Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance

Wie sich Armut in Deutschland anfühlt und was sich ändern muss
 
 
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Kommentar zu "Kein Pausenbrot, keine Kindheit, keine Chance"

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  • 5 Sterne

    Jennifer H., 20.03.2020

    Jeremias Thiel (*2001) ist gerade 11, als er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Niklas das Jugendamt in Kaiserslautern aufsucht und um Hilfe bittet. Die Eltern, beide psychisch krank und langzeitarbeitslos, können den Familienalltag nicht meistern. Alles muss der noch minderjährige Sohn - Jeremias - regeln, der von der Last der Verantwortung schier erdrückt wird und nicht mehr Kind sein darf. Die Aufnahme in ein Jugendhaus der SOS-Kinderdörfer ist seine Rettung. Hier und später trifft er auf Betreuer/Mentoren, die ihm Dinge abnehmen, ihn unterstützen und ihm menschliche Wärme entgegenbringen. Dass Jeremias Thiel heute Umwelt- und Politikwissenschaften in Minnesota studiert, ist ein Wunder, aber auch Verdienst seiner Klugheit und seines Ehrgeizes. Er hat es aus dem Problembezirk ins normale Leben geschafft. Doch die Vergangenheit in Armut lässt sich nicht so einfach abstreifen, beschäftigt ihn weiterhin. Der Autor nutzt seine Erfahrungen und wissenschaftliche Studien/Statistiken als Grundlage zur Diskussion über den richtigen Umgang mit Kinderarmut in der heutigen Zeit. Mit seinem Buch appelliert er an die Politik, endlich etwas zu ändern und den Fokus wieder auf die sozial Schwächeren zu legen. Seine Änderungsvorschläge sind realistisch, aber werden sie gehört?
    Alles in allem hat mich dieses Buch sehr nachdenklich gestimmt, was die Themen Kinderarmut, Chancengleichheit und soziale Teilhabe angeht. Wie kann es sich ein industriell hochentwickelter Staat wie Deutschland überhaupt leisten, seine Zukunft, die Kinder, im Stich zu lassen. Heutzutage entscheiden allzu häufig die Herkunft und der Geldbeutel der Eltern über spätere Karrierechancen. Das ist traurig und sicherlich gibt es Ausnahmen, s. Autor, doch darüber sollte 2020 m. E. nicht mehr diskutiert werden müssen. Aber gerade heute in der schnelllebigen Zeit muss das Thema Kinderarmut wieder in die Öffentlichkeit gebracht werden, weil allein schon die aktuelle Kinderarmutsrate in Kaiserslautern (23,4 %) für sich spricht. Thiels Aufstieg sowie sein Mut und seine Resilienz sind beachtlich. Auch dass er fachmännisch und gleichzeitig persönlich über Kinderarmut in seinem Buch spricht, hat mich vor seinem Schicksal und seinem Alter beeindruckt.

    FAZIT
    Es ist und bleibt wichtig, dass es Menschen wie Jeremias Thiel gibt, die Wahrheiten bzw. Missstände unverhohlen ansprechen und noch dazu Lösungsvorschläge liefern. Nur so kann man etwas bewegen. Daher lege ich sein Buch vor allem Politikern ans Herz.

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    janein

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