Funkenflug (eBook / ePub)

August 1939: Der Sommer, bevor der Krieg begann
 
 
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Weltgeschichte erzählt am Schicksal ihrer Protagonisten.

August 1939. Flirrende Hitze in Mitteleuropa. Das Korn wird gemäht. Ferienzeit. Es könnten unbeschwerte Tage sein, aber etwas Verstörendes liegt in der Luft. Die einen sagen, ein neuer Krieg stehe...
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August 1939. Flirrende Hitze in Mitteleuropa. Das Korn wird gemäht. Ferienzeit. Es könnten unbeschwerte Tage sein, aber etwas Verstörendes liegt in der Luft. Die einen sagen, ein neuer Krieg stehe...

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Kommentare zu "Funkenflug"

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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 17.08.2019

    Als Buch bewertet

    In diesem höchst aufschlussreichen Sachbuch über die letzten Wochen vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, erfahren wir jede Menge noch unbekannter Details. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass der Überfall auf Polen erst im zweiten Anlauf wirklich erfolgt ist. Hitler hat den unmittelbar bevorstehenden Einmarsch noch einmal kurz gestoppt.

    Jedes Kapitel beginnt mit Ausschnitten aus Tageszeitungen. Einerseits deutschen, aber auch Medien aus anderen Ländern. Widersprüchlich, aufpeitschend, Tatsachen verfälschend die einen, beschwichtigend und ebenso die Wahrheit verdrehend die anderen.

    Wir begegnen nicht nur Hitler und seiner Entourage wie Himmler, Göring, Heydrich sondern auch den späteren Widerständlern wie Hans und Sophie Scholl sowie Fritz Hartnagel. Auch zahlreiche Militärs, die den Krieg nicht befürworten, kommen zu Wort. Einige von ihnen sind wie u.a. Admiral Wilhelm Canaris schon zu dieser Zeit, nicht mit allem was Hitler befohlen hat, einverstanden. Auch Georg Elser kreuzt kurz den Weg der Leser.

    Interessant sind auch die mehrmaligen Schwenks zur Familie Mann, die es gerade noch rechtzeitig geschafft hat, Deutschland zu verlassen. Albert Einstein, der aus Deutschland vertrieben worden ist, kommt ebenso zu Wort wie John F. Kennedy.

    Sehr interessant sind die Blicke nach England, Frankreich und die Sowjetunion. Wir erfahren, dass England und Frankreich zwar mit Stalin über eine Kooperation gegen Hitler verhandeln, aber keine hochrangigen Diplomaten schicken, sondern nur Mittelklassige und das nur auf dem langsamen Seeweg. Stalin fühlt sich von den Westmächten desavouiert und schließt mit Hitler den „Nichtangriffspakt“. Dass der das Papier auf dem er geschrieben wurde, nicht wert ist, weiß zu diesem Zeitpunkt nur Hitler. An diesem Beispiel zeigt sich wieder, dass England und Frankreich auf Grund ihrer eigenen Paranoia vor dem Kommunismus, die drohende Gefahr des Faschismus nicht erkannt haben (oder erkennen wollten). Auch Hitlers seltsames Verhältnis zu Mussolini kommt zur Sprache.

    Aufschlussreich und vermutlich nicht allgemein bekannt ist, die hektische diplomatische Betriebsamkeit von Birger Dahlerus, im Auftrag Hermann Görings, eine Einigung mit England und Polen in der Danzig-Frage herbeizuführen und dadurch den Ausbruch des Krieges in letzte Minute doch noch zu verhindern.

    Der Autor gewährt uns auch seltene Einblick in Hitlers Privatleben. So erfahren wir einiges über seine Vorliebe für schöne Frauen und dem despotischen Umgang mit seiner heimlichen Geliebten Eva Braun, die, wenn hochrangiger Besuch kommt, sich verstecken muss.

    Das Buch endet mit dem Überfall auf Polen, der den Zweiten Weltkrieg nun endgültig entfesselt.

    Meine Meinung:

    Obwohl es zum Zweiten Weltkrieg Bücher in Hülle und Fülle gibt, bietet dieses Buch dennoch einiges Unbekanntes. Auch die unterschiedlichen Blickwinkel ein und desselben Ereignisses, ergeben wertvolle Einblicke in die Wochen vor dem Ausbruch des Krieges.

    Der Schreibstil des Autors ist dem gewaltigen Thema angepasst. Natürlich müssen Jahreszahlen sowie sonstige Zahlen, Daten und Fakten präsentiert werden. Trotzdem wirkt das Buch nie wie ein trockenes Lehrbuch. Im Gegenteil, das Einflechten von persönlichen Schicksalen, wie dem Tod von Heinrich von Weizäcker (Bruder des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizäcker) rundet das Buch genauso ab, wie die Erwähnung des weiteren Schicksals von den Geschwistern Scholl, der Familie Mann und Wilhelm Canaris.

    Interessant finde ich das Cover, das ein unbeschwertes Sommervergnügen am Strand zeigt, kurz bevor sich die Welt im Krieg befindet.

    Fazit:

    Das Buch ist eine wertvolle Ergänzung zu „Geschichte des Zweiten Weltkriegs“ von Basil H. Lidell Hart, das ich parallel bzw. danach gelesen habe. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Johann B., 02.08.2019

    Als eBook bewertet

    „Wären nicht Zeitungen und unzählige Briefe, käme es mir gar nicht zum Bewusstsein, dass ich in einer Zeit lebe, in der menschliche Unzulänglichkeit und Grausamkeit beängstigend überhand nimmt.“ Nein, dieses Zitat stammt nicht aus dem Jahr 2019. Es stand in einem Brief von Albert Einstein an seine Freundin der Königin Elisabeth von Belgien. Das Zitat stammt aus dem Jahr 1939. Einstein musste vor den Nazis flüchten, weil er Jude war. Katja und Thomas Mann machen Urlaub in Holland an der Nordsee. Auch sie flüchteten vor Hitlers Schergen und ihr Sohn Golo hofft darauf, dass er eine Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz bekommt. Die wird ihm anfangs nur für zwei Wochen gewährt, denn hier sind die Flüchtlinge nicht willkommen.

    Sophie Scholl, anfangs noch in der HJ, gründet mit ihrem Bruder die „Weiße Rose“ und wird später von den Nazis ermordet. Adolf Hitler schwärmt für Richard Wagner und ist in Bayreuth in der Villa Wahnfried stets ein gern gesehener Gast. Rienzi ist Hitlers liebste Oper und die Ouvertüre leitete die Reichsparteitage in Nürnberg ein. Minutiös und ausführlich schreibt der Autor Hauke Friederichs in dem Buch #Funkenflug was im August 1939 hinter den Kulissen geschah. Warum zum Beispiel Hitler so ganz plötzlich einen Pakt mit Stalin einging und wie die Medien zu Propagandazwecke Hitlers und Konsorten missbraucht wurden. Ja, damals konnten die Journalisten sich kaum wehren, ohne in Lebensgefahr zu geraten.

    Jüdische Mitbürger mussten viel Geld aufbringen, um Deutschland verlassen zu können. Die Eltern von Katja Mann waren Millionäre, bis der „Führer“ ihrem Vermögen habhaft wurde. #Funkenflug, das ist mehr als „nur“ ein Sachbuch. Der Autor beschreibt die Tage im August 1939 sowohl aus Sicht der „Mächtigen“ als auch der Kritiker und Verfolgten. Wie alle getäuscht wurden, damit am 01. September 1939 „zurückgeschossen“ werden konnte. Was Churchill zu all den Lügen meinte und in welchem Luxus nicht nur der „Führer“ damals lebte.

    #Funkenflug zeigt auch, welche Charaktere hinter den bekannten Namen der Nazigrößen standen. Das Buch beginnt mit einer kurzen Einleitung und ist in 10 Kapitel aufgeteilt. Start ist am 01.August 1939 und es endet am 01.09.1939. Das 10. Kapitel, der Epilog, vermittelt das Schicksal einiger im Buch beschriebenen Menschen.

    Interessant für mich waren auch die 14 Fotos am Schluss von #Funkenflug. Albert Einstein auf einem Boot zu sehen, das hat was. Es folgen noch die Erklärung von Abkürzungen sowie eine Auswahl an weiter führender Literatur. Personenregister und Bildnachweis fehlen ebenfalls nicht.

    Für mich erschreckend, sind die Parallelen zur heutigen Zeit. Leider gibt es wieder vermehrt Populisten, die einzelne Schicksale ausschlachten, um den Menschen ihre Politik schmackhaft zu machen.

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    janein

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