Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe: Die Malerin, Mary Basson

Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe: Die Malerin (eBook / ePub)

Roman

Mary Basson

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Eine Liebe in der Bohème.

München, 1902: Gegen alle Widerstände will die junge Gabriele Münter, genannt Ella, Malerin werden. Sie nimmt Unterricht bei Wassily Kandinsky und verliebt sich in ihn, sie wird seine Muse ebenso wie seine Gefährtin...

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Kommentare zu "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe: Die Malerin"

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 25.12.2017

    Als Buch bewertet

    Eine umstrittene Frau und Künstlerin

    Ella, Gabriele, wird schon als Kind immer als Sonderling angesehen, weil sie lieber malt, als mit anderen zu reden oder gar zu spielen: „Mit Ella stimmt was nicht.“ (S. 19) Sie war ein Nachzügler, ihre Geschwister viel älter, der Vater verstarb früh. Niemand versteht, dass sie als Erwachsene ihr Leben der Kunst und nicht einer eigenen Familie widmen will. Ich will etwas anderes, nicht das Gewöhnliche – ich will eine Künstlerin sein.“ (S. 127)
    1902 wird Wassily Kandinsky ihr Lehrer. Sie fühlt sich sofort zu ihm hingezogen und er nutzt ihre Naivität aus – denn natürlich ist er verheiratet. Sie wird seine „Gefährtin“ nicht nur Geliebte. Zusammen entwickeln sie sich und ihre Kunst weiter, Kandinsky immer als Vorreiter. Obwohl sich ihre künstlerischen Wege bald trennen (er malt abstrakter, fortschrittlicher), bleiben sie ein Paar. Und immer hofft sie, dass er sich scheiden lässt um sie zu heiraten ...

    Ich habe „Die Malerin“ förmlich inhaliert. Es ist extrem fesselnd und beschreibt Gabriele Münters Leben und Arbeiten sehr bildlich. Sie hatte es nicht leicht, wurde hinter ihrem Rücken als Hure verschrien, weil sie unverheiratet mit Kandinsky zusammen gelebt hat und war auch nie so erfolgreich – sie war eben „nur“ eine Frau.
    Ella war mir sehr sympathisch, ich habe sie um ihr Leben aber nicht beneidet. Ihre Entwicklung von einer etwas weltfremden, schüchternen aber talentierten jungen Frau zur selbstbewussten Künstlerin und Kandinskys „Mädchen für alles“ (sie hat ihm immer den Rücken freigehalten und alles organisiert) war sehr beschwerlich.
    Kandinsky hingehen war mir von Beginn an unsympathisch. Er hält sie über Jahre hin, nur sein Wille, seine Ideen und Werke zählten. Ab einem gewissen Zeitpunkt macht er ihre Arbeiten vor seinen Freunden und Künstlerkollegen sogar schlecht – dabei hatte er das doch gar nicht nötig. Sie hat ihm seinen Erfolg nie streitig gemacht.

    Aber Gabriellas große Stunde schlägt, als die Nazis an die Macht kommen. Ich war verblüfft, wie unpolitisch sie lange Zeit war. Was deren Ideologie bedeutet versteht sie erst, als sie 1937 die Ausstellung für „entartete Kunst“ besucht. Sie begreift, dass sie die über Jahre gesammelten Bilder irgendwie retten muss: „Ich bin kein aufopferungsvoller Held. Aber hier geht es um Kandinsky.“ (S. 346)

    Bemerkenswert ist auch, wie die Autorin die über den Prozeß des Malens, die Formen und Farben schreibt. Sie macht das sehr plastisch und ich hatte auch die abstrakten Bilder dadurch immer vor Auge.

    Mary Basson hat hier ein sehr berührendes Portrait einer bewundernswerten Frau und Künstlerin geschaffen. Chapeau.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 06.12.2017

    Als Buch bewertet

    INHALT
    Gabriele Münter (1877-1962), genannt Ella, ist gerade einmal Mitte zwanzig, als sie den angesehenen und elf Jahre älteren Künstler und Lehrer Wassily Kandinsky kennenlernt. Das Genie und die Tiefgründigkeit des späteren Expressionisten faszinieren sie ab dem ersten Moment. Und bald schon wird sie Kandinskys Musterschülerin und Muse. Ihre Verbindung ist explosiv, künstlerisch kongenial und doch für die damalige Zeit moralisch fragwürdig. Denn Kandinsky ist mit einer anderen verheiratet, lebt aber mit Gabriele in wilder Ehe zusammen – was zum Beginn des 20. Jahrhunderts als skandalös galt. Infolge nahm der Druck von außen und innen, ausgelöst durch die Weltkriege, Kandinskys Freiheitsliebe und Labilität sowie Gabrielles unerfüllten Ehewunsch, merklich zu und die amour fou bekam erste Risse…

    MEINUNG
    In Mary Bassons biografischen Roman „Die Malerin“ wird das tragische Leben der Künstlerin Gabriele Münter, die bis zum Schluss im Schatten ihrer Jugendliebe Wassily Kandinsky stand, äußerst realistisch beleuchtet. Das liegt zum einen daran, dass Basson im Milwaukee Art Museum arbeitet, in dem sich die größte Gabriele-Münter-Sammlung Nordamerikas befindet, und zum anderen an ihrem bildreichen und emotional packenden Erzählstil. Als Kennerin der Materie weiß sie nicht nur Gabriele Münters reiches Œuvre fachgerecht zu beschreiben, sondern auch deren innere Zerrissenheit zwischen Künstlertum und Familienidyll glaubhaft einzufangen. An der Seite des „Übermalers“ Kandinsky verlor Münter mehr und mehr ihre Individualität und reiste mit ihm fortwährend durch die Welt. Seine Sprunghaftigkeit und seine depressiven Schübe setzten ihr zu. Kandinskys Flucht vor den Nationalsozialisten führte zum endgültigen Bruch. Nur mithilfe ihrer Schwester vermochte sie nach der gescheiterten Beziehung weiterzuleben. An ihre Vorkriegserfolge konnte sie danach leider nicht mehr anknüpfen.

    Gabriele Münter war eine talentierte Malerin und zugleich die unbekannte Expressionistin an der Seite von Kandinsky. Fluch und Segen lagen nah beieinander. Die Dramatik dieser Verbindung, vor allem ihre emotionale Abhängigkeit vom russischen Maler und Begründer der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter“, bildet Basson derart frappierend authentisch ab, dass man als Leser stets mit Gabriele mitleidet und ihren Werdegang mit Spannung und Neugier verfolgt. Mein persönliches Highlight war Gabrieles Einsatz und Rettung von Kandinskys Werken vor dem Naziregime. Obschon beide nicht mehr zusammen waren, setzte sie in den 30er-Jahren ihr Leben aufs Spiel und rettete Kandinskys Bilder vor der Zerstörung als sog. entartete Kunst. Hiermit hat die unscheinbare, scheue Frau eine Größe offenbart, die der Nachwelt nicht verborgen bleiben sollte.

    Einzig die Abbildungen, zu den im Fließtext beschriebenen Malereien, haben mir gefehlt. Diese hätten m. E. jede angeführte Bildbeschreibung noch eindrucksvoller bzw. plastischer wirken lassen.

    FAZIT
    Berührendes Künstlerinnenschicksal, das zur Beschäftigung mit der Person und Künstlerin Gabriele Münter einlädt.

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    janein
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