrem Debütroman einen Krimi mit einer Botschaft zu verknüpfen. Dazu werden mehrere Geschehnisse aus der Vergangenheit mit der aktuellen Handlung verknüpft. Dieses schafft sie so geschickt, dass keine Fragen aufkommen, sondern alles nachvollziehbar ist. Wenn die kleinen Schwächen bei Schreibstil und den Protagonisten nicht wären, hätte ich sogar fünf Sterne gegeben, denn die Darstellung von Köln und vor allem dem deutsch-türkischen Kommissar sind mehr als gelungen. Die fünfjährige Recherche wird hier deutlich sichtbar.

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    janein

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