Tobi Baumann

Deutscher Regisseur. Talentierter Autodidakt mit untrüglichem Sinn für absurde Komik im Alltag, wurde Tobi Baumann vor allem in der Zusammenarbeit mit den deutschen Comedystars Anke Engelke und Bastian Pastewka erfolgreicher Regisseur von TV-Shows wie "Ladykracher", "Ladyland" und deren Specials. Er inszenierte die TV-Serien "Kinder, Kinder" und "LiebesLeben", und machte sich mit den Kinofilmen "Der WiXXer" (2004) und "Vollidiot" (2007) einen Namen. 2008 verbuchte er mit dem Zweiteiler "Zwei Weihnachtsmänner" (Sat.1), in dem Bastian Pastewka, Christoph Maria Herbst und Armin Rohde als Vertreter, Anwalt und Weihnachtsmann in einem an John Hughes' Road Movie "Ein Ticket für zwei" angelehnten Plot ein komödiantisches Dauerfeuerwerk abziehen, einen Quotenhit.

Tobias "Tobi" Baumann wurde 1974 in Koblenz im Rheinland geboren, arbeitete jahrelang als Sketch-Autor im Brainpool der "Harald Schmidt Show" und für das Comedyformat "Die Wochenshow" (RTL), wo er Anke Engelke kennenlernte. 2001 begann die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Engelke, die in "Ladykracher" (Sat.1; 51 Folgen in vier Staffeln, 2001/03; 2008) und dessen Spin-Off "Ladyland" (Sat.1; 12 Folgen in zwei Staffeln 2006/07) als "Frau mit den 250 Gesichtern" Klischees im täglichen Geschlechterkrieg in witzigen Rollenspielen aufs Korn nahm. Höhepunkt der Zusammenarbeit wurde die Show "Fröhliche Weihnachten" (2007), in der Engelke und Bastian Pastewka in allen Rollen Volksmusik, Weihnachtsrituale und TV-Unsinn parodieren.

Der Erfolg der Sketch-Shows brachte Baumann die Regie mehrerer TV-Serien ein, so den Pilotfilm für die Krimi-Reihe "Die Abstauber - Herrenjahre sind keine Lehrjahre" (2005, mit Wotan Wilke Möhring), die romantische Komödienserie "LiebesLeben" (2005; elf Folgen) und die Serie "Kinder, Kinder" (2007; vier Folgen) um drei Schwestern, ihre Familien und ihren Freundeskreis. 2007 inszenierte Baumann den Werbespot für das Watchblog "Bildblog" (das seit 2003 die Arbeit der "BILD"-Zeitung beobachtet und kommentiert).

Durch Pastewka, für den er 2003 das Special "Ohne Worte" inszenierte, gelangte Baumann an die Regie des Kinofilms "Der WiXXer", der die deutschen Edgar-Wallace-Gruselkrimis der 60er-Jahre parodierte und 2004 zu den Kinoerfolgen des Jahres zählte. 2007 folgte die Komödie "Vollidiot" mit Oliver Pocher als Telefon-Verkäufer in Liebesnöten.

Tobi Baumann wurde für seine Arbeiten mehrfach mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet: für "Ladykracher" 2002 und 2004, "Ladyland" 2006, "Kinder, Kinder" 2007 und "Fröhliche Weihnachten" 2008. Für "Ladykracher" wurde er außerdem 2002 mit dem "Deutschen Fernsehpreis", für "Fröhliche Weihnachten" 2008 mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt.

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