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Winterliche Blütenpracht: Weihnachtsblumen

Amaryllis und Weihnachtsstern verzaubern jetzt die Räume

Faszinierend schön sind die Blüten der Amaryllis - festlich kombiniert in vielen Väschen in Pastellnuancen machen die Weihnachtsblumen in soften Farben einen opulenten Eindruck | Idee und Copyright großes Foto: tollwasblumenmachen.de

Stars der Weihnachtsdeko: Weihnachtsblumen

Weihnachtsblumen, wie Amaryllis und Weihnachtsstern, haben jetzt Saison und lassen festliche Stimmung in unsere Räume einziehen. Wenn die Natur draußen Winterschlaf hält, sorgen sie drinnen für farbig-frische Akzente. In Vasen, Krügen oder auf Schalen lassen sich die Weihnachtsblumen in Kombination mit Tannen- oder Beerenzweigen zu stimmungsvollem Zimmerschmuck arrangieren. Wer einige Tipps beachtet, hat über Wochen Freude daran.

INHALT

Echte Hingucker sind die Poinsettien – Weihnachtssterne – die es in Weiß, Rosa und Rot gibt. Was "weiß blüht", sind die Hochblätter der Weihnachtsblumen. In Papierhülle mit filigraner Glitzerdeko verbreitet die Pflanze Festtagsstimmung I Idee und Copyright großes Foto: Stars for Europe

Weihnachtsblumen-Tipp 1: Weihnachtssterne

Deko mit Weihnachtssternen

Erweitern Sie einfach Ihre übliche Weihnachtsdekoration mit roten und weißen Blüten: kleine Weihnachtssterne neben Tannenzapfen beim Kaffeegedeck. Oder wie wäre es auf dem Tisch mit einer großen weißen "Suppenschüssel" bepflanzt voller roter Weihnachtssterne?

Besonders bliebt in der Weihnachtszeit sind auch die Mini-Weihnachtssterne. Einfach eine Auswahl unterschiedlicher Mini-Weihnachtssterne auf einer dekorativen Schale oder in einer alten Zuckerdose platzieren. Auch für Hängedekorationen eignen sich die Minis gut.

Festlichen Blütenzauber bei Weltbild entdecken

Weihnachtsstern: Kleine Pflanzenkunde, Kauf- und Pflegetipps

Der Weihnachtsstern – auch als Poinsettie oder Euphorbia pulcherrima bekannt – hat bei uns in der Weihnachtszeit Hochsaison. Er zählt weltweit zu den beliebtesten und meistverkauften Weihnachtsblumen und das obwohl die Pflanze in der Regel nur saisonal angeboten wird. Allein in Deutschland werden jährlich zwischen 35 und 40 Millionen Exemplare verkauft.

Der Grund sind die wunderschönen roten oder weißen Hochblätter dieser Pflanze aus der Gattung der Wolfsmilchgewächse. Die eigentlichen Blüten des Weihnachtssterns sind sehr klein und unscheinbar. Viele Pflanzenfreunde halten deswegen die farbigen Hochblätter für die Blüten. Dem ist aber nicht so. Die bunten Hochblätter sollen Insekten anlocken. Inzwischen strahlen sie in den tollsten Farben. Neben den traditionellen Rottönen gibt es heute

  • lachsfarbene,
  • panaschierte,
  • weiße und
  • zweifarbige Weihnachtsstern-Sorten.

Ursprünglich stammt „die Schönste“ – wie „pulcherrima“ übersetzt heißt, aus den tropischen Laubwäldern Mittel- und Südamerikas, wo sie zu hohen Sträuchern heranwächst. Hierzulande gibt es im Winter den Weihnachtsstern als kleine oder große Topfpflanze in Blumenläden, Super- und Baumärkten.

Wie blüht der Weihnachtsstern pünktlich zum Fest?

Damit ein Weihnachtsstern pünktlich farbige Blätter entwickelt, muss er zuvor mindestens acht Wochen lang mindestens 12 Stunden täglich in völliger Dunkelheit stehen. Wichtig: Bereits kleinste Lichtmengen während der täglichen Verdunkelungszeit verhindern erneutes Blühen bei den Weihnachtsblumen. Deshalb lohnt es sich meist eher, jedes Jahr eine neue Pflanze zu kaufen.

Weihnachtssterne richtig kaufen, transportieren und platzieren

  1. Beim Kauf sollten die gelbgrünen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern knospig sein, dann hat der Weihnachtsstern seine Blütezeit noch vor sich.
  2. Die Pflanze reagiert empfindlich auf Kälte – daher meiden Sie Verkaufsstände im Freien und verpacken Sie die Weihnachtsblume gut vor dem Transport nach Hause, damit Sie lange Freude an ihm haben. Exemplare aus dem zugigen Eingangsbereich von Läden haben wenig Überlebenschancen. Innerhalb weniger Tage werfen solche Pflanzen ihre Blätter ab und dann kann man sie vergessen. Wichtig ist, sich die Pflanze gut einpacken zu lassen, denn sie mag keine Kälte und keine Zugluft.
  3. Als tropische Pflanze bevorzugt der Weihnachtsstern einen warmen und hellen Standort – möglichst ohne Zugluft und ohne direkte Sonneneinstrahlung, bitte auch nicht direkt über der Heizung platzieren.
  4. Optimal pflegen Sie den Adventsliebling, wenn Sie ihn bei einer Zimmertemperatur von 15 bis 22 Grad Celsius halten und ihm regelmäßig lauwarmes Wasser geben. Vorsicht: Die meisten Weihnachtssterne werden ertränkt. Sie brauchen nur wenig Wasser. In ihrer Heimat regnet es wenig, Wasser daher immer in kleinen Dosierungen geben, da Nässestau zu faulen Wurzeln führen kann, die die Pflanze eingehen lassen. Aber aufpassen: austrocken dürfen die Wurzelballen auch nicht.

Tipp: Wässern Sie den Weihnachtsstern in einem Tauchbad anstelle regelmäßigen Gießens. Dafür wird der fast trockene Wurzelballen aus dem Übertopf genommen und einige Minuten in Wasser getaucht. Anschließend die Pflanze hochnehmen, das überschüssige Wasser ablaufen lassen und zurück in den Übertopf stellen.


Zapfenuebertopf
Ein rustikaler Zapfenübertopf für Ihre Weihnachtsblume ist im Handumdrehen gemacht. Wie's genau geht, erklären wir im Anschluss I Idee und Copyright großes Foto: Stars for Europe

DIY-Tipp: Weihnachtsstern im Zapfenübertopf

Allen, die gerne kreativ sind und Wert auf Eleganz legen, sei dieses stilvolle DIY-Arrangement von Stars for Europe, einer Initiative der europäischen Weihnachtssternzüchter, mit cremefarbenen Weihnachtssternen im dekorativen Zapfenübertopf empfohlen. Ein natürlich-rustikaler Blickfang für die Weihnachtszeit, der sich mit wenigen Handgriffen selbst gestalten lässt.

Für die Umsetzung benötigt man:

  • zwei Weihnachtssterne mittlerer Größe
  • ein passendes Kunststoffgefäß
  • möglichst gleich lange Zapfen
  • goldfarbener Draht
  • Heißkleber

Und so wird's gemacht:

  • Die Zapfen mit Heißkleber an der Topfaußenseite befestigen.
  • Dabei die Zwischenräume so klein wie möglich halten. Am besten gelingt dies, wenn die Zapfen abwechselnd mit der Spitze nach oben und nach unten zeigen.
  • Für einen festlichen Akzent den Zapfenübertopf anschließend mehrfach mit dünnem Golddraht umwickeln.
  • Und zum Abschluss die Weihnachtsblumen in dem Zapfenübertopf platzieren. Fertig ist der natürlich-rustikale Blickfang für die Winterzeit.


Amaryllis

Weihnachtsblumen-Tipp 2: Amaryllis

Deko mit Amaryllis

Die rote Amaryllis eignet sich besonders gut für winterliche Sträuße mit Beerenästen und grünen Kiefernzweigen. Hübsch dekoriert beispielsweise in einer alten Porzellan-Kanne, die Sie als Vase umfunktionieren.

Oder kombinieren Sie die Amaryllis doch einmal mit Weihnachtskugeln auf der Fensterbank. Auch Adventskränze und -gestecke bekommen einen edlen Charakter mit einer zusätzlichen Amaryllis-Blüte.

Wer lieber auf schlichte Eleganz setzt, trifft mit der Amayrllis ebenfalls eine gute Wahl: Auch im Alleingang macht die „Naked Lady“, wie sie in den USA genannt wird, stets eine gute Figur.

Liebhaber der sanften Töne können mit der breiten Palette von Pastellfarben der Weihnachtsblumen einen verspielten Mix kreieren. Besonders kleinere Accessoires wie Vasen und Schatullen wirken in Puderrosa, Pfirsich, Lavendel und Mint märchenhaft. Ein passender Blickfang dazu ist die Amaryllis (siehe unser Foto oben - Idee von tollwasblumenmachen.de)

Amaryllis: Kleine Pflanzenkunde, Kauf– und Pflegetipps

Die zarten, großen Blüten dieser Weihnachtsblume sind wahre Meisterwerke der Natur. Der schöne Name steht allgemein für Blumen der Gattung Ritterstern, was auf ihre sternförmig angeordneten Blütenblätter zurückzuführen ist.

Die glamouröse Schönheit stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik und wird auch Hippeastrum genannt. Die großköpfige Diva kommt in den Farben Weiß, Rot, Gelb, Rosa, Violett sowie Orange und lässt sich damit ideal dekorieren und passt zu jedem festlichen Geschirr.

Die subtropischen Rittersterne, die wir in der Weihnachtszeit als Zimmerpflanze erhalten, zählen wie Tulpen und Hyazinthen zu den Zwiebelblumen. Es sind ausdauernde und krautige Pflanzen, die 70 bis 100 Zentimeter hoch werden und uns mit vielen Farben und Blütenformen erfreuen.

Amaryllis: Auf die Zwiebel kommt es an

Zu kaufen gibt es das schöne Blütenwunder bei uns von Oktober bis März in Blumen- und Pflanzenläden, aber auch in Supermärkten und Discountern.

Achten sollte man vor allem auf die Beschaffenheit der Zwiebel.

  • Je dicker die Zwiebel, desto mehr Blütentriebe kann sie entwickeln.
  • Ist die Zwiebel fest, hat keine Druckstellen oder matschige Bereiche? Dann können Sie zugreifen.
  • Aufpassen sollten Sie bei roten Streifen auf der Zwiebel oder den Blättern, das deutet auf eine Pilzkrankheit hin, oder bei einem grünen Belag an der Unterseite - das könnte Schimmel sein.
  • Am besten wählen Sie Zwiebeln aus, die bereits eine Knospe ausbilden und vermeiden jene, die nur Blattspitzen oder vertrocknete Triebe erkennen lassen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Weihnachtsblume zu Hause auch wirklich blüht.

Amaryllis im Wachsmantel

Für ein echtes Solo eignet sich die Amaryllis im Wachsmantel – sie ist ein leuchtender Blickfang auf Fensterbank oder Kommode und eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel zu einem Weihnachtsessen oder als frische Ergänzung zu einem weihnachtlichen Buchgeschenk.

Das Besondere an einer "Wachs-Amaryllis": Sie soll in der Winterzeit bis zu vier Mal blühen können – ganz ohne zusätzliches Gießen. Alles was die Pflanze braucht, liegt innerhalb der Wachsschicht, die die Zwiebel umschließt. Ähnlich einer Schnittblume wird die „Amaryllis in Wachs“ nach ihrer Blühzeit entsorgt. Aber sie blüht in der Wachshülle über den gesamten Adventszeitraum und nicht nur eine Woche, wie die meisten Schnittblumen.

Amaryllis als Schnittblume

Wem die Pflege des Rittersterns zu aufwendig ist, kann sie auch als Schnittblumen kaufen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Angebot vielfältig. Amaryllis lassen sich auch gut in weihnachtlichen Sträußen mit Nadelzweigen, Zapfen und anderem Grün kombinieren. Den Stiel anschneiden und mit Tesafilm umwickeln, damit er sich in der Vase nicht aufrollen kann und nur wenig Wasser in die Vase geben. Beides sorgt dafür, dass die Blüten der Weihnachtsblume bis zu zwei Wochen halten.

Pflegetipps: So wächst und gedeiht die Amaryllis am besten

  1. Einmal zu Hause eingezogen, ist die Weihnachtsblume pflegeleicht und anspruchslos.
  2. Im Winter ist passend zur unserer Adventszeit ihre Blühphase, und sie steht am besten eingetopft auf einer hellen Fensterbank bei etwa 20 Grad Celsius, nicht zu warm. Bei Lichtmangel werden die Stängel schnell zu lang und knicken dann leichter.
  3. In der Nacht darf die Temperatur gerne auf 16 Grad absinken, denn je niedriger die Temperatur während der Blühphase ist, desto länger hält die Blüte.
  4. Sie benötigt höchstens 1 x die Woche etwas Wasser.
  5. Wer die einmal lieb gewonnene Weihnachtsblume auch nach dem Fest behalten möchte, sollte von Februar bis April die welken Blüten abschneiden und den Topf von Mai bis Juli halbschattig ins Freie stellen. Den Ritterstern weiterhin regelmäßig gießen und düngen, damit sich die langen, schmalen Blätter bilden können. Aus ihnen zieht sich die Zwiebel Nährstoffe, die sie für die Ruhezeit braucht. Im August beginnt dann die Ruhephase – jetzt heißt es nicht mehr gießen, das Laub verwelken lassen und erst im Anschluss wieder gießen und die Pflanze in die Innenräume holen.

Weihnachtsblumen – Achtung giftig!

Sowohl die Amaryllis als auch der Weihnachtsstern sind giftig und eignen sich nicht für den Verzehr. Leider animieren die leuchtend roten Blüten und Blätter vor allem Tiere und Kleinkinder zum Knabbern und Spielen. Daher ist Vorsicht geboten , und die Pflanzen sind außer Reichweite von Kleinkindern zu stellen. Bei Anzeichen von Übelkeit den Arzt aufsuchen.

1 Kommentar
  • 5 Sterne Sabine B., 01.11.2023

    einfach wunderbar und praktisch ihre Tipps.Das kann jeder nachmachen, weil die Beschreibungen gut verständlich und ausführlich sind.Vielen Dank!