Das dunkle Herz der Welt, Liliana Le Hingrat

Das dunkle Herz der Welt

Liliana Le Hingrat

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Ein packender historischer Roman: „Das dunkle Herz der Welt“ – Kämpfe, Ritterehre, Ränkespiele und eine tragische Liebe am Vorabend der Türkenkriege.

Als Vladislav Draco, der Sohn des...

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Kommentare zu "Das dunkle Herz der Welt"

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  • 5 Sterne

    50 von 51 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Aurelia, 09.05.2015

    Als wäre man selbst dabeigewesen …

    Mit dem historischen Roman „Das dunkle Herz der Welt“ ist es Liliana le Hingrat meisterlich gelungen, Licht auf eine verwirrende und undurchsichtige Epoche europäischer Geschichte zu werfen.

    Im 15. Jh. versucht Vladislav Draco, Sohn des ehemaligen Fürsten der Walachei und Ritter des Drachenordens, seinen rechtmäßigen Thron zurückzuerobern. Eingezwängt zwischen Orient und Okzident, als Vasall der damaligen Großmacht Ungarn und dem Ritterorden verpflichtet, scheint es ein aussichtsloser Kampf. Zumal ein verfeindeter Familienzweig ebenfalls seine Rechte auf den Thron geltend macht. Die Intrigen und das Wechselspiel an den europäischen Höfen machen das kleine Fürstentum Walachei zu einem Spielball von Machtstreben, Religionskämpfen und Verrat.

    Liliana le Hingrat hat es hervorragend geschafft, diese Epoche mit viel Einfühlungsvermögen lebendig darzustellen. Selten war ich in einen historischen Roman dermaßen versunken. Und obwohl ich wusste, wie tragisch das Ganze ausgehen würde, konnte ich vor Spannung das Buch kaum aus der Hand legen. Während der Lektüre standen mir mehr als einmal Tränen in den Augen: Tränen der Wut und Tränen des Mitleids.
    Die Autorin hat nicht nur die historische Seite vielseitig beleuchtet und plausibel dargestellt, sondern einen auch die vielfältigen Gefahren für Leib und Leben zu jener Zeit hautnah spüren lassen.

    Ein wertvolles Werk, das viele weitere begeisterte Leser finden möge.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    30 von 35 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Slavica K., 29.07.2015

    Eine wahrlich spannende Reise mit den historischen Personen Vladislav Basarab Draco, János Hunyadi sowie den ungarischen und polnischen Königen Sigismund von Luxemburg und Wladyslaw Jagiello durch das mittelalterliche Europa im 15. Jahrhundert!
    Die Erzählung der Autorin ist zweigleisig.
    Zum einen geht es um die Rekonstruktion von historischen Ereignissen. Das expandierende Osmanische Reich trifft gnadenlos auf den christlichen Kreuzzug inmitten Europas und endet in Gräueltaten und kriegerischen Auseinandersetzungen.
    Die historische Handlung ist zum anderen begleitet von Liebe gepaart mit Hass. Sie ist zudem
    geprägt von religiöser Überzeugung, welche von politischer Macht manipuliert wird sowie von Freundschaft untermalt von Feindschaft. Eine ausdrucksstarke Geschichte, die die Dualität unserer Gesellschaft veranschaulicht.
    Da Serbien ebenfalls Schauplatz des verheerenden Krieges ist, hat mich –als Serbin- das Buch zum Recherchieren und Weiterdenken angeregt.
    Die „Türkenkriege“ in Europa haben seit dem 14. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg angedauert und hinterlassen noch heute ihre Spuren.
    Staatsgebiete Südosteuropas wurden aufgrund der Eroberungen durch die Osmanen reorganisiert.
    Der Kampf um die Befreiung aus dem osmanischen Joch findet in Serbien seinen Ausdruck in der Volkskunst sowie in Volksliedern und Balladen, die durch Straßensänger, den sogenannten Guslaren (Gusla = Streichinstrument), in den serbischen Dörfern seit Jahrhunderten verbreitet werden. Auch János Hunyadi soll in diesen Heldenliedern thematisiert sein. Diese Lieder rührten später Johann Wolfgang von Goethe und veranlassten Jacob Grimm, serbisch zu lernen.
    Das unaufhaltsame Vordringen der Türken und des Islams nach Mitteleuropa veranlasste Martin Luther die Schriften „Vom Kriege widder die Türcken“ (1529) und „Heerpredigt wider den Türcken“ (1530) zu schreiben.
    In Europa machte sich aus Angst vor einer osmanischen Umklammerung Weltuntergangsstimmung breit.
    Im Roman wird diese Türkenfurcht der Ost- und Mitteleuropäer verdeutlicht. Der Protagonist dieses Romans, Vladislav Basarab Draco, machte die Walachei aus Verzweiflung zum tributpflichtigen Vasallen des Osmanischen Reiches, um einen Überfall des scheinbar unbesiegbaren Osmanischen Reiches auf sein Fürstentum verhindern zu können. Er übergab seine beiden Söhne Vlad Draculea und Radu als menschliche Pfänder an die Osmanen, damit es nicht zum Bruch mit den Osmanen kam.
    Die Autorin zeigt in ihrer Geschichte anfängliche Versuche zwischen Christen und Muslimen auf, sich über Dialoge sowie Friedensverträge anzunähern und zu arrangieren.
    Bleibt nach dem brisanten Thema „Halbmond und Kreuz“ die Erkenntnis unserer Unfähigkeit, die Schuld unserer Vorfahren zu heilen?
    Fazit:Ein insgesamt großartiges und sehr lesenswertes Historiendrama! Absolute Leseempfehlung
    Die Autorin versteht es die historische Wahrheit so lebendig darzustellen, dass das Lesen für „Kino im Kopf“ sorgt. Die Handlung ist mitreißend geschrieben. Fiktion und Realität harmonieren miteinander.
    Die historischen Informationen, die das Buch geliefert hat, werden in interessanter Weise an den Leser transportiert. Die Autorin hat im Wege der Unterhaltung gekonnt historische Inhalte vermittelt. Die ebenso dramatische wie leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen dem Fürsten Vladislav Basarab Draco und der schönen Clara von Thegzes vor der rauen Kulisse der „Türkenkriege“ rundet die Geschichte in romantischer Weise ab.
    Das Buch hat ein Nachwort und gibt im Anhang Auskunft über die „Dramatis Personae“. Aus den Schlussbemerkungen geht hervor, dass die meisten der im Roman erwähnten Hauptcharaktere historisch real dokumentierte Personen sind. Zur Erläuterung der geographischen Namen und historischen Begriffe wäre ein Glossar hilfreich gewesen.
    Ich bin sehr gespannt auf die Fortführung dieser Zeitreise. Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen Favoriten und schreit am Ende förmlich nach einer Fortsetzung, die ich hoffentlich bald lesen darf.

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    janein
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