Alexander Beyer

Deutscher Schauspieler. Er hatte als bekannter Unbekannter fast 50 TV-Rollen und Spielfilmarbeiten hinter sich, als ihm Regisseur Robert Dornhelm 2007 eine der drei Hauptrollen in der internationalen vierteiligen TV-Verfilmung von Leo Tolstoys Romanepos "Krieg und Frieden" anvertraute. Alexander Beyer meisterte die in der Kinofassung 1956 von Henry Fonda gespielte Rolle des idealistischen russischen Grafen Pierre Besuchov, der die Napoleonischen Kriege erlebt, mit Bravour. Internationale Erfahrung hatte Beyer zuvor nur in Steven Spielbergs Terroristen-Drama "München" (2005) als deutscher Reporter sammeln können. Nach "Krieg und Frieden" ist Beyer in Alexander Buravskys Weltkrieg-II-Epos "Leningrad" neben Mira Sorvino, Gabriel Byrne und Armin Müller-Stahl zu sehen, und spielt in Spike Lees in Italien spielendem Kriegsfilm "The Miracle at St. Anna" (2008) einen deutschen Soldaten.

Alexander Beyer wurde dem deutschen Publikum als bester Freund des Träumers Micha (Alexander Scheer) in Leander Haußmanns Tragikomödie "Sonnenallee" (1999) bekannt. Seither hat er in mehreren Filmen, die die DDR, Ost-Berlin und Ostdeutschland thematisieren, mitgewirkt, so als Student Jochen, der sich in Ex-Terroristin Rita Vogt (Bibina Beglau) verliebt, in Volker Schlöndorffs "Die Stille nach dem Schuss" (2000), als Nachtportier in dem in Leipzig spielenden Drama "Das Monstrum" (2001) und als Rainer, der Daniel Brühls Filmschwester Maria Simon in Wolfgang Beckers Tragikomödie "Goodbye, Lenin!" (2003) schwängert.

Alexander Beyer wurde 1973 in Erfurt, Thüringen, als Sohn eines Geigenbauers geboren und studierte nach dem Abitur an der Schauspielschule Ernst Busch. Er brach sein Studium im zweiten Semester ab, arbeitete als Ausstatter und debütierte 1997 in der Rolle des Melders in Frank Beyers Version von "Der Hauptmann von Köpenick" (mit Harald Juhnke). Im Fernsehen war Beyer in Krimiserien wie der "Tatort"-Reihe (vier Folgen), "Die Männer vom K3", "Die Ermittler", "Wolffs Revier", "Die Cleveren", "Alarm für Cobra 11", "Der letzte Zeuge", "Doppelter Einsatz" und "Küstenwache" zu sehen und spielte in der "Schimanski"-Reihe in der Folge "Schimanski muss leiden" (2000) den Sohn von Christiane Hörbiger. In TV-Krimis spielt Beyer häufig unschuldige Mordverdächtige. In der Komödie "Die Hunde sind los" (2001, mit Barbara Valentin und Tilo Prückner) ist er der Freund von Anna Loos.

Im Kino gehörte Beyer zum Ensemble von Hans Steinbichlers Heimatfilm-Melodram "Hierankl" (2003), spielte den Freund der schwangeren Katharina Schüttler in "Sophiiie!" (2002), war in "Eierdiebe" (2001), "Halbe Miete" (2002), "Maria am Wasser" (2006/08) und Oskar Roehlers "Lulu und Jimi" (2008) dabei. Er beteiligte sich am vom Schauspieler Herbert Fritsch initiierten intermedialen Kunstprojekt um Shakespeares Hamlet im Film "hamlet-X" (2003) und spielte in den Kinder- und Jugendfilmen "Heinrich der Säger" (2000) und "Der Dolch des Batu Khan" (2005) sowie in einer Folge der Kinderserie "Siebenstein" (2005).

Alexander Beyer trat in einem TV-Werbespot für Wrigleys auf.

Er ist passionierter Bergsteiger, Alpinist und Skifahrer. Spitzname: A.B..

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