Farben (CD)

Reinhard Mey

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    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Thomas Gutmann, 30.04.2015

    Nach eher schwachen Alben in den 80er-Jahren meldete sich Reinhard Mey 1990 mit dem Album "Farben" eindrücklich zurück. Bereits im ersten Song "Mein Berlin" beweist Mey seine Meisterschaft, in dem er seine Biografie - Mey ist 1942 in Berlin geboren worden - mit der Entwicklung der Stadt verknüpft: Den Bogen spannt er von der unmittelbaren Nachkriegszeit ("Ruinen in den Himmel ragten, schwarz und leergebrannt") mit der "Luftbrücke" und dem 53er Volksaufstand am Potsdamer Platz über den Bau der Mauer, die 70er-Demos und 80er-Krawalle ("Kreuzberg brennt") bis zum Mauerfall 1989. Eine eindrucksvolle "Berliner Chronik".



    Nach dieser Eröffnung sind die Erwartungen hoch gesteckt. Aber Mey enttäuscht nicht: Mit "Kleines Mädchen", "In Lucianos Restaurant", "Zwischen allen Stühlen" und der "Kinderhosenballade" beleuchtet er den Themenkreis "Familiäres" umfassend und gewinnt ihm diverse Facetten - von witzigen Szenen im Restaurant bis zu nachdenklich-philosophischen Betrachtungen ("Kleines Mädchen", "Zwischen allen Stühlen") - ab. Satirisch wird Mey bei "Wahlsonntag" und - etwas weniger scharfzüngig - bei "Alle Soldaten woll'n nach Haus", für das er sich die Unterstützung seiner Sangeskollegen Klaus Hoffmann, Hans Scheibner und Stoppok gesichert hat.



    Bei "Golf November" blitzt Reinhard Meys Leidenschaft für die Fliegerei auf. Doch auch wenn er diese Liebe bereits in den 70ern und 80ern mehrmals besungen hat, vermag er auch hier dem Thema Neues abzugewinnen. "Golf November" erzählt nämlich nicht von "der grenzenlosen Freiheit über den Wolken", sondern von Rettungsfliegern, von "stillen Helden", die sich selbst nach einem Einsatz, bei dem sie - unter grossem eigenen Risiko - ein Menschenleben gerettet haben, sich nicht im (möglichen) Ruhm sonnen müssen.




    Bei "Allein" handelt es sich, wie der Titel vermuten lässt, um ein nachdenkliches Lied. "Wir mögen noch so sehr geliebt, von Zuneigung umgeben sein / Die Kreuzwege des Lebens geh'n wir immer ganz allein" stellt Reinhard Mey fest. Mit "Mein Dorf am Ende der Welt" wird nochmals Berlin bzw. der Bezirk, in dem Mey lebt, besungen. Gleichzeitig sinniert der Liedermacher über den Begriff "Heimat" und dessen Bedeutung für den einzelnen Menschen.




    Die Erinnerung an die erste Liebe (und was sie einen "lehren" kann) behandelt Mey in "Ich hab' meine Rostlaube tiefer gelegt". Das allzu süssliche Arrangement zerstört diesen Song - zumindest in der Albumversion. Allerdings bleibt dieses Arrangement das einzige auf dem Album mit solch drastischer Negativ-Wirkung. Natürlich können auch einige andere Arrangements auf "Farben" zur Diskussion gestellt werden, unter dem Strich bleiben diese jedoch - gerade für ein Album, das mittlerweile auch schon 25 Jahre auf dem Buckel hat - auch für "heutige Ohren" hörbar.



    Fehlt noch das (praktisch) obligatorische Liebeslied. Tatsächlich bewegt sich das letzte Lied "Wir" im Themenkreis "Liebe/Beziehung". Doch es ist handelt sich nicht um das für mey'sche Verhältnisse "klassische Liebeslied", sondern erzählt von einem - fast - scheiternden Paar, einer "im Alltag eingeschlafenen" Partnerschaft. Bei "Wir" wechselt Mey mit den Strophen die Perspektiven, erzählt einmal aus der Sicht des Mannes, dann wieder aus der Sicht der Frau. Dieser Kunstgriff (den Mey in seiner Karriere und bei rund 500 Liedern) nur äusserst selten angewendet hat, lässt die Zuhörenden die Einsamkeit der Protagonisten nachempfinden und verstärkt das Gefühl der Isolierung, bis die beiden - ganz zum Schluss - doch noch zu einem "Wir" zurückfinden. Ein wahrlich würdevoller Abschluss eines starken Albums!

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    janein

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