Grimms Morde

Roman

Tanja Kinkel

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Der neue historische Roman der Spiegel-Bestsellerautorin Tanja Kinkel führt zurück in das neunzehnte Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting und historische Spannung mit einer grausamen Mordserie. Rot wie Blut...
Kassel, 1821: Die...

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  • 5 Sterne

    11 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    ysa, 13.11.2017

    Tanja Kinkel entführt uns ins Kassel des Jahres 1821. Die französische Herrschaft ist erst seit kurzer Zeit Vergangenheit, aber noch lange nicht überwunden. Zensur und Überwachung sind alltägliche Hilfsmittel in den deutschen Fürstentümern. Der Adel genießt seine Privilegien. Frauen hatten sich unterzuordnen. Es ist die Zeit, in der die Brüder Grimm, Jacob und Wilhelm, ihre Märchensammlungen veröffentlichten (1812 und 1815). Nicht als Märchensammlung für Kinder, sondern zur Wahrung von Volkskultur – schließlich waren sie in erster Linie Sprachwissenschaftler und Volkskundler. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei unter anderem auch von Jenny und Annette Droste-Hülshoff, die einige Geschichten zur Märchensammlung beitrugen. Vielleicht sogar ein wenig zu tagkräftig: denn eine Geschichte, nämlich „Die drei schwarzen Prinzessinnen“, wurde von ihnen sogar extra für diese Sammlung verfasst.

    Als dann eine ehemalige Mätresse des Kurfürsten grausam ermordet wird und ein Zitat aus besagtem Märchen bei der Toten gefunden wird, gerät Jacob Grimm ins Visier der Ermittler. Die Schwestern Droste-Hülshoff reisen sofort nach Kassel um die Brüder Grimm zu entlasten. Natürlich in Begleitung eines männlichen Verwandten – um den gängigen gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Kurze Zeit später stirbt auch noch ein wenig hoffnungsvoller Dichter. Nach einigermaßen komplizierten und verwirrenden Ermittlungen decken die vier Protagonisten natürlich die Geheimnisse rund um diese beiden seltsamen Morde auf.

    Und so interessant und verzwickt die Tätersuche auch sein mag, sie tritt in den Hintergrund, denn viel spannender und unterhaltsamer ist die Schilderung der Zeit, ihrer Sitten, Moralvorstellungen und Vorurteile. Ein Sittenbild, das dem Leser ein lebensnahes und vielschichtiges Bild jener Zeit präsentiert.
    Die einzelnen Personen werden geschichtlich korrekt und liebevoll charakterisiert, so haben sie alle ihre Fehler und Schwächen. Vor allem eine prägende und traumatisierende Episode aus dem Leben von Annette steht im Mittelpunkt vieler Gespräche und Gedanken. Genau diesen klugen und manchmal scharfzüngigen Gesprächen zu folgen, war wirklich ein spezieller Genuss!
    Die Sprache des Buches ist in vielen Teilen eine Annäherung an die Sprache der Zeit – anfangs nicht ganz einfach zu lesen, aber wunderschön und nach ein paar Seiten ist man fast schon süchtig danach!

    Denn Tanja Kinkel versteht es, Fiktion und historische Fakten gekonnt zu einem spannenden, informativen und großartig lesenswerten Roman zu verweben. Es ist sicher kein Buch, das irgendwie nebenher gelesen werden kann, aber die kleine Anstrengung wird wirklich belohnt!
    Es ist für mich sicher eines der besten Bücher des heurigen Jahres!

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    janein
  • 2 Sterne

    11 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 21.10.2017

    Die Ankündigung: „Der neue historische Roman der Spiegel-Bestsellerautorin Tanja Kinkel führt zurück in das neunzehnte Jahrhundert und verbindet märchenhaftes Setting und historische Spannung mit einer grausamen Mordserie. … Geschickt verwebt Tanja Kinkel die privaten Verwicklungen von zwei der berühmtesten Geschwisterpaare der deutschen Literaturgeschichte in ein unglaubliches Verbrechen. Ein Mordsbuch.“ hatte mich neugierig gemacht. Wer kennt Grimms Märchen nicht? Und auch die Schwestern Jenny und Annette von Droste-Hülshoff habe ich letztes Jahr durch einen biographischen Roman (Grimms Albtraum von Esther Grau) näher kennengelernt.

    Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch und wurden leider enttäuscht. Ich hatte mir einen spannenden historischen Krimi erhofft, angelehnt an die Biografien von Annette und Jenny bzw. Jacob und Wilhelm. Richtige (Krimi)Spannung kam bei mir allerdings nur in den letzten beiden Kapiteln auf. Die angekündigten Morde werden zwar schon zu Beginn begangen, danach plätschert die Handlung aber mehr oder weniger entspannt vor sich hin. Es wird erklärt, warum die Droste-Hülshoff-Schwestern überhaupt in den Fall involviert sind (sie haben eines der Märchen beigesteuert, nach denen gemordet wurde) und wie die Geschwister miteinander verbandelt sind bzw. welche Animositäten herrschen. Annettes „große Verfehlung“ wird mehrfach erwähnt, aber nie genau erklärt – das versteht man nur, wenn man weiß, was im Jahr davor mit Straube und ihrem Stiefonkel von Arnswald war. Dazu kommt noch sehr viel Landespolitik, die sicher für einige Leser interessant und am Ende für die Aufklärung auch wichtig ist, meinen Lesefluss aber extrem gehemmt hat. Auch die zum Teil verschiedenen Bezeichnungen für ein und dieselbe Person haben mich beim Lesen zum Teil verwirrt.

    Spannend fand ich die Geschwisterkonstellationen. Jacob fühlte sich nach dem frühen Tod seines Vaters schon mit 11 Jahren als männliches Familienoberhaupt und hat diese Verantwortung wohl nie ablegen können. Dadurch kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen (neben Wilhelm hat er noch 3 weitere Brüder und eine Schwester, Lotte, die ihnen den Haushalt führte). Aber die Beziehung zu Wilhelm war schon fast wie bei Zwillingen. Streit zwischen ihnen gab es allerdings immer wieder wegen Annette von Droste-Hülshoff. Wilhelm und sie mochten sich nicht – war ihm vielleicht ihre Intelligenz suspekt und dass sie es nicht einsah, sich Männern unterordnen zu müssen? Tanja Kinkel bietet eine andere Interpretationsmöglichkeit. Wilhelm und Jenny hingegen verband eine jahrelange Brieffreundschaft, nur eine Ehe war wohl aus Standesunterschieden nicht denkbar. Auch Jenny und Annette verband eine ganz besondere Beziehung. Jenny stand – obwohl sie die Ältere war – immer in Annettes Schatten zu. Trotzdem waren sie beste Freundinnen und teilten fast alle Geheimnisse.

    Sehr interessant sind auch die Hintergründe zu Grimms Märchen. Diese hatte sie wohl nicht wirklich in den „einfachen Volksschichten“ gesammelt, wie angegeben, sondern allen Bevölkerungsgruppen und sogar anderen Ländern entlehnt. Außerdem müssen sie in den Erstfassungen zum Teil unglaublich grausam gewesen sein und deswegen nicht für Kinder geeignet. Aus diesem Grund wurde haben die Grimms wohl auch das Konzept der „bösen Stiefmutter“ entwickelt.

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    janein
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