Tödliches Idyll (Krimi) (eBook / ePub)

Ein Fall für Constable Evans

Rhys Bowen

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  • 4 Sterne

    Niknak, 03.09.2018

    Inhalt:
    Constable Evan Evans lebt im beschaulichen Llanfair und hat eigentlich nicht viel mehr zu tun, als sich um Banalitäten zu kümmern. Doch dann werden drei Touristen ermordet und er macht sich auf die Suche nach dem Täter. Doch gehören alle drei Morde zusammen oder sind mehrere Mörder gleichzeitig unterwegs und was hat es mit den Tomaten der Pfarrersfrau auf sich? Wer zerstört diese und stiehlt ihren Apfelkuchen?

    Mein Kommentar:
    Dies ist der Auftakt zu einer neuen Reihe rund um Constable Evan Evans und ich finde, dass er sehr gut gelungen ist. Die Autorin hat einen lockeren und humorvollen Schreibstil und man liest die Geschichte richtig gern. Man kann sich einfach zurücklehnen und das Dorf mit seinen Bewohnern genießen.

    Die Landschaft sowie die Personen sind sehr genau und detailliert beschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Manchmal waren mir diese Beschreibungen fast ein wenig zu genau und man hätte sie meiner Meinung nach ruhig etwas kürzer fassen können, vor allem im Bezug auf die Berge und die Gegend, ohne dass der Leser dabei etwas verpasst. Dennoch konnte ich mir alles gut vorstellen und hatte ein klares Bild im Kopf.

    Die Protagonisten waren auch sehr detailliert geschildert und sind mir alle ans Herz gewachsen. Evan Evans hat eine sehr eigene Art zu ermitteln und auch wenn viele Dinge nicht in seinen Tätigkeitsbereich fallen, überlegt er selbst, welche Konsequenz es hätte, wenn er weitermacht. Da er davon überzeugt ist, den Mörder zu finden, schreckt er auch nicht vor ungewöhnlichen Methoden zurück. Dies macht ihn richtig sympathisch und man macht sich gerne mit ihm gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder.
    Bei dieser Suche baut die Autorin Rhys Bowen immer wieder Wendungen und Überraschungen ein, sodass man als Leser auch nie weiß, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Dadurch ergibt sich ein guter Spannungsbogen, der bis zum Schluss anhält.

    Am besten haben mir allerdings die vielen Nebencharakteren gefallen, die mich auch immer wieder zum Schmunzeln brachten. So gab es da Evans Vermieterin, die immer darauf bedacht ist, dass er ja genug isst und ihm seine Mahlzeiten bereitet. Aber auch sonst hat sie ein wachsames Auge auf ihn. Als er einmal durchnässt nach Hause kommt, richtet sie ihm ein warmes Bad her und achtet darauf, dass er sich so wieder erwärmt. Ihre Fürsorge fand ich richtig süß und brachte mich zum Lachen.
    Aber da gab es auch noch die Bedienung im Pub, die in Evans verknallt ist und immer sexy angezogen daherkommt, um ihn auf sich aufmerksam zu machen. Doch Evans will nichts mit ihr anfangen, da er auch die Lehrerin sehr interessant findet. Auch durch diese Konstellation ergeben sich ungeplante Situationen, die für den Leser teilweise sehr überraschend und lustig enden.
    Besonders gelungen fand ich die Frau des Pfarrers, die Evan wegen ihrer zerstörten Zuchttomaten und einem gestohlenen Apfelkuchen holte und diese Aufklärung wichtiger fand, als den Mordfall zu klären. Dabei wurde Evan teilweise an den Rand seiner Geduld gebracht.

    Mein Fazit:
    Ein unterhaltsames Buch mit skurrilen Charakteren, die aber alle liebenswert sind und dem Leser unterhaltsame und spannende Stunden bescheren.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Fall, um mehr von Evan und den anderen Dorfbewohnern zu erfahren.

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Martina M., 06.08.2018

    "Ruhe und Beschaulichkeit sind alles, was sich Constable Evan Evans wünscht, als er sich in das kleine walisische Dorf Llanfair versetzen lässt. Das schlimmste Verbrechen, das dort jemals begangen wurde: der Raub eines Apfelkuchens. Doch dann verunglücken zwei Touristen in den malerischen Bergen tödlich. Während alle an einen Unfall glauben, ist sich Constable Evans sicher, dass die beiden ermordet wurden. Nur von wem?
    Milchmann-Evans, Tankwart-Roberts und Mrs Powell-Jones haben es manchmal faustdick hinter den Ohren. Genau wie Betsy, die im Pub Red Dragon arbeitet und dem Constable schöne Augen macht. Obwohl Evan nicht glauben möchte, dass jemand von den liebenswert-kauzigen Bewohnern Llanfairs der Mörder ist, nimmt er seine Ermittlungen auf ..." - soweit der Klappentext.
    Das Cover zeigt eine Landschaft, wie ich sie mir für Wales vorstelle. Insgesamt wirkt es etwas düster, was natürlich hervorragend zu einem Krimi passt.
    Rhys Bowen, Jahrgang 1941, ist das Pseudonym von Janet Quin-Harkin. Sie arbeitete bei der BBC und beim Rundfunk in Sydney. Heute lebt sie in San Francisco. Neben der Reihe um Evan Evans gibt es zwei weitere Reihen: Molly Murphy und Her Royal Spyness, außerdem sind weitere Bücher von ihr erschienen. (Quelle: krimi-couch)
    Wenn ich es richtig gesehen habe, sind bisher zwei Krimis der Reihe um Constable Evan Evans auf deutsch erschienen. Der vorliegende Band ist der Auftakt der Reihe, "Tod eines Tenors" der dritte Band.
    Im Klappentext ist die Rede von "liebenswert-kauzigen Bewohnern Llanfairs", die perfekte Beschreibung für die Menschen in dem kleinen Dorf. Rhys Bowen versteht es, die Kulisse mit den Bergen, dem Dorf und den Menschen dort lebendig werden zu lassen. Bereits die ersten Sätze setzen das "Kopfkino" in Gang. Der Constable hat sich freiwillig und bewusst nach Llanfair versetzen lassen, den Grund erfährt der Leser im Verlauf des Krimis. Dennoch entwickelt er Ehrgeiz und legt großen Wert darauf, nicht unterschätzt zu werden.
    Die kleinen oder auch größeren Marotten der einzelnen Einwohner lassen schmunzeln, der Leser sieht sie von außen und muss mit den Macken nicht zurecht kommen. Wunderbar die Verdächtigungen der einen Pfarrersfrau der anderen gegenüber; dem Constable ist sofort klar, dass sie völlig haltlos sind, allerdings zieht er nicht die richtigen Schlüsse daraus. Und das passiert ihm später noch einmal, er hört zu, versteht das Gesagte und interpretiert es völlig falsch. Übrigens eine gute Lehre für die Leser: nicht alles, was man zu verstehen glaubt, ist auch so gemeint.

    Einige Verdächtige tauchen auf, einige falsche Fährten werden gelegt, der kundige Leser kann dem so allerdings nicht folgen.

    Trotz der stattlichen Anzahl von vier Toten würde ich diesen Krimi unter dem Genre Cosy-Krimi einordnen wollen, nicht zuletzt deswegen, weil nicht nur Betsy mit dem Junggesellen Evans zu gern anbändeln würde.

    Mich hat der Krimi sehr gut unterhalten, genau das richtige Buch zur Entspannung.

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    janein
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