Heute leben wir, Emmanuelle Pirotte

Heute leben wir

Roman

Emmanuelle Pirotte

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EIN SS-OFFIZIER RETTET JÜDISCHES MÄDCHEN: Renée ist 6 oder 7, ganz genau weiß sie es nicht. Als elternloses jüdisches Mädchen wird sie im letzten Kriegswinter vor den Deutschen versteckt - bei den Nonnen, dem Pfarrer, den Bauern in den Ardennen....

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Kommentare zu "Heute leben wir"

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  • 5 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Annafrieda, 14.04.2017

    Das Buch beschreibt Ereignisse im Jahre 1944 in den belgischen Ardennen. Zu der Zeit hielten die amerikanischen Alliierten dort Einzug. Die Nazis versuchten mit der Operation "Greif" noch was zu retten, indem sie ausgebildete Soldaten in die amerikanischen Linien einschleuste. Zu diesem Menschen gehört auch der hartgesottene Einzelgänger Matthias, der es jedoch aus unerfindlichen Gründen nicht übers Herz bringt, die 7-jährige Jüdin Renee zu erschießen. Er nimmt sich ihrer sogar an und flüchtet mit ihr. Schließlich finden sie Unterschlupf im Keller eines Bauernhofs. Dort befinden sich auch die Bauer-Familie und ein paar andere Menschen aus der Umgebung. Erst kommen die Nazis und bleiben kurzfristig da, dann kommen die Amerikaner und beanspruchen dort ihren Platz.


    Im Mittelpunkt dieses Romans stehen Matthias und Renee, beide sind ganz außergewöhnliche Charaktere. Der SS-Offizier ist kaltblütig und scheut nicht davor zurück, Menschen zu töten. Er zeigt keine Gefühle und ist auf sein eigenes Ziel fixiert. Er ist wie ein Chamäleon und man kann ihn überhaupt nicht einschätzen.

    Die kleine Renee ist ein außergewöhnliches Mädchen. Sie ist ihrem Alter weit voraus und wirkt viel zu erwachsen und teilweise abgeklärt. Sie hat in ihrem kurzen Leben bisher nichts Gutes erfahren. Sie konnte zu niemandem Vertrauen aufbauen, denn sie konnte das, was mit ihr geschah, nie verlässlich einschätzen. Eigentlich gibt es nichts in ihrem Leben, das ihr Halt gibt, das ihr sagt, was für ein wertvoller Mensch sie ist. Kurz gesagt: Sie ist traumatisert. Sie zeigt nicht die Gefühle, die ein tramatisiertes Mädchen in ihrem Alter zeigen müsste. Sie hat gelernt, in der Reatlität zu leben und schützt sich dadurch. Diese beiden Menschen üben gegenseitig Anziehungskraft aus. In ihrer Gegenwart verliert Matthias ein wenig seine Härte und wirft Prinzipien über Bord. Eine sehr ungewöhnliche Beziehung, deren Geschichte hier erzählt wird.


    Das Buch hat mir viel abgerungen. Die Grauen des Krieges werden noch einmal thematisiert, auch viele berührende Szenen spielen sich im düsteren Keller ab. Für mich ist es nach wie vor unglaublich, was die Menschan damals durchmachen mussten, auf jeder Seite. Die Autorin schreibt in einem sehr berührenden Stil und zeichnet starke Charaktere. Diese sehr ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten führt durch den Roman. Es ist nicht einfach, den Soldaten zu mögen, aber ich denke, das soll man auch nicht. Vielmehr wird uns hier aufgezeigt, was der Krieg auch bewirkt. Er legitimiert das Töten und bietet manchen Menschen die Möglichkeit, ihre Macht und dunkle Seite auszuleben.

    Ein Buch, das noch lange in mir nachhallt, an unsere Gefühle appeliert, ohne den erhobenen Zeigefinger. Diese gut überbrachte Message hat die volle Punktzahl verdient.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gina1627, 06.04.2017

    „Heute leben wir“ ist eine sehr berührende Geschichte über eine schicksalhafte Begegnung von zwei Menschen, die in den Ardennen während dem nahenden Ende des 2. Weltkrieges aufeinander treffen. Matthias, ein SS-Offizier des Hitlerregimes und Saboteur unter Otto Skorzeny wird ausversehen, nur weil er in einem amerikanischen Fahrzeug unterwegs ist, die kleine 7-jährige Jüdin Renee zum Schutz vor den Deutschen übergeben. Sie wurde von einer belgischen Familie vor dem deutschen Nazi Regime versteckt, da sie elternlos bei einer Razzia aus einem nahegelegenen Kinderheim fliehen konnte. Doch die befohlene Hinrichtung kann er aus unerklärbaren Gründen nicht ausführen und flieht mir ihr in eine einsame Waldhütte. Zwischen beiden herrscht eine undefinierbare Anziehungskraft, die ein Schutzbedürfnis bei Matthias und ein Zugehörigkeitsgefühl bei Renee auslöst. Aus Angst vor seiner Verantwortung bringt er Renee auf einen nahegelegenen Hof zu den dort lebenden Menschen. Hier verbringen sie eine kurze gemeinsame Zeit, in der sie viele bedrohliche Situationen erleben. Werden sich ihre Wege wieder trennen?

    Emmanuelle Pirorette hat mich durch ihre bewegend erzählte Geschichte zweier charakterstarker Persönlichkeiten und ihrem eindringlichen und gefühlsbetonten Schreibstil einfangen können.
    In der Kulisse des 2. Weltkrieges fühlt man alle seine grausamen Auswirkungen, ob es die Verfolgung und das Leid der Juden ist, die unter Druck stehenden deutschen und alliierten Soldaten und die Ausbeutung und Belastung der Zivilbevölkerung.
    Ein großer Teil des Romans spielt sich in einem Keller des Bauernhofes von Jules Paquet ab. Er beherbergt dort aus Nächstenliebe aber auch aus Zwang viele Menschen. Konflikte sind vorprogrammiert.
    Renee ist der stärkste und interessanteste Charakter im Buch. Mit ihren sieben Jahren schlägt sie sich sehr achtbar durchs Leben. Sie strahlt so viel Lebenserfahrung, Einfühlungsvermögen, Mut und auch ein bisschen Kaltblütigkeit aus. Es ist traurig, wie schnell Kinder im Krieg erwachsen werden.
    Matthias, der zweite Hauptcharakter, ist ein faszinierender Mensch. Er ist erschreckend kaltblütig, abgebrüht und rätselhaft. Nur wenn Renee in seiner Nähe ist kann man seine menschlichen Gefühle spüren. Seine Zerrissenheit und der Wunsch nach seiner eigenen Freiheit kommen sehr gut rüber.
    Was passiert mit beiden nach dem Krieg? Emmanuelle Pirorette hat einen überraschenden und schönen Abschluss für ihr Buch gefunden.

    Ich bin sehr froh, dass ich dieses interessante Buch während einer Leserunde kennenlernen durfte. Es hat mich begeistert und mitgenommen. Ein Kleinod für jeden Leser, der bewegende Schicksale in historischer Kulisse liebt.

    Verdient erhält „Wir leben noch“ von mir 5 Sterne.

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    janein
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