Lunapark

Gereon Raths sechster Fall
 
 
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Gereon Rath legt sich in seinem sechsten Fall mit einem SA-Sturm und der Berliner Unterwelt an Berlin, Ende Mai 1934. Die anfängliche Begeisterung für die Regierung Hitler schwindet, die unberechenbare SA macht vielen Bürgern Angst. Und...
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Gereon Rath legt sich in seinem sechsten Fall mit einem SA-Sturm und der Berliner Unterwelt an Berlin, Ende Mai 1934. Die anfängliche Begeisterung für die Regierung Hitler schwindet, die unberechenbare SA macht vielen Bürgern Angst. Und...

Kommentare zu "Lunapark"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    14 von 21 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte1310, 17.12.2016

    Als Buch bewertet

    Ein toter SA-Mann wird 1934 unter einer Eisenbahnbrücke in Berlin aufgefunden. Es sieht aus, als sei er erschlagen worden. Als Gereon Rath am Tatort ankommt, muss er feststellen, dass auch die Geheime Staatspolizei an dem Fall interessiert ist. So muss er wieder mit seinem früheren Kollegen Reinhold Gräf zusammenarbeiten, der ihm inzwischen rangmäßig gleichgestellt ist. Während Gräf felsenfest überzeugt ist, dass es sich um einen politischen Mord handelt, den die Roten verübt haben, hat Gereon da seine Zweifel. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Tote in Wirklichkeit an einem Glasauge erstickt ist. Rath beginnt zu ermitteln ohne die Staatspolizei zu informieren und findet Spuren, die in die Vergangenheit weisen.
    In Berlin ändert sich vieles, aber Gereon bleibt wie er ist. Er verdrängt die Situation und hofft, dass alles schon nicht so schlimm wird und der Spuk bald eine Ende hat. Noch kommt er mit seiner höchst eigenen Version des Hitler-Grußes durch. Wir wissen natürlich, wie alles wirklich weiterging. Es ist sehr bedrückend zu lesen, wie die Menschen drangsaliert wurden und wie die Angst umgeht. Man flüchtet von der Straße sobald schwarze Uniformen auftauchen, denn man weiß nicht, ob man solch eine Begegnung heil übersteht. Wer verhaftet wird, den erwarten harte Verhöre und Folterung, und wer allzu widerspenstig ist, der landet auch schon mal im Konzentrationslager.
    Auch in der Familie Rath macht sich die politische Situation unangenehm bemerkbar. Charly geht offenen Auges durch die Welt und sieht die drohende Gefahr. Gereons mangelndes politisches Interesse regt sie auf und der Haussegen hängt öfter mal schief. Dass ihr Pflegesohn Fritze dann auch noch der HJ beitreten will, macht sie nur noch wütender. Diese Unzufriedenheit bringt sie dazu, leichtsinnig zu handeln und einer jungen Frau zu helfen. Fritze dagegen fühlt sich in der Gruppe anderer Jungen wohl und nimmt begierig auf, was ihm dort vermittelt wird.
    Gräf hat die Zeichen der Zeit für seine Karriere zu nutzen gewusst. Er weiß, dass ihm alle Wege offen stehen. Mich hat aber überrascht, wie kaltblütig er die Chance nutzt, dunkle Flecken in seinem Leben verschwinden zu lassen.
    Es gibt weitere tote SA-Männer und Gereon hat schon bald einen Verdacht, wer hinter den Morden steckt. Er will den Täter natürlich festnehmen, aber Dr. Marlow hat auch ein Interesse daran, dass dieser von der Bildfläche verschwindet – aber das bitte tot. Gereon spürt nun sehr heftig, dass die Nähe zu dem Gangsterboss für ihn gefährlich ist. Da er Charly aber immer aus solchen Geschichten rausgehalten hat, kann er nun auch nicht offen mit ihr reden. Er verhält sich wieder einmal wie immer, wenn’s schwierig wird: Er duckt sich weg. Aber das Problem ist da und muss gelöst werden.
    Wieder einmal gelingt es Volker Kutscher perfekt, uns diese bedrückende Zeit nahe zu bringen. Von Buch zu Buch wird es bedrückender und mit dem Wissen von heute geht es einem beim Lesen besonders nah. Trotzdem fesselt diese Geschichte und versetzt einen in ein Wechselbad der Gefühle. Dennoch bin ich schon sehr auf den nächsten Band gespannt.
    Ein packender Krimi in einer dunklen Zeit.

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    janein
  • 5 Sterne

    7 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Karl-Heinz R., 23.05.2018

    Als Buch bewertet

    Spannende Zeitreise,typisch Kutscher eben!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Isabel R., 16.01.2018

    Als Buch bewertet

    Nach Genuss von Volker Kutschers Lektüre habe ich stets das Gefühl, lange Internetrecherchen durchführen zu wollen. Mit viel Talent verwebt der Autor, der mit „Lunapark“ bereits den sechsten Teil der hochinteressanten Reihe um Kommissar Gereon Rath veröffentlicht hat, viel Wahres mit der fiktiven Geschichte um Kommissar Gereon und seine Frau Charlotte Rath. Kein anderer mir bekannter Autor tut dies mit so viel Liebe zum Detail wie Volker Kutscher. Er schafft es, die angespannte Stimmung, die 1934 in Deutschland herrscht, absolut authentisch zu vermitteln. Die Veränderung, die der gesamte Polizeiapparat erlebt, ist erschreckend. Immer tiefer untergraben die nazitreuen braunen Truppen seine Autorität. Gereon fühlt sich hin und her gerissen zwischen der politischen Abteilung und seiner eigenen Mordkommission was dazu führt, dass er anfängt auf eigene Faust zu ermitteln. Eine Tatsache, die nicht nur für ihn allein lebensgefährlich wird.
    Das Privatleben des Ehepaar Raths kommt mir in diesem Band leider ein wenig zu kurz und die Ermittlungen weisen zwischendurch immer mal wieder ein paar Längen auf, deshalb hat es für mich nicht ganz zur Bestnote gereicht. Meiner Vorfreude auf den Nachfolgerband tut dies jedoch keinen Abbruch. Wie schon bei den Vorgängern, nimmt Volker Kutscher immer wieder Bezug auf vorangegangene Ereignisse, die das Leben der beiden Protagonisten geprägt haben. Deshalb würde ich empfehlen, diese hochinteressante Reihe mit Teil eins zu beginnen um sich dann genüsslich bis Teil sechs durchzulesen.

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    janein
  • 4 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Susanne B., 02.02.2017

    Als Buch bewertet

    Spannend wie immer, der Autor fängt viel von der Zeit ein, allerdings hat man den Eindruck, dass dies der Abschied der Leser von Kommissar Rath ist

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    janein

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