Marius Müller-Westernhagen

In erster Linie deutscher Rockstar, der sich lebenslang Diadochenkämpfe mit Herbert Grönemeyer lieferte, hat Marius Müller-Westernhagen mit der Rolle des Truckers Theo in dem Millionenerfolg "Theo gegen den Rest der Welt" (1980) sein Markenzeichen im deutschen Film hinterlassen. Die rasante Komödie um den Ruhrpott-LKW-Fahrer, der seinem geklauten Brummi bis ans Mittelmeer folgt, brachte ihm den Ernst-Lubitsch-Preis ein. Vorausgegangen war der TV-Film "Aufforderung zum Tanz", in dem er die Figur des schlaksigen und leicht spinnerten Theo aus Herne entwickelt hatte. In "Das zweite Erwachen der Christa Klages" begeht er mit der Titelheldin und einem Freund einen Banküberfall, um einen Kindergarten zu sanieren, und wird später auf der Flucht von einem Polizisten hinterrücks erschossen. Reinhard Hauff setzte MMW in "Der Mann auf der Mauer" als chaplinesken Mauerspringer und Grenzgänger zwischen den beiden deutschen Staaten ein.

MMW wurde 1949 geboren und startete seine Rock-Karriere 1975 mit Konzerten gegen rechts. Der Turnschuh-Rebell brachte von "Das erste Mal" bis "In den Wahnsinn" (2002) 22 Alben heraus: "Nur auf der Bühne bin ich Mensch!"

MMW zur Zeit von "Theo": "Kino geht auf die Fresse, da checkt man sofort, wenn du lügst. Die Kamera ist nicht zu bestechen. Kino ist eine Volkskunst." 1999 setzte sich MMW für die doppelte Staatsbürgerschaft ein und startete 2000 bei einem Formel-1-Promi-Rennen in Hamburg. MMW ist Anhänger von Borussia Dortmund.

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