Hortensiensommer

Roman

Ulrike Sosnitza

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In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln

Ob Schneerosen, Taglilien oder Anemonen - im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem...

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  • 5 Sterne

    Beate S., 05.04.2018

    Hortensiensommer von Ulrike Sosnitza

    Inhaltsangabe/Klappentext:

    In einem Regentropfen kann sich ein ganzer Garten spiegeln


    Ihre Kunden nennen Johanna eine „Blumenflüsterin“ und lassen sich von ihr im malerischen Sommerhausen die kahlen Gärten in duftende Paradiese verwandeln. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie alleine in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panamahut. Zögernd freunden sie sich an. Als Philipp beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz. Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine kleine Tochter vor, woraufhin sie entsetzt flüchtet. Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen.


    Meine Meinung:


    Für mich war „Hortensiensommer“ das erste Buch welches ich von der Autorin gelesen habe, mit Sicherheit jedoch nicht das Letzte.


    Das Cover des Buches hat mich gleich in den Bann gezogen, es wirkt so schön sommerlich. Nimmt man es in die Hand spürt man das es „geriffelt“ ist und das ist dann direkt nochmals so ein kleines Highlight. Die Farben sind wunderbar aufeinander abgestimmt und es passt auch zur Inhaltsangabe. Beim Lesen der Inhaltsangabe war für mich gleich klar das es nicht nur ein sommerlicher Liebesroman sein würde, dennoch war ich total überrascht wie sehr das Buch in die Tiefe geht.

    Der Schreibstil war flüssig und Ulrike Sosnitza hat es nicht nur geschafft mir ein Bild von Johannas Garten vor Augen zu zaubern, sondern auch die Düfte der einzelnen Blumen kamen bei mir auf.


    Die Charaktere fand ich durchweg sympathisch, alle hatten ihre Ecken und Kanten und man spürte wie das tragische Ereignis aus der Vergangenheit wie eine dunkle Wolke über Johanna, ihrer Familie aber auch ihrem Freundeskreis schwebte. Man spürt von Anfang an das etwas schreckliches passiert sein muss, etwas das Johanna komplett aus ihren Gedanken verdrängt hat und über das keiner spricht – keine Frage also das die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt und das jeder auf seine Art und Weise noch darunter leidet. Alle haben diesen einen Tag verdrängt, aber nicht einer hat ihn verarbeitet.

    Johanna lebt alleine in einem großen Häuschen mit wundervollem Garten. Man spürt wie sehr sie beides liebt und um weiterhin hier leben zu können muss sie die Einliegerwohnung vermieten. Behutsam schaut sie sich die potentiellen Mieter an, letztendlich entscheidet sie sich für Philipp, einen alleinstehenden Lehrer. Philipp spürt vom ersten Moment an die Traurigkeit die seine Vermieterin umgibt und er schafft es das Vertrauen seiner Vermieterin zu gewinnen. Die beiden freunden sich langsam an und man spürt das Johanna wieder etwas in ihrem Leben hat über das sie sich freuen kann. Es ist wunderschön zu lesen wie die beiden miteinander umgehen und wie sie sich immer näher kommen. Alles könnte so schön sein, bis zu dem Tag an dem Philipps kleine Tochter zum ersten Mal bei ihm sein darf und damit die Vergangenheit bei Johanna und damit der alte Schmerz wieder hochkommt.


    Die vierjährige Klara ist ein richtiger Sonnenschein und wie Kinder so sind schafft sie sich Zutritt in Johannas Herzen. Sie erreicht das was andere viele Jahre vergeblich probiert haben und irgendwann dann aufgegeben haben. Durch Klara werden viele Erinnerungen wieder wach, die Vergangenheit wühlt sich nach oben. Für Johanna beginnt eine schmerzvolle Zeit es ist als wäre die Zeit stehen geblieben, aber die Zeit dreht sich weiter dafür sorgt schon Klara mit ihrer kindlichen Art. Sie fügt Johanna Schmerz zu, aber sie sorgt auch dafür das die Wunden zu heilen beginnen. Für Johanna ist die kleine Klara ein Segen, aber das kann sie in dem Moment noch nicht verstehen.


    Eine bewegende Geschichte bei der erst so nach und nach klar wird was damals wirklich passiert ist. Eine unendliche Traurigkeit umgibt das Buch, aber immer wieder blinzelt die Sonne durch und die Traurigkeit weicht. Wird Klara das Herz von Johanna erweichen können, wird sie es schaffen das Johanna mit der Vergangenheit abschließt, das sie nicht nur die traurigen sondern auch die schönen Momente zulässt und in ein neues Leben startet. Mir ist Johanna unheimlich ans Herz gewachsen und ich wünschte mir so sehr das sie einen Weg findet um mit der traurigen Vergangenheit abzuschließen damit sie die schönen Seiten des Lebens wieder genießen kann. Es war wahnsinnig berührend zu lesen wie sie sich nach diesem tragischen Ereignis eingeigelt hat, aber auch wie sehr ihre gesamte Familie ebenso darunter gelitten hat. Es wurde nie über diesen einen Tag gesprochen, alle haben geschwiegen weil sie dachten sie helfen Johanna damit.

    Ganz toll fand ich auch das man hin und wieder aus Philipps Sicht lesen konnte. Er spürt zwar die Traurigkeit die Johanna umgibt, aber er hat keine Ahnung warum das so ist. Auch ihm hat das Leben übel mitgespielt und es war kein Zufall das er sich eine Wohnung fern der Heimat gesucht hat, nur lagen bei ihm die Dinge etwas anders er konnte um das Wichtigste in seinem Leben kämpfen. Er versuchte sich in Johanna reinzuversetzen, versuchte ihrem Leid auf den Grund zu gehen, aber das war gar nicht so einfach weil alle "Quellen" loyal zu Johanna standen. Mir ging immerzu die Frage durch den Kopf ob er Johannas "Mauern" durchbrechen könnte und sie zum Reden bewegen konnte. Lange Zeit sah es düster aus, mit dem Einzug von Klara veränderte sich einiges - man spürte das Johanna ihm viel bedeutete, das sie den Weg in sein Herz gefunden hat, aber er konnte nicht verstehen warum sie sein Kind nicht liebhaben konnte.

    Es ist schwer in Worte zu fassen was mir beim Lesen des Buches durch den Kopf gegangen ist, in jedem Falle hat mich die Geschichte unheimlich bewegt und mich auch nicht mehr losgelassen. Die Traurigkeit kam bei mir an, aber ich spürte auch wie sich mit dem Auftauchen der kleinen Klara etwas bewegte.


    Mein Fazit:


    Es gab viele traurige Momente in dieser Geschichte, aber auch ganz viele schöne und welche die mir ein Schmunzeln ins Gesicht zauberten, ich hatte Bilder vor Augen und Düfte in der Nase. Die Mischung war genial und ich kann dieses Buch jedem nur wärmstens empfehlen.


    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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    janein
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