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Meine Freundin, die Depression (PDF)

Wie ich mich meiner Krankheit stellte und so zu mir selbst fand
 
 
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"Lange habe ich es regelrecht geheim gehalten (...). Ich hatte Angst. Angst vor Ablehnung, vor dem großen Stempel. Angst "Schwäche" zu zeigen. Inzwischen weiß ich, dass ich stark bin."
Mit diesen Worten hat sich die beliebte Bloggerin Victoria Müller nicht...
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Kommentare zu "Meine Freundin, die Depression"
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  • 5 Sterne

    18 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anja L. von "books and phobia", 09.02.2019

    Als Buch bewertet

    Mein erster Gedanke, als ich das Buch sah war „Bei ihr hätte ich das nie gedacht!“ Aber warum? Weil ich sie als Moderatorin erleben durfte? Weil sie eine Person des öffentlichen Lebens ist? Nein, es war ihre Stärke und ihre locker, freche Art, die mir zeigte, das diese Frau mit beiden Beinen fest im Leben steht. Dass sie ihr Leben allerdings mit jemanden teilt, denn ich selbst sehr gut kenne, überraschte mich und veranlasste mich dazu ihr Buch in die Hand zu nehmen.



    Ich muss gleich vorweg sagen, das ich selten Biografien lese, da mich das Leben anderer Personen meistens sehr wenig interessiert. Warum ich dieses Buch trotzdem las? Weil ich wissen wollte, wie diese Frau es schaffte, sich mit ihrer Depression zu versöhnen. Ich spreche hier natürlich nicht von Heilung, aber von einem Weg sich selbst wieder ein wenig mehr im Griff zu haben. Dabei ersetzt dieses Buch natürlich keine Therapie, denn auch die Autorin schaffte es nicht ohne sie.



    Was dieses Buch ganz klar vermitteln möchte, ist das anders sein, nicht unbedingt etwas Schlechtes ist. Doch schon in der Jugend stellt sich uns die Frage: Machen wir das, was alle coolen Kids machen, auch wenn es uns nicht gefällt oder sind wir uns treu und nehmen dafür in kauf vielleicht ausgestoßen zu werden? Auch Victoria van Violence spielte das Spiel des Lebens und entschied sich anfangs dafür lieber mit der Masse mitzugehen, nur um zu merken, dass sie das bereits als Schulkind an ihre Grenzen brachte. Als ich Geschichte zu ihrer Kindheit las, kamen mir die Tränen, doch nicht vor Trauer, sondern vor Erleichterung. Ich sah mich, wie ich stets versuchte, in einem Umfeld klarzukommen, das überhaupt nicht zu meinem Charakter passte. Hier zeigte sich bereits die Stärke ihrer Persönlichkeit, welche ich leider nie aufbringen konnte, mir aber Mut gab, sie noch zu finden.



    Ja, man erlebt viele Stationen in Victorias Leben, die aber leider etwas zu sehr im Buch vermischt wurden. Ich hüpfte von stets von der Gegenwart in eine ferne Vergangenheit, welche aber zum vorherigen Sprung keinen Sinn ergab. Ich hätte lieber Station für Station befahren, um den Verlauf der Krankheit und ihrer Persönlichkeit besser unter einen Hut zu bringen. War das Buch deswegen schlecht? Nicht im geringsten. Auch wenn ich etwas orientierungslos durch das Leben der Autorin steuerte, war es ihre Erzählweise, die mich ans Buch fesselte.



    Es müssen nicht immer Details über Details sein, um eine Geschichte lebendig wirken zu lassen. Dies zeigte auch Victoria und ließ mich nur über die Geschehnisse hinweg fliegen und das war auch gut. Der Aufenthalt in der Klinik, zeigte genug wichtige Punkte um das Gefühl zu geben, das eine Einweisung nicht das Schlechteste ist, auf Gespräche mit der Therapeutin wurde nicht näher eingegangen, da nicht jeder die Therapie braucht, die sie hatte und ihr Umfeld, welches zwar nur mit schattenhaften Personen beschrieben wurde, aber ganz klar zeigte, wie unterschiedlich Charaktere mit dieser Thematik umgehen. Am meisten aber begeisterte mich ihr Mut. Sich selbst einzugestehen, das man einen schwierigen Charakter hat, ist nicht leicht, dann auch noch dazuzustehen nochmal etwas anderes.



    Einer der wichtigsten Punkte, die ich aus dem Buch mitnahm, war die Verbindung vom world wide web zur Depression. Egal ob am Handy oder am PC, das Internet steckt voller Versuchungen, die uns zeigen, wie mies wir sind und was wir vielleicht nie erreichen können. Deswegen einfach mal öfter Internet aus und sich einen Tag komplett Handy-frei bewegen. Ich habe mittlerweile einen Tag, wo das Handy nicht benutzt wird und mag ihn sehr.



    Wie schon erwähnt ist das Buch kein Ratgeber, aber tolle Literatur für alle, die ihre Depression gerne an ihrer Seite wüssten, anstatt einen Kampf gegen sie zu führen.


    Mein Fazit



    Der Kampf gegen die Depression ist ein harter Weg. Um so schöner ist es zu sehen, das es Personen gibt, die sich diesem Kampf gestellt haben und mit einer Freundin wieder herauskamen. Victoria van Violence ist eine dieser Personen und spricht offen darüber wie ihr Leben, die Gesellschaft und die Neuerungen des 21. Jahrhunderts ihre Krankheit veränderten.

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  • 5 Sterne

    16 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    An n., 13.09.2018

    Als Buch bewertet

    Was soll ich sagen ? Ich bin wirklich wirklich beeindruckt von Victorias Autobiografie! Ihr Schreibstil ist schonungslos ehrlich sowie erfrischend, sodass ich zuvor noch nie ein Buch in so kurzer Zeit durchgelesen habe. Zwar gibt es viele Bücher, die das (Tabu)Thema Depression behandeln, keines davon aber berichtet so positiv über dieses doch sehr vermeintlich negative Thema. Gerade wenn man das Buch als Betroffene/r liest, ist es mehr als hilfreich! Victoria gibt der Depression durch zahlreiche Metaphern ein Gesicht, was mir persönlich sehr gefällt, da die Depression bis dato für mich etwas Ungreifliches war. Auch kann ich mir vorstellen, dass das Buch vielen hilflosen Angehörigen helfen wird, depressiv erkrankte Menschen besser zu verstehen. Vielen lieben Dank an Victoria für dieses Buch, womit sie auf jeden Fall etwas für die Nachwelt geschaffen hat, denn das Buch ist egal, ob nun betroffen oder nicht ein Muss! Jeder sollte das Buch gelesen haben, damit die Depression auch als das gesehen wird, was sie ist: Eine Krankheit, die willkürlich jeden betreffen kann! Und an alle Therapeuten: Wenn jede Therapiestunde so wäre, wie auch nur eine Seite aus ihrem Buch, dann gäbe es nur noch gute Therapeuten!

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