Gott

Eine kleine Geschichte des Größten

Manfred Lütz

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"Gott sei Dank, Gott existiert nicht. Wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?"
So vergnüglich und dabei informativ wie Manfred Lütz stellte noch niemand diese Frage. Der...

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    Johann P., 10.10.2017

    Ich habe dieses Buch vor Jahren gelesen und leider nicht kommentiert. Jetzt versuche ich anhand rot-gelber Markierungen, die ich damals anbrachte, dies nachzuholen.

    Auf Seite 42 thematisiert der Autor die Wette Pascals und hebt hervor, dass „einer der zweifellos intelligentesten Denker in der Geschichte der Menschheit die Frage nach Gott für die wichtigste Frage des Lebens hielt, für eine Frage … auf Leben und Tod“.

    Der Gott der Atheisten (Seite 43ff)
    Der Atheist leugnet ausdrücklich Gott und muss sich daher irgendein Bild von dem machen, den er leugnet, nämlich von Gott. In den atheistischen Kreisen breitet sich ein Gefühl des Lebensüberdrusses und der existenziellen Angst des Individuums aus: allein zu sein in einer Welt ohne Gott und ohne Sinn; eine Zunahme der Selbstmorde war die Folge (53).
    Der Ruf „Zurück zur Natur“ des Marquis des Sad ist völlig hemmungslos und skrupellos der Ruf „Zurück zur Grausamkeit“ (59).

    Der Gott der Kinder (71ff)
    Wenn man mit Erwachsenenakribie versucht, ihn ganz und erschöpfend zu erfassen, dann ist man ein Knirps, der sich übernimmt (78).

    Der Gott der Lehrer (87ff)
    Das Projekt „Weltethos“ von Hans Küng scheiterte (91). Die Vorstellung von den unschuldigen glücklichen Wilden war eine grobe Verzeichnung der Natur. „Naturreligion – das bedeutet in der Regel zunächst einmal Angst. Angst vor den in der Natur wirksamen machtvollen Geistern, die man beschwichtigen muss und vor allem nicht erzürnen darf… und man scheut sich nicht, aus Angst vor sonst drohender göttlicher Unbill auch Menschenopfer zu bringen“ (92f). Noch kurz vor Eintreffen der Spanier in der Hauptstadt der Azteken waren grausame Menschenopfer an der Tagesordnung: 10 000 bis 20 000 Gefangene pro Jahr wurden mit brutalen Methoden den Göttern geopfert.
    Die faktische Kapitulation der antiken Religionen ab dem 3. Jahrhundert machte es dem jungen Christentum vergleichsweise leicht, seine Lehren bei ernsthaft suchenden Menschen zu verbreiten (97).
    Wer das Christentum noch nicht wirklich kennengelernt hatte oder nur – wie heute zumeist – eine absurde Karikatur von ihm, der kann nach kirchlicher Überzeugung auch ohne Taufe und christliches Bekenntnis in den Himmel kommen (104).

    Der Gott der Wissenschaftler (107ff)
    Der christliche Glaube, dass Gott Mensch geworden war, hob alle Menschen in eine Höhe, die ihnen in keiner anderen Religion bisher zugebilligt wurde. Dieses neue Selbstbewusstsein nahm den Menschen endlich die mythische Angst vor der Welt und erlaubte ihnen die Entwicklung systematischer Wissenschaft und funktionierender Technik (111). Der Papst erließ den „gregorianischen Kalender“, der bis heute gilt.
    Der Mythos Galilei ist, wie wir heute wissen, in Wirklichkeit eine Riesenente, damit aber vielleicht der größte Mediencoup aller Zeiten (116ff). „Besonders tragisch aber war, dass man dadurch die einzige Religion, die sich mit der Wissenschaft aus ureigenem Antrieb identifizierte, in die Schublade beförderte, in der sich mit einem gewissen Recht alle anderen Religionen befanden, die in der Wissenschaft eher den Feind der Religion erblickten… Das 18. Jahrhundert jedenfalls sah den langsamen Übergang der Wissenschaftler ins agnostische und atheistische Lager“ (121f).
    Mit der Wende der Naturwissenschaft (Quantentheorie, Relativitätstheorie, Urknalltheorie u.a.) wurde der Wissenschaft die Erkenntnis ewiger Wahrheiten grundsätzlich abgesprochen. „Gerade die führenden Leute der modernen Naturwissenschaft wandten sich wieder der Religion zu (134).
    „Letztlich gelten Naturgesetze nur noch statistisch. Wobei die Wahrscheinlichkeit im makroskopischen Bereich so hoch ist, dass die alten Naturgesetze für die Praxis weiter benützt werden können (138).

    Der Gott der Philosophen (147ff)
    Schon die antike Philosophie hatte aus der wunderbaren Ordnung der Welt auf einen Schöpfer dieser Ordnung geschlossen (156). Die Theodizee wird vom Autor einseitig behandelt; es fehlen die Naturkatastrophen. Diese ergeben sich durch die Naturgesetze, die aber nicht ein klein wenig anders sein dürften, als sie sind; Gott hat nicht gepfuscht.
    Der Grundgedanke Kants und Rahners war: Wichtig im Leben ist nicht, ob man viel weiß. Wichtig ist, dass man gut handelt. Das Zweite Vatikanische Konzil hat ja auch verlauten lassen, wenn ein Mensch uneigennützig aus moralischer Pflicht das Gute tue, es aber dennoch trotz aller Bemühungen nicht gelinge, zur Erkenntnis Gottes vorzustoßen, dann könne er dennoch das ewige Heil gelangen (174).
    Heidegger mahnt, dass Entscheidungsfreiheit gefordert sei, in jedem unwiederholbaren Moment des Lebens wirklich selbst zu leben und nicht immer bloß zu tun, was „man“ so tut, und sich auf diese Weise ans „Getriebe“ der Welt zu verlieren.

    Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (182ff)
    Es ist wieder Sören Kierkegaard, der sagt, der in restlosem Vertrauen auf seinen Gott gefasste Entschluss Abrahams, überhaupt mit Isaak loszuziehen, sei vor dem Gerichtshof der Vernunft niemals zu rechtfertigen.
    Muslime, so schreibt Lütz, hätten sich über Jahrhunderte in ihr vom allmächtigen Allah bestimmtes Schicksal gefügt und dadurch keinen wirklichen industriellen Fortschritt produzieren können (201).

    Die Antwort (204ff)
    Nach christlichem Glauben kann man Gott nicht begreifen, man kann ihm nur begegnen. In Menschen zum Beispiel (206).
    Die großen Denker des frühen Christentums gingen davon aus, dass in allen Sprachen und Traditionen der Welt Christus vorausgeahnt sei (215f).
    „Der erste Johannesbrief ist sozusagen eine Kurz-Bibel für Manager, die wenig Zeit haben… Das Entscheidende ist: ‚Jeder, der liebt … kennt Gott‘, ist Christ, obwohl er es vielleicht gar nicht weiß… Die tätige Liebe war das Entscheidende und nicht das Wissen über Gott“ (232f).
    Die Menschwerdung Gottes hält der Autor als im Grunde etwas sehr Einfaches, weil sie viele Komplikationen, die man sonst mit der Idee eines Gottes hätte, löst (235).
    Ein Zugang zu Gott könne zum Beispiel gelingen, indem man einfach einmal anfinge zu beten, obwohl man – noch – gar nicht an Gott glaube. „Schon im Alten Testament steht der Satz: ‚Wer mich von ganzem Herzen sucht, von dem lasse ich mich finden.‘“ (238)
    [Jer 29,13b-14a: Wenn ihr mich von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden. (Einheitsübersetzung 1980) – Ihr werdet mich suchen und ihr werdet mich finden, wenn ihr nach mir fragt von ganzem Herzen (Einheitsübersetzung 2016) – Wenn ihr mich aus ganzem Herzen gesucht habt, werde ich mich von euch finden lassen (Herder). Welche Bibelausgabe Lütz verwendet hat, ist also für mich nicht erfahrbar.]
    Der Gott der christlichen Antwort ist nicht der abstrakte Gott der Philosophen oder der ferne Gott des Islams. Es ist der Gott der größten denkbaren Nähe zu den Menschen, der Identität mit dem Menschen Jesus, die wir auch heute noch im Heiligen Geist erkennen und persönlich erleben dürfen (234).

    The day after (242ff)
    Am 10. September 1946 gründete die Albanerin Gonxa Bojaxhiu als Mutter Theresa einen neuen Orden, die Missionarinnen der Nächstenliebe. Mutter Theresa war der Auffassung, dass die oft zermürbende Arbeit in den Slums der Welt durch viel Gebet überhaupt erst ertragbar sei. Burn-out-Syndrome sind bei den immer gut gelaunten Mutter-Theresa-Schwestern offenbar unbekannt (246).
    Lt. Manfred Lütz sorge das Fernsehen in gewisser Weise mit dafür, dass wir den Tod nicht mehr ernst nehmen – und das Leben auch nicht. Und so, wie die christliche Gottesvorstellung in Wahrheit nicht kompliziert sei, sei auch das christliche Leben im Grunde einfach; das möglichst tägliche Gebet sei wichtig. Als sich der heilige Augustinus der Frage stellte, was man denn tun müsse, um ein guter Christ zu sein, da gab er die vielleicht kürzeste Antwort, die darauf jemals gegeben wurde: „Liebe, und tu, was du willst! – Gott ist die Liebe und er ist in sich dreifaltige Gemeinschaft (250ff).

    Gott und die Psychologie (259ff)
    Der Autor definiert die Psychotherapie als eine zeitlich begrenzte, manipulative methodische Beziehung auf Zeit für Geld (262). Einen diagnostischen Begriff, den man bei der Beobachtung von Kranken gefunden habe, einfach auf Gesunde zu übertragen, sei ein wissenschaftstheoretischer Fehler (266). Der „Atheismus“ der Spießer sei heute das Problem, das Heer der totalen Mitläufer, für die die Existenz Gottes davon abhängt, wie viele Deutsche an ihn glauben (273).

    Kunst und Musik (282ff)
    Manfred Lütz selbst sei es mehr als einmal so ergangen: „Ich blickte in die Augen einer Ikone. Ich war da. Und Gott war da.“ (289)

    Fazit: Allgemein vermute ich, dass Leser, denen das Buch nicht gefällt, den Titel „Gott“ missverstanden und erwartet haben, über den Gott verschiedener Religionen informiert zu werden; allerdings heißt der Buchtitel „Gott“ und nicht „Götter“. Auch Atheisten, was immer der Grund war, dass sie dieses Buch gekauft haben, drückten in einem anderen Forum ihre Enttäuschung aus. Andere haben einfach nur schlampig gelesen und behaupten, was nicht im Buch steht; da denkt man an den bei uns soeben in die Endrunde gehenden politischen Wahlkampf.
    Ich jedenfalls gebe 6 Sterne!

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    janein
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