Wer hier schlief, Isabella Straub

Wer hier schlief (eBook / ePub)

Roman

Isabella Straub

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Philipp Kuhn schluckt Refluxtabletten und verkauft Sicherheitstüren. Er ist nicht unzufrieden, aber glücklich ist er auch nicht. Bis er überraschend die Chance bekommt auf das richtige Leben. Es...

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  • 5 Sterne

    Sonja K., 11.10.2017

    Als Buch bewertet

    Philipp Kuhn hat sich neu verliebt. In Myriam. Er beschliesst seine Lebensgefährtin und gleichzeitig auch Arbeitgeberin Vera zu verlassen und zu Myriam zu ziehen. Doch am Tag seines Auszugs verschwindet Myriam - sie ist weder zu Hause noch am Handy erreichbar. Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass Myriam nicht die ist, die sie zu sein schien. Philipp kann auch nicht mehr zurück, er irrt durch Wien und ist auf der Suche. Auf der Suche nach Myriam, der Wahrheit aber auch auf der Suche nach sich selbst.
    Dabei begegnet er einem alten Psychologen, seinem alten Arbeitskollegen Bruno, Tamara und ihre Truppe, die sich "Suhos" - Suddenly Homless - nennen und in einem Altenheim Wohnungen Verstorbener renovieren und dafür in dieser Zeit darin leben dürfen. Minimalistisches Wohnen gegen Arbeit.

    Als Leser erlebt man Philipps Ausweglosigkeit und seine Suche hautnah mit. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, wie es zu dieser Situation kommen konnte, wie Philipp vorher gelebt hat, was er sich erhofft hatte, was er in Myriam zu sehen glaubte. Da wird auch klar, dass Philipp erstmal sich selbst finden muss, seine Wünsche, seine Träume. Ein wichtiges Zeichen seiner Verwirrung ist ein Bild, das Philipp auf seiner Odyssee durch Wien mitschleppt: Ein Bild eines Adams des österreichischen Künstlers Rudolf Hausner. Eigentlich hat Philipp es nur dabei, weil Vera dieses Bild gehasst hatte. Er wollte es Myriam schenken, doch die ist ja nicht da, als er es mitbringt. Oft muss er das Bild mit dem Gesicht zur Wand stellen. Dieses Bild symbolisiert auch den Protagonisten. So wie das Bild wird auch Philipp wahrgenommen, beachtet, übersehen, gehasst, gemocht oder nicht beachtet. Am Ende kommt zumindest das Bild "zu Hause" an, erklärt sich und damit auch ein bisschen das Umherstreifen, das Suchen von Philipp. Doch das Ende - darauf sollte man sich einstellen - hat Deutungsfreiheit, jedoch eignet es sich wunderbar dazu nochmal über das Gelesene zu sinnieren, es einzuordnen, nachträglich zu bewerten.

    Der Stil von Isabella Straub gefällt mir. Der Roman lässt sich leicht lesen, sie hat eine ruhige Erzählart, dabei kann sie aber viel in ihre Worte verpacken. Kurze Sätze mit viel Leben und viel Aussagekraft.
    Ihr Protagonist Philipp ist nicht einer, mit dem man sich identifizieren will, man kann ihn schlecht klassifizieren, er ist nicht gut oder schlecht, sympathisch oder unsymphatisch, aber er entwickelt sich im Laufe des Romans, er öffnet sich. Immer wieder schweifen seine Gedanken in die Vergangenheit, dies erklärt sein Wesen. Je mehr er sich entwickelt, so mehr bekommt er auch "Abwehrkräfte", kann auch "Nein" sagen. Er scheint am Anfang farblos, konturlos zu sein. Sein Äußeres spiegelt sein Inneres wieder. Dennoch ist er eine interressante Figur.
    Die Nebenfiguren geben dem Buch Farbe, sie polarisieren, sie kritisieren, sie erschrecken, sie legen den Finger auf die Wunden, sie überzeichnen, bringen Leben ins Spiel, aber auch den Tod, sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Alles zugleich. Einsamkeit, Obdachlosigkeit, Bindungslosikgeit, Wegsehen, schwierige Vergangenheiten sind Elemente, die die Autorin in den Roman zentral mit verarbeitet hat und die auch gleichzeitig die heutige Zeit widerzuspiegeln scheinen.

    Gefallen hat mir auch, dass dieser Roman nicht zu düster geworden ist, immer wieder humorige Szenen, Schmunzelmomente, die alles auflockern.

    Literatur, die einem zum Nachdenken bringt, die einerseits leicht zu lesen ist, anderseits aber auch die Bereitwilligkeit fordert sich auf das Gelesene und das Ende einzulassen, sowie auf einen Protagonisten, der erst aus seinem Schlaf erwachen muss.

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    janein
  • 5 Sterne

    Gesine R., 05.11.2017

    Als Buch bewertet

    Moderne Nomaden
    Philipp Kuhn hat sich endlich zu einem Neuanfang durchgerungen: er verlässt seine Frau, das gediegene Heim und seine sonstigen alterprobten Bahnen, um zu seiner neuen Liebe zu ziehen, der geheimnisvollen Myriam. Das einzige, was er mitnimmt, ist ein Kunstdruck von einem surrealistisch angehauchten "Adam" (aus der Bilderserie des Künstlers Rudolf Hausner).
    Doch auf einmal ist es wie verhext: Myriam meldet sich nicht mehr, und an ihrem Arbeitsplatz erfährt Philipp Dinge über sie, die er niemals für möglich gehalten hätte. Er beschließt, sie zu suchen - im Straßengewirr von Wien. Sein einziger Fixpunkt ist das Fitnessstudio mit dem verheißungsvollen Namen "Flow"...
    Auf seiner Suche lernt Philipp jede Menge interessanter Menschen kennen: einen weisen alten Mann, eine Truppe moderner Nomaden, und einige interessante Frauen. Sie alle leben gegen den Mainstream - und zeigen Philipp neue Wege aus seinem persönlichen Labyrinth.


    Isabella Straub, eine der originellsten und erfolgreichsten österreichischen Schriftstellerinnen, hat mit diesem Roman den antiken Odysseus- Mythos aufgegriffen - aber auf ihre ganz eigene, humorvolle und zugleich tiefgründige Weise. Ich lese ihre Bücher unglaublich gerne, da sie melancholisch und hoffnungsvoll zugleich sind. Während Odysseus nach langen Abenteuern, gefährlichen Verführungen und harten Kämpfen wieder bei seiner treu wartenden Ehefrau landet, verliert Philipp Kuhn sein Reiseziel Myriam immer mehr aus den Augen.
    Vielleicht ist es ein Kennzeichen des (post)modernen Menschen, dass die alten Strukturen nicht mehr funktionieren, und die Welt sich viel schneller ändert, als zu Odysseus' Zeiten. Heute sind Anpassung und Flexibilität gefragt - doch wie weit können wir aus unserer Haut, ohne uns selbst zu verlieren? Diese Fragen haben mich beim Lesen beschäftigt.
    Fazit: ein hintergründiger Roman mit vielen sprachlichen Highlights und einer ordentlichen Portion schwarzen Humors gewürzt! Von mir gibt es für diese gelungene Mischung 5 Sterne.

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    janein
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