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Girl in a Strange Land

Jugendbuch, tiefgründiger Thriller ab 14 Jahre
 
 
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Kommentar zu "Girl in a Strange Land"
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    8 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Andreas H., 21.05.2019

    Als eBook bewertet

    Schattenseiten von Religion und Technik (eine Familienrezension)

    Die Protagonisten in dem Buch sind die 15-jährige Sophia und der anscheinend gleichaltrige Freund Mirko. Sophia lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem abgelegenen Tal, dem Stilllachtal. Hier leben die Menschen fast ohne Technik und sind sehr religiös. Einzig die religiösen Oberhäupter der Dörfer haben das Privileg, ein Telefon nutzen zu können, um mit den anderen Dörfern im Tal zu kommunizieren.


    Nach dem ersten Band, den man dem Genre "Thriller" zuordnen kann, fanden unsere Jungs und auch ich dieses Buch anfangs "langweilig" bzw. "langatmig". Das Leben im Tal wirkt friedvoll und orientiert sich an den Jahreszeiten und den religiösen Hochfesten. Es ist wie Urlaub in den Bergen.

    Schnell wurde aber unseren Söhnen klar, dass die Oberhäupter der religiösen Gemeinschaft viel Macht besitzen und diese auch für ihre Zwecke nutze. Es gibt strenge Regeln. Diese orientieren sich mehr an das Alte Testament, welches schon ein wenig "rauer" war im Vergleich zum neuen Testament und Jesu Menschenliebe. Andersdenkende werden diszipliniert und wieder in die Gemeinschaft zurückgeführt.

    Außerhalb des Tals herrsche Krieg und Verwüstung. Die "Erweckten", wie sich die Bewohner des Tals selber nennen, sind die letzten Menschen, die ihre Meinung nach nicht vom Bösen bzw. vom Teufel befallen wurden. Die Oberhäupter lassen die Bewohner des Tals keine weiteren Informationen zukommen. Medien, Bücher, Technik und alle anderen Dinge der "Neuzeit" sucht man vergebens.

    Sophia lernt einen Jungen aus einem Nachbardorf kennen und verliebt sich in ihn. Sie verbringen viel Zeit zusammen und lernen sich kennen. Mirko zeigt ihr eines Tages "verbotene Bücher". Bücher, in denen das Weltbild des Tals in Frage gestellt wird. In den Büchern geht es um die Evolution und die Entstehung der Erde. Der Besitz der Bücher ist im Tal strafbar und wird als Verstoß gegen die strengen Glaubensregeln gesehen.

    Wir haben darüber nachgedacht, ob wir in dem Tal leben wollten. Das Leben im Tal wirkt sehr reglementiert. Fast so wie das Leben in einer Sekte. Im Namen der Religion und des Glaubens werden Regeln aufgestellt, Tiere geopfert und auch Strafen verhängt. Statt eines Richters und der Polizei gibt es einen Inquisitor und die Gotteswächter. Unsere Jungs würden nicht in diesem Rahmen leben wollen. Es ist eine vorgegaukelte friedvolle Welt.

    Beiden wird auch schnell bewusst, das Sophia und Mirko nicht "frei denken" dürfen. Unterstrichen wird dies noch, als Mirko Sophia ein Geheimnis verrät. Er ist im Besitz von Büchern, die das Leben und die Regeln im Tal in Frage stellen. Sophia heißt dies im Namen des Glaubens nicht gut und trennt sich von Mirko, der daraufhin das Tal verlässt. Sophia ist danach so traurig, das Sie anfängt an das Leben im Tal zu zweifeln.

    Eines Tages erscheint eine "Drohne" und spielt eine visuelle Nachricht von Mirko ab, die Sophia zutiefst verstört. Da sie diese Art von Technik nicht kennt, denkt sie sofort an das Werk des Teufels. Mirko lebe in einer großen Stadt. Dort wäre alles besser und Sophia möge ihm folgen.

    Mit großen Gewissensbissen und Ängsten erwischt zu werden, beginnt Sophia in den Büchern zu lesen und ihr Weltbild wird auf den Kopf gestellt. Sie kann mit niemanden darüber reden und wünscht sich, dass Mirko nicht gegangen wäre. Als ihre Mutter sie beim Lesen der Bücher erwischt, ist sie sehr geschockt und verbrennt die Bücher. Das Verhältnis zwischen Sophia und ihrer Mutter verschlechtert sich zusehends. Sophia verlässt das Tal und macht sich auf die Suche nach Mirko.

    Die Jungs sehen in den strengen Glaubensregeln eine Kritik an die Kirche und den Glaubensparadigmen aus dem Mittelalter. Diese Thematik wäre schon einmal in der Schule angerissen. Auch die Infragestellung der Evolutionstheorie beschäftigt die beiden.

    Außerhalb des Tals, in der für Sophia "neuen Welt", erlebt sie viele Dinge, die sie nicht auf Anhieb versteht. Hier ist nichts verwüstet, wie ihr die Glaubensführer weiß machen wollten. Stattdessen ist die Welt außerhalb des Tals hochtechnisiert. Für Sophia wird es immer komplexer. Sie versteht nicht alles sofort und muss vieles lernen. Es fällt ihr schwer, das alles zu Glauben. Schnell wird ihr klar, das nicht alles von Vorteil ist. In München trifft sie Mirko nicht an der genannten Adresse an. Dafür trifft sie auf die Ricky und Paula. Beide versuchen ihr bei der Suche nach Mirko zu helfen.

    Der Leser erfährt nach und nach, wie die neue Welt aufgebaut ist. Alles wird von Intelligenten Maschinen kontrolliert, die sich selbstständig verbessern. Der Mensch hat keinen Einfluss mehr auf die Computer und Maschinen. Er ist beinahe überflüssig. Sieben große Computer, genannt Titanen, kontrollieren die Welt und kämpfen untereinander um die Herrschaft.

    Viele Menschen leben in einer künstlichen virtuellen Realität. Dazu legen sie sich in einen Simpod und entfremden sich vom realen Leben. Hierhin hat es auch Mirko verschlagen. Sie werden zu "Träumern" und verlassen schlimmsten Falls ihre Simpods nicht mehr. Sophia begibt sich mit ihren neuen Freunden in diese virtuelle Realität um ihre große Liebe zu finden und zu retten.

    Dabei stößt sie auf viele Gefahren, nicht nur spielerisch in der virtuellen Welt, sondern auch im realen Geschehen. Die Computer wollen Mirko und auch die anderen Menschen in der virtuellen Welt halten und arbeiten gegen Sophia.

    Hier wird es dann hin und wieder verwirrend. Realität verschmilzt mit der virtuellen Welt. Unseren Jungs geht es so wie auch es auch Sophia ergeht. Es fällt ihnen schwer, der virtuellen Welt und der realen Welt zu unterscheiden. Immer wieder erscheint ihr ein Mann, der sich Descartes nennt. Dieser wirkt anfänglich bedrohend, entwickelt sich aber zu einem Helfer für Sophia.

    Zum Ende hin wird klar, das Decartes Manuel aus "Boy In A White Room" ist. Er unterstützt Sophia, die dann Mirko retten kann. Trotzdem bleibt am Ende der Wunsch "Bitte, Gott, flehe ich in Gedanken, lass es real sein!"

    Wo noch im ersten Buch die Frage im Raum stand, was den Menschen ausmacht und von einer künstlichen Intelligenz unterscheidet, zeigt das zweite Buch was passiert, wenn intelligente Computer die Welt regieren und steuern. Menschen werden überflüssig oder von den Maschinen nur noch als "Sklaven" gehalten. Karl Olsberg stellt aber auch religiöse Glaubensgemeinschaften in Frage, die mit ihren strengen Regeln das Leben in der Tal-Gemeinschaft bestimmen und den Menschen die Wahrheit über die restliche Welt vorenthalten.

    Unseren Jungs hat das zweite Buch nicht ganz so toll gefallen. Klar gab es hier auch die ein oder andere Action-Szene, aber diese spielten sich wie auf einem Konsolen-Spiel ab. Der Leser wird im zweiten Buch noch weiter in eine virtuelle Realität hineingezogen. Grenzen sind nur noch schwer zu erkennen.

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