August Zirner

August Zirner gilt als ausgesprochen vielseitig und facettenreich. Der Schauspieler mit österreichischem und amerikanischem Pass hat in über 80 Filmen mitgewirkt und arbeitete im Laufe seiner Karriere mit den namhaftesten deutschen Regisseuren zusammen. Aus der deutschen Film- und Fernsehlandschaft ist er nicht mehr wegzudenken.

August Zirner wurde am 7. Januar 1959 als Sohn jüdischer Immigranten aus Österreich in Urbana, Illinois, geboren. Mit 17 Jahren ging Zirner nach Wien, um am renommierten Max-Reinhardt-Seminar zu studieren. Nach seinem Debüt am Wiener Volkstheater folgten Engagements in Hannover, Wiesbaden, München und Wien. 1990 war Zirner bei den Salzburger Festspielen in Jürgen Flimms Inszenierung "Der Schwierige" zu sehen.

Seit Mitte der 80er-Jahre spielte Zirner die unterschiedlichsten Charaktere in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen. U. a. war er in Volker Schlöndorffs "Homo Faber" und Margarethe von Trottas "Das Versprechen" zu sehen. Unter der Regie von Rainer Kaufmann drehte er die Filme "Stadtgespräch" und "Die Apothekerin". Außerdem spielte Zirner in Kinderfilmen wie "Pünktchen und Anton" und "Das Sams" mit. Im Fernsehen war er u. a. in den Mehrteilern "Die Kirschenkönigin" und "Speer und Er" zu sehen, aber auch in Fernsehfilmen wie "Der Todestunnel" und "Liebe nach dem Tod" unter der Regie von Matti Geschonneck.

Als kaltblütiger, perfider Ehemann einer an Multipler Sklerose erkrankten Anwältin agierte August Zirner 2005 in Marcus O. Rosenmüllers TV-Thriller "Die Mandantin". Für "Wut", den im selben Jahr gedrehten Film von Züli Aladag erhielt der Schauspieler dank seiner intensiven Darstellung einen Adolf-Grimme-Preis. In dem Drama gerät Zirner als gutbürgerlicher Familienvater durch Attacken eines türkischstämmigen Jugendlichen in eine Gewaltspirale, die unweigerlich in einer Katastrophe endet. Als gebürtiger Amerikaner drehte August Zirner immer wieder auch in seiner Muttersprache; so war er in dem irischen Drama "Ein Haus in Irland" beispielsweise der Ehemann von Andi McDowell. 2006 gehörte Zirner in dem Oscar- prämiertem Drama "Die Fälscher" als Arzt Klinger zum Team der Geldfälscher im KZ Sachsenhausen, und ein Jahr später brillierte er als abgebrühter Anwalt der Herstellerfirma in dem preisgekrönten Fernsehzweiteiler "Contergan" von Adolf Winkelmann. Zuletzt überzeugte Zirner als Chef eines Call-Centers André Erkaus Kinofilm "Selbstgespräche".

Der vierfache Vater lebt mit seiner Familie am Starnberger See. Sohn Johannes tritt bereits in seine Fußstapfen und arbeitet ebenfalls erfolgreich als Bühnen- und Fernseh-Schauspieler.

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