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Tomaten vorziehen

So klappt es mit der Anzucht. Richtig ausgeizen für eine gute Ernte

Tomaten lieben es warm. Jetzt ist die richtige Zeit, Tomaten aus Samen drinnen vorzuziehen.

Vorfreude auf den Sommer: im Haus Tomaten vorziehen

Saftige Tomaten, cremiger Mozzarella und ein Hauch Basilikum – das schmeckt nach Sommer. Damit Sie die gesunden Früchte zur Hochsaison ernten können, lohnt es sich, sie drinnen vorzuziehen. Denn Tomaten lieben Wärme – und Mitte März ist der ideale Zeitpunkt zur Aussaat. Wir erklären Ihnen, wie Sie Tomaten ganz einfach vorziehen können und worauf Sie achten sollten. Außerdem geben wir Ihnen Tipps für ein gutes Wachstum.

Im März mit der Aussaat im Haus beginnen

Tomaten sind frostempfindliche Pflanzen. Damit sie im Sommer ausreichend Früchte tragen, benötigen sie viel Wärme. Das fängt schon beim Keimen an. Beginnen Sie daher etwa Mitte März mit der Aussaat im Haus. Suchen Sie für die Anzucht ein helles und warmes Plätzchen, beispielsweise auf der Fensterbank.
Falls es dort durch Sonneneinstrahlung tagsüber sehr heiß werden sollte, können Sie einfach ein Stück Pappe als Schattenspender zwischen Fenster und Anzuchtschale stellen. Wenn die Fensterbank noch etwas kalt ist, können Sie eine Unterlage verwenden und die Anzucht mit Frischhaltefolie oder einem durchsichtigen Deckel abdecken. Die Pflanzen sollten dann regelmäßig belüftet werden, damit sich kein Schimmel bildet.

Tomaten vorziehen: Für eine einfache Handhabung lohnen sich Anzuchtschalen, nach dem Keimen werden die Pflanzen vereinzelt. Wer selbst vorzieht, hat die Auswahl aus über 3.800 Arten und tollen Geschmacksrichtungen. Wie wärs mit historischen Sorten?

Aus einer Vielfalt an Samen und Sorten wählen

Der große Vorteil, wenn Sie selbst Ihre Tomatenpflanzen ziehen: Sie können aus unzähligen Sorten wählen. Es gibt schätzungsweise 3.800 verschiedene Arten, darunter

  • Salattomaten,
  • Rispentomaten
  • Cherrytomaten sowie
  • Fleischtomaten.

Darüber hinaus werden alte Tomatensorten immer beliebter, wie beispielsweise Gärtner Pötschke sie zusammengestellt hat, die nicht nur geschmacklich mehr drauf haben, sondern auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind. Diese Sorten zeichnen sich zudem durch besondere Formen oder Farben aus:

  • Schwarze Krim: Eine lila-braune Fleischtomate, die sich perfekt für Salate eignet.
  • Ochsenherz: Ihre Form ist namensgebend – ein saftarme Sorte, die mit Büffelmozzarella und Basilikum wunderbar harmoniert.
  • De Berao: Eine robuste Baumtomate, die bis zu vier Meter Wuchshöhe erreicht. Ihre leicht mehligen Früchte sind ideal für die Zubereitung von Tomatensaucen und Ketchup.

Tipp: Achten Sie beim Kauf der Samen auf eine hohe Qualität und lassen Sie sich im Fachhandel beraten.

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Tomaten mögen es nicht nur warm, sie sollten auch vor Regentropfen geschützt werden, damit die reifen Früchte nicht beschädigt werden. Das Tomatendach schützt vor Regen und Hagel.

Anzuchterde für die ideale Nährstoffkombination

Die jungen Tomatenpflanzen haben besondere Ansprüche an den Boden und die darin enthaltenen Nährstoffe. Am besten wählen Sie Anzuchterde, die humusreich, locker und durchlässig ist. Sie sollte zudem keimfrei und nährstoffarm sein, um ideale Bedingungen für das Wurzelwachstum der zarten Pflänzchen zu schaffen.

Eierkartons, Joghurtbecher und Anzuchtschalen

Um Tomaten vorzuziehen, können Sie Eierkartons oder Joghurtbecher verwenden. Piksen Sie einfach einige Löcher in den Boden, damit überschüssiges Wasser später ablaufen kann. Flache Schalen oder kleine Töpfe mit Bodenöffnung eignen sich ebenfalls. Im Fachhandel finden Sie darüber hinaus spezielle Anzuchtschalen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So können Sie Ihre Tomaten vorziehen und pflegen

Samen, Anzuchterde und Gefäße bereitstellen.

  1. Die Gefäße bis unter den Rand mit Anzuchterde füllen, leicht andrücken und angießen.
  2. Die Samen im Abstand von etwa 3 cm in die Erde legen. Bei sehr kleinen Gefäßen wie Eierkartons nur ein Samenkorn pro Mulde verwenden.
  3. Eine dünne Schicht Anzuchterde über die Samen geben und die Anzucht an einen hellen, warmen Ort stellen.
  4. Nach etwa zehn Tagen die Tomaten pikieren: Heben Sie die Pflänzchen mit Wurzelballen mithilfe eines Löffels aus dem Anzuchtgefäß und pflanzen Sie je eine Pflanze in einen Topf mit 9 cm Durchmesser oder maximal drei Pflanzen in ein größeres Gefäß. Setzen Sie die Tomaten tiefer in die Erde, damit sie kräftige Wurzelballen ausbilden.
  5. Gießen Sie die vorgezogenen Tomaten regelmäßig.
  6. Bevor sie ins Freiland dürfen, können Sie die Tomatenpflanzen abhärten: Sobald die Pflanzen etwa 8 cm groß sind, setzen Sie sie erneut tiefer und in größere Töpfe um. Stellen Sie die Tomaten tagsüber im Schatten ins Freie. Nachts sollten sie keinen Frost abbekommen und vorzugsweise in einem unbeheizten Raum aufbewahrt werden.
  7. Nach etwa zwei Wochen können Sie die Tomatenpflanzen ins Freiland setzen, am besten an einen sonnigen und windgeschützten Ort.
  8. Geizen Sie Ihre Tomaten regelmäßig aus. So erhalten Sie eine reiche Ernte. Wie das geht, erfahren Sie im Video von Gärtner Pötschke.

Videotipp Tomaten ausgeizen von Gärtner Pötschke:

Vom verschmähten Exoten zum Lieblingsgemüse

Wussten Sie schon, dass die Tomate viele Jahrhunderte lang in England und Nordeuropa als Nahrungsmittel verschmäht wurde? Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Christoph Kolumbus brachte sie Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa, wo sie aufgrund des warmen Klimas vor allem in Spanien, Italien und Portugal Verbreitung fand.
Da die Tomatenpflanze und ihre Früchte der giftigen Schwarzen Tollkirsche ähneln, hielten die Nordeuropäer das Gemüse aufgrund seiner roten Farbe zwar für schön, aber gefährlich. Tomaten dienten lange Zeit lediglich als Zimmerpflanzen und die Früchte wurden als Dekoration in Schalen arrangiert.
Während die Italiener bereits im 16. Jahrhundert begannen, mit Tomaten zu kochen, dauerte es noch bis ins 20. Jahrhundert hinein, bis die pralle Frucht auch im nördlichen Europa als Nahrungsmittel beliebt wurde. Heute gehört die Tomate zu den meistverzehrten Gemüsesorten auf dem Kontinent.

Ob im Salat, auf der Pizza, zu Pasta oder gefüllt – es gibt unendlich viele leckere Gerichte mit den saftigen roten Früchten. Und diese Rezepte schmecken noch viel besser mit selbstgeernteten Tomaten aus dem eigenen Garten oder vom eigenen Balkon. Worauf warten Sie noch?

Lesetipp:

Unser Garten im März - aussäen und vorziehen