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Himbeeren mit Sahne im Ritz

Erzählungen. Übersetzt von Eva Bonné, mit einem Nachwort von Felicitas von Lovenberg. Nachwort v. Felicitas von Lovenberg
 
 
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Ein Sensationsfund nun in deutscher Erstübersetzung

Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald. Sie war der Prototyp des «Flappers»: frech, abenteuerlustig, extravagant. Das Lebensgefühl dieser Ära hat sie in...
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Kommentar zu "Himbeeren mit Sahne im Ritz"
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    4 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Siderea, 07.12.2017

    Als eBook bewertet

    Einblick in eine längst vergangene Ära

    In diesem Kurzgeschichtenband gibt es elf Episoden, in denen verschiedenste Frauen im Mittelpunkt stehen. Mal ist es eine Revuetänzerin, mal eine Leinwandkönigin oder eine Ballerina, und trotz ihres unterschiedlichen Hintergrundes und Lebenslaufs sind es in der Regel typische "Flapper". Also Frauen, die sich nicht um überholte Konventionen scheren, die unabhängig und selbstbestimmt durchs Leben gehen, aber trotzdem auf der Suche nach der großen Liebe sind.

    Die 20er Jahre sind meine absolute Lieblingsdekade des 20. Jahrhunderts, denn sind wir mal ehrlich, die erste Hälfte war, von diesen zehn Jahren einmal abgesehen, keine Epoche in der man gerne gelebt hätte. Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Zweiter Weltkrieg - alles in allem eine traurige Bilanz für ein halbes Jahrhundert. Nur in den 20ern hatten die Menschen die Gelegenheit, das Leben in vollen Zügen zu genießen, und unter dem Eindruck des gerade beendeten Krieges haben sie das auch getan, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten.
    Aus diesem Grund lese ich gerne Romane, die in dieser Zeit angesiedelt sind, aber in der Regel sind das dann natürlich historische Romane. In diesem Fall ist die Autorin aber Zelda Fitzgerald, die berüchtigte Ehefrau des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald, und die Ikone (heutzutage würde man wahrscheinlich sagen: das "It-Girl") ihrer Ära. Das macht diese Anthologie zu etwas besonderem, denn sie ist ein Zeitzeugnis, geschrieben von einer Schriftstellerin, an der sich eine ganze amerikanische Frauengeneration gemessen hat.

    Die Geschichten selbst sind sehr unterschiedlich, die Protagonistinnen kommen mal aus einfachsten Verhältnissen, mal sind sie reiche Erbinnen oder auch Ehefrauen. Aus heutiger Sicht wirkt das Lebensgefühl der 20er oft sehr oberflächlich und ichbezogen, denn es ging ja hauptsächlich darum, sich zu amüsieren und das Leben zu genießen, und sich selbst - vor allem als Frau - richtig in Szene zu setzen, um ein möglichst geheimnisvolles und anrüchiges Image zu kreieren. Zelda Fitzgerald lüftet den Schleier für den Leser und lässt ihn in diesen ganz und gar nicht oberflächlichen Geschichten hinter die perfekt inszenierten Fassaden blicken.

    Besonders gut hat mir ihr Stil gefallen, am Anfang ungewohnt, doch Geschichte für Geschichte vertrauter und ansprechender. Obwohl in Kurzgeschichten eigentlich wenig Platz dafür ist, werden Schauplätze und ihre Atmosphäre auf sehr besondere und plastische Art zum Leben erweckt. Manche Geschichten haben einen traurigen oder melancholischen Hintergrund ("Miss Ella" oder "Zwei Verrückte"), aber es gibt auch heitere, die mit feiner Ironie zeigen, dass Zelda Fitzgerald ihre Generation selbst nicht immer völlig ernst nahm ("Unsere Leinwandkönigin" oder "Ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen").

    Dass in allen Geschichten ausschließlich die weibliche Sicht auf die Welt zum Tragen kommt, macht das Buch in meinen Augen außergewöhnlich, denn die meisten zeitgenössischen Werke wurden ja immer noch von Männern geschrieben. In Zelda Fitzgeralds Geschichten sind die männlichen Figuren bestenfalls Staffage, was bei einer Autorin, die bezüglich ihres Schaffens zeitlebens im Schatten ihres berühmten Ehemannes stand, nicht weiter verwundert.
    "Himbeeren mit Sahne im Ritz" ist ein literarisches Denkmal für die erste Generation von Frauen, die das althergebrachte Rollenbild in Frage stellten und bewiesen haben, dass Frauen nicht zwangsläufig ihre Erfüllung als Ehefrau und Mutter finden, sondern genauso wie die Männer nach den Sternen greifen dürfen.

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